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LGBTI-Aktivisten fordern getrennte Unterkunft

München: Schwuler Flüchtling verprügelt

Am Montag wurde ein schwuler Geflüchteter in der bayerischen Landeshauptstadt verprügelt. Die Täter kommen wohl aus der Gemeinschaftsunterkunft.


LGBTI-Aktivisten rufen die Behörden auf, sich besser um wegen ihrer Homo- oder Transsexualität geflüchtete Menschen zu kümmern (Bild: flickr / Johnathan Nightingale / by 2.0)

  • 27. Juli 2017, 11:52h 96 2 Min.

Am Montag ist nach Angaben des schwulen Zentrums Sub aus München ein homosexueller Geflüchteter in der Nähe seiner Gemeinschaftsunterkunft wegen seiner sexuellen Orientierung von drei Männern auf Arabisch beschimpft und anschließend verprügelt worden. "Verbale und anonyme Angriffe ihm gegenüber gab es in der Gemeinschaftsunterkunft schon vorher, so dass sowohl die betreuenden Ayslsozialarbeiter wie auch der Überfallene davon ausgehen, dass die Angreifer aus eben dieser stammen", erklärte das Zentrum am Donnerstag in einer Pressemitteilung.

Der betroffene Mann habe sich bereits im letzten November hilfesuchend an das Sub gewandt. Er habe große Angst gehabt, in seiner Unterkunft als schwuler Mann entdeckt zu werden." Bedrohungen und Übergriffe gehörten für LGBTI-Geflüchtete zum Alltag, wenn sie in ihren Gemeinschaftsunterkünften geoutet werden, so das Sub weiter. In der Regel lebten diese Menschen, die eigentlich ihr Heimatland wegen derartiger homophober Übergriffe verlassen hatten, in großer Angst.

Münchner Übergriff ist kein Einzelfall

Bereits seit Jahren fordern LGBTI-Aktivisten in ganz Deutschland, dass viele schwule, lesbische oder transsexuelle Flüchtlinge besser geschützt werden müssten. Erst vor zwei Wochen berichtete die Gruppe "Queer Refugees for Pride", dass ein schwules Paar aus Serbien in einer Flüchtlingsunterkunft brutal attackiert worden war, und veröffentlichte dazu das Bild eines der verletzten Männer (queer.de berichtete).

Die Münchener Gruppe "Rainbow Refugees" fordert seit Herbst 2016 eine getrennte Unterkunft für LGBTI-Geflüchtete, wie es sie in Bayern bereits in Nürnberg gibt (queer.de berichtete). Zwar hatte der Münchner Stadtrat bereits im Januar die Einrichtung von Schutzräumen beschlossen (queer.de berichtete). Allerdings habe sich seit dieser Entscheidung vor sieben Monaten nichts getan und die Rainbow Refugees würden "immer nur vertröstet", beschwerte sich die Gruppe.

Die Aktivisten fordern daher von der Stadt, kurzfristig eine "geschützte Unterkunft nur für nachweislich psychisch belastete LSBTI-Geflüchtete" zur Verfügung zu stellen und mittelfristig eine "separate Erstaufnahmeeinrichtung" für sexuelle und geschlechtliche Minderheiten einzurichten. (cw)

-w-

#1 TimonAnonym
  • 27.07.2017, 14:34h
  • Die Lösung kann und darf nicht sein, jedesmal die Opfer in ein Homo-Ghetto zu entfernen, während die Täter jedesmal ungeschoren davonkommen.

    So signalisiert man den Opfern, dass sie sich auch hier weiterhin verstecken müssen. Und den Tätern signalisiert man, dass sie im Recht sind und dass LGBT entfernt werden müssen.

    Wer wirklich vor Hunger oder Gewalt flieht, prügelt hier nicht gleich wieder los. Solchen Menschen helfen wir gerne. Wer aber unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht akzeptieren kann und selbst vor Gewalt nicht zurückschreckt, beweist damit, dass er hierzulande nicht leben kann.

    Solche Leute sollten konsequent ausgewiesen werden. Zum Schutz aller Bürger, aber gerade auch zum Schutz der friedlichen, integrationswilligen Migranten.
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#2 saubear
  • 27.07.2017, 15:03hNiederbayern
  • Antwort auf #1 von Timon
  • Der Ansatz, die Opfer zu entfernen ist grundfalsch!
    Die Täter müssen ermittelt werden und bis zur Abschiebung in Sicherugsverwahrung genommen werden.
    Wer Schutz vor Gewalt bei und sucht und selbst Gerwalt gegen ander ausübt, hat bei uns nichts zu suchen.
    Dies gilt allgemein für alle Motivationen:
    Sexuelle Orientierung,
    Religiöses Bekenntnis
    Geschlecht
    Politische Überzeugung
    Behinderung
    um nur einige zu nennen.
    Nur so bleibt der rechtsfrieden in unserem Land bewahrt!
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#3 Ingo LAnonym
  • 27.07.2017, 15:25h
  • Es gibt neben integrationsbereiten Migranten leider auch fanatisierte Migranten, für die Homo- und Transsexuelle, aber z.B. auch Juden und irgendwann alle "Ungläubigen" (also Nicht-Moslems) den Tod verdient haben. Die meinen, hier notfalls mit Gewalt "Allahs Wille" umsetzen zu müssen.

    Die lehnen Demokratie, Rechtsstaat, Freiheit und Grundrechte ab und wollen einen Gottesstaat errichten, wo nur die Scharia gilt.

    Es ist weder rechts, noch rassistisch, noch unsolidarisch oder sonst irgendwas, wenn man solche Subjekte schnellstmöglich abschiebt und ihnen die Wieder-Einreise nach Europa verbietet. Sondern es ist die Pflicht jedes Demokraten und jedes Staates, der seine Bürger vor solchen Gefahren schützen muss.

    Natürlich gibt es auch Inländer, die genauso drauf sind und die man leider nicht abschieben kann, aber das heißt ja nicht, dass man das Problem noch größer machen sollte.
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