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Kommentare zu:
Hat sich Tyler, The Creator geoutet?


#1 OrthogonalfrontAnonym
#2 MooreAnonym
  • 11.07.2017, 13:27h
  • Antwort auf #1 von Orthogonalfront
  • Nun ja, nicht jeder hört, wie du vermutlich, den lieben langen Tag Heino mit der ersten Strophe der deutschen Nationalhymne und "schwarz-braun bin auch ich, schrumm-schrumm".

    Dieser Rapper hat immerhin Gold errappt, und wenn er tatsächlich ein Coming-out haben sollte, wäre das in seiner Zielgruppe sicher nicht schlecht.
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#3 OrthogonalfrontAnonym
#4 Christiaan BijlAnonym
  • 11.07.2017, 14:42h
  • Yesssssssssssssssssss Babe!!!

    Nicht alle wollen "Lady Gaga" hören! Rette uns, mach uns gute Musik!!
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#5 Daniel ArmstrongAnonym
  • 11.07.2017, 20:06h
  • Erinnert mich, ehrlich gesagt, an Catull, den Begründer des Rap.

    Der hat in seinem 16. Song »Pedicabo ego vos et irrumabo«, dessen Titel ich aufgrund der Jugendschutzbestimmungen nur auf Latein wiedergeben kann (englische Übersetzung im folgenden Wikipedia-Link NSFW Not Safe For Work) auch diverse homosexuelle Handlungen angekündigt und verherrlicht, wobei bis heute unklar ist, was der Künstler damit eigentlich zum Ausdruck bringen will:

    en.wikipedia.org/wiki/Catullus_16

    Es hat Vorteile, im Lateinunterricht aufzupassen!

    Allerdings gibt es all diese Dinge inzwischen auch in Übersetzungen (bei Catull muss man allerdings aufpassen, manches ist in früheren Übersetzungen einfach weggelassen oder überschieben worden).
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#6 FredinbkkProfil
  • 12.07.2017, 03:15hBangkok
  • ...was ersichtlich "andersrum " ist ,
    ist nur seine Zigarette in der Schnudde...

    fuer eine Musik mit Stammelsprechgesang eines torkelnden,scheinbar besoffen oder bekifften Typs auf dem Gehsteig und dem leichtunverstaendlichen Text,

    fucking,fucking ,bitch,Bitch Motherfucker,

    vermag ich mich leider garnicht zu begeistern....

    mag es an meinem fort geschrittenem Alter liegen....

    vielleicht bekomme ich mal "Wohlgefallen" daran ...

    bei beginnender Demenz oder Alzheimer ?
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#7 Homonklin44Profil
  • 12.07.2017, 06:24hTauroa Point
  • Das: ""Next line will have them like woah / I been kissing white boys since 2004"" kann man auch so übersetzen, dass er Weißen in den Arsch kriechen musste. Vielleicht mit seinem Musiktalent, um sich hochzuarbeiten, oder anderswie Anerkennung oder Aufstiegschancen abzugreifen. Ist oft genug nicht wörtlich gemerint.
    Auch das Rumspielen mit Szene-Begriffen oder die Verwendung von negativ besetzten Begriffen ist da relativ üblich. Auch hier wird "schwul" gerade in der Rap- und Hiphopszene richtig häufig als abwertender Ausdruck benutzt. Die Hosevon dem Typ ist schwul = nicht trendy, nicht angesagt, scheiß Style usw. Die Musik ist schwul = taugt nix, wird als Synonym für "scheiße" gebraucht. In den USA ist das noch eine Ecke krasser. "Faggot" wird schon ziemlich lange als Synonym für nix Gutes verwendet. Da müsste man ganze Generationen umschulen, um das raus zu bekommen.

    Das "Mocking" also Leute verwirren und mit Sprüchen spielen, betreiben viele dieser Musiker als Provokationstechnik. Leute zu verscheißern ist eine Form von Humor, könnte man fast sagen. Im nächsten Moment könnte er sich als Weißer outen, als Jungfrau oder nach Lust und Laune als Vampir oder sonstwas. Wenn's den Song verkauft bekommt.
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#8 gifiAnonym
  • 12.07.2017, 08:49h
  • Antwort auf #6 von Fredinbkk
  • Es muss so entsetzlich sein, ab einem gewissen Alter nur noch wie eine meckernde Ziege durchs Leben gehen zu können. Mein Fall ist diese Musik auch nicht, aber sie deshalb wie ein gelangweilter Frührentner niederzupöbeln, käme mir deshalb nicht in den Sinn. Übrigens findet man bei Alzheimer besonderen Gefallen an Musik der eigenen Kindheit und kann mit neuer Musik gar nichts mehr anfangen - vielleicht hast du dieses Stadium ja schon erreicht. Liebe Grüße
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#9 FredinbkkProfil
#10 OrthogonalfrontAnonym
  • 12.07.2017, 11:49h
  • Antwort auf #9 von Fredinbkk
  • Was habt ihr nur immer gegen Anonymität im Netz? Anonymität im Netz ist ein RECHT jedes EU-Bürgers, auch bekannt als Bürgerrecht. Seid ihr Bürgerrechts-Gegnern dann für eine Klarnamenpflicht im Netz? Heiko Maas freut sich schon auf eure Stimme für eine weitere Einschränkung von Bürgerrechten...
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#11 Blue TransparencyAnonym
  • 12.07.2017, 13:08h
  • Ok, offenbar hat der Autor des Artikels heute zum ersten Mal von Tyler, The Creator oder OFWGKTA gehört. Ich will nicht entschuldigen, dass Tyler inflationär oft Schwuchtel sagt (über 200 mal auf Goblin), aber womöglich setzt er es ein, wie ein Schwarzer N* sagt. Er ist einfach nicht politisch korrekt und das fuckt natürlich erstmal schön alle ab. Aber weil er rappt und nicht in ner weißen Rockband spielt, ist er der böse Bube, objektifiziert Frauen und hasst Schwule. Es ist Provokation - und ich habe noch keinen Rapper erlebt, der so oft darüber spricht - in Interviews, über seine eigenen Kanäle, auf seinen Modenschauen, in seiner Musik, etc - und sich dabei so hinter seine LGBTQ* Freunde gestellt hat und so viel Diskurs angeregt hat wie er.
    Und dazu fehlen auch ein paar Fakten.
    1) Mit seiner Modelinie Wolf Gang hat er ein Pride Shirt herausgebracht, bevor das plötzlich alle gemacht haben. Und posiert selbst auf dem Foto Hand in Hand mit einem weißen Jungen - so viel zum Thema Inklusion.
    2) Frank Ocean ist nicht nur sein "Rapper-Kollege", sondern sein Freund. Ohne Tyler und die Odd Future Crew wäre Frank nicht an dem Punkt, an dem er heute ist - am Punkt, der wohl einflussreichste Pop-Musiker der Stunde zu sein, der schwule Themen auch ganz offen in seiner Musik thematisiert - und dafür von seinen Fans gefeiert wird, egal welche Sexualität oder Hautfarbe.
    3) Auch Teil von Odd Future ist/war Syd The Kid, die als lesbische schwarze Frau sicher auch nicht immer auf viel Liebe gestoßen ist. Im Umfeld von Tyler aber konnte sie aufgeblühen. Und auch über ihre Liebe zu Frauen singen.

    Wie gesagt, ich will hier nichts von seinem Verhalten rechtfertigen oder entschuldigen, aber ihn einfach so als "homophob und frauenfeindlich" abzustempeln, das ist nicht fair und nicht sauber recherchiert.
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#12 Homonklin44Profil
  • 12.07.2017, 15:54hTauroa Point
  • Antwort auf #6 von Fredinbkk
  • Musikgeschmack ist halt sehr verschieden. Ich höre zwischen Neidhart von Reuental, Scarlatti oder Mozart noch so einiges bis Techno, Trance, House, Amazigh und Deathmetal, andere mögen halt nur bestimmte Richtungen. Etliche Kumpel hören fast nur Raggae, Dancehall und Deutsch-Rap, da kommt man sich mit Hildegard von Bingen oder FAUN dann auch ausgeschlossen vor.

    Ich habe "Heitschi-Bumm-Beitschi-Bumm-Bumm" auch nie kapiert. Vielleicht ist das die Dialekt-Entsprechung für "Bitch-Motherfucker- Lousy-lil-lobeared-cocksucker" oder so.

    Andere Zeiten, andere Sitten. Ich find's schon komisch, dass nur der dunkle Typ den anderen als "Nigger" anreden darf, sogar einen Albino, und ein melanoider Whitey trotzdem nicht. Die ganzen Slang-Sprachkulturen gehen dahin, dass sich Sinn und Deutung immer schneller ändern. "Gay" hat mal fröhlich, ausgelassen, warmherzig, schräg und bunt in sich vereint.
    In den USA ist jedes dritte Wort im zivilen Gebrauch "Fuck". Formication under consent of the king
    ( Beischlaferlaubnis vom König) wird darunter kaum noch gemeint.
    Die Verwendung von "Bitch" hat sich auch weit von "Hündin" entfernt.
    Dysphemismen gibt es auch im Deutsche eine Menge. Armleuchter zum Beispiel, oder Pfosten.
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