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Polizeibericht
Lesbisches Paar in Berlin-Wedding beleidigt und bespuckt
Weil die beiden 25 und 26 Jahre alten Frauen umgehend Anzeige erstatteten, konnte der mutmaßliche Täter gefasst werden.

Die Berliner Polizei informiert regelmäßig über homo- und transphobe Hintergründe von Straftaten (Bild: Sebastian Rittau / flickr)
- 7. Juli 2017, 11:17h 2 Min.
Am Donnerstagabend wurde im Berliner Stadtteil Wedding ein lesbisches Paar homophob beleidigt und bespuckt. Laut Polizeibericht vom Freitag waren die beiden Frauen im Alter von 25 und 26 Jahren gegen 21.45 Uhr in der Oudenarder Straße unterwegs, als sie an der Ecke Groninger Straße unvermittelt von einem 31-jährigen Mann beleidigt und bespuckt wurden.
Die lesbischen Frauen waren nach Angaben der Polizei als Paar zu erkennen. Zeugenaussagen zufolge soll der mutmaßliche Täter einer der beiden an die Außenseite des Oberschenkels gefasst und nach einem Abwehrversuch seine Hand ins Gesicht gedrückt und sie weggestoßen haben.
Der mutmaßliche Täter war leicht alkoholisiert
Nachdem die unverletzt gebliebenen Frauen Anzeige erstatteten, konnten Einsatzkräfte den leicht alkoholisierten Tatverdächtigen auf dem Gelände der ehemaligen Osramhöfe festnehmen. Nach Feststellung seiner Identität und einem erteilten Platzverweis kam er wieder auf freien Fuß. Nähere Angaben zum Tatverdächtigen wurden im Polizeibericht nicht gemacht. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Berlin gehört zu den wenigen deutschen Städten, die mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in ihren Berichten erwähnen und die Fälle publik machen, auch wenn es "nur" um Beleidigungen geht. Laut vorläufiger Polizeistatistik wurden 2016 insgesamt 162 Delikte im Bereich "sexuelle Orientierung" gemeldet, darunter 44 Gewalttaten (2015: 105/38, 2014: 80/26, 2013: 132/46). Im Mai hatte das Beratungstelefon Maneo zugleich seine Statistik vorgelegt, die auch wegen anderer Zählweise mehr Taten erfasst und für das gesamte Jahr 2016 291 Fälle erfasste. Ein Jahr zuvor war es auf 259 Taten gekommen. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI.(cw)















Das haben die beiden genau richtig gemacht. Man muss jede Beleidigung, jede Bedrohung, jeden Angriff, etc. sofort melden. Auch wenn man nicht körperlich verletzt wurde. Nur so kann das gestoppt werden.
Denn das ist die einzige Sprache, die solche Schwachmaten verstehen.
Jetzt hoffe ich auf eine angemessene Strafe.