Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=29309
Home > Kommentare

Einzelkommentar zu:
Professor Kutschera: Homosexuelle nur zu "a-sexuellen Eros-Handlungen" fähig


#45 orchidellaProfil
  • 21.07.2017, 14:55hPaderborn
  • Antwort auf #39 von TheDad
  • Die Ergebnisse der Regnerus-Studie, die von einer erzkonservativen Lobbyvereinigung (Witherspoon Institute) in Auftrag gegeben wurde, werden von den großen US-amerikanischen Fachgesellschaften wegen methodischer und konzeptioneller Mängel angezweifelt.

    www.queernews.at/archives/3375

    Social Science Research, die Zeitschrift, die die umstrittene Studie publizierte, hat nach der massiven Kritik einen anderen Soziologen, Darren Sherkat von der Universität von Southern Illinois, das der Veröffentlichung vorangegangenen Begutachtungsverfahren überprüfen lassen und hat Sherksats (vernichtende) Stellungnahme in der Ausgabe vom November 2012 der Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht.
    Das Audit ergibt, dass die zum Manuskript der Studie eingeholten Gutachten aufgrund der Ideologie und Unaufmerksamkeit der Verfasser unbrauchbar waren. Sherkat kritisiert weiterhin, dass drei der sechs Gutachter als exponierte Gegner der Eheöffnung als voreingenommen gelten mussten.
    (Sherkat, Darren E. (November 2012). "The Editorial Process and Politicized Scholarship: Monday Morning Editorial Quarterbacking and a Call for Scientific Vigilance". Social Science Research. 41 (6): 13461349)

    Die Studie selbst verwirft Sherkat in einem Interview als «bullshit» und weist zur Begründung darauf hin, dass die von Regnerus vorgenommene, methodisch unzulässige Klassifizierung der Elternteile dazu hätte führen müssen, dass die Studie nie für eine Publikation hätte in Betracht gezogen werden dürfen.
    (Bartlett, Tom (26 July 2012). "Controversial Gay-Parenting Study Is Severely Flawed, Journals Audit Finds". Chronicle of Higher Education)

    Auch wird Kritik an der Validität der Datenbasis geübt. In einem Beitrag für die Ausgabe von Social Science Research vom Juli 2015 weisen Simon Cheng und Brian Powell auf etwaige Messfehler und andere methodologische Unstimmigkeiten hin, die zu fehlerhaften Ergebnissen führen. Die Autoren wiederholten die Studie mit sauberen Verfahren und kommen zu dem Schluss, dass die Unterschiede beim Aufwachsen mit gleichgeschlechtlichen und heterosexuellen Eltern minimal seien.

    www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0049089X1500085X
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »

» zurück zum Artikel