https://queer.de/?2943
- 10. Juni 2005 2 Min.
Hamburg Hamburgs Justizsenator Roger Kusch (CDU) ist mit seinen Äußerungen zum Christopher-Street-Day und zur Homo-Ehe in Kritik geraten. "Den CSD mit dem Alstervergnügen zu vergleichen, ist eine Demonstration seines völligen Realitätsverlustes", sagte Mirko Bott, Landesvorstandsmitglied der FDP. Kusch sei "nach diesen Äußerungen überfällig", denn er besitze "nicht die soziale Reife für dieses Amt, er demontiert das liberale Ansehen der Stadt." Der SPD-Politiker Lutz Kretschmann-Johannsen sagte zu Kusch im TV-Sender Hamburg 1: "Das, was er macht, ist eine Demütigung, Diskriminierung und Verunglimpfung von Schwulen und Lesben sondergleichen." Auch GAL-Politiker Farid Müller befürchtet: "Kusch leidet anscheinend unter gallopierendem Realitätsverlust." Kusch und Bürgermeister Ole von Beust gingen "den feigen Weg", so Müller: "Sie bedienen ihr altes Stammklientel mit alten Vorurteilen und fördern beide nicht die Toleranz." Der CSD-Veranstalter "Hamburg-Pride e.V." lud Kusch zur Teilnahme ein, um "seinen Erfahrungshorizont zu erweitern". Seine Äußerungen seien "der beste Beleg dafür, dass die politische Parade zum CSD nichts von ihrer Notwendigkeit verloren hat."
Mit einem Straßenfest im Hamburger Stadtteil St. Georg beginnt am Freitagabend die dreitägige Feier zum 25. CSD. Am Sonnabend wird eine Parade durch die Innenstadt ziehen und versuchen, eine Art Massen-Kuschel-Weltrekord aufzustellen. Dafür müssen sich 5000 Teilnehmer für zehn Sekunden umarmen. Die Veranstalter erwarten am Wochenende etwa 300.000 Besucher. (nb/pm)
Links zum Thema:
» s.a.: Kusch: Polit-CSD unnötig (9.6.2005)
» CSD Hamburg











