Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?29283

Polizeibericht

Schwules Paar in Neukölln angegriffen

Fünf Jugendliche hatten die Männer auf der Leinestraße zunächst beleidigt und dann einen 42-Jährigen körperlich attackiert.


Eine Gruppe unbekannter Jugendlicher hat am Sonntagabend in Berlin-Neukölln ein schwules Paar schwulenfeindlich beleidigt und dann angegriffen. Ein 42-Jähriger wurde dabei leicht verletzt, wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte.

Der Mann war demnach am Sonntagabend gegen 19 Uhr mit seinem Partner auf der Leinestraße unterwegs, als die beiden aus einer Gruppe von fünf Jugendlichen heraus beleidigt wurden. Auf die Frage, was das Problem sei, hätten zwei Jugendliche mit Schlägen auf den 42-Jährigen reagiert. Zeugen eines nahegelegenen Imbisses gelang es, die Täter zunächst in die Flucht zu schlagen.

Wenige Zeit später traf das Paar erneut auf die Gruppe. Wie die Polizei vermerkt, hätten dieselben zwei Jugendlichen erneut auf den 42-Jährigen eingeschlagen, bevor sie in Richtung Tempelhofer Flugfeld endgültig flüchteten.

Wie bei Taten mit einem möglichen homofeindlichen Motiv üblich, hat der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Die Polizei verweist auf Zeugenangaben, wonach die mutmaßlichen Täter türkisch gesprochen hätten.

Berlin gehört zu den wenigen Städten, die mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Taten gezielt in ihren Berichten erwähnen und die Taten publik machen. Die Staatsanwaltschaft besitzt eigene Ansprechpartner für LGBTI.

Am Wochenende fand in Berlin das jährliche Lesbisch-Schwule Stadtfest rund um den Nollendorfplatz in Schöneberg statt; Wirte rechneten wie in den Vorjahren mit rund 350.000 Besuchern. Am Samstag feiert die Szene den diesjährigen Christopher Street Day.

Vergangenen November hatte die Berliner Polizei anlässlich der Verleihung des Respektpreises ihre aktuelle vorläufige Statistik homophober und transphober Straftaten vorgestellt (queer.de berichtete). Für Januar bis Oktober 2016 wurden demnach 113 Vorfälle statistisch erfasst. Das bedeutete einen leichten Anstieg im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres, in dem 107 Straftaten gemeldet worden waren. Im Mai hatte das Beratungstelefon Maneo zugleich seine Statistik vorgelegt, die auch wegen anderer Zählweise mehr Taten erfasst und für das gesamte Jahr 2016 291 Fälle erfasste (queer.de berichtete). Ein Jahr zuvor war es auf 259 Taten gekommen. (cw)

Artikel nachträglich um zusätzliche Details ergänzt

-w-

-w-

-w-

#1 DrakeAnonym
  • 17.07.2017, 09:41h
  • Ich finde super, dass Berlin mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Taten gezielt in ihren Berichten erwähnt und die Taten publik macht. Hoffentlich würden alle Städte es machen.
  • Direktlink »
#2 PatroklosEhemaliges Profil
  • 17.07.2017, 09:42h
  • Wer als schwuler und lesbischer Tourist demnächst einen Aufenthalt in Berlin plant, sollte diesen gleich wieder stornieren! Solche Verbrechen schaden der deutschen Hauptstadt!
  • Direktlink »
#3 Sven100Anonym
  • 17.07.2017, 10:20h
  • Wieder haben "Jugendliche" ein schwules Paar überfallen, diesmal waren die Angreifer in einer Gruppe von fünf Personen.
    Diese "Jugendlichen" sind nur stark in der Gruppe. Wenn sie allein sind, trauen sie sich nicht, Schwule anzugreifen.
  • Direktlink »