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Kommentare zu:
Johannes Kahrs kündigt Hochzeit an


#1 Simon HAnonym
  • 08.07.2017, 09:32h
  • Herzlichen Glückwunsch.

    Ich fand Johannes Kahrs' Rede bei der Eheöffnungs-Debatte übrigens phantastisch. Wenn eine Partei wie die CDU/CSU über Jahre hinweg Gleichstellung blockiert und nicht mal eine Diskussion darüber zulässt, darf man nicht nur demütig den Bückling machen und dankbar dafür sein, wenn sich mal ein bisschen was ändert.

    Sondern dann muss man auch mal klare, deutliche Worte finden, die ganz offen kritisieren, was angerichtet wurde und wird.

    Und ich schließe mich dem Schlusssatz von Johannes Kahrs im vollen Umfang an:

    "Frau Merkel, vielen Dank für NICHTS."
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#2 SanottheEhemaliges Profil
  • 08.07.2017, 09:40h
  • Recht hatte er.
    Für mich die einzige Rede der ganzen Debatte, die mich beeindruckt hat.

    Dafür hat er sich einen offiziellen Tadel eingefangen. Einen Tadel dafür, schlicht die Wahrheit gesagt zu haben und die Realität nicht mit verlogenem Respekts-Gesäusel weichgespült zu haben.

    Erbärmlich.
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#3 landerneauAnonym
#4 stephan
  • 08.07.2017, 10:10h
  • "... hielt zwar eine wütende, aber die ehrlichste Rede zur Ehe für alle."

    Das ist wohl wahr! Lammerts Gelaber vom Respekt war zudem völlig daneben, denn wer kann schon Respekt davor haben, dass Menschen andere Menschen diskriminieren und ihnen gleiche Rechte verwehren ... über Jahrzehnte! Lammerts völlige Ignoranz zeigte sich dann auch noch einmal nach der Bekanntgabe des Abstimmungsverhältnisses am 30. Juni, als er den Konfettiregen um Volker Beck in die Nähe von Albernheit rückte. Wer diesen Glücksmoment nach so vielen Jahren K(r)Kampf und bei diesem persönlichen Thema nicht nachvollziehen kann, dem scheint menschlich doch sehr viel zu fehlen!

    Ja, was die Hochzeitstermine angeht, so versuchen wohl nun manche von uns, bedeutende Termine der Partnerschaft aufzugreifen und an den jeweiligen Jahrestagen zu heiraten. (Wenn die Politik und Verwaltung jetzt schnell sind, schaffen wir das Anfang Oktober zum 26. Jahrestag auch noch ... obwohl in unseren Ringen der Tag der Standesamtaktion 19.08.1992 steht.) Ich freue mich für Johannes Kahrs und seinen Mann, für jedes einzelne Paar, dass nun heiraten kann und natürlich für unserer ganzes Land!
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#5 goddamn liberalAnonym
  • 08.07.2017, 10:25h
  • Antwort auf #2 von Sanotthe
  • Auch meine herzliche Gratulation!

    Die traurige Wahrheit hinter dem Tadel für Johannes Kahrs ist:

    Viele erwarten hierzulande klammheimlich Dankbarkeit dafür, dass sie uns am Leben lassen.

    Es wird Unterwürfigkeit erwartet und klare Kante im Kampf für selbstverständliche Bürgerrechte nimmt man übel.

    Das betrifft nicht nur uns, das betrifft auch die Hauptopfergruppe des NS-Terrors:

    meedia.de/2017/06/22/die-antisemitismus-doku-bei-maischberge
    r-ein-debakel-fuer-den-wdr-auf-allen-ebenen/


    Selbst in Sachen Antisemitismus muss man hierzulande immer hübsch brav bleiben.

    Frage von Wolffsohn an Schönenborn (WDR):

    "Sollte eine Doku über Antisemitismus nicht projüdisch sein?"

    Antwort des WDR-Funktionärs:

    "Sie sollte promenschlich sein."

    Klingt gut, ist es aber nicht.

    Jüdische Deutsche, z. B. aus der Familie Wolffsohns, wurden von den Nazis ermordet, weil sie Juden waren.

    Nicht, weil sie Menschen waren.

    Antisemitismus in Filzlatschen halt.
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#6 Simon HAnonym
  • 08.07.2017, 10:39h
  • Antwort auf #4 von stephan
  • Dass Lammert "Respekt" für die Gegner der Eheöffnung gefordert hat, war doch klar, da er selbst auch dazu zählt und dagegen gestimmt hat.

    Aber für Diskriminierung, Vorurteile und Hass darf es niemals Respekt oder auch nur Tolerierung geben. Wer andere Menschen diskriminieren will, hat keinen Respekt verdient und darf ihn auch nicht bekommen.
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#7 SorryAnonym
  • 08.07.2017, 11:24h
  • Es verhält sich einfach so, wie es die schwarzen Amerikaner bis und nach ihrer offiziellen Gleichstellung auch erlebt haben und weiterhin erleben müssen.
    Der wirkliche Respekt ihnen gegenüber fehlt weiterhin in weiten Kreisen der US -Amerikanischen Gesellschaft.
    Weshalb sollte jemand denjenigen Respekt zollen, die ihn verachten, diskriminieren und weiterhin wegschauen wenn Schwarze ungebracht werden.
    So und nicht anders verhält es sich aus unserer Sicht mit den Gegnern der Gleichstellung.
    Warum sollte ich jemanden respektieren der mich als minderwertig ansieht?

    Wir müssen uns freuen über jeden gesetzlichen Schritt in Richtung offizielle Gleichstellung.
    Grund zur Dankbarkeit besteht in keiner Weise.
    Vollständigcin den Köpfen der Menscheit gleichgestellt werden wir vielleicht nie sein.
    Wir werden uns unser ganzes queeres Leben daran erinnern müssen, dass der Kampf nie zu Ende geht.
    Erst wenn jeder Vater sich über einen schwulen Sohn freut wie über einen Hetero, jedes Schulmädchen genauso gerne mit einer lesbischen Mitschülerin befreundet ist, wenn die Transgender Frau keine vetstörten Blicke mehr suf sich zieht etc. pp. könnte man darüber nachdenken, dass wir es geschafft haben...
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#8 habemus_plemplem
  • 08.07.2017, 11:42h
  • Wenn Herr Kahrs die aktive Unterstützung seiner Partei endlich einmal hinter sich weiß, wenigstens im denkbar spätesten, entscheidenden Moment der Legislaturperiode, dann haben seine Worte endlich das Gewicht, das sie verdienen. Seine Reden zu dem Thema erschienen mir zwar immer engagiert und authentisch, auch und gerade in ihrer Emotionalität, aber wenn seine eigenen Parteigenossen sich regelmäßig daran beteiligen, das Thema zu vertagen, wenn von seiner Parteispitze keine verbindlichen Aussagen kommen und wenn sich gar nicht erkennen lässt, dass seine Partei seine Forderungen mit demselben Nachdruck teilt, dann wirkten die Reden trotz allem nicht glaubwürdig. Selbst der größte Wutausbruch konnte an Merkel und Kauder einfach abperlen, wenn die beiden sich sicher sein konnten, dass sie von SPD-Fraktion und Parteiführung keine Kosequenzen zu befürchten hatten. Insofern tat mir Herr Kahrs ein bisschen leid, denn er wirkte wie ein frustrierter Hinterbänkler, den man nicht weiter ernst nehmen muss. Mangelnde aktive Unterstützung durch den Rest seiner Partei gehörte auch immer zu meinen Kritikpunkten, wenn ich mal SPD-Abgeordneten schrieb. Und natürlich konnte man irgendwann den Verdacht entwickeln, all diese Reden seien doch nur inszeniert, um LGBTI-Wähler_innen bei Laune zu halten.

    In der gezeigten Sitzung war das einmal wohltuend anders und ich schätze, den offiziellen Tadel kann sich Herr Kahrs als schöne Trophäe mit nach Hause nehmen. Würde ich mir einrahmen.

    Wer hat diesen Tadel eigentlich vergeben? Herr Lammert? Der die ELP im Grundgesetz festzementieren wollte, um die Ehe "für immer" vor Schwulen und Lesben zu schützen? Und der andererseits mal indirekt damit gedroht hat, die ELP wieder zurückzunehmen, wenn sich Schwule und Lesben nicht endlich mal mit ihr zufrieden geben und weiter mit Forderungen nerven? Kann man ja alles hier im Archiv nachlesen. Ob er wohl weiß, wie man Respekt überhaupt buchstabiert...?
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#9 Patroklos
  • 08.07.2017, 11:49h
  • Auf die Standesämter wird viel Arbeit zukommen und auf Bayern darf man dabei ganz besonders gespannt sein!
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#10 Alhusayn Nasuh AntarAnonym
  • 08.07.2017, 12:15h
  • Wenn man auf Fernsehen, Auto und vor allen Dingen Alkohol verzichtet, und wenn man seinem Freund seit 25 Jahren ein treuer, fürsorglicher Gefährte ist, dann kann man unter Umständen auch ab und zu mal herumpoltern, so wie Johannes Kahrs.

    Ich würde mir sehr wünschen, meine Mitkommentatoren würden sich Johannes Kahrs auch in der individuellen Lebensführung zum Vorbild nehmen, und nicht nur bei der Verwendung von Rowdy-Ausdrücken, und bei der Inszenierung von Krawalle.

    Schade dass Kahrs Mitglied der SPD ist und sich dadurch nicht stärker engagieren und einbringen kann. Aber, davon unabhängig, auch von mir alles Gute zur anstehenden Hochzreit!
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#11 SanottheEhemaliges Profil
  • 08.07.2017, 12:32h
  • Antwort auf #8 von habemus_plemplem
  • Den Tadel, auf den ich mich bezog, hat er von seinem eigenen Fraktionschef Thomas Oppermann erhalten.

    "Homosexuelle Vorkämpfer gibt es aber natürlich in allen Fraktionen. [...] Oder den Hamburger Sozialdemokraten Johannes Kahrs. Für seine wenig hanseatische Wutrede wird ihn sein Fraktionschef später ein wenig tadeln, aber der über die Jahre aufgestaute Frust muss einfach raus an diesem Tag."

    bit.ly/2uBXdSi

    "Die Wutrede des Abgeordneten traf auch bei einigen seiner Parteikollegen nicht gerade auf Begeisterung. Der SPD-Fraktionschef Oppermann sagte bei der anschließenden Feier, er habe Kahrs bereits einen Tadel erteilt, er könne ihnen aber auch verstehen, weil er persönlich schon solange für das Thema kämpfe."

    noah-boernhorst.de/ehe-fuer-alle/
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#12 SanottheEhemaliges Profil
#13 Ralph
  • 08.07.2017, 12:36h
  • Johannes Kahrs hat uns mit seiner Rede unsere Würde wiedergegeben, die Angela Merkel uns genommen hatte. Das liest sich pathetisch und hört sich auch so an, aber nichtsdestoweniger ist es wahr. Das war eine der großen Reden der Geschichte des Bundestags. Mich kotzt es an, dass jetzt die Gestalten, die jahrzehntelang alles daransetzten und taten, uns zu diffamieren, schlechterzustellen, zu benachteiligen und zu verleumden, jeder noch so kleinen Verbesserung mit Hass und dem Ruf "Verfassungsbruch!" begegneten und immer nur tätig wurden, wenn sie vom Verfassungsgericht dazu gezwungen wurden, jetzt das Maul aufreißen, sie haben uns doch die Lebenspartnerschaft geschenkt und alle Diskriminierungen abgebaut. Leute wie Merkel, Lammert, Kauder und Konsorten sind elende Heuchler und Lügner, die nicht den kleinsten Funken Respekt verdient haben und ihn von mir auch nicht kriegen. - Auch wir werden heiraten, nach 30 Jahren Zusammenleben, davon 15 in "eingetragener Lebenspartnerschaft". In dieser Zeit haben zahlreiche Unionspolitiker und Berufschristen, die uns lehren wollen, wie heilig die Ehe ist, schon jeweils mehrere Ehefrauen und Konkubinen verschlissen und außereheliche Kinder gezeugt. Für solche Typen habe ich nur Ekel übrig - nicht wegen ihres Lebenswandels, der ihre Sache ist, sondern wegen ihrer Heuchelei.
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#14 Ralph
#15 GlückwunschAnonym
#16 Guillaume SoupletAnonym
  • 08.07.2017, 13:04h
  • Antwort auf #10 von Alhusayn Nasuh Antar
  • In der Zeit, in der andere sich etwas im Fernsehen ansehen, kann man ein Kind grossziehen, oder die Wohnung bzw. das Haus umbauen. Man spart ungemein Zeit, man hat plötzlich sehr viel davon.

    Und das ist wohl das Problem; es fällt Menschen in den Industrienationen manchmal schwer, all die Zeit, die ihnen zur Verfügung steht, sinnvoll zu nutzen.

    Statt vor dem Fernseher zu sitzen kann man auch zur Freiwilligen Feuerwehr gehen und drei Brände an einem einzigen Abend löschen. Oder man kann anspruchsvolle Bücher lesen, die man ein halbes Leben vor sich hergeschoben hat.

    Partnerschaften gehen oft auch in die Brüche, weil man zu sehr aufeinander hängt. Die Freiwillige Feuerwehr und der Sportverein, überhaupt getrennte Freundeskreise, können da Wunder bewirken.
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#17 goddamn liberalAnonym
#18 JuNiAnonym
  • 08.07.2017, 13:22h
  • Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit! Die Rede war einfach super!
    Bester Mann :-)!
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#19 EinWitzAnonym
  • 08.07.2017, 13:37h
  • Antwort auf #16 von Guillaume Souplet
  • Deine Tipps sind ungefähr so nützlich wie die von gutefrage.de.
    Beherzige sie selbst und werd glücklich damit.
    Wie ich meine Freizeit verbringe bleibt mir überlassen.
    Überlasse auch gerne meinen Mitkommentatoren die Antwort auf die Frage, ob Menschen in den Nichtindustriestaaten Ihre Zeit sinnvoller verbringen als unsereins.
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#20 TheDadProfil
  • 08.07.2017, 13:54hHannover
  • Antwort auf #10 von Alhusayn Nasuh Antar
  • ""Ich würde mir sehr wünschen, meine Mitkommentatoren würden sich Johannes Kahrs auch in der individuellen Lebensführung zum Vorbild nehmen,""..

    Single-Bashing ?
    Kuck an..

    Zunächst drück Dich gefälligst deutliche aus, denn ein ""ich würde mir sehr wünschen" verbirgt einen Subtext, eine Bedingung die nicht mit genannt wird..

    Richtig heißen solche Sätze dann auch konsequent
    "ich wünsche mir"..

    Dazu bleibt dann noch zu sagen :
    Mir doch egal, was Du dir wünscht..
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#21 MarcAnonym
  • 08.07.2017, 17:16h
  • Eine der eindrucksvollsten und ehrlichsten Reden in dieser Debatte, die wird mir immer in Erinnerung bleiben! (Während Oppermann mit seinem "in diesem Land soll jeder so leben können, wie er möchte" m.E. indirekt wieder das Klischee des 'selbstgewählten Lebensentwurfs' bediente, als sei Homosexualität eine Entscheidung.) Das präsidiale Getue mit Konsenssoße hatten wir nun wirklich zur Genüge, da war es berührend zu sehen, wie aus Kahrs all der angestaut Frust ausbrach.

    Habe oft geschimpft und an seiner Glaubwürdigkeit gezweifelt, letztlich v.a. deshalb, weil seine Parteivorderen ihn und seine Ankündigungen immer wieder auf- und ins Leere laufen ließen. Aber diese Abstimmung und seine Rede dabei war eine parlamentarische Sternstunde für's Geschichtsbuch - Hut ab und danke dafür!
    Und alles, alles Gute für die bevorstehende Eheschließung!
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#22 Patroklos
#23 schwarzerkaterEhemaliges Profil
#24 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 09.07.2017, 08:02h
  • kahrs: "Vielen Dank für nichts!" wird mindestens so im kollektiven gedächtnis verhaften bleiben wie vor jahren wowereits: "ich bin schwul und das ist auch gut so."
    gratuliere, herr kahrs!
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#25 saltgay_nlProfil
  • 09.07.2017, 09:22hZutphen
  • Na, da bedienen die Kommentatoren aber alle Klischees. Kaum, dass eine graue Eminenz der SPD die Hochzeit mit einem Mann ankündigt, wird die rosa Brille aufgesetzt und mit Wattebäuschchen geworfen. "Huch, wie aufregend!"

    So blöd kann doch Keiner sein, dass er auf diese miese Propaganda hereinfällt. Das ist übles Schmierentheater. Der Herr Kahrs ist der große Verhinderer in der SPD. Mit seiner CDU-Tarnorganisation "Seeheimer Kreis" hat er alles versucht zu hintertreiben, was die SPD wieder zu einer "sozialdemokratischen" Partei machen könnte. Er und seine Truppe ist dafür verantwortlich, dass diese Partei neoliberal wurde und mit der Agenda 2010 weite Teile der Bevölkerung in die Armut trieb. Er hat die großen Koalitionen mit angerührt, die acht Jahre Stillstand und Reaktion mit sich brachten.

    Außerdem gibt es das Lebenspartnerschaftsgesetz seit 2001 und er hatte genügend Zeit sich für die sogenannte "Ehe für Alle" einzusetzen.

    Wie kann man sich nur für solche offenkundigen Propagandaaktionen begeistern. Ich empfehle noch einmal zu überdenken, was in den Jahren seit 2001 eigentlich zum "Wohle" der LGBT getan wurde? Diese Aktion dient nur dem Fischen von Wählerstimmen bei Schwulen und Lesben. Nach der Wahl darf wieder munter diskriminiert werden.

    Also bitte mehr Realitätssinn und nicht immer in die kitschig-emotionale Denk- und Handlungsweise verfallen. Danke.
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#26 goddamn liberalAnonym
#27 EisenhowerProfil
  • 09.07.2017, 11:36hMarseille
  • Ich war von Johannes Kahrs Auftritt vor dem Deutschen Bundestag seinerzeit arg befremdet.

    Mein Sportlehrer hat mich allerdings darauf hingewiesen, dass Kahrs mit seinem Auftritt unter Umständen seine herausragende Tugendhaftigkeit (Arete), die sich hier in Tapferkeit niederschlägt, unter Beweis gestellt hätte.

    All dies zusammen würde doch für einen guten Menschen sprechen, ausserdem seien seine Positionen eher dem konservativen Spektrum der SPD zuzuordnen.

    Nichts­des­to­trotz bin ich der Ansicht, dass neben Tapferkeit auch Besonnenheit, vor allen Dingen aber Gerechtigkeit die Tugendhaftigkeit (Arete) und somit das Seelenwesen eines Mannes ausmachen.

    www.reclam.de/detail/978-3-15-001785-2/Platon/Laches

    de.wikipedia.org/wiki/Laches_(Platon)

    Auch von mir einen Glückwunsch zur 24-jährigen Partnerschaft und zur anstehenden Hochzeit im kommenden Jahr!
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#28 tchantchesProfil
#29 goddamn liberalAnonym
#30 habemus_plemplem
  • 09.07.2017, 14:39h
  • Antwort auf #27 von Eisenhower
  • Da wurde endlich etwas wahr, wofür Herr Kahrs seit vielen Jahren mit viel zu wenig Unterstützung gekämpft und gestritten hat. Er hatte in der Situation wohl etwas besseres zu tun als irgendwelchen Eitelkeiten zu folgen und ein Bild seiner eigenen Tugendhaftigkeit zur Schau zu stellen. Ich denke, er war völlig zurecht einfach stinksauer auf die Union und auf Angela Merkel - Gründe dafür gab es schließlich genug und die hatte er in seiner Rede ja auch dargelegt.

    An seiner Stelle würde sich meine Wut allerdings auch gegen die eigene Partei richten, denn die SPD hat in den letzten Jahren viel zu wenig getan und hätte auch ohne Merkels "Schabowski-Moment" längst die Gelegenheit beim Schopf packen können. In früheren Reden drohte Kahrs dies ja sogar ausdrücklich an - allerdings erschien es mir damals als unglaubwürdiges Wunschdenken eines Einzelnen, weil SPD-Fraktion und SPD-Parteispitze nicht erkennbar am gleichen Strang zogen. An der Union prallte das damals wirkungslos ab.

    Herr Oppermann setzte der Sache übrigens die Krone auf, als er nach der Abstimmung beim Anschnitt einer Torte mit Martin Schulz witzelte, dieser habe nun schon sein erstes Wahlversprechen umgesetzt, obwohl er noch gar nicht zum Kanzler gewählt sei. In dem Moment brüllte ich den Fernseher an: "Das war ja auch gar nicht SEIN Wahlversprechen, sondern DEIN EIGENES VON 2013, du *~@{&%§!!!"

    Das erbärmlichste Bild dieses Tages gab allerdings Volker Kauder ab. Mit seinem krampfhaft möchtegern-lässigen Statement, er nehme es "zur Kenntnis", dass die SPD "so etwas macht" usw. wollte er eine Macht demonstrieren, die ihm in diesem Augenblick schon längst entglitten war. Sein sinnloses Bemühen, die Sache irgendwie herunterzuspielen, war allzu durchsichtig. Absolut schwacher Auftritt! Aber Hauptsache bis zum Schluss herablassend daherreden... auch wenn ihm außer Floskeln schon gar nichts mehr einfällt. Wie sagt man: Hochmut kommt vor dem Fall!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#31 TheDadProfil
  • 09.07.2017, 15:51hHannover
  • Antwort auf #27 von Eisenhower
  • ""Mein Sportlehrer hat mich allerdings darauf hingewiesen,""..

    Ja, was offenbart sich denn hier als Identität eines willigen CDU-Anhängers ?

    Ein Sport-Student ?
    Oder gar ein Menschlein daß sich anmaßt als Oberschüler eines Altsprachlichen Celler Gymnasiums mitverantwortlich am Pamphlet der Schüler-Union Niedersachsens gegen die Bildungspläne ist ?

    Da tun sich gerade Abgründe auf..

    ""Nichts­des­to­trotz bin ich der Ansicht, dass neben Tapferkeit auch Besonnenheit, vor allen Dingen aber Gerechtigkeit die Tugendhaftigkeit (Arete) und somit das Seelenwesen eines Mannes ausmachen.""..

    Was für ein grandioser Unsinn..
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#32 EisenhowerProfil
  • 09.07.2017, 18:24hMarseille
  • Antwort auf #30 von habemus_plemplem
  • Danke für Deinen Beitrag, habemus. Eine Tugendhaftigkeit (Arete), die aus Eitelkeit zur Schau gestellt wird, gibt es selbstredend nicht.

    Ich habe hier aber kürzlich ein Interview mit Kahrs gefunden, in dem Kahrs auf Nachfrage von seinen Tugenden ablenkt, vermutlich gerade, um diesem Vorwurf im Vorfeld zu entkäften.

    »Immer rein da mit Hurra«

    Interview mit Johannes Kahrs in The European.

    www.queer.de/detail.php?article_id=29189&kommeinzel=4622
    47


    Das hat mir imponiert, da es mich an die klassische griechische Tugendhaftigkeit (Arete) erinnert hat.

    Kahrs aufbrausendes Verhalten während der Sitzung des Bundestags könnte ja auch als Tapferkeit gedeutet werden. Also auch eine Form von Tugendhaftigkeit (Arete).

    (Auch wenn ich mich persönlich frage was tapfer daran sein soll, so ist das Argument dennoch plausibel.)

    Dies führte dann - nur um meinen Standpunkt noch einmal zu erläutern, da er missverstanden werden könnte - zum Verweis auf den Dialog Laches des griechischen Autors Platon.

    In diesem Frühwerk Platons geht es das Idealbild des guten Menschen und seine Eigenschaften, die man in ihrer Summe als Tugendhaftigkeit (Arete) bezeichnet.

    Das ist, sozusagen, die Wishlist für den Dreamboy.

    So wird das Buch seit vielen Jahrzehnten gelesen, studiert und diskutiert, auch hier bei uns. Das wollte ich nur kurz klarstellen bzw. erläutern.
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#33 Wasif BoulosAnonym

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