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Kommentare zu:
Johannes Kahrs kündigt Hochzeit an


#21 MarcAnonym
  • 08.07.2017, 17:16h
  • Eine der eindrucksvollsten und ehrlichsten Reden in dieser Debatte, die wird mir immer in Erinnerung bleiben! (Während Oppermann mit seinem "in diesem Land soll jeder so leben können, wie er möchte" m.E. indirekt wieder das Klischee des 'selbstgewählten Lebensentwurfs' bediente, als sei Homosexualität eine Entscheidung.) Das präsidiale Getue mit Konsenssoße hatten wir nun wirklich zur Genüge, da war es berührend zu sehen, wie aus Kahrs all der angestaut Frust ausbrach.

    Habe oft geschimpft und an seiner Glaubwürdigkeit gezweifelt, letztlich v.a. deshalb, weil seine Parteivorderen ihn und seine Ankündigungen immer wieder auf- und ins Leere laufen ließen. Aber diese Abstimmung und seine Rede dabei war eine parlamentarische Sternstunde für's Geschichtsbuch - Hut ab und danke dafür!
    Und alles, alles Gute für die bevorstehende Eheschließung!
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#22 Patroklos
#23 schwarzerkater
#24 schwarzerkater
  • 09.07.2017, 08:02h
  • kahrs: "Vielen Dank für nichts!" wird mindestens so im kollektiven gedächtnis verhaften bleiben wie vor jahren wowereits: "ich bin schwul und das ist auch gut so."
    gratuliere, herr kahrs!
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#25 saltgay_nlProfil
  • 09.07.2017, 09:22hZutphen
  • Na, da bedienen die Kommentatoren aber alle Klischees. Kaum, dass eine graue Eminenz der SPD die Hochzeit mit einem Mann ankündigt, wird die rosa Brille aufgesetzt und mit Wattebäuschchen geworfen. "Huch, wie aufregend!"

    So blöd kann doch Keiner sein, dass er auf diese miese Propaganda hereinfällt. Das ist übles Schmierentheater. Der Herr Kahrs ist der große Verhinderer in der SPD. Mit seiner CDU-Tarnorganisation "Seeheimer Kreis" hat er alles versucht zu hintertreiben, was die SPD wieder zu einer "sozialdemokratischen" Partei machen könnte. Er und seine Truppe ist dafür verantwortlich, dass diese Partei neoliberal wurde und mit der Agenda 2010 weite Teile der Bevölkerung in die Armut trieb. Er hat die großen Koalitionen mit angerührt, die acht Jahre Stillstand und Reaktion mit sich brachten.

    Außerdem gibt es das Lebenspartnerschaftsgesetz seit 2001 und er hatte genügend Zeit sich für die sogenannte "Ehe für Alle" einzusetzen.

    Wie kann man sich nur für solche offenkundigen Propagandaaktionen begeistern. Ich empfehle noch einmal zu überdenken, was in den Jahren seit 2001 eigentlich zum "Wohle" der LGBT getan wurde? Diese Aktion dient nur dem Fischen von Wählerstimmen bei Schwulen und Lesben. Nach der Wahl darf wieder munter diskriminiert werden.

    Also bitte mehr Realitätssinn und nicht immer in die kitschig-emotionale Denk- und Handlungsweise verfallen. Danke.
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#26 goddamn liberalAnonym
#27 EisenhowerProfil
  • 09.07.2017, 11:36hMarseille
  • Ich war von Johannes Kahrs Auftritt vor dem Deutschen Bundestag seinerzeit arg befremdet.

    Mein Sportlehrer hat mich allerdings darauf hingewiesen, dass Kahrs mit seinem Auftritt unter Umständen seine herausragende Tugendhaftigkeit (Arete), die sich hier in Tapferkeit niederschlägt, unter Beweis gestellt hätte.

    All dies zusammen würde doch für einen guten Menschen sprechen, ausserdem seien seine Positionen eher dem konservativen Spektrum der SPD zuzuordnen.

    Nichts­des­to­trotz bin ich der Ansicht, dass neben Tapferkeit auch Besonnenheit, vor allen Dingen aber Gerechtigkeit die Tugendhaftigkeit (Arete) und somit das Seelenwesen eines Mannes ausmachen.

    www.reclam.de/detail/978-3-15-001785-2/Platon/Laches

    de.wikipedia.org/wiki/Laches_(Platon)

    Auch von mir einen Glückwunsch zur 24-jährigen Partnerschaft und zur anstehenden Hochzeit im kommenden Jahr!
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#28 tchantchesProfil
#29 goddamn liberalAnonym
#30 habemus_plemplem
  • 09.07.2017, 14:39h
  • Antwort auf #27 von Eisenhower
  • Da wurde endlich etwas wahr, wofür Herr Kahrs seit vielen Jahren mit viel zu wenig Unterstützung gekämpft und gestritten hat. Er hatte in der Situation wohl etwas besseres zu tun als irgendwelchen Eitelkeiten zu folgen und ein Bild seiner eigenen Tugendhaftigkeit zur Schau zu stellen. Ich denke, er war völlig zurecht einfach stinksauer auf die Union und auf Angela Merkel - Gründe dafür gab es schließlich genug und die hatte er in seiner Rede ja auch dargelegt.

    An seiner Stelle würde sich meine Wut allerdings auch gegen die eigene Partei richten, denn die SPD hat in den letzten Jahren viel zu wenig getan und hätte auch ohne Merkels "Schabowski-Moment" längst die Gelegenheit beim Schopf packen können. In früheren Reden drohte Kahrs dies ja sogar ausdrücklich an - allerdings erschien es mir damals als unglaubwürdiges Wunschdenken eines Einzelnen, weil SPD-Fraktion und SPD-Parteispitze nicht erkennbar am gleichen Strang zogen. An der Union prallte das damals wirkungslos ab.

    Herr Oppermann setzte der Sache übrigens die Krone auf, als er nach der Abstimmung beim Anschnitt einer Torte mit Martin Schulz witzelte, dieser habe nun schon sein erstes Wahlversprechen umgesetzt, obwohl er noch gar nicht zum Kanzler gewählt sei. In dem Moment brüllte ich den Fernseher an: "Das war ja auch gar nicht SEIN Wahlversprechen, sondern DEIN EIGENES VON 2013, du *~@{&%§!!!"

    Das erbärmlichste Bild dieses Tages gab allerdings Volker Kauder ab. Mit seinem krampfhaft möchtegern-lässigen Statement, er nehme es "zur Kenntnis", dass die SPD "so etwas macht" usw. wollte er eine Macht demonstrieren, die ihm in diesem Augenblick schon längst entglitten war. Sein sinnloses Bemühen, die Sache irgendwie herunterzuspielen, war allzu durchsichtig. Absolut schwacher Auftritt! Aber Hauptsache bis zum Schluss herablassend daherreden... auch wenn ihm außer Floskeln schon gar nichts mehr einfällt. Wie sagt man: Hochmut kommt vor dem Fall!
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