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Vor Sendestart
Neues "Will & Grace" erhält zweite Staffel
Sieben Wochen, bevor die erste Folge der Neuauflage von "Will & Grace" ausgestrahlt wird, ordert der Fernsehsender NBC bereits eine neue Staffel. Außerdem wird die erste Staffel verlängert.

Nach dem Schnaps geht's endlich in die neunte Staffel: Jack (Sean Hayes), Karen (Megan Mullally), Grace (Debra Messing) und Will (Eric McCormack) (Bild: NBC)
- 4. August 2017, 09:06h 3 Min.
NBC setzt große Hoffnungen in die Neuauflage der Sitcom "Will & Grace", die einst 1998 bis 2006 in acht Staffeln ausgestrahlt wurde: Nach der neunten Staffel, die am 28. September um 21 Uhr im NBC-Abendprogramm starten soll, ist bereits eine zehnte Staffel ausgemachte Sache. Das hat NBC-Chef Bob Greenblatt am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Beverly Hills angekündigt. Alle vier Hauptdarsteller, also Eric McCormack, Debra Messing, Sean Hayes und Megan Mullally, seien dafür an Bord.
Außerdem kündigte Greenblatt an, dass die neunte Staffel auf 16 Folgen verlängert wird. Ursprünglich waren nur zehn Folgen geplant, dann verlängerte NBC die Staffel im April auf zwölf Episoden (queer.de berichtete). Die zehnte Staffel solle dann aktuellen Planungen zufolge aus 13 Episoden bestehen.
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Finale aus Staffel acht wird ignoriert
Auf der Pressekonferenz wurde zudem bekannt gegeben, dass in der Neuauflage der Sitcom die letzte Folge aus Staffel acht ignoriert werden würde. Im 90-minütigen Finale verkrachen sich der schwule Will und die heterosexuelle Schwulenmutti Grace und gehen ihren eigenen Weg. Die beiden ziehen getrennt voneinander – jeweils mit Ehemann – Kinder groß, um sich dann 20 Jahre später erneut zu treffen.
"Wir werden Witze darüber in der ersten Folge haben", erklärte Greenblatt. "Es gibt eine interessante und clevere Erklärung, warum die beiden noch immer zusammenleben."
Produzent Max Mutchnick, der "Will & Grace" gemeinsam mit David Kohan erfunden hat, ergänzte: "Wenn beide Kinder haben, muss es darum gehen, dass sie Eltern sind, denn vermutlich wäre das ihre Priorität im Leben. Und wenn es keine Priorität wäre, wären sie zwar immer noch Eltern, aber dementsprechend schlechte. Wir wollten sie weder als gute noch als schlechte Eltern zeigen, sondern einfach als Will und Grace." Kohan ergänzte, dass er keine Lust habe, Will und Grace bei der Kindererziehung zuzusehen.
Die Dreharbeiten zur neuen Staffel von "Will & Grace" haben diese Woche begonnen. Auf Twitter veröffentlicht Mutchnick bereits seit Wochen Bilder vom neuen Set von "Will & Grace" sowie erste Entwürfe von Dialogen. Darin wird gezeigt, dass sich das Leben der Hauptfiguren in den letzten elf Jahren offenbar nicht sehr verändert hat – man zickt sich immer noch an und spricht hauptsächlich über Beziehungen und Dates.
W&G Writing Room on Hiatus. Stopped by the office to pick up my wig. #wigandgrace pic.twitter.com/Cvy0aoYVXt
— Max Mutchnick (@MaxMutchnick) June 9, 2017
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Polishing scripts. Writers start next week. #WillAndGrace pic.twitter.com/Fwiqkbic2J
— Max Mutchnick (@MaxMutchnick) July 19, 2017
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Unterdessen zeigen die Hauptdarsteller via Twitter Bilder vom Set.
tby2: the way we were #yesterday @SeanHayes @EricMcCormack #WillAndGrace pic.twitter.com/nxcSBKFuyi
— Megan Mullally (@MeganMullally) August 3, 2017
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194 Folgen von "Will & Grace" wurden bis 2006 bei NBC ausgestrahlt. In Deutschland zeigten Pro Sieben und später Sat.1 die Sitcom in einer Synchronfassung. Trotz einer teils klischeehaften Zeichnung der homosexuellen Figuren galt die Serie als Wegbereiter für die Zunahme von LGBTI-Rollen im US-Fernsehen – immerhin war "Will & Grace" die erste Primetime-Serie in einem TV-Network, die homosexuelle Hauptfiguren hatte.
Die Serie hat auch zu einer verstärkten Akzeptanz von Schwulen und Lesben beigetragen, sind sich viele Fans sicher, darunter auch der frühere Vizepräsident Joe Biden. Als er sich 2012 erstmals für die Öffnung der Ehe aussprach, nannte er "Will & Grace" als Auslöser für veränderte Einstellungen gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren: "Ich denke, dass 'Will & Grace' möglicherweise mehr getan hat, um die Öffentlichkeit zu bilden, als irgend jemand sonst."
Außerdem, und das dürfte für die Neuauflage entscheidend sein, erzielte sie in dieser Zeit sehr gute Einschaltquoten, die das inzwischen schwächelnde NBC heute kaum noch erreicht, und gewann unter anderen 16 Emmys, darunter auch Auszeichnungen als beste Comedyserie sowie Schauspielpreise für alle vier Hauptdarsteller. Inzwischen liegt NBC bei den meisten TV-Awards abgeschlagen hinter Pay-Kanälen wie HBO oder Streamingdiensten wie Netflix.
Noch ist völlig unklar, ob und auf welchem Sender oder welcher Streamingplattform "Will & Grace" in Deutschland gezeigt wird. (dk)
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Die ersten Staffeln fand ich echt super. Wenn das eher so wird wie die ersten Staffeln und nicht wie die letzten Staffeln, kann das wieder toll werden.
Vor allem erwarte ich auch, dass es nicht mehr so bieder wird und dass sich diesmal nicht nur Heteros, sondern auch Schwule küssen dürfen.