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Homosexualität als "Wahl"
Empörung über homofeindliche Trump-Nominierung
Sam Clovis soll ohne Erfahrung der Chef-Wissenschaftler im Agrarministerium werden – er leugnet den Klimawandel und meint, die Ehe für alle fördere Pädophilie.

Sam Clovis im letzten Jahr auf einer Wahlkampfveranstaltung für Donald Trump (Bild: Alex Hanson / wikipedia)
- 22. August 2017, 09:33h 3 Min.
Auch noch etliche Monate nach Amtsantritt des US-Präsidenten Donald Trump sind zahlreiche politisch vergebene Stellen in der Regierung offen. Nach der Veröffentlichung von Recherchen von CNN gibt es nun erneut massive Kritik an einer einzelnen Nominierung: Sam Clovis soll Staatssekretär im Agrarministerium werden.
Bereits im Juli hatte Trump den früheren Co-Vorsitzenden seiner Wahl-Kampagne zum Staatssekretär für Forschung, Erziehung und Wirtschaft in dem Ministerium ernannt – derzeit arbeitet er als Berater des Weißen Hauses in das Ministerium herein. In der neuen Rolle wäre der 67-Jährige quasi der Chef-Wissenschaftler des Ministeriums, hat aber anders als seine Vorgängerin Catherine Woteki keinerlei wissenschaftlichen Hintergrund.
Unter Wissenschaftlern gilt Clovis, der nach einem Studium von Politikwissenschaft und Verwaltungsrecht eine Karriere in diversen Bereichen der Armee machte, als umstritten, da er unter anderem Klimawandel als "Junk Science" bezeichnete. Als politischer Aktivist – 2010 startete er eine Radio-Talkshow und trat den Republikanern bei, 2012 unterstützte er die Präsidenschaftskampagne des Homohassers Rick Santorum, 2014 kandidierte er in Iowa für den Senat – verbreitete er unter anderem die Lüge, Ex-Präsident Barack Obama sei nicht in den USA geboren, und nannte Vertreter der früheren Regierung "psychisch krank". Obama sei ein "Diktator", der frühere Justizminister Eric Holder ein "rassistischer Schwarzer".
Kein Schutz für "LGBT-Verhalten"
Die Recherche-Abteilung von CNN hat jetzt für einen neuen Artikel weitere Äußerungen von Clovis vor allem aus der Zeit zwischen 2012 und 2014 zusammengetragen. So beklagte der Katholik im Wahlkampf um einen Sitz im Senat bei einem Treffen mit Bürgern in einem Restaurant Einschränkungen "religiöser Freiheiten" etwa durch die Gesundheitspolitik in Bereichen Abtreibung oder Verhütung. Auch Familienwerte würden zurückgedrängt.
Weiter führte Clovis – recht wirr und frei von der Leber – aus: "Jemand, der ein LGBT-Verhalten ausübt, manchmal – wissen Sie, ich weiß nicht, was die Wissenschaft dazu sagt, aber ich glaube, das ist noch offen – soweit ich das weiß, wir es wissen, dann ist das eine Wahl, die sie treffen. Und nun werden wir gefragt, verfassungsrechtlichen Schutz vorzusehen für ein Verhalten, eine Wahl des Verhaltens anstelle [eines Schutzes für] ein charakteristisches Hauptmerkmal."
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Und wenn man dann "LGBT-Verhalten" schütze, könnte mehr folgen, so Covis weiter. "Werden wir Pädophilie beschützen? Werden wir polyamoröse Beziehungen schützen? Werden wir Menschen, die Fetische haben, schützen? Ich meine: Was ist die logische Folge?" Bezogen auf LGBT meinte er weiter, nur vier Prozent der Bevölkerung übten "diese Art von Verhalten" aus – das könnte dem Verhältnis von Linkshändlern entsprechen. Auch diesen gebe man keinen Schutz.
Ähnliches äußerte er dem CNN-Bericht zufolge über mehrere Jahre in mehreren Blogbeiträgen, so begründete er auch seine Ablehnung der Ehe für alle mit Folgen wie Pädophilie. Würde man den Diskriminierungsschutz der Verfassung (im 14. Zusatzartikel) um LGBT erweitern, befürchtete er damals zudem in einer Radiosendung, dann könnte auch Priestern verboten werden, gegen die "Verwirrung" zu predigen, die "alternative Lebenstile" darstellten. (nb)















Vielleicht sammelt der absichtlich Stümper um sich, um selbst besser dazustehen.
Oder das Gerücht, er habe eine ernsthafte psychische Erkrankung wirklich wahr?