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Braunschweig
Rechtsradikale stören CSD: "Weiß – normal – hetero"
Die NPD-Jugend protestierte am Samstag mit homophoben Sprechchören bei der Demoparade zum Braunschweiger Sommerlochfestival – die Polizei schritt schnell ein.

Die "Jungen Nationaldemokraten" haben die Regenbogenfahne kreativ interpretiert (Bild: JN Niedersachsen / facebook)
- 30. Juli 2017, 14:42h 2 Min.
In Braunschweig haben Rechtsradikale der NPD-Jugend "Junge Nationaldemokraten" am Samstag den Braunschweiger CSD gestört. Rund acht Männer versuchten nach Angaben der Polizei an der Schuhstraße, sich mit einem Transparent unter die Demoparade zum Sommerlochfestival zu mischen.
In Sprechchören riefen die Störer: "Ehe bleibt Ehe – für Mann und Frau", "Degeneriert" sowie "Weiß – normal – hetero". Das Transparent zeigte eine Neudefinition der Regenbogenfahne mit sechs Symbolen für Islam, Europäische Union, Feminismus, HIV, Anarchie und Kommunismus.
Auf ihrer Facebookseite schrieben die "Jungen Nationaldemokraten" zu ihrem Protest: "Schluß mit der Homo-Propaganda! Zeigen wir den Menschen, dass es eine Opposition zu den Regierenden gibt, die Familie, Volk und Arbeit schützend als Priorität versteht. Sehen wir nicht länger zu, wie die Gesellschaft und unsere Kinder verschwult werden!"
Auf vimeo posteten die Rechtsradikalen auch ein Video der Störaktion:
Fast alle Störer flüchteten vor der Polizei
Nicht zu sehen in dem Clip ist das schnelle Eingreifen der Polizei – und die Flucht der homophoben Störer. Beim Eintreffen der Beamten rannten sechs Männer nach Angaben des Regionalportals unser38.de direkt weg. Von zwei JN-Mitgliedern wurden die Personalien aufgenommen.
Nach Angaben der CSD-Veranstalter stammen die rechten Gegendemonstranten aus Salzgitter. Auf der Facebook-Seite des Sommerlochfestivals schrieben sie: "Die Aktion mit der Parole Hashtag NoHomo hatte keine unmittelbaren Folgen und wurde von der Polizei umgehend aufgelöst."
Auf der Abschlusskundgebung ging auch Landtagsvizepräsident Klaus-Peter Bachmann (SPD), der die Schirmherrschaft über das Sommerlochfestival übernommem hatte, kurz auf den Vorfall ein: "Als vorhin rechte Chaoten diese Parade stören wollten, da war ein Regenbogen am Himmel zu sehen, das ist doch ein gutes Zeichen."
Auch in Siegen kam es am Wochenende zu rechten Protesten gegen den CSD. Dort stand hinter homophoben Schmierereien, Plakaten und Flugblättern die Neonazi-Partei "Der III. Weg", die zu einem "Aktionstag" gegen "Homo-Propaganda" in mehreren Städten aufgerufen hatte (queer.de berichtete). (cw)















Was für Feiglinge. Zuerst einen auf dicke Hose machen und dann rennen diese Witzfiguren weg.
Hatten bestimmt ihre Hosen gestrichen voll - und das was da drin war, war genauso braun wie sie...