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US-Studie
Forscher entwickeln Gaydar-Software
Künstliche Intelligenz kann laut amerikanischen Forschern mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Porträt-Fotos erkennen, ob eine Person homo- oder heterosexuell ist.

Hetero oder homo? Der Computer weiß alles! (Bild: flickr / GGAADD / by 2.0)
- 8. September 2017, 10:27h 3 Min.
Die Forscher Michal Kosinski and Yilun Wang von der kalifornischen Stanford-Universität haben in einer Studie erklärt, sie hätten ein selbst lernendes Computerprogramm entwickelt, das die sexuelle Orientierung von Menschen anhand von Bildern in den meisten Fällen erkennen könne.
Wird dem Computer nur ein Bild einer Frau vorgelegt, könne er in 74 Prozent korrekt eine Lesbe identifizieren; bei Männern lag der "Gaydar" sogar in 81 Prozent der Abfragen richtig. Liegen dem Rechner fünf Bilder vor, konnte er Lesben sogar in 83 Prozent, Schwule in 91 Prozent der Fälle korrekt zuordnen.
Haben Homosexuelle "geschlechtsuntypische" Besonderheiten?
Die Forscher hatten die künstliche Intelligenz mit über 35.000 öffentlich zugänglichen Bildern aus Online-Datingprofilen gefüttert und auf die Gesichtsmerkmale hin analysieren lassen. Die Software habe festgestellt, dass schwule Männer und lesbische Frauen eher "geschlechtsuntypische" Besonderheiten, Mimiken und Frisuren gehabt hätten – auf gut Deutsch: Lesbische Frauen sehen männlicher als Hetero-Frauen aus, Schwule weiblicher als Hetero-Männer. Zudem hätten Schwule eher schmalere Kiefer, längere Nasen und größere Stirnen als Hetero-Männer, während lesbische Frauen größere Kiefer und kleinere Stirnen hätten.
Die Studie beschränkte sich auf eine eingegrenzte Gruppe von Menschen: So wurden keine Trans-Personen oder Bisexuellen berücksichtigt. Außerdem seien nur die Bilder weißer Menschen herangezogen worden.
Die Forscher schreiben, es sei wahrscheinlich, dass sexuelle Orientierung auf die Aufnahme bestimmter Hormone im Mutterleib zurückzuführen sei; Menschen würden also schwul oder lesbisch geboren. Sie wiesen auch auf die Gefahren hin, die es in Zeiten gebe, in denen Milliarden Bilder in sozialen Netzwerken frei verfügbar seien.
"Das ist wirklich beunruhigend"
Der seit Jahren über den Gaydar forschende Psychologie-Professor Nick Rule von der Universität Toronto schloss sich im britischen "Guardian" den Befürchtungen an: "Das ist wirklich beunruhigend. Wie viele neue Werkzeuge kann das in den falschen Händen für böse Dinge genutzt werden." Es sei gefährlich, wenn man damit anfange, Leute wegen ihres Aussehens in eine bestimmte Schublade zu stecken. In Zukunft, so befürchten Forscher, könnten etwa auch politische Ansichten anhand von Bildern festgestellt werden – in Diktaturen oder homofeindlichen Regimen könne diese Technik zu verstärkter Verfolgung führen.
Allerdings haben Forscher in den letzten Jahren bezweifelt, dass es einen Gaydar gebe. So wies etwa ein Team von Wissenschaftlern der University of Wisconsin in Madison 2015 darauf hin, dass bei älteren Untersuchungen, in denen Menschen die sexuelle Orientierung anhand von Bildern erraten sollten, die Fotos von Homosexuellen oft eine andere Qualität gehabt hätten als die von Heterosexuellen und das Ergebnis deshalb verfälscht worden sei (queer.de berichtete).
Auch in der aktuellen Studie wird etwa darauf verwiesen, dass Personen ihre Bilder auf Datingseiten einfach anders präsentieren, je nachdem, ob sie Männer oder Frauen anlocken wollen. Allerdings wiesen die Forscher in ihrer Studie auch darauf hin, dass der Computer die wirkliche sexuelle Orientierung der abgebildeten Personen weit genauer zuordnen könne als Menschen, die entsprechende Bilder betrachteten – Probanden hätten nur in knapp über 50 Prozent der Fälle die sexuelle Orientierung der auf den Fotos abgebildeten Schwulen und Lesben richtig einschätzen können. (dk)















In den USA ist es längst üblich, zum Beispiel in Bewerbungen keine Passbilder der Bewerber hinzuzufügen. So soll nämlich vermieden werden, dass sich Arbeitgeber vom Aussehen der Bewerber ablenken oder beeinflussen lassen. So lässt sich Sympathie und Antipathie bei der ersten Auswahl vermeiden.
Und nun diese ''Software'', die Homosexualität erkennen soll. Zusätzlich die angebliche
''Warnung'': ''Oh, könnte in diktatorischen Zeiten problematisch werden.''
Und der Schlusssatz: ''Es ist wohl eher unwahrscheinlich, dass diese Software zum Einsatz kommt.''
? Wer soll das jetzt ernst nehmen und wen soll das erschrecken??
Wenn es als problematisch eingestuft wird, dann muss es auch nicht entwickelt werden.
Wären die ''Forscher/innen'' bitte so freundlich und würden sich um Dinge kümmern, die wirklich wichtig sind??
Bekämpfung der Krankheit Krebs!
Und wie wäre es, wenn sich Menschen um wichtigere Themen kümmerten?
Wie man Rassismus und Homophobie am besten überwindet, Wie man Toleranz und Akzeptanz in der Gesellschaft integrieren kann, Wie man der Hetze ein Ende setzen kann, Wie Menschen wieder lernen Verantwortung zu übernehmen - für sich und für andere!! Das eigene Verhalten hat Auswirkungen auf andere.
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