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Rumänien

Bischof wegen Sexvideo zurückgetreten

Ein im Internet veröffentlichter Film soll den orthodoxen rumänischen Bischof Corneliu Barladeanu beim Sex mit einem 17-Jährigen zeigen.


Corneliu Barladeanu war seit 2009 Bischof der im Osten Rumäniens gelegenen Stadt Husi

  • 20. August 2017, 11:28h 132 2 Min.

In Rumänien ist am Freitag ein Bischof der orthodoxen Kirche wegen eines Sexvideos zurückgetreten. In dem Mitte Juli im Internet veröffentlichten Film soll Corneliu Barladeanu, der 2009 zum Bischof der östlichen Stadt Husi gewählt wurde, beim Sex mit einem 17-jährigen Schüler zu sehen sein.

Der 51-Jährige erklärte in einer knappen Stellungnahme, er sei unschuldig, ziehe sich aber zurück, um Schaden von der Kirche abzuwenden. Zuvor hatte die Synode der orthodoxen Kirche zwei Tage über den Fall beraten – zum ersten Mal in ihrer 92-jährigen Geschichte stand ein Sexskandal auf der Tagesordnung.

Barladeanu darf Mönch bleiben

Die Kirchenspitze begrüßte den Rücktritt Barladeanus. Eine offizielle Untersuchung hätte Monate gedauert und die "Situation der Ungewissheit" verlängert, hieß es in einer Stellungnahme. Der ehemalige Bischof bleibe als Mönch willkommen, dürfe aber keine Messe mehr leiten.

Das Sexvideo war der zweite "Homo-Skandal" in der orthodoxen Kirche innerhalb weniger Wochen. Erst Ende Juli war ein Priester aus dem Nordwesten Rumäniens exkommuniziert worden, der ebenfalls eine sexuelle Beziehung mit einem 17-Jährigen gehabt haben soll.

Direktlink | Das Video, das zum Rücktritt des Bischofs führte
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Wie in einigen Nachbarländern bekämpft die orthodoxe Kirche Rumäniens LGBTI-Rechte und die Akzeptanz Homo- und Transsexueller. Vor zwei Jahren hatte eine von der orthodoxen Kirche unterstützte "Koalition für die Familie", die über das Volksbegehren "Vater, Mutter, Kind" mit der deutschen "Demo für alle" verbunden ist, über drei Millionen Unterschriften für einen Volksentscheid gesammelt, mit dem die Ehe in der Verfassung heterosexuell definiert werden soll. Zusammen mit nationalistischen Aktivisten protestierten auch orthodoxe Gläubige immer wieder gegen Pride-Veranstaltungen in Bukarest und anderen Teilen des Landes. (cw)

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#1 PatroklosEhemaliges Profil
  • 20.08.2017, 13:45h
  • "Der 51-Jährige erklärte in einer knappen Stellungnahme, er sei unschuldig..."

    Das Video beweist das Gegenteil, auch wenn das Video ziemlich verschwommen ist. Der Rücktritt damit konsequent.
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#2 okidokiAnonym
  • 20.08.2017, 13:56h
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • Konsequent ja. Nur war es wohl einvernehmlich. Da ist sex trotz dessen das er "erst" 17 wat OK. Auch den Altersunterschied empfinde ich eher als nebensächlich.
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#3 KrankAnonym
  • 20.08.2017, 14:27h
  • Antwort auf #2 von okidoki
  • Willst du damit sagen, dass dieses Verhalten mit der Ausrede ''einvernehmlich'' entschuldbar ist?
    So wie der Typ redet, ist er ja ziemlich autoritär und redet ihn unhöflich laut an, als sei der 17 jährige schwerhörig!
    Der 17 jährige klingt ziemlich eingeschüchtert und traut sich kaum, was zu sagen.
    Für mich ist das eher ein Bruch des Bischofs über seine Verantwortung und ein non-verbales unter Druck setzen.

    OK ist das ganz und gar nicht. Er nutzt eine veranwortliche Situation aus.
    Einvernehmkichkeit kann ich nicht erkennen und verliebt sind die beiden nicht ineinander.

    Der Rücktritt ist aber äußerst OK, nur dass er weiterhin willkommen ist und Bischof bleiben darf, ist widerum negativ.
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