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Hochzeit in den Hollywood Hills
Roland Emmerich ist unter der Haube
Der schwäbische Hollywood-Regisseur hat seinem über 30 Jahre jüngeren Freund das Ja-Wort gegeben.

Roland Emmerich hatte seinen Freund 2009 in Los Angeles kennen und lieben gelernt. Heutzutage reist das Paar um die Welt (Bild: Instagram / rolandemmerich)
- 26. Juli 2017, 10:30h 2 Min.
Roland Emmerich hat am Samstagabend auf seinem knapp zwei Hektar großen Anwesen in den Hollywood Hills seinen Partner Omar DeSoto geheiratet. Der 61-jährige "Independence Day"-Regisseur ist bereits seit acht Jahren mit dem 28-Jährigen liiert.
Nach Angaben der Boulvardzeitung B.Z. waren insgesamt 120 Gäste zur exklusiven Hochzeitsfeier eingeladen, darunter die Moderatorin Désirée Nosbusch, Tom Kaulitz von "Tokio Hotel", Schauspieler Ralf Moeller sowie die Regisseure Wolfgang Petersen ("Das Boot") und Marco Kreuzpaintner ("Sommersturm").
"Es war ein Abend ganz ohne Chichi, es war ein echtes Fest für die Liebe", erklärte einer der Gäste. Eine Zwanzigerjahre-Band habe auf der Party gespielt, während die Gäste unter anderem Pulled Beef, Fisch und Pasta in Trüffelbutter naschten.
Instagram / genestdesign | Die Schmckdesignerin Genevieve Genest postete dieses Bild von der Hochzeitsfeier
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Ursprünglich war Emmerich kein großer Fan des Heiratens. So sagte er erst im März, als er die Verlobung mit seinem Freund bekannt gab, über das Konzept der Ehe: "Das war für mich immer zu konform mit der Gesellschaft. Das hat sich ein bisschen spießig angefühlt" (queer.de berichtete).
Der aus Sindelfingen bei Stuttgart stammende Roland Emmerich gehört zu den erfolgreichsten Hollywood-Regisseuren der letzten Jahrzehnte. Mit Katastrophenfilmen wie "Independence Day", "Godzilla", "The Day After Tomorrow", "2012" oder Produktionen wie "Stargate" und "Der Patriot" hat er weltweit dreieinhalb Milliarden Dollar an den Kinokassen eingespielt.
Nicht so erfolgreich war sein Ausflug in den schwulen Film: 2015 floppte sein Herzensprojekt "Stonewall", das von den Ausschreitungen in der Christopher Street im New York des Jahres 1969 handelt, sowohl bei Kritikern als auch an der Kinokasse (queer.de berichtete). In den USA spielte der Film mit Jeremy Irvine, Jonathan Rhys Meyers und Ron Perlman weniger als 200.000 Dollar ein. (dk)














Ich denke mal, die alte heteronormative Denke liegt dem unbewusst zu Grunde:
Heiratet ein Mann eine wesentlich jüngere Frau, ist das z.B. von großem Vorteil, da die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihm Kinder gebären kann, ziemlich sicher relativ hoch ist. Diesen Vorteil muss man natürlich lobpreisen.
Ich denke auch, dass genau das umgekehrt der Grund dafür ist, warum es so unpopulär und damit ebenfalls erwähnenswert ist, wenn Frauen wesentlich jüngere Männer ehelichen. In der Regel sind diese Frauen dann ja nicht mehr im gebärfähigen Alter - sodass kein "Nutzen" mehr daraus entstehen kann. Somit bringt das ja nichts.
Im ersten Fall also der gealterte Hengst, der es nochmal geschafft hat, ein weiteres gebärfreudiges Hausmütterchen an sich zu binden. Hurra.
Im letzteren Fall die gealterte Schlampe, die nichts Besseres zu tun hat, als sich mit einem jungen Kerl zu verlustieren. Pfui.
Sollten wir diese heteronormativen Kategorien nicht langsam hinter uns lassen?