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Warnung vor Homo-"Propaganda"
Australien: Kirchen vereint gegen Ehe für alle
Die katholische und anglikanische Kirche kämpfen mit einer homophoben Lobbygruppe, für die Homosexualität ein schlimmeres Laster als Rauchen ist, gegen die Gleichbehandlung im Ehe-Recht.

Erzbischof Anthony Fisher warnt angesichts der drohenden Ehe-Öffnung vor "politischer Korrektheit" und Homo-"Propaganda"
- 15. August 2017, 13:26h 2 Min.
Die beiden großen Konfessionen Australiens haben sich im Kampf gegen die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zusammengetan: Die anglikanische Diözese und die katholische Erzdiözese von Syndney haben am Montag gemeinsam mit homophoben Lobbygruppen wie der "Australian Christian Lobby" (ACL) und der "Marriage Alliance" die "Coalition for Marriage" gegründet. Sie wollten damit für die "schweigende Mehrheit" sprechen, die am Ehe-Verbot für Schwule und Lesben festhalten wolle.
Die ACL, deren Hauptziel das Zurückdrängen von LGBTI-Rechten ist, war in der Vergangenheit wiederholt mit homophoben Äußerungen aufgefallen. So behauptete ACL-Chef Jim Wallace etwa vor fünf Jahren, dass die Gleichbehandlung von Homosexuellen gesundheitspolitisch falsch sei, weil Homosexualität gefährlicher als Rauchen sei (queer.de berichtete).
Bischof: Ehe für alle beschädigt Religionsfreiheit
Der katholische Erzbischof Anthony Fisher warnte angesichts der Koalitionsgründung in einem Interview mit der Tageszeitung "The Australian" davor, dass die Öffnung der Ehe zu einer Einschränkung der Religions- und Meinungsfreiheit auch an katholischen Schulen und Hochschulen führe: "Werden Lehrer weiterhin die Freiheit haben, die kirchliche Lehre über die Ehe zu unterrichten, oder werden sie gezwungen, nach einem politisch korrekten Lehrplan zu unterrichten?", fragte der Erzbischof.
Der 57-Jährige kritisierte auch Anti-Mobbing-Programme an Schulen, die eingerichtet wurden, um homo- und transsexuelle Schüler vor Übergriffen zu schützen. Diese Programme könnten dazu führen, dass an staatlichen Schulen "Propaganda zugunsten der gleichgeschlechtlichen Ehe und zugunsten von fließenden Geschlechtern" betrieben werden würde, sollte die Ehe geöffnet werden.
In Australien findet auf Druck der konservativen Regierung bis Mitte November eine Briefwahl über die Öffnung der Ehe statt (queer.de berichtete). LGBTI-Aktivisten sprachen sich gegen die Abstimmung aus, weil sie einen extrem homophoben Wahlkampf und einen Anstieg der Hasskriminalität gegen sexuelle Minderheiten befürchteten. Laut Umfragen spricht sich eine Mehrheit von 60 Prozent der Australier für die Ehe für alle aus. (dk)















Diese Hassprediger können ihre Schäfchen nur noch mit dem Schüren von Hass und mit Hetze gegen andere auf Linie halten.
Damit wollen die von ihren eigenen Verbrechen (massenhafter Kindesmissbrauch, Unterschlagungen, dubiose Immobiliendeals, etc.) ablenken...