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"Liebe ist Liebe"

Video: Coming-out vor dem 5-jährigen Bruder

Der britische Youtuber Oliver Potter outet sich vor seinem kleinen Bruder Alfie als schwul – dessen Reaktion ist absolut rührend.


Oliver und Alfie vor der Kamera (Bild: Screenshot)

Allen Menschen, die noch immer vor einer vermeintlichen "Frühsexualisierung" warnen, sei dieses Video ans Herz gelegt. Es zeigt, dass selbst Fünfjährige schon wissen, dass es unterschiedliche sexuelle Orientierungen gibt – und sie damit nicht das geringste Problem haben.

Konkret hat sich der britische Vlogger Oliver Potter vor seinem kleinen Bruder Alfie als schwul geoutet. In dem im Juli veröffentlichten Youtube-Clip tastet sich der 20-Jährige vorsichtig an das Thema heran und fragt den 5-Jährigen, ob er schon bemerkt habe, dass er noch nie eine Freundin hatte. Dann wird Oliver konkreter: Wie würde sich Alfie fühlen, wenn sein Bruder einmal einen Mann heiraten würde?

Das wäre "wirklich cool", entgegnet der kleine Bruder und erwähnt, dass er schon mal einen Film über ein schwules Paar gesehen hat. "Liebe ist Liebe", sagt Alfie gleich mehrfach – und schlägt zur Familiengründung eine Adoption vor. Seine Bruder könne ja mal ein Baby haben, das "verlassen wurde".

Direktlink | Oliver erzählt Alfie erstmals von seinem Schwulsein
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"Ich bin so glücklich, dass er als so ein respektvoller, liebevoller junger Mann erzogen wird und ich würde ihn für nichts auf der Welt tauschen", kommentierte Oliver die Reaktion seines kleinen Bruders in einem Instagram-Post. Er habe nicht eine "so erwachsene ehrliche Antwort" erwartet, so der Blogger. Die Reaktionen in den sozialen Netzwerken seien auch toll: "Hier steckt so viel Liebe in der Luft."

Von der Resonanz des Videos, das bislang über drei Millionen Mal aufgerufen wurde, sei er völlig überrascht worden, berichtete er Anfang August auch in einem Nachfolgeclip. Kurz ging er darin auch auf die Kritik ein, Alfie sei zu jung, um mit dem Thema Homosexualität konfrontiert zu werden: "Ich war sicher, dass er das versteht." (cw)

Direktlink | Oliver über die Beweggründe seines Coming-out-Videos
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#1 mausmakkiAnonym
  • 21.08.2017, 09:31h
  • Harry Potter hat sich geoutet????
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#2 LinusAnonym
  • 21.08.2017, 10:07h
  • Da sieht man wieder mal, dass Kinder (auch im Vorschulalter) absolut kein Problem mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen haben und dass jeglicher Hass anerzogen ist.
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#3 Homonklin44
  • 21.08.2017, 11:37hTauroa Point
  • Die Idee von der "Frühsexualisierung" basiert ja auf Mythenbildung in jüngerer Zeit und ist schon anhand biologischer Abläufe als Unsinn zu entlarven, weil sich die Sexualität und das Bewusstsein darum in der Pubertät voll entfaltet.
    Wissen, wen man mag oder zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, kann man schon viel früher, als auch verstehen, zu wem sich andere hingezogen fühlen, bzw. zu welchen Geschlecht.
    Als LGBTIQ waren wir alle selbst mal Kinder, und so einige wussten das schon da. Zumindest ging es mir so, dass das ganze Denken über liebesrelevante Dinge immer klar auf Männer ausgerichtet war, auch im Alter von etwa 5 Jahren hatte ich diese romantischen Vorstellungen. Wenn ich mal erwachsen werde, wird es ein Mann sein, falls ich mal heiraten sollte. Allerdings hat das erzkatholisch-faschistoid angehauchte Lebensumfeld schnell dafür gesorgt, dass solche Ideen im Verborgenen blieben. Bleiben mussten. Anders hätte man das psychisch nicht überlebt. Körperlich wahrscheinlich auch nicht.

    Oliver Potter hat offenbar das Glück, in einem besser situierten Umfeld aufzuwachsen, und zum Glück in einer nicht so religiotisch oder auch faschistoid dominierten Gegend.

    Die ganzen Anhänger des Neomythos um "Frühsexualisierung" lernen hier auch, dass die Erwähnung von Sexualität oder Geschlechtsteilen gar nicht notwendig ist, um über Liebe zu sprechen. Deren panische Ängste vor allerlei Sexuellem, und der Übertrag in ihre Vorstellung, resultiert doch eher aus der Verteufelung und den Verboten, die im religioten Hintergrund üblich und traditiert sind, bzw. erhalten werden. Religiote Kinder haben gar keine Chance, mit einem natürlichen Verhältnis zu Liebe oder Sexualität(en) aufzuwachsen.
    Eher im Gegenteil, wo sie noch an die sadistischen bis perversen Onkels aus der religiösen Ecke geraten...
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