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AfD unter Schock
"Sie wollen Deutschland zu einem sodomitischen Freudenhaus machen"
Die AfD Paderborn glaubt herausgefunden zu haben, worum es bei der Ehe für alle wirklich geht. Am 14. Juli will sie vor der Herz-Jesu-Kirche gegen den "nationalen Kulturverfall" demonstrieren.

Nach den hinterhältigen Plänen der Altparteien bald verpflichtend für alle männlichen AfD-Mitglieder: Turnübung aus einem schwulen Erwachsenenfilm
- 8. Juli 2017, 09:04h 2 Min.
Am 14. Juli wird in Paderborn unter dem Motto "Ehe für alle = Ehe für keinen" gegen die rechtliche Gleichbehandlung von lesbischen und schwulen Paaren demonstriert. Der markige Aufruf zur Kundgebung um 18 Uhr vor der Herz-Jesu-Kirche, hinter dem manche Beobachter zunächst eine Satire vermuteten, stammt vom AfD-Kreisverband.
"Am letzten Freitag war ein rabenschwarzer Tag für Deutschland", heißt es darin zum Bundestagsbeschluss zur Ehe für alle. "Das fürchterliche Erbe der links-grünen 68er ging an diesem Tage ein weiteres Mal auf, das die allgemeine Wertebeliebigkeit und den nationalen Kulturzerfall schon lange zum Ziele hat. Sie wollen Deutschland zu einem sodomitischen Freudenhaus machen und die Grundfesten der Republik stückchenweise aushöhlen und beseitigen."
Nach der Eheöffnung werden die Nationalstaaten aufgelöst
Nach dem "überfallartigen Akt auf die Institution der Ehe" würden die "kulturnihilistischen Drahzieher" vor "anderen Bereichen gesellschaftlich-historischer Wertetraditionen" nicht Halt machen, warnt die AfD Paderborn in ihrem Aufruf – und nennt als Beispiel nicht weniger als die Auflösung aller Nationalstaaten.
Das Prinzip der rechtlichen Gleichbehandlung aller Menschen ist für die Rechtsaußenpartei hingegen nur eine Verschwörungstheorie: "Es geht nicht um die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, wie es die selbsternannte Gesinnungspolizei dem Volke stets einzureden versuchen. Es geht mit der sog. 'Ehe für alle' um die Schleifung einer Grundfeste unserer Gesellschaft und Demokratie!"

Aufruf der AfD Padeborn
Obwohl Deutschland offenbar kurz vor dem Untergang steht, kann die AfD nicht mit prominenten Rednern aufwarten. Bei der Kundgebung vor der römisch-katholischen Herz-Jesu-Kirche sollen nur der Kreisvorsitzende Günter Koch, sein Schatzmeister Karl-Heinz Tegethoff sowie die beiden Bundestagskandidaten Andreas Kemper und Rüdiger Lucassen auftreten.
Das "Paderborner Bündnis gegen rechts" hat auf Facebook bereits einen parallelen Gegenprotest ankündigt. Weitere Infos dazu sollen folgen. (mize)















Hoffentlich haben die braunen Spinner damit ausnahmsweise Recht.
Da warte ich schon 40 Jahre drauf.
Wird aber zu meinen Lebzeiten nicht kommen, schade.