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Polizeibericht
Tourist in Berlin-Schöneberg homophob beleidigt und bespuckt
Der 31-Jährige wurde auf dem Weg ins Hotel aggressiv aufgehalten. Da er sofort die Polizei alarmierte, konnten die beiden Tatverdächtigen festgenommen werden.

Der Vorfall ereignete sich in der Büowstraße in der Nähe des Regenbogenkiezes (Bild: Petteri Sulonen / flickr)
- 9. September 2017, 10:17h 2 Min.
Ein Berlin-Tourist wurde in der Nacht zu Samstag aus einer fünf- bis sechsköpfigen Gruppe heraus homophob beleidigt. Der 31-Jährige war laut Polizeibericht gegen ein Uhr in der Bülowstraße in der Nähe des Regenbogenkiezes im Stadtteil Schöneberg unterwegs und befand sich auf dem Weg in sein Hotel.
Als er an der Gruppe vorbeilief, sollen sich zwei Männer dem 31-Jährigen in einer aggressiven Haltung in den Weg gestellt und ihm vor die Füße gespuckt haben. Außerdem so zeigte der Tourist später an, haben die Männer ihn schwulenfeindlich beschimpft.
Mutmaßliche Täter erkennungsdienstlich behandelt
Alarmierte Polizisten nahmen kurz darauf die beiden alkoholisierten Tatverdächtigen im Alter von 26 und 29 Jahren fest und ließen eine erkennungsdienstliche Behandlung durchführen. Wegen des Verdachts der homophoben Beleidigung wurde ein Strafermittlungsverfahren eingeleitet. Weitere Angaben zu den Tatverdächtigen machte die Polizei nicht.
Der Vorfall ist bereits die dritte mutmaßliche LGBT-feindliche Straftat, die die Berliner Polizei in diesem Monat meldet. Am vergangenen Sonntag wurde ein schwuler Mann im Großen Tiergarten an einen Baum gefesselt, geschlagen und homophob beschimpft (queer.de berichtete). Am Dienstagnachmittag kam es zu einem Übergriff auf eine trans Frau im Bezirk Neukölln (queer.de berichtete).
Berlin gehört zu wenigen Städten, in denen die Polizei mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Taten gezielt in ihren Berichten erwähnt. Laut ihrer vorläufigen Statistik wurden 2016 insgesamt 162 Delikte im Bereich "sexuelle Orientierung" gemeldet, darunter 44 Gewalttaten (2015: 105/38, 2014: 80/26, 2013: 132/46). Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI. (cw)














