https://queer.de/?29461
"Ich tue dem Militär einen großen Gefallen"
Trump verteidigt Trans-Verbot in US-Militär
Der US-Präsident klopft sich wegen seines Verbots Transsexueller in den US-Streitkräften selbst auf die Schulter. Außerdem behauptet Trump, er habe große Unterstützung aus der LGBTI-Community.

US-Präsident Donald Trump hält die Integration von Trans-Personen für eine Gefahr für das amerikanische Militär (Bild: Gage Skidmore / flickr)
- 11. August 2017, 11:41h 2 Min.
US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag bei einer Pressekonferenz auf einem seiner Golfplätze in Bedminster (New Jersey) das von ihm angekündigte Trans-Verbot im US-Militär verteidigt. Auf das Thema von einer Journalistin angesprochen, erklärte der 71-Jährige zunächst, er habe großen Respekt vor der LGBTI-Community. Daraufhin behauptete der Staatschef: "Ich glaube, ich habe viel Unterstützung von dieser Community, und ich hatte viel Unterstützung von dieser Community. Ich habe viele Stimmen erhalten. Aber die Transgender… Das Militär arbeitet gerade daran."
Der US-Präsident übertrieb dabei die Unterstützung von LGBTI: Er hatte laut einer Wahltagsbefragung 16 Prozent der Stimmen von Homo- und Transsexuellen erhalten – und schnitt damit noch einmal sechs Prozentpunkte schlechter ab als vier Jahre zuvor der gescheiterte republikanische Obama-Herausforderer Mitt Romney (queer.de berichtete).
"Die Sache ist für das Militär kompliziert"
Weiter führte Trump zum Trans-Verbot aus: "Es war eine sehr schwierige Situation und ich denke, ich tue vielen Leuten einen Gefallen, indem ich es einfach sage. Wie Sie wissen, war die Sache für das Militär sehr kompliziert. Es war ein sehr verwirrendes Thema für das Militär, und ich denke, ich tue dem Militär einen großen Gefallen."
Trans-Soldaten klagen gegen pauschales Verbot
Unterdessen sind am Mittwoch bei einem Gericht in der Hauptstadt Washington D.C. die Klagen von fünf nicht namentlich genannten transsexuellen Mitgliedern des US-Militärs eingegangen. In der Klageschrift heißt es, dass Trumps Ankündigung gegen das Diskriminierungsverbot aufgrund des Geschlechtes verstoßen würde. Außerdem gebe es keine "rationale Basis" für ein Verbot von Transpersonen.
Weitere Klagen sind angekündigt, falls Trump das Verbot tatsächlich umsetzt: So planen die LGBTI-Organisation "Lambda Legal" und die Bürgerrechtsorganisation ACLU, vor Gericht zu ziehen.
Trump hatte die Wiedereinführung des von der Obama-Regierung aufgehoben Trans-Verbots Ende Juli via Twitter angekündigt (queer.de berichtete). Er warf Trans-Soldaten vor, "enorme medizinische Kosten und Störungen" im Militär zu verursachen. Das Verbot ist allerdings noch nicht offiziell vom Militär verkündet worden. Es könnte nach Angaben von LGBTI-Organisationen tausende Soldaten betreffen, die sich nach der Aufhebung des Verbots unter Obama geoutet hatten – ihnen droht dann die sofortige Entlassung und beispielsweise der Verlust ihrer Krankenversicherung, die an ihre Tätigkeit in den Streitkräften gebunden ist. (dk)














Wenn dieser Fanatiker bis dahin nicht die Menschheit mit einem 3. Weltkrieg komplett ausgelöscht hat oder Klimawandel und Umweltverschmutzung dermaßen angeheizt hat, dass die Erde ein unwirtlicher Planet geworden ist.