Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=29309
Home > Kommentare

Einzelkommentar zu:
Professor Kutschera: Homosexuelle nur zu "a-sexuellen Eros-Handlungen" fähig


#31 stephan
  • 20.07.2017, 22:41h
  • Über die Idiotie von Kutschera Aussagen muss man wohl kaum etwas sagen, denn die weit überwiegende Mehrzahl von Studien und alle nicht-religiös beeinflussten Studien belegen wohl eindeutig, dassKinder in Regenbogenfamilien sehr gut aufgehoben sind.

    Wenn Kutschera seine Sexualität als reine biologische Funktion sieht und nicht als Ausdruck seiner Liebesbeziehung, als Kommunikation und Austausch mit einem anderen Menschen, dann kann ich / können wir ihm auch nicht helfen. Er mag sich gerne auf seine biologischen Funktionen reduzieren, ich tue es nicht und vollziehe auch keine "a-sexuellen Eros-Handlungen".

    Überdies besteht die Mühe und der 'Verdienst des Kinderhabens' wohl nicht im Zeugungsakt sondern in der Mühe und Arbeit des Kinder Aufziehens und das eben können homosexuelle Paare ebenso gut wie heterosexuelle Paare, obwohl sie von einer zum Teil noch diskriminierenden Gesellschaft darin nicht unbedingt immer und überall unterstützt werden.

    Besonders beleidigend fand ich aber zudem Kutscheras Aussage, dass die Kinder der Heteropaare die Renten auch der gleichgeschlechtlichen Paare mitfinanzieren müssten. Das ist gequirlte Scheiße hoch 17, die aber gerne auch in allgemeinerer Form gerne von vielen Politikern vorgebetet wird:

    a. Zunächst einmal ist doch angeblich die Gruppe der Homopaare so klein, dass das ganze nicht ins Gewicht fallen sollte, anders allerdings als die Mehrheit der Heteropaare ohne Kinder. Und natürlich tragen Homosexuelle keine Schuld daran, dass Hetero-Ehen heute so gerne kinderlos bleiben!

    b. Einmal abgesehen davon, dass das größte Verdienst, dass ein Mensch heute der Menschheit leisten kann, die Kinderlosigkeit ist - denn die Menschheit wächst viel zu rasant und ALLE Probleme der Menschheit - die Nahrungsressourcen, die Wasserressourcen, die Energieressourcen, die Umweltverschmutzung, die Klimaerwärmung, die Meeresvermüllung, etc. resultieren aus der anhaltenden Explosion einer Spezies - und deshalb ist es gut keine eigenen Kinder zu bekommen! ...

    c. Aber einmal davon abgesehen, rechtfertigt sich die Rente nicht aus der Zahl der Kinder, sondern aus der eigenen Einzahlung durch Lebensleistung! Im optimalen Fall sollten alle menschlichen Leben diesbezüglich aufkommensneutral sein und ein Mensch sollte das an Rente zurückerhalten, was er eingezahlt hat. Den Fehler hat Adenauer mit seinem "Kinder kriegen die Menschen immer!" gemacht und damit, dass er die "Heil-Schreier-Generation" mit der Gießkanne mit guten Renten versorgt hat - um des gesellschaftlichen Friedens Willen, wegen dessen ja auch kaum Nazis verfolgt wurden. Ein betragsfinanziertes Rentensystem wäre offensichtlich besser gewesen.

    d. Und kinderreiche Familien leisten keinen höheren Beitrag, denn kinderreiche Familien bringen nicht nur viele Rentenzahler sondern später auch sehr viele Rentenempfänger hervor. Das schlechte Gewissen, das man Kinderlosen machen möchte ist nur ein Rechentrick, bei dem man die Bilanzierungsgrenzen nach willkürlichen Grenzen setzt.

    ... aber für all das und viel mehr reicht der Verstand des Professors wohl nicht aus ... Mich wundert es nicht!
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel