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  • 09. Juni 2005 28 2 Min.

London Die Internationale Lesben- und Schwulenorganisation ILGA hat die EU aufgefordert, im Fall des Warschauer CSDs zu intervenieren. Die für dieses Wochenende geplante Demonstration war vom Warschauer Bürgermeister Lech Kaczynski verboten wurden. Der konservative Bürgermeister, der sich inzwischen Hoffnungen auf das Präsidentenamt nach der Wahl im Oktober macht, sagte in einem Interview, er sei "gegen die Propagierung homosexueller Orientierung". Die geplante Demo am 11. Juni kollidiere zudem mit der Enthüllung eines Denkmals. Im letzten Jahr hatte Kaczynski die CSD-Parade aufgrund einer angekündigten Gegendemonstration verboten. Mit Bildern einer CSD-Parade wirbt Kaczynski mittlerweile in Wahlspots: "Statt der provokativen Paraden der Homosexuellen wollen wir Hilfen des Staates für polnische Familien", lautet der Slogan dazu. Die ILGA forderte nun in einer Petition, dass die Grundrechte der Meinungs-, Rede- und Versammlunsfreiheit in Polen sichergestellt und die Parade stattfinden soll. Die britische Homoorganisation OutRage forderte die britische Regierung auf, die EU-Mitgliedschaft Polens zu überprüfen. Zuvor hatte auch der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) die Bundesregierung und die Europäische Union aufgefordert, "bei der polnischen Regierung vorstellig zu werden und gegen dieses skandalöse Verhalten zu protestieren." Indessen haben die Veranstalter Demonstrationen und Versammlungen unter anderem Namen beantragt, um noch zu einer Demo zu kommen. Mehrere fundamentale Gruppen, darunter eine Initiative "Stoppt die Entartung", haben Gegendemonstrationen angemeldet. Das restliche CSD-Programm findet indessen statt, an einer Konferenz anlässlich des CSDs nehmen auch die Grünenpolitiker Volker Beck und Claudia Roth teil. (nb)

-w-

#1 FabianAnonym
  • 09.06.2005, 15:58h
  • Das kommt davon, wenn man schwulenfeindliche Länder in die EU aufnimmt bevor eine Verfassung fertig ist. Hätte es zuerst eine Verfassung mit Minderheitenschutz gegeben, hätten diese Staaten entscheiden können, ob sie beitreten wollen oder nicht aber so können sie jetzt sogar solche Dinge verhindern.

    Und wohin eine zu schnelle Erweiterung führt haben wie in Frankreich und den Niederlanden gesehen: dass die Bürger nicht mehr mitmachen.

    Ich bin ein großer Verfechter Europas und der europäischen Idee und auch neue Mitglieder sind mit herzlich willkommen, allerdings muss das richtig gemacht werden und die Eurokraten haben in letzter Zeit soviel falsch gemacht, dass sie damit die ganze EU in Gefahr bringen.
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#2 ericAnonym
  • 09.06.2005, 16:41h
  • besonderer minderheitenschutz ist unterdrückung der merheit=faschistisch
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#3 TimoAnonym
  • 09.06.2005, 16:42h
  • Wenn tatsächlich auch noch die Türkei in die EU aufgenommen wird, fangen die Probleme erst richtig an. Dann sind die schwulenfeindlichen Staaten innerhalb der EU nämlich mächtig genug, um über die EU auch in den liberaleren Staaten eine Menge zu verschlechtern.

    Es war schon dumm genug, vor der letzten EU-Erweiterung nicht auf die kritischen Stimmen zu hören, aber dann sollte man wenigstens daraus lernen und nicht denselben Fehler noch einmal machen: Wirtschaftliche Interessen dürfen nicht über Menschen- und Bürgerrechte gestellt werden - es sollten nur Länder aufgenommen werden, wo sämtliche Minderheiten einen umfassenden Schutz vor Diskriminierung genießen und die auch einer weiteren Gleichstellung positiv gegenüber stehen!
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