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Gesetz unterzeichnet

Zehnter US-Staat verbietet "Heilung" von homo­sexuellen Jugendlichen

Auch in Rhode Island dürfen Ärzte künftig keine "Konversionstherapien" mehr an Minderjährigen durchführen.


Gouverneurin Gina Raimondo hat ein Gesetz zum Verbot der Konversions­therapien unterzeichnet (Bild: Air National Guard Photo by Master Sergeant Janeen Miller / wikipedia)

  • 20. Juli 2017, 14:13h 11 2 Min.

Der US-Bundesstaat Rhode Island hat als zehnter Bundesstaat Ärzten und anderem medizinischen Personal untersagt, "Therapien" an Jugendlichen durchzuführen, deren Ziel die "Heilung" von Homosexualität ist. Die demokratische Gouverneurin Gina Raimondo hat am Mittwoch ein entsprechendes Gesetz unterzeichnet.

Im flächenmäßig kleinsten amerikanischen Bundesstaat, in dem eine Million Einwohner leben, war das Verbot nicht umstritten: Bereits im Juni hatte das Parlament einem entsprechenden Gesetzentwurf einstimmig zugestimmt.

Die LGBTI-Organisation Human Rights Campaign begrüßte den Schritt. "Kein Kind sollte die gefährliche und inhumane Praxis der sogenannten Konversionstherapie durchmachen müssen", erklärte HRC-Sprecherin Sarah Warbelow. Der Versuch, unter 18-Jährige von Homosexualität zu "heilen", sei nichts anderes als Kindesmissbrauch.

Erst im Mai hatten Nevada und Connecticut ähnliche Gesetze beschlossen. Außerdem verbieten New Jersey, Kalifornien, Oregon, Illinois, New York, Vermont und New Mexico die Homo-"Heilung" von Jugendlichen. Auf kommunaler Ebene gibt es weitere Verbote: So haben unter anderem Washington, Seattle, Miami und Key West "Konversionstherapien" an Minderjährigen untersagt.

Psychologenverbände warnen bereits seit Jahren davor, dass Homosexuelle mit derartigen "Therapien" in den Selbstmord getrieben werden könnten. In Deutschland dürfen Homo-"Heiler" dagegen weiterhin aktiv sein: Die Bundesregierung hat erst im März erklärt, dass sie "Konversionsthreapien" zwar ablehne, aber keinen Grund sehe, diese zu verbieten (queer.de berichtete).

Bislang verbieten weltweit nur drei Länder "Konversionstherapien" generell, also auch für Erwachsene – dabei handelt es sich um Brasilien, Ecuador und als einziges EU-Land Malta, das ein entsprechendes Gesetz vergangenes Jahr beschlossen hatte (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 Julian 80Anonym
  • 20.07.2017, 16:40h
  • Es wird höchste Zeit, dass diese menschenverachtende Gehirnwäsche, die schwerste psychische Schäden bis hin zum Selbstmord verursacht, auch in Deutschland verboten wird.

    Das sollte neben einer Überarbeitung des AGG zur Koalitionsbedingung für komnende Regierungen gemacht werden.
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#2 Markusbln11Anonym
  • 20.07.2017, 17:52h
  • Also die Bundesregierung geführt durch Angela Merkel nimmt Selbstmord unter lgbt*'jugendlichen - verursacht durch unsachgemässe psychologische behandlung - billigend in kauf.

    Oder wie ist die verweigerungshaltung der Bundesregierung anders zu interpretieren?
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#3 Bund katholischer AerzteAnonym