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Musikalischer Mittelfinger

Jetzt zum Mitsingen: "AfD, dich wähl ich nicht"

Die beiden Kölner LGBTI-Aktivisten Benjamin Scholz und Oliver Schubert haben zur Bundestagswahl ein neues geniales Lied aufgenommen – inspiriert von Mark Forsters "Chöre".


Nach den "Besorgten Eltern" zeigen Benjamin Scholz und Oliver Schubert nun der AfD den musikalischen Mittelfinger

  • 7. September 2017, 05:39h 22 2 Min.

In der heißen Phase des Wahlkampfs braucht es klare, verständliche Statements und maximale Ansagen, hat sich das neue Projekt "AfD, dich wähl ich nicht" gedacht. Nach Jahren voller Hetze, Lügen, Fake-News und rechtsextremer Parolen haben immer mehr Menschen das Bedürfnis, der angeblichen Alternative ihre Meinung zu sagen.

Doch was macht man, wenn man die Inhalte der Rechtsaußenpartei nicht ständig in den sozialen Medien teilen will, um ihr so noch mehr Aufmerksamkeit für ihre kruden Thesen zu ermöglichen? Ganz einfach: Man zeigt ihr den Mittelfinger musikalisch!

Von #mausgerutscht bis Schießbefehl

Eine "inhaltliche" Rundreise durch die letzten zwei Jahre AfD haben Produzent Benjamin Scholz und Ideengeber Oliver Schubert in Liedform gegossen. Von #mausgerutscht über Boateng bis hin zum "missverstandenen" Schießbefehl bieten die beiden Kölner LGBTI-Aktivisten einen Überblick, der leider erinnern lässt. "1.000 Jahre Deutschland und für Homos keinen Platz", heißt es weiter im Song.

Die beiden Interpreten, die schon den "Besorgten Eltern" gehörig ihre Meinung sangen, sind diesmal besonders froh, viel Unterstützung für ihr Projekt erhalten zu haben. Diese ereilt sie im Video etwa von einer Gruppe von "Gutmenschen", die demonstrierend und plakatierend durch die Stadt ziehen.

Direktlink | Das offizielle Video zu "AfD, dich wähl ich nicht"
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Die AfD macht auf Bundes, Länder- und Kommunalebene immer wieder Stimmung gegen LGBTI-Rechte und -Emanzipation. Das Wahlprogramm zur Bundestagswahl wertet Regenbogenfamilien ab: "Wir lehnen alle Versuche ab, den Sinn des Wortes 'Familie' in Art. 6, Abs. 1 Grundgesetz auf andere Gemeinschaften auszudehnen" – das Bundesverfassungsgericht hat dabei bereits geurteilt, dass der Schutz des Grundgesetzes auch eine Familie etwa aus Mutter, Mutter und Kind umfasse. Die Politik müsse sich "am Bild der Familie aus Vater, Mutter und Kindern" orientieren, fordert hingegen die AfD in dem vor der Ehe-Öffnung verabschiedeten Programm, auch der Begriff "Ehe" sei rein "klassisch" zu verstehen.

Ferner wendet sich die Partei gegen eine "einseitige Hervorhebung der Homo- und Transsexualität im Unterricht", die einen "unzulässigen Eingriff in die natürliche Entwicklung unserer Kinder" und das Elternrecht darstelle und Kinder und Jugendliche "in Bezug auf ihre sexuelle Identität verunsichert, überfordert und in ihren Schamgefühlen verletzt". Früsexualisierung sei zu beenden und die Förderung von "Gender-Forschung" sowie Gleichstellungsbeauftragte seien abzuschaffen (queer.de berichtete). (cw)

-w-

#1 SanottheEhemaliges Profil
  • 07.09.2017, 08:04h
  • Großartig!

    Leute, lasst uns das viral machen.
    Überall posten, wo es passt.
  • Direktlink »
#2 CaptBalu
#3 PatroklosEhemaliges Profil