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Kommentare zu:
Schwuler Bürgermeister über seine Angst vorm Coming-out: "Ich habe mich erschießen wollen"


#1 TraumzerstörerinAnonym
  • 14.09.2017, 06:33h
  • Hallo Leute,

    Gesichten wie diese, sind ja typisch für schwule Männer, man hört sie oft. Dabei sind aber einige Aspekte, ich ich persönlich nie nachvollziehen konnte. Ich bitte, dass mit das jemand der genau so eine, oder eine ähnliche Lebensgesichte hatte das mal erklärt, aus seiner persönlichen Sicht:

    Wie habt ihr es geschafft, mit jemandem zu schlafen, sogar eine Familie aufrecht zu erhalten, obwohl das eigentlich garnicht das was was ihr wolltet, vor allem das Sexuelle.
    Bei mir ist das nämlich so, das wenn ich auf jemanden nicht stehe, ich auch wirklich nie mit der Person schlafen könnte, da passiert garnichts.

    Wie habt ihr das alles geschafft, Partnerin bekommen, Heiraten, Kinder, Ehe, ohne das dort massive Diskrepanzen entstanden sein müssen, die auch der Partnerin auffielen?
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#2 spontiAnonym
  • 14.09.2017, 07:58h
  • Antwort auf #1 von Traumzerstörerin
  • Ich denke, das hat etwas mit dem Alter zu tun. Ich - Jahrgang 1960 - habe, als ich meine Sexualität entdeckte, nichts von Homosexualität gewusst oder erfahren können. (Deshalb ist es so wichtig, dass in Schulen darüber geredet wird).
    Ich war verwirrt, aber als ich entdeckte, dass ich mit Mädchen schlafen kann, habe ich das als jugendliche Verwirrtheit abgetan, und ja, es war zunächst in Ordnung so, weil ich mit Homosexualität nicht in Berührung kam.
    Ich hatte verinnerlicht, ich bin Hetero.
    Das ließ sich nicht halten im Laufe der Jahre und ein langer innerer Prozess begann, wie ihn der Emmericher Bürgermeister richtig beschreibt.
    Ich bin so froh, wenn ich die jungen Schwulen sehe, die diesen Weg nicht gehen müssen. Andererseits bin ich dankbar für meinen wunderbaren Sohn, der mich denken lässt, dass dieser schmerzhafte Weg einen Sinn hatte.
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#3 FelixAnonym
  • 14.09.2017, 08:25h
  • "Im Doppelleben wird man Zeit seines Lebens nicht glücklich. Das Versteckspiel raubt ungeahnte Möglichkeiten. Das, was man nach seinem Coming-out gewinnt, kriegt man nicht formuliert. Es ist unglaublich, wie erleichternd das ist."

    Da kann ich mich nur anschließen.

    Solange man sich selbst verleugnet, weiß man gar nicht, was man verpasst und wie frei und glücklich man nach seinem Outing ist.

    Wenn die Schmierenkomödie endlich vorbei ist und man nicht mehr bei jedem Handeln und jedem Reden aufpassen muss, dass man sich nicht verrät, weiß man erst, was man sich selbst angetan hat.

    Danach bereut man jeden Tag, den man gewartet hat.

    Und ganz ehrlich: wer einen danach nicht mehr mag, nur weil man etwas sagt, was auch vorher schon der Fall war, hat einen niemals wirklich gemocht. Denn das war ja auch vorher schon Teil von einem und man bleibt derselbe Mensch - nur dass man nicht mehr sich selbst und andere belügt.

    Deswegen kann ich nur jedem raten:
    Seid offen. Seid frei.
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#4 BlödeFrageAnonym
  • 14.09.2017, 08:45h
  • Antwort auf #1 von Traumzerstörerin
  • Steht glasklar im Artikel:
    Es ist ihm erst 2004 BEWUSST geworden, dass er schwul ist. Das bedeutet: vor 2004 war es ihm NICHT bewusst.
    Weil es ihm nicht bewusst war vor 2004, wusste er über sein Schwul sein nichts.
    Da die Mehrheit der Gesellschaft heterosexistisch geprägt ist, ist es kein Wunder, dass er damals eine Ehe mit einer Frau hatte und mit ihr ein Kind zeugte.
    Das höre ich öfters von Schwulen und Lesben, die eine Generation älter sind als ich, zum Beispiel.

    Das hat also nichts mit nicht wollen zu tun, sondern es war ihm schlicht nicht bewusst!

    Sein Versteckspiel begann ja erst, als ihm bewusst wurde, dass er schwul ist.

    Das mit dem Versteckspiel ist allerdings fremd für mich. Ich outete mich in dem Moment, als ich wusste, dass ich lesbisch bin.

    Aber dazu muss man verstehen, dass ältere Generationen in einer Zeit aufwuchsen, als es noch kein AGG gab und wo der Paragraph 175 noch präsent war. Denen blieb also gar nichts anderes übrig, als ihre Homosexualität zu unterdrücken.
    Was furchtbar war und ist!

    Ich bin ebenfalls in einer Zeit aufgewachsen, als es noch kein AGG gab und der Paragraph 175 wütete. Und ich bin unendlich dankbar dafür, dass mir erst 2008 bewusst wurde, dass ich lesbisch bin. So hab ich meine Schulzeit und meine Ausbildung unbeschadet überstanden, ohne irgendetwas verstecken zu müssen. Es war mir schlicht nicht bewusst. Ich dachte damals, ich sei hetero.
    Natürlich wusste ich, dass es Homosexuelle gab und Bisexuelle, und Transsexuelle. Aber ich erkannte meine Homosexualität bei mir damals nicht.
    Während meiner Schulzeit fand ich zwar Lehrerinnen interessant, aber ich dachte damals, das sei Sympathie. Dass ich damals aber bereits ein Verliebtheitsgefühl hatte, das erkannte ich nicht.
    Das wurde mir dann erst 2008 bewusst. Da gab es zum Glück kein Paragraph 175 mehr und es gab das AGG seit zwei Jahren.
    Das war mein Glück!
    Ich lebte also 31 Jahre meines Lebens ohne Diskriminierung. Paradiesisch.

    Trotzdem bin ich heute froh, dass ich weiß wie mein Liebesleben aussieht. Denn damals, vor 2008, lebte ich zwar hetero, aber so ganz vollkommen fühlte sich das nicht an. Da gab es immer ein Fragezeichen im Hintergrund.
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#5 FelixAnonym
  • 14.09.2017, 08:57h
  • Antwort auf #1 von Traumzerstörerin
  • Ich selbst war nie in der Situation und hatte auch noch nie Sex mit einer Frau. Aber ich kann mir schon denken, dass manche Leute durch Elternhaus, Freundeskreis, Gesellschaft, Medien, etc. dermaßen auf hetero "geeicht" werden, dass sie das irgendwann selbst glauben und gar nicht mehr kritisch hinterfragen.

    Dann ist Sex ein rein mechanisch ablaufender Prozess und sie wissen gar nicht, wie toll und erfüllend echter Sex sein kann.

    Deswegen ist es auch wichtig, bereits in der Schule umfassend aufzuklären und Vielfalt zu fördern, damit sich jeder Jugendliche frei und ohne Angst entwickeln kann. Und das ist auch für Heteros wichtig.
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#6 herve64Ehemaliges Profil
  • 14.09.2017, 09:02h
  • Er hat vollkommen Recht. Je länger man es hinaus zögert, zu seiner sexuellen Orientierung zu stehen, desto größer wird im weiteren Verlauf das Bedauern über die Zeit sein, die man mit diesem unsäglichen Versteckspiel verschwendet hat.
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#7 BlödeFrageAnonym
  • 14.09.2017, 09:04h
  • Antwort auf #5 von Felix
  • Nein, meine Eltern sind tolerant. Die hatten damals gar nichts damit zu tun. Die Gesellschaft allerdings schon.

    Und nein, Sex war damals gar kein rein mechanischer Ablauf. Wäre das so gewesen, wäre mir damals meine Homosexualität bewusst gewesen und hätte den Sex abgelehnt, ohne ihn überhaupt auszuführen!

    Der damalige Sex war auch schön, aber was das Gefühl Liebe in umfassender Weise betrifft, das erlebte ich erst mit meiner Ex.
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#8 LinusAnonym
  • 14.09.2017, 10:33h
  • Das ewige Versteckspiel, die andauernde Selbstverleugnung und die staendige Angst vor Enttarnung koennen langfristig nicht ohne Folgen fuer Psyche und Gesundheit bleiben.

    Das geschieht nicht von heute auf morgen, sondern langsam - aber stetig. Und irgendwann sieht man in den Spiegel und erkennt sich selbst nicht mehr oder erschreckt sich sogar vor dem, was man da sieht.

    Das sollte sich niemand antun.
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#9 IgelpilzAnonym
  • 14.09.2017, 11:14h
  • Antwort auf #8 von Linus
  • Genauer gesagt: Das darf niemandem angetan werden.

    Wir brauchen dringend (!) Strukturen in den Schulen, die es Jugendlichen ermöglichen, zu sich selbst zu finden und zu sich selbst zu stehen.

    Nicht die Gemobbten müssen "aus Selbstschutz" die Schule wechseln, sondern die Mobbenden.
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#10 EisenhowerProfil
  • 14.09.2017, 11:32hMarseille
  • Ich habe etwas schneller gemerkt das ich schwul bin und ich habe keiner Frau etwas vorgespielt und sie geheiratet. Wie hunderttausende andere Schwule auch.

    2004 hat gemand "große Angst vor den Realtionen in meinem Umfeld"? Und ist bei der SPD?

    Hoffentlich bekommt Emmerich bald einen CDU Bürgermeister, der es etwas schneller kapiert.
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#11 EkelAnonym
#12 TheDadProfil
  • 14.09.2017, 12:14hHannover
  • Antwort auf #4 von BlödeFrage
  • ""Ich lebte also 31 Jahre meines Lebens ohne Diskriminierung. Paradiesisch.""..

    ""Denn damals, vor 2008, lebte ich zwar hetero, aber so ganz vollkommen fühlte sich das nicht an. Da gab es immer ein Fragezeichen im Hintergrund.""..

    Das Du es nicht einmal in einer Nachbetrachtung schaffst diesen beiden Sätze miteinander zu reflektieren, und dabei dann entweder die eine, oder die andere Aussage als falsch zu identifizieren, ist bezeichnend..
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#13 TraumzerstörerinAnonym
  • 14.09.2017, 12:26h
  • Danke Sponti, dass du deine Erfahrung hier geteilt hast.

    An Felix: Gerade das mit dem mechanischen Sex kann ich mir halt schwer vorstellen, Sponti hat ja bereits gesagt, dass er als er jung war, Sex mit einer Frau haben konnte, so kann ich das dann nachvollziehen, das Ehe und Familie zu Stande kommen können.
    Ich kann ja nur von mir selbst ausgehen, ich bin kein schwuler Mann, aber wenn ich z.B in meiner Jugend ein Date hatte mit einem Mädchen, und ich mochte sie nicht, dann konnte ich auch kein Sex mit ihr haben. Das ging einfach nicht, keine Erregung. Wenn ich sie hingegen mochte, reichte schon sich länger anzugucken, oder Küssen, damit ich erregt wurde.

    Und ich weiß halt nicht, wie man ohne Erregung mit einem Penis Sex haben kann, deshalb bin ich halt verwundert, wenn schwule Männer Kinder Zeugen und Ehen aufrecht erhalten können. Ich bin halt davon ausgegangen, dass das nur bisexuelle Männer könnten.

    An BlödeFrage/ Aktualisierung/AllesGute: Ich will hier keine blöden Fragen stellen, sondern versuchen das zu verstehen, weil wohl Menschen unterschiedlich körperlich empfinden, und es nicht für jeden Menschen so einfach ist, seine oder ihre Identität zu finden. Anstatt dann zu sagen: Was ihr sagt ist kacke, ihr spinnt! frage ich lieber.
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#14 Homonklin44Profil
  • 14.09.2017, 12:58hTauroa Point
  • Antwort auf #1 von Traumzerstörerin
  • Ging und geht mir ebenso wie Dir. Wenn ich in eine Person nicht verliebt bin, sie nicht anziehend finde, egal ob das Frauen sind oder Männer, entstehen da keinerlei Bedürfnisse danach, mit denen intim zu werden. Noch weniger, eine Familie zu gründen oder ein Doppelleben mit diesen aufzubauen.

    Aber es gibt wohl verschiedenste Leute mit verschiedensten Fähigkeiten. Bisexuelle haben anscheinend gewisse Vorteile, was das angeht. Auch die Transienten von verglaubt hetero nach irgendwann schwul Erwachenden. Das ist eine Variante, die offenbar wirklich häufig vorkommt, und dadurch wohl gefördert wird, wenn man über Schwulsein nichts hört oder weiß, bzw. nur negative Info erreichbar ist. Vielleicht verarbeiten diese Leute sowohl negative Info über die Idee, man kann auch das eigene Geschlecht lieben, als auch widerstrebende Empfindungen zum anderen Geschlecht als errante Phase, als "sich anstellen", als "wird sich noch entwickeln"-Thema. Oder sie sind einfach unerschrockener gegenüber dem eigenen inneren Ruf.

    Man kann ja trotz all der Erwartungen aus dem Umfeld auch untätig bleiben, bzw. "Jungfrauen-Status" beibehalten, und sich ohne "Outing" durchs Leben bringen. Überall geht es damit nicht. Oder es geht damit nicht zwingend gut aus. Das liest sich nur nicht so euphorisch und Hoffnung schürend. Nach mehrfachen Übergriffen und Gewalterfahrung mit Endstation Krankenhaus, Umzug, Verlust sämtlicher Sozialkontakte ect. lässt mans lieber sein.

    Die Aufklärung an den Schulen tut bitter Not. Vielleicht hätte man sich ein Mal zugetraut, ohne Scham und Schuldgefühle über etwas Liebes nachzudenken, wenn man an der Schule gelernt hätte, dass Liebe zum eigenen Geschlecht nichts mit Verführung durch den Satan und dämonischer Abscheulichkeit zu tun hat, sondern in seinem Wesen gleichwertige Liebe ist, wie die zwischen Frauen und Männern.

    Leider wirkt der introjektive Bockmist, den religiotische ErzieherInnen verursachen, bis ins Erwachsenenalter hinein nach. Selbst wenn man dann mal Jemand anziehend findet ... it kein Garant, dass es glücklich und frei läuft.
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#15 BlödeFrageAnonym
  • 14.09.2017, 13:45h
  • Und dann sind es auch die Menschen, die alles aus den Medien heraushalten, aus Büchern, Filmen, Werbung heraushalten: ''Ooh, bloß nicht was senden, was irgendwie Homosexualität andeuten könnte.''
    In der Schule wurde damals ausschließlich die Sexualität zwischen Mann und Frau erklärt.

    Im Film ''Der Club der Teufelinnen'' sah ich zwar Szenen, die davon handelten, und in einer Zeitung war ein Artikel über zwei Schwule, die in New York City Hände haltend entlang spazierten, und dennoch schlummerte meine Homosexualität noch ne ganze Zeit lang in mir.

    Meine Mutter ahnte es bei mir sehr früh schon. Eine Klassenkammeradin auch und sie sprach es damals an, und trotzdem spürte ich nicht, dass ich so war. Ich antwortete ihr, dass ich weiß, dass es das gibt :-) Und die Empfindungen, die ich gegenüber Frauen hatte, verstand ich damals als Sympathie :-D
    Tja, so ist es halt bei jeder/m anders.

    Was das Outing betrifft, da gibt es Millionen unterschiedlicher Geschichten. Alle sind interessant und individuell.

    Nur wie die Gesellschaft tickt, das bewerte ich aus heutiger Sicht sehr, sehr, sehr negativ!
    Wenn ich mir vorstelle, mir wäre meine Homosexualität schon in den frühen 90igern bewusst gewesen - wie wäre es mir ergangen? Wahrscheinlich hätte ich niemals eine pädagogische Ausbildung beginnen können. Bei jedem Kuss mit einer Frau wäre mir feindlches Verhalten entgegen gekommen: von Mitschülern, eventuell auch noch von Lehrern, von Nachbarn vielleicht, und im schlimmsten Fall hätte es die Polizei gesehen und ich wäre im Gefängnis gelandet.
    Auch ich hätte meine Homosexualität verstecken müssen.
    Und da gebe ich dem Kommentator Recht:
    das hat psychische und allgemein gesundheitlich schlechte Auswirkungen.

    Insofern war die Abhandlung des §175 im Bundestag eine weitere Enttäuschung und fast schon Beleidigung, weil kaum jemand der Abgeordneten anwesend waren.
    Es hat was mit Respekt und Würde zu tun, bei solch einer Rehabilitation und dessen Entscheidung anwesend zu sein.
    Schließlich betraf es nicht nur eine einzelne Person, sondern Massen!!!

    Und allein aus diesem Grund heraus, MÜSSEN die Gesetze zum Schutz vor Diskriminierung erweitert werden. Dringend!
    Davor kann auch die CDU nicht ihre Augen verschließen, selbst wenn sie weitere 4 Jahre regieren sollte. Dann sorgt nämlich unsere starke Opposition dafür.

    © ich wähle Grün :-)
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#16 AchsoAnonym
  • 14.09.2017, 14:07h
  • Antwort auf #15 von BlödeFrage
  • "Dann sorgt nämlich unsere starke Opposition dafür."

    Die stärkste Oppositionspartei wird die AfD. Und die wird dafür sorgen, dass Schwarz-gelb ein paar Antidiskrimineirungsgesetze zurücknimmt, aufweicht, verwässert etc.

    Und wenn SPD oder Grüne einen Antrag stellen, wird abgestimmt wie in NRW: Der Rechtsblock aus CDU, FDP und AfD wird geschlossen stimmen!
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#17 aaaaAnonym
#18 BlödeFrageAnonym
#19 Mister_Jackpot
  • 14.09.2017, 15:17h
  • Also ich find das erstmal toll was er da gesagt und freue mich für ihn, dass er jetzt glücklich sein kann. Ich selbst hab mich erst mit 39 bei meinem Vater geoutet, obwohl mir meine Sexualität sehr bewusst war seit ich meine Sexualität entdeckte so mit 16 oder 17! Warum das bei mir so lange gedauert hat ist relativ schnell erklärt. Ich hab einen griechischen Vater und hatte eine deutsche Mutter (verstorben ist sie als ich 27 war)....grad wegen der südländischen Kultur hatte ich immer Angst mich früh zu outen. Ich lebte so vor mich hin und studierte, hatte zwischendurch auch Sex mit Männern (allerdings keine Beziehungen) und war aus heutiger Sicht damals einfach feige. Die Angst, die man sich vor allem sebst macht lähmt einen. Meine Mutter starb ohne, dass ich es ihr sagen konnte. Meiner Schwester hab ich mich dann erstmals geöffnet Ende 2005! Vor allem mein Schwager hat mein Schwulsein aber irgendwie immer ins Lächerliche gezogen. Mit der Zeit hab ich mir einen kleinen schwulen Freundeskreis aufgebaut, den ich von meiner Familie immer getrennt hielt soweit es ging. Mit 37 hab ich dann meine im Grunde erste große Liebe gefunden mit dem ich bis heute glücklich zusammen bin. Er hat mich sozusagen aus meinem Schlaf wachgerüttelt und mir Mut gemacht und knapp zwei Jahre später hab ichs meinem 75 Jährigen Vater endlich gesagt....udn er ist erstaunlich gut damit umgegangen. Gut, das Wort "schwul" kann er nicht wirklich aussprechen, aber er hat ein super Verhätnis zu meinem Mann und das ist Gold wert und er hat sogar mal gesagt, dass er es mutig fand, dass ich ihm alles gesagt habe. Im Grunde hab ich 20 Jahre lang in einer Schlaf verbracht...so sehe ich das. Ich habe nicht richtig gelebt, allerdings versuche ich nichts zu bereuen, da einen es nicht weiterbrint verpassten Chancen hinterher zu trauern. Wichtig ist das hier und jetzt und dass jetzzt jeder weiß wer mein Partner ist und überhaupt wer ich wirklich bin. Mein Schwager kommt übrigens bis heute nicht richtig klar damit und deswegen beschränke ich den Kontakt auf ein Minimum. Wichtig ist Selbstvertrauen zu haben und sich zu befreien....wenn ich mir vorstelle ich hätte noch weitere 20 Jahre so gelebt ...nein das wäre einfach nicht geangen. Und ich finds toll, wenn sich junge Männer heute so früh outen und es dann selbstverstänlich ist von Anfang an. Viele junge Schwule wissen das manchmal nicht zu schätzen, aber halt nur weil sie es nichts anders kennen. Also an alle, die im Schrank sind und das hier lesen: Outet euch! Es befreit wirklich!
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#20 EisenhowerProfil
  • 14.09.2017, 17:12hMarseille
  • Antwort auf #11 von Ekel
  • "Schwuppe" ist eine abgemilderte Form des stark abwertenden Begriffs "Schwuchtel".

    Ein Kulturmensch bezeichnet so niemanden, nicht einmal den politischen Gegner.

    Ende 60er: Stonewall, Gay Liberation
    70er: Gründung von Zentren
    80er: Aids-Krise, Hollywood
    90er: Privatfernsehn, Internet, CSDs
    00er: Eingetragene Lebenspartnerschaft

    2004: Ungefähr im Alter von 44 Jahren bemerkt ein Familienvater, das er homosexuell ist.

    Das ist schlichweg etwas anderes als: 2003 zieht es eine Person des öffentlichen Lebens vor, ihre Homosexualität nicht über die Massenmedien zu kommunizieren. Im übrigen wurde Ole von Beust von seinem eigenen Vater geoutet der sich dieses Possenspiel wohl nicht länger anschauen konnte.

    de.wikipedia.org/wiki/Ole_von_Beust#Aff.C3.A4re_Schill

    Sein Privatleben privater zu behandeln als andere kann eine kann eine ganz bewusste Entscheidung eines ansonsten selbstbewussten Schwulen sein, auch heute noch. Das andere ist es aber nicht, es ist ein Lügengespinst, in das man auch noch andere Menschen mit hineinzieht (zum Beispiel den Ehepartner und die Kinder, falls vorhanden).

    Deshalb nehme ich mir das Recht heraus, zu sagen: Wenn ich schwul bin, dann ist dieser Typ es nicht. Ich sehe keine Gemeinsamkeit.
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#21 aaaaAnonym
#22 saltgay_nlProfil
  • 14.09.2017, 17:26hZutphen
  • Denken hier einige Schwuppen noch nach? Oder wird einfach drauflos geschwafelt? Was hat denn bitte ein CDU-Bürgermeister dieses Städtchens mit Namen Emmerich mit der Ehe für Alle, mit Diskriminierung, ja mit Aktionen in dieser Hinsicht zu tun?

    Der letzte CDU-Bürgermeister hat sich von Firmen wie BLG über den Tisch ziehen lassen. Da wurden den Emmerichern hochwertige Arbeitsplätze versprochen, wenn man der Fa. BLG ein Logistikzentrum sponsort. Logistik ist ja hip, innovativ und hat Zukunft. Selten so gelacht.

    So sah dann die Wirklichkeit aus: das Unternehmen verabredete mit einem Sklaventreiber, in diesem Falle die Euregio GmbH, die Gründung einer Niederlassung in Emmerich, die alleiniger Lieferant von Arbeitssklaven für BLG wurde. Statt der hochwertigen Arbeitsplätze sah es wie folgt aus: 10% des Personals von BLG war Stammpersonal, welches nach den Tarifen der Logistik-Branche bezahlt wurde, 90 % Leiharbeiter mit den Stundenlöhnen der Leiharbeitsbranche in der Kategorie "Helfer". Überstunden, Sonderschichten wurden nicht besonders vergütet, sondern dem Zeitkonto gut geschrieben und wer bei einer am Freitag für den kommenden Tag, angekündigten Sonderschicht nicht erschien, dem wurde die Kündigung schriftlich angedroht.

    Erst als einige Gewerkschafter den Betrieb infiltrierten, konnte mit Hilfe der Gewerkschaft eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen durchgesetzt werden.

    Soweit zu Emmerich. Kommunalpolitik hat eben etwas mit "Kommune" zu tun und nichts mit Genderpolitik.
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#23 michael2101Anonym
  • 14.09.2017, 21:42h
  • Ich persönlich finde es nicht begreiflich, wie sich jemand seiner sexuellen Orientierung erst nach Jahrzehnten bewusst sein kann;
    ich wurde zum Teenager, habe sexuelles Interesse entwickelt; in den Medien wird man mit Frauen und mit Männern konfrontiert, und beim masturbieren habe ich mir Männer vorgestellt, keine Frauen.
    Keine sexuelle Erregung bei Frauen, nur bei Männern. Also schwul, da selbst männlich.
    Die gesellschaftlichen Umstände ausser Acht lassend, die ein Outing erschweren, ist es doch meines Erachtens nicht schwer, seine eigenen sexuellen Wünsche vor sich selbst zu definieren? Ich hätte mit 14 nicht mit einer Frau schlafen können, weil ich es eklig fand, genauso wie viele Jahre später; Ich hätte niemals mit einer Frau eine Familie gründen können, weil ich eben schwul bin. Mir kommt heute auch nicht der Gedanke, plötzlich hetero zu werden, weil ich immer schwul war und immer sein werde. Sexualität ist ein so bedeutender Teil der menschlichen Identität, dass ich es unbegreiflich finde, dass Leuten "plötzlich" nach 30 Jahren heterosexueller Ehe und tausendfachem Geschlechtsverkehr "klar" wird, dass sie ja immer schon homo waren... dass Bisexualität ist vielleicht dabei untergegangen? ich lasse bewusst die rechtliche und gesellschaftliche Situation (glücklicherweise) vergangener Zeiten weg; aber um es ganz provokant auf den Punkt zu bringen: Man fickt nicht wenn man nicht geil ist und als schwuler Mann wird man per definitionem nicht von Frauen sexuell erregt. Wer also eine Frau fickt und es erregend, geil findet, und das für Jahre ist nicht ausschliesslich schwul.
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#24 TheDadProfil
  • 14.09.2017, 22:32hHannover
  • Antwort auf #23 von michael2101
  • ""Sexualität ist ein so bedeutender Teil der menschlichen Identität, dass ich es unbegreiflich finde, dass Leuten "plötzlich" nach 30 Jahren heterosexueller Ehe und tausendfachem Geschlechtsverkehr "klar" wird, dass sie ja immer schon homo waren... dass Bisexualität ist vielleicht dabei untergegangen?""..

    Ein wichtiger Gedanke..

    Heteronormativität sorgt dafür das sich die Menschen sich nicht so viel, und vor allem nicht zuviel Gedanken ums eigene "ich" machen, denn sie sorgt neben der Normierung, eher Konditionierung als Hete auch dafür, diesem ""bedeutendem Teil der menschlichen Identität"" eben nicht allzuviel Bedeutung beizumessen..

    "Religionen" tun alles nur erdenkliche dafür um den Menschen einzutrichtern, Sex sei nur zur Fortpflanzung, und diese nur innerhalb einer von der "Kirche" geschlossenen Ehe wichtig..
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#25 Crikkie
  • 15.09.2017, 04:27h
  • Antwort auf #13 von Traumzerstörerin
  • "Und ich weiß halt nicht, wie man ohne Erregung mit einem Penis Sex haben kann, deshalb bin ich halt verwundert, wenn schwule Männer Kinder Zeugen und Ehen aufrecht erhalten können. Ich bin halt davon ausgegangen, dass das nur bisexuelle Männer könnten."

    Auf genau dieser Annahme, dass Männer, ohne sexuell erregt zu sein, keine Erektion bekommen können, beruhte die (mittlerweile falsifizierte) These, dass Männer nicht Opfer sexueller Nötigungen oder Vergewaltigungen durch Frauen sein könnten. Tatsächlich ist es jedoch möglich, auch ohne wirkliche sexuelle Erregung eine Erektion zu bekommen (die berühmte Morgenlatte ist ein Beispiel dafür).
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#26 TraumzerstörerinAnonym
  • 15.09.2017, 07:38h
  • Antwort auf #25 von Crikkie
  • Okay, eine Erregung durch rein mechanischen Reiz ist möglich, aber zum Geschlechtsverkehr gehört wesentlich mehr. So einfach kommt man nicht in eine Vagina, auch weil die Erregung aufrecht erhalten werden muss, sonst flutscht er raus.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine heterosexuelle Frau nicht merkt, das da etwas nicht stimmt, wenn sie erst minutenlang an ihrem Gatten herum schrubben muss, bevor sie überhaupt Verkehr haben können, das würde zudem wohl sehr am Ego der Gattin kratzen.

    Ganz ehrlich, ich würde mir denken: Bin ich zu hässlich? Hat er irgendetwas?
    Der Beziehungskrach ist vorprogrammiert.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #25 springen »
#27 TheDadProfil
  • 15.09.2017, 11:08hHannover
  • Antwort auf #26 von Traumzerstörerin
  • ""Okay, eine Erregung durch rein mechanischen Reiz ist möglich, aber zum Geschlechtsverkehr gehört wesentlich mehr.""..

    Jepp..
    Kopf-Kino..
    Augen zu, und durch..
    Es gibt genügend Menschen die das machen..
    Wenigstens eine Zeit lang..
    Sich so spät Outende, zumal wenn sie nicht den Weg über die "Zwischen-Funktion" Bisexualität gehen, tun das..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#28 Torti64
  • 15.09.2017, 11:09h
  • Antwort auf #1 von Traumzerstörerin
  • Das sexuelle Bedürfnis ist vorhanden, und so kann man auch Sex ohne innige Liebe haben. Wer eine Prostituierte oder mit einem Gigolo pennt, spürt auch nicht die große Liebe.
    Natürlich ist klar, daß ich mir einen Wunschpartner nehme, wenn ich die Freiheit habe. Aber in der Isolierung machst du doch Kompromisse, um auch nicht "entdeckt" zu werden.
    Ich hoffe Dir etwas aus meiner Sicht näher gebracht zu haben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#29 BuntundSchönAnonym
  • 15.09.2017, 13:18h
  • Antwort auf #21 von aaaa
  • Du kannst du zu mir sagen, ist hier so üblich.
    :-)

    Mit dem Abschnitt über mich meinte ich das Thema Diskriminierung - steht auch mit dabei.
    Und das mit der DDR und dem KZ bezog sich auf die Zeit, in der der Paragraf 175 und der ähnliche Paragraf (151? in der DDR) wütete.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#30 GeschichteNAnonym
  • 15.09.2017, 13:48h
  • Antwort auf #15 von BlödeFrage
  • "Wenn ich mir vorstelle, mir wäre meine Homosexualität schon in den frühen 90igern bewusst gewesen - wie wäre es mir ergangen?... Bei jedem Kuss mit einer Frau wäre mir feindlches Verhalten entgegen gekommen... im schlimmsten Fall hätte es die Polizei gesehen und ich wäre im Gefängnis gelandet."

    Auf welcher rechtlichen Grundlage man für einen lesbischen Kuss in den Neunzigern eine Freiheitsstrafe zu befürchten gehabt hätte, wird wohl dein Geheimnis bleiben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#31 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 15.09.2017, 14:38h
  • Schön, wieder eine Person des öffentlichen Lebens, die sich traut zu zeigen, wie gefährlich ein Versteckpiel sein kann und ist!!!
    Deshalb ist es ja so wichtig, das Personen des öffentlichen Lebens, vor allem erfolgreiche Sportler, sich zu outen und der Jugend zeigen, das es wichtig ist, sich NICHT zu verstecken!!!! und andererseits den ewiggestrigen zeigen, das die sie sich fürchten sollen, den sie sind gefährlich und nicht die queers.
  • Antworten » | Direktlink »
#32 Crikkie
#33 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 15.09.2017, 15:11h
  • Antwort auf #8 von Linus
  • "Das sollte sich niemand antun."

    Leider müßen sich das Menschen in anderen Teilen der Welt, sogar, bei uns in Europa, sogar in der EU und vielleicht sogar, wir, morgen, hier in Deutschland. Wenn ich die Umfragen anschaue, dann jagd es mir kalte Schauer den Rücken runter.
    Und deshalb ist es wichtig, das die Gesellschaft endlich aufwacht und nicht mehr egoistisch, sondern tolerant denkt und handelt.
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#34 hugo1970Ehemaliges Profil
#35 hugo1970Ehemaliges Profil
#36 TraumzerstörerinAnonym
  • 15.09.2017, 16:27h
  • Antwort auf #35 von hugo1970
  • Ja okay, ich glaube da ist eben auch ein großer Unterschied, ich musste meine sexuelle Orientierung nie vor einer Partnerin verbergen, deshalb hatte das für mich wohl im Leben nie eine Rolle gespielt.
    Kopfkino hebe ich mir für Stunden alleine auf.

    Trotzdem, Sex hat für mich was mit Sinnesempfindungen zu tun, Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen. Wenn ich mir vorstelle, ich müsste dafür einen muskulösen, haarigen Männerkörper benutzen, der auch noch nach Metall riecht (Für mich riechen die so), ich kanns mir absolut nicht vorstellen, da eine gute Phantasie hinzubekommen.
    Wer das schafft, ist wirklich hart im nehmen.

    Da hätte ja Aktualisierung/BlödeFrage ja etwas als bekennende Lesbe zu sagen können, die schlief aber früher gerne mit Männern, also fällt das wohl weg.

    Man kann also sagen, dass ihr hier zwar gemeinsam eine Identität als homosexuelle oder schwule Männer habt, aber euer sexuelles Verlangen, eure Schwelle, wie sehr ihr euch verbiegen könnt, doch unterschiedlich ist. Manche hier sagten ja, sie können nie mit einer Frau schlafen, andere schaffen das über Kopfkino, andere können es anscheinend einfach so. Kann man das so stehen lassen?

    Das hat auch einen nicht geringen Teil mit Selbstidentifikation, bzw. der früher nicht vorhandenen Möglichkeit einer "Schwule Identifikation" aufgrund des Mangels an Vorbildern und nicht vorhandener gesellschaftlicher Präsenz zu tun?

    Es gib ja auch Männer, die identifizieren sich als heterosexuell, onanieren aber mit einander und finden das nicht schwul, das war auch immer so ein Phänomen, was ich nie verstanden habe. Anscheinend ist das aber alles gar nicht so leicht festzulegen, und Leute können sehr unterschiedlich sein.
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#37 BlödeFrageAnonym
  • 15.09.2017, 17:41h
  • Antwort auf #23 von michael2101
  • Meine Güte, schon blöd wenn man was nicht nachvollziehen kann.
    Außer dir gibt es halt auch noch andere Menschen, denen es erst später BEWUSST wird, welche sexuelle Orientierung sie haben.
    Dir ist es eben früher bewusst gewesen, anderen nicht. Ich wusste erst 2008, dass ich lesbisch bin. Vorher wusste ich es einfach nicht.
    Das bedeutet aber nicht automatisch, dass diese Person unbedingt bi sein muss.
    Ich bin nie bi gewesen.
    Es hat einfach nur Zeit gebraucht, um zu erkennen, dass ich homo bin.

    Einfach mal wiki anklicken und nachlesen, was es bedeutet, wenn einem das nicht bewusst ist.
    Erklären kann ich es so, dass da in mir was schlummerte und es kam später an die Oberfläche.
    Ist übrigens nichts Unbekanntes und kein Phänomen.

    Und wenn ihr nicht versteht wie er mit ihr Sex haben konnte, plus zusätzlich Kinder - tja, wenn ihm seine Homosexualität nicht bewusst war, dann wusste er es schlicht nicht, und somit war dann auch das Familienleben möglich.
    Bestimmt hat er gespürt, dass da was nicht 100%ig ist, aber er konnte nicht genau erkennen, was.

    Ich hab schon einige Homosexuelle kennen gelernt, denen es auch so ging.
    Deswegen sind sie doch nicht weniger homosexuell.

    Beispiel:
    Wenn einem Menschen nicht bewusst ist, dass er eine Krankheit hat, dann bedeutet das noch lange nicht, dass diese Krankheit nicht existieren würde und er diese Krankheit nicht hätte. Sie kommt dann erst später an die Oberfläche. Krebs zum Beispiel. Oder Multple Sklerose. Das kann plötzlich auftreten oder eben unbemerkt schleichend.

    Und bei der sexuellen Orientierung ist das bei manchen Menschen auch so. Manche wissen es mit 6 Jahren schon, und andere halt erst später. Wo ist das Problem? Genau, gibt keines!
    Und wer dann erkennt, dass er/sie bi ist, dann ist das halt so.

    Aber die Aussage, solche Leute könnten nicht ganz homo sein, das ist ja fast schon diskriminierend, und Ausschluss.

    Leute, denkt nach und verscht mal etwas nachvollziehen zu können.
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#38 TraumzerstörerinAnonym
  • 15.09.2017, 20:02h
  • Antwort auf #37 von BlödeFrage
  • "Ich bin nie bi gewesen.
    Es hat einfach nur Zeit gebraucht, um zu erkennen, dass ich homo bin. "

    "Einfach mal wiki anklicken und nachlesen, was es bedeutet, wenn einem das nicht bewusst ist. "

    Wiki Quelle:
    de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t

    "Homosexualität bezeichnet je nach Verwendung sowohl gleichgeschlechtliches sexuelles Verhalten, erotisches und romantisches Begehren gegenüber Personen des eigenen Geschlechts als auch darauf aufbauende Identitäten etwa sich selbst als lesbisch oder schwul zu definieren. "

    Das ist, was Wikipedia dazu sagt. Das würde in deinem Fall bedeuten, dass du zwar eine lesbische Identität hast, jedoch kein rein lesbisches Verhalten, auf deine gesamte Lebensgeschichte gesehen. Du hättest romantisches und sexuelles, bisexuelles Begehren und eine lesbische Identität, nach dieser Definition von Wikipedia.

    "Beispiel:
    Wenn einem Menschen nicht bewusst ist, dass er eine Krankheit hat, dann bedeutet das noch lange nicht, dass diese Krankheit nicht existieren würde und er diese Krankheit nicht hätte. Sie kommt dann erst später an die Oberfläche. Krebs zum Beispiel. Oder Multple Sklerose. Das kann plötzlich auftreten oder eben unbemerkt schleichend. "

    Das ist überhaupt kein Vergleich, denn ich muss nicht erst eine Identität für die Krankheit entwickeln, damit sie mir schadet (Ich finde deinen Krankheitsvergleich für sexuelle Verhaltensweisen und Identitäten übrigens völlig daneben!)
    In deinem Fall aber, sagst du, hättest du mit Männern gerne geschlafen, aber erst später gemerkt, dass du lesbisch bist und dann diese Lust verloren.
    Das wäre dann so, als hätte die Krankheit erst Symptome und Auswirkungen gehabt, als der Arzt dir davon erzählt hat, was völlig unrealistisch wäre.
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#39 BuntundSchönAnonym
  • 15.09.2017, 20:45h
  • Antwort auf #38 von Traumzerstörerin
  • Nein, du wiederholst mich falsch und verstehst mal wieder nur die Hälfte oder gar nichts, was ich geschrieben habe.
    Bei mir steht nirgendwo, dass ich etwas verloren hätte! Wie kann ich was verlieren, das ich nie hatte???
    Ich bin nie bi und auch nie hetero gewesen!
    Ich wurde homo geboren und es dauerte eine Zeit, bis ich das BEI MIR SELBST erkannte.
    Ist das denn so schwer zu verstehen? Also in meinem realen Leben verstehen es alle, sogar meine Eltern und Schwule und Lesben, die ich kenne.
    Weiß ich jetzt nicht, was dein Problem ist, oder ob du nur so tust, als würdest du es nicht verstehen!

    Es war mir nicht bewusst. Kennst du die Bezeichnung ''war mir nicht bewusst''?
    Das ist ungefähr so, als würdest du einen Weg entlang spazieren und du würdest nicht wissen, wohin dich dein Weg führt, obwohl du in dir ein Navi hast, das erst später seine Funktion aktiviert.

    Konnte ich es dir nun ein bisschen klarer machen?

    Ja, damals war Sexualität für mich auch schon was positives. Und ich empfand da nix negatives, weil ich, wie gesagt, erst später erkannte, dass ich homo, also lesbisch, bin.
    Würde ich heute Sex mit einem Mann haben, wäre das für mich tatsächlich ein Problem, denn seit 2008 weiß ich ja, dass ich homo bin.
    Damals wusste ich es nicht, also war das auch nicht negativ.

    Lese beim Abschnitt Comming-out:

    de.m.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t

    Wie ich bereits sagte, manchen ist es schon in ihrer Kindheit bewusst, dass sie Homo, etc. sind, und anderen ist es eben erst später bewusst.

    Wenn du dazu was wissenschaftliches benötigst, dann wende dich woanders hin, ich bin kein wissenschaftliches Institut, sondern eine lesbische Frau, der im 32. Lebensjahr bewusst wurde, dass sie homo ist.
    Und meine Mutter ahnte schon in meiner Kindheit, dass ich homo bin.
    Meine Klassenkameradin während der Schulzeit. Nur ich selbst erkannte es eben erst später.
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#40 TraumzerstörerinAnonym
  • 15.09.2017, 21:27h
  • Antwort auf #39 von BuntundSchön
  • "Bei mir steht nirgendwo, dass ich etwas verloren hätte! Wie kann ich was verlieren, das ich nie hatte??? "

    Du hast also immer noch sexuelle und romantische Gefühle für Männer?

    "Weiß ich jetzt nicht, was dein Problem ist, oder ob du nur so tust, als würdest du es nicht verstehen! "

    Ich habe lediglich die Wikipedia Definition wiedergegeben, die du mir empfohlen hast. Danach können romantisches Begehren, sexuelles Verhalten und das Identitätsverständnis durchaus unterschiedlich sein.

    "Würde ich heute Sex mit einem Mann haben, wäre das für mich tatsächlich ein Problem, denn seit 2008 weiß ich ja, dass ich homo bin. "

    Wie jetzt? Das klingt ja eher, nach einem Identitätsproblem. Das wäre so als würde ich sagen: "Ja, ich darf mit meinem Penis jetzt ja keinen Sex mehr haben, weil ich ja eine Frau bin" Und das ist Quark. Wenn du Sex mit Männern auch geil findest, dann mach das, lass dich doch nicht von einer kulturell definierten Identität davon abhalten. Wenn deine Identität nicht zu deinem Begehren passt, integriere das und erfinde dich neu, anstatt dir etwas zu verbieten.

    "Und meine Mutter ahnte schon in meiner Kindheit, dass ich homo bin.
    Meine Klassenkameradin während der Schulzeit. Nur ich selbst erkannte es eben erst später. "

    Und mich haben früher alle für schwul gehalten, auch meine Eltern, die Leute in der Schule. Bis heute habe ich noch nie mit einem Mann geschlafen oder mich in einen verliebt, Gaypornos lassen mich kalt, ich mag nicht mal hetero Pornos, wegen der Männer da drinnen. Nicht alles was Leute von einem denken, muss auch stimmen, oder ein Indiz für irgendetwas sein. Ich war einfach feminin, das war alles, in unserer Kultur gilt das aber eben als schwules, defizitäres Verhalten.
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#41 BuntundSchönAnonym
#42 TraumzerstörerinAnonym
  • 15.09.2017, 22:52h
  • Antwort auf #41 von BuntundSchön
  • Ja, ich hätte noch eine Frage an dich.

    "Nein, in meinem Kommentar steht glasklar drinn, dass ich heute ein Problem hätte, mit einem Mann Sex zu haben, was auch natürlich die Romantik betrifft. Bei mir geht Sex ohne Romantik nicht. "

    Du hast also heute kein Begehren mehr für Männer. Du hast das also nach deiner Aussage doch verloren, du wirst durch Männer nicht mehr erregt. Wie deckt sich das mit dieser Aussage von dir:

    "Bei mir steht nirgendwo, dass ich etwas verloren hätte! Wie kann ich was verlieren, das ich nie hatte??? ""

    Ich bitte um Erklärung, denn früher war das Begehren ja da, du hattest es, deiner Aussage nach:

    "Ja, damals war Sexualität für mich auch schon was positives. Und ich empfand da nix negatives, "
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#43 BuntundSchönAnonym
  • 15.09.2017, 23:38h
  • Antwort auf #42 von Traumzerstörerin
  • So fremd ist dir das doch nicht. Du bist transsexuell und weißt doch selbst, dass es dauert, bis man selbst kapiert wie es bei einem selbst aussieht. Ich wette, mit vier Jahren wusstest du noch nicht, dass du transsexuell bist, oder?
    Darf ich fragen, wann du erkanntest, dass du transsexuell bist?

    Ja, da ich homo bin und mir das seit 2008 bewusst ist, gab es für mich seitdem nur meine zwei Ex Partnerinnen und nun meine Partnerin.

    Das mit dem nicht verlieren: damit meinte ich Heterosexualität oder auch Bisexualität, was ja von manchen unterstellt wurde.
    Ich war nie hetero und auch nie bi, und deshalb gab es auch nichts zu verlieren.
    Stattdessen wurde mir mein Weg der Liebe bewusst :-)

    Wenn also jemand an der Stelle sagt, dass diese Person ja dann hetero sei, oder bi, und könne gar nicht vollkommen homo sein, ist wirklich falsch.
    Ich DACHTE damals, dass ich hetero sei. Diese Einschätzung war aber falsch. Also irrte ich mich diesbezüglich. Die Empfindungen, die ich Lehrerinnen gegenüber hatte, verwechselte ich mit Sympathie. Das liegt daran, dass mir meine Homosexualität eben nicht bewusst war.

    Erst im Jahr 2008 kam das bewusst werden darüber, dass ich homosexuell bin und dann erst kapierte ich, dass das damals in der Schule keine Sympathie war, sondern das waren erste Anzeichen von verliebt sein :-)

    Tja, wenn mir das mal früher bewusst gewesen wäre.
    Aber ich bin trotzdem froh, dass ich es erst seit 2008 weiß aufgrund des spät beschlossenen AGG.
    Während meiner Schulzeit und während meiner Ausbildung erlebte ich keine Diskriminierung. Das war mir damals fremd. Ich erlebte das nur mit meinem Ex-Freund, und das richtete sich leider gegen ihn, aber nicht gegen mich.

    Diskriminierung erlebte ich erst 2012 in Zusammenhang mit meiner Homosexualität am Arbeitsplatz.

    Ich weiß also wie es sich anfühlt, in der Gesellschaft integriert zu sein aufgrund von angeblichen Merkmalen. Man fühlt sich sicher und man denkt, das sei selbstverständlich.
    Tja, als meine Homosexualität an die Oberfläche kam, stellte ich fest, wie anders sich plötzlich dieselben Leute verhielten, die angeblich meine ''Freunde'' waren, oder die ich als beste Kollegen betrachtete.
    Pustekuchen!

    Deswegen gebe ich nichts auf Privilegien. Denn das baut sich nur auf bestimmte Merkmale auf und ist einseitig, und meistens auf einen materiellen Besitz reduziert.
    Das widerspricht meiner Einstellung.
    Mir ist der Charakter und die Persönlichkeit eines Menschen wichtig und nicht dessen Besitz.

    Mir ist Freundlichkeit und Toleranz/Akzeptanz wichtig. Eine soziale Einstellung und das aufeinander acht geben.
    Dazu brauche ich kein Privileg, sondern da reicht ein warmes Herz und Gutmütigkeit :-)

    Ein Lächeln schenken und helfen. Oder einfach mal nur zuhören und verstehen.
    So bin ich.

    Ich bin froh, dass ich nicht hetero bin. Seit 2008 verstehe ich die Welt sehr viel besser und möchte zu der stigmatisierenden Gesellschaft gar nicht dazugehören. Das wäre mir nämlich peinlich und unangenehm :-)
    Ich möchte gleichgestellt sein, ja, aber ich bin nicht eine von den Heteros.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »
#44 BuntundSchönAnonym
  • 15.09.2017, 23:59h
  • Antwort auf #42 von Traumzerstörerin
  • Nein, es war kein Begehren.
    Ich erklärte doch bereits, dass ich Sex zwar positiv fand, aber dass ich damals nicht die umfassende Liebe empfand.
    Ich fragte mich damals tatsächlich, was Liebe eigentlich bedeutet.
    Da fehlten mir paar Prozent zur vollkommenen Liebe.

    Und ich bin keine Nonne! :-) Ich dachte, dass ich hetero sei, also war ich mit Männern zusammen. Das war es dann auch schon. Da gibt es nicht mehr zu forschen. So war es, Punkt.

    Die vollkommene Liebe erlebte ich dann erst mit meiner ersten Ex.

    Heterosexualität besaß ich nie. Ich dachte nur, dass ich es sei. Das war aber falsch.

    Klaro? :-)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »
#45 TraumzerstörerinAnonym
  • 16.09.2017, 05:44h
  • Antwort auf #44 von BuntundSchön
  • "Ich wette, mit vier Jahren wusstest du noch nicht, dass du transsexuell bist, oder? "

    Meine Eltern haben mir erzählt, du bist ein Junge, dann war das auch so für mich, egal ob sich das mit meinen Interessen und Verhaltensweisen gedeckt hat.
    Mein geschlechtsuntypisches Verhalten wurde halt sanktioniert, mit Ausschluss aus der Gemeinschaft oder Lächerlichmachung bestraft. Ich habe auch Probleme gehabt, Freundschaften zu Jungen zu entwickeln, deren Interessen und Gefühlswelt, war mir schwer begreiflich. Auch mein Vater war und ist ein ruppiger Kerl, er konnte genau so wenig mit mir anfangen wie ich mit ihm, da kam dann halt keine Identifikation mit Männern zu Stande. Ich habe im Kindergarten lieber mit Mädchen gespielt, was meinen Eltern und den Eltern der Kinder meist nicht gefallen hat (Jungs spielen mit Jungs, Mädchen spielen mit Mädchen!). Wie sollten meine Eltern oder ErzieherInnen von irgendeinem pathologischen Psychiatriekonzept wie Transsexualität in den 80gern gewusst haben?

    "Darf ich fragen, wann du erkanntest, dass du transsexuell bist? "

    Niemals, weil das ein kulturelles Konzept ist. Alles was ich erkannt habe ist, das meine Interessen, mein Verhalten, die Vorstellungen die ich über mein zukünftiges Leben hatte, sich nicht mit den bei uns etablierten Vorstellungen über ein männliches Leben gedeckt haben.
    Das ich schwul sein könnte, kam nie für mich in Betracht, weil da einfach das begehren fehlte, ich habe zwar die Gesellschaft von Mädchen bevorzugt als Kind und in der Jugend, aber das war für mich immer auch mit einer Komponente von Begehren verbunden, die waren zwar Freundinnen, aber auch immer potentielle Partnerinnen und Ziele sexueller Phantasien, während Jungs nervige Konkurrenten und Diskriminierer waren. Wenn ich mit Jungen Freundschaften hatte, dann waren das die "Loser" einer Gruppe, weil die eben nicht so aggressiv waren.

    Als ich davon wusste, dass es eine Möglichkeit gibt, einem recht trist und hart wirkendem Leben zu entgehen, habe ich mich mit der pathologischen Diagnose Transsexualität identifiziert, das war wohl so 2007 was jedoch schnell bröckelte. Da wir aber bei uns hier keine alternativen Konzepte haben, bin ich aus kulturellen Gründen bis heute gezwungen, von Transsexualität zu sprechen, was bedauerlich ist (Siehe meine Beiträge zur indoeuropäischen Kultur)

    "Wenn also jemand an der Stelle sagt, dass diese Person ja dann hetero sei, oder bi, und könne gar nicht vollkommen homo sein, ist wirklich falsch. "

    Nicht nach der Wikipedia Definition ,denn da wird es für möglich gehalten, dass eine Person ein bisexuelles Sexualverhalten hat, jedoch eine lesbische Identität.

    "Ein Lächeln schenken und helfen. Oder einfach mal nur zuhören und verstehen.
    So bin ich "

    Wirklich? In erster Linie unterstellst du diversen Usern und und Userinnen hier Blödheit, oder gehst erst gar nicht auf ihre Argumente ein. Mal schauen, ob du das diesmal bei mir tust.

    "Ich bin froh, dass ich nicht hetero bin. "

    Warum? Was ist so schlecht daran, wenn ein Mensch hetero ist?

    "Nein, es war kein Begehren.
    Ich erklärte doch bereits, dass ich Sex zwar positiv fand, aber dass ich damals nicht die umfassende Liebe empfand. "

    Mit Begehren meine ich in erster Linie körperliches, das du z.B. einen Orgasmus mit ihm haben konntest. Dafür, muss man Erregung/Begehren spüren können.
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#46 BuntundSchönAnonym
  • 16.09.2017, 09:33h
  • Antwort auf #45 von Traumzerstörerin
  • Ist es möglich, dass wir hier schreiben ohne Vorwürfe, bitte? Ich mag das wirklich nicht.
    Danke.

    Selbstverständlich war Sexualität möglich, ich bin ein funktionierender Mensch mit einem funktionierenden Körper :-) Wie ich bereits sagte, war mir meine Homosexualität nicht bewusst, es war nicht an der Oberfläche. Und ich dachte, ich sei hetero.
    Das ist bei jedem Mensch sehr individuell wie es zum Outing kommt und wann die natürliche sexuelle Orientierung einem bewusst wird.
    Bei mir war es eben so wie ich es schreibe.

    Deine Ablehnung gegenüber Männer kommt daher, weil du im zwischenmenschlichen Kontakt schlechte Erfahrungen gemacht hast. Du lehnst es von deinem Gefühl her ab.

    Bei mir war es so, dass ich gute Erfahrungen mit den Männern machte, mit denen ich zusammen war. Sie waren rücksichtsvoll. Kommt halt darauf an, mit wem man zusammen war.
    Ganz ehrlich: nicht alle Männer sind scheiße. In meinem Freundeskreis habe ich zwei Schwule und die sind nett.

    Ja, sowas gibt es, dass eine Bi-Frau nur mit einer Frau zusammen sein möchte.
    Da ich aber nicht Bi bin, war es bei mir so, dass ich erst dachte, ich sei hetero und damals mit Männern zusammen war, obwohl ich schon meine Homosexualität in mir hatte. Es war noch nicht an der Oberfläche.

    Und das ist keine Seltenheit. Das höre ich oft von anderen Lesben und auch von Schwulen.

    Und ja, ich bin privat so wie ich mich beschrieben habe. Das darfst du mir gerne abnehmen - ich habe keinen Grund zu lügen.
    Wir sind hier im world wide web: du denkst doch nicht, dass ich mich hier so gebe wie ich privat bin?

    Und bevor du mir was in die Schuhe schiebst, einfach mal durchlesen, was alle Kommentatoren hier so schreiben - da stellen sich mir die Haare zu Berge!

    Sonst noch Fragen?
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#47 TraumzerstörerinAnonym
  • 16.09.2017, 10:04h
  • Antwort auf #46 von BuntundSchön
  • "Selbstverständlich war Sexualität möglich, ich bin ein funktionierender Mensch mit einem funktionierenden Körper :-) "

    Mein Körper funktioniert bei Männern nicht. Deiner schon. Wo ist der Unterschied zwischen uns beiden, na?

    "Deine Ablehnung gegenüber Männer kommt daher, weil du im zwischenmenschlichen Kontakt schlechte Erfahrungen gemacht hast. Du lehnst es von deinem Gefühl her ab. "

    Du meist also, wenn ich gute Erfahrungen mit Männern machen würde, würde ich dann mit denen schlafen wollen? Halt mal, woher kenne ich diese Ansichten gleich noch? DIJG lässt grüßen.

    "Wir sind hier im world wide web: du denkst doch nicht, dass ich mich hier so gebe wie ich privat bin? "

    Ich mache das so, was ich hier erzähle, ist 100% mein Leben, sonst hätte das hier alles keinen Sinn, denn warum soll ich hier herumlügen, was hätte das für einen Sinn für meine persönliche Entwicklung? Hier kann ich offen schreiben, auch über Sexualität, das würde ich im privaten Leben z.B. nicht tun, weil ich nicht immer wissen kann, ob ein fremdes Gegenüber, mir dann nicht die Faust ins Gesicht schleudert.
    Ich kenne privat nunmal nicht so viele LGBTI Menschen, hier habe ich die Möglichkeit, mir anzuhören, wie viele andere die Dinge sehen. Da darfs auch mal krachen, darf sich gezankt werden, solange alles nach den Regeln des Portals läuft, warum nicht? Letztendlich braucht es manchmal sehr lange, bis man andere versteht, oder erkennt, wo man selbst vielleicht falsche Ansichten hatte.
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#48 BuntundSchönAnonym
#49 BuntundSchönAnonym
  • 16.09.2017, 12:47h
  • Antwort auf #47 von Traumzerstörerin
  • Hast du eigentlich irgendwas verstanden, von dem, was ich schrieb? Wie oft muss ich dir was erklären, bis du es verstehst?

    Vor 2008 war mir meine Homosexualität nicht bewusst, weswegen ich dachte, ich sei hetero. Also war ich damals mit Männern zusammen. Damals hatte ich Sexualität, ja, denn ich bin keine Nonne! Sexualität funktionierte mit Männern so lange, bis mir meine Homosexualität bewusst wurde. Das ist Individualität.
    Das ist bei jedem anders.
    Kommt halt darauf an, wann einem die eigene sexuelle Orientierung BEWUSST wird.

    Seit 2008 weiß ich, dass ich schon immer homo war und bin nun mit meiner Partnerin zusammen. Seit 2008 geht Sexualität mit Männern nicht mehr.

    Nein, was ich über das Zwischenmenschliche bei dir mit Männern meine, ist, dass du schlechte Erfahrungen mit ihnen machtest. Damit meine ich reden, sich verstehen. Ich rede dabei nicht von Sex, in diesem Thema.
    Du sagtest, dein Vater sei ruppig gewesen.
    Und du hast die Männer, die du kennen lerntest, als diskriminierend erlebt, schreibst du. Also hast du da negative Erfahrungen gemacht.

    Ich sagte, dass ich positive Erfahrungen machte, mit den Männern, mit denen ich zusammen war. Und dabei spreche ich nicht von Sex, sondern von einem ganz normalen Kontakt.
    Ich bin keine Männerhasserin, nur weil ich homo bin. Verstehst du das eigentlich?
    Es liegt doch an der Einstellung, ob man mit einem Mensch klar kommt oder nicht. Das hat nichts mit Sexualität zu tun.
    Ich komme mit meinen Eltern sehr gut klar, wir verstehen uns gegenseitig sehr gut. Und das ist kein Glück, sondern das war Jahre lange ''Arbeit.'' Das war ein Lernprozess für alle. Es hat auch was damit zu tun wie sehr man bereit ist, einen Menschen zu verstehen, egal ob das ein Mann oder eine Frau ist.
    Verstehst du wovon ich rede??
    Und auch mit meinen Freunden komme ich gut klar. Ich komme mit meinen Hetero Freunden gut klar, mit meinen beiden lesbischen Freunden, und auch mit den beiden schwulen Freunden. Und die Transsexuelle, mit der ich mal zusammen war, mit der hab ich einen freundschaftlichen Kontakt.

    Was das Thema Sexualität und Beziehung betrifft, das war DAMALS. Vor 2008. Da war mir meine Homosexualität nicht bewusst. Ich dachte, ich sei hetero. Also war ich mit Männern zusammen. DAMALS.

    Heute geht Beziehung, Liebe, Sex, mit Männern nicht mehr. Weil mir seit 2008 bewusst ist, dass ich homo bin und auch so geboren wurde.

    Ich frage mich jetzt nur, wie sehr du in der Lage bist, das zu verstehen, was ich über mein Leben erzähle?

    Du wirfst ziemlich viel über den Haufen und schreibst was hin, was nicht zutrifft.

    Lese mal nach wie ift ich dir immer wieder dasselbe erklären muss :-)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #47 springen »
#50 LaurentEhemaliges Profil
#51 BuntundSchönAnonym
  • 16.09.2017, 13:30h
  • Antwort auf #50 von Laurent
  • Hallo Laurent,
    Ja, es kann bei manchen Verdrängung sein.
    Ich kann es nachvollziehen, dass es bei dir so war.

    Bei mir war es keine Verdrängung. Ich wusste es einfach nicht. Andere haben meine Homosexualität bei mir erkannt, ich damals bei mir nicht. Da es mir nicht bewusst war, war es ja nicht präsent.
    Wie kann ich das am besten erklären?
    So wie das mit dem Navi, was ich als Beispiel brachte:
    ich dachte halt, ich sei hetero und lebte deshalb so. Meine Homosexualität schlummerte in mir, aber ich kapierte nicht, dass ich so bin.
    Als ich damals mit den Männern zusammen war, war das zwar eine positive Erfahrung, aber ich spürte, dass da irgendwas nicht ganz ''rund'' war.
    Es war nicht die vollkommene Liebe.
    Sexualität war zwar damals für mich schön, aber das Gefühl von 100%iger Liebe war nicht da.

    Und dass ich in der Schulzeit schon ein Verliebtheitsgefühl für Lehrerinnen empfand, das verwechselte ich damals mit Sympathie.
    Ich wusste es einfach nicht. Es war nicht in meinem Bewusstsein.

    Verdrängt hatte ich nichts, denn ich outete mich in dem Moment, als mir bewusst war, dass ich homo bin.
    Und das ging bei mir relativ zügig.
    Ich wusste also seit Frühjahr 2008, dass ich homo bin, und im Juli 2008 lernte ich bereits meine Ex kennen. Und dann outete ich mich bei meinen Eltern.
    Diese Verdrängungsphase, die manche haben, gab es bei mir nicht.
    Ich ging direkt offen damit um, sobald ich mir bewusst war, dass ich homo bin.

    Ich finde es schon interessant wie das bei jeder Person variiert :-)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #50 springen »
#52 TraumzerstörerinAnonym
  • 16.09.2017, 14:13h
  • Antwort auf #49 von BuntundSchön
  • Dir fehlt anscheinend das Verständnis dafür, dass man seine eigenen Erfahrungen in verschiedenen Konzepten und Modellen, die auch von anderen Menschen entworfen sein können, sehen kann.

    Dein Konzept ist, das man mit einem Mann Sex haben kann, obwohl man lesbisch ist. Man sei dann 100% lesbisch.

    Das allgemein anerkannte Konzept, dass sich auch auf Wikipedia findet, würde dich aber so beschreiben: Du hast eine Lesbische Identität, siehst dich als Lesbe, hast aber ein bisexuelles Sexualverhalten und ein lesbisches romantisches Begehren, solltest du dich noch nie vorher in einen Mann verliebt haben. Sonst hättest du auch ein bisexuelles romantisches Begehren.

    Das heißt nicht, dass dein Konzept falsch ist, nur haben andere Menschen vielleicht ein Problem damit, das zu verstehen, weil sie unter einer Lesbe eine Frau verstehen, die keine Erregung mit Männern haben kann und sich auch nicht in sie verliebt.
    Sie würden sagen, wer Sex mit Männern und Frauen hatte, ist Bisexuell, unabhängig von ihrer derzeitigen Partnerschaft. Ob das richtig ist, ist eine andere Sache, es ist nur der allgemeine Konsens.

    Konnte ich dir das erklären?

    "Nein, was ich über das Zwischenmenschliche bei dir mit Männern meine, ist, dass du schlechte Erfahrungen mit ihnen machtest. Damit meine ich reden, sich verstehen. Ich rede dabei nicht von Sex, in diesem Thema. "

    Alles klar, OK sorry, mein Fehler.

    "Ich komme mit meinen Eltern sehr gut klar, wir verstehen uns gegenseitig sehr gut. Und das ist kein Glück, sondern das war Jahre lange ''Arbeit.'' Das war ein Lernprozess für alle. Es hat auch was damit zu tun wie sehr man bereit ist, einen Menschen zu verstehen, egal ob das ein Mann oder eine Frau ist.
    Verstehst du wovon ich rede?? "

    Nicht ganz, ich komme aus andere Verhältnissen. Ich denke auch, dass ist jetzt nicht Thema hier.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#53 BuntundSchönAnonym
  • 16.09.2017, 15:05h
  • Antwort auf #52 von Traumzerstörerin
  • Nein, meine Güte!

    Letzte Erklärung:
    Das ist kein Konzept, sondern so WAR(!) das bei mir!
    Ich hatte damals Beziehungen mit Männern, weil ich DACHTE, ich sei homo.
    ICH WUSSTE DAMALS NICHT, DASS ICH HOMO WAR!!
    ES WAR MIR NICHT BEWUSST.

    Meine Homosexualität war mir erst 2008 bewusst. Seitdem geht bei mir Sex, Liebe, Beziehung mit Männern NICHT MEHR!

    Sorry, du hast ein Verständnisprobkem.
    Es ist anstrengend, mit dir zu schreiben.

    Falls du etwas immer noch nicht vetehst, einfach nachlesen. Ich erklärte alles.
    Ich möchte nicht den ganzen Tag nur wiederholen, was ich bereits schrieb.

    LESEN UND VERSTEHEN - das ist jetzt deine Aufgabe, wenn du etwas über meine Vergangenheit verstehen möchtest.

    Schönes Wochenende.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #52 springen »
#54 AmurPrideProfil
  • 16.09.2017, 15:11hKöln
  • @BuntundSchön @Traumzerstörerin

    Hallo Ihr beiden und herzlichen Dank dafür, das Ihr uns einen so intensiven Einblick in Eure ganz persönliche Welt gegeben habt. War für mich unglaublich spannend, informativ und lehrreich.
    Herzlichen Dank auch an alle anderen, die hier mit ihre Meinungen, Kommentaren, persönlichen Erfahrungen und Sichtweisen das komplexe Themenfeld der sexuelle Orientierung erweitert haben.

    Normalerweise würde ich mich da jetzt tunlichst raushalten, aber mir tut es weh mit anzusehen, wie Ihr bei Eurem Diskurs, bei dem Ihr den anderen NICHT von Eurem Standpunkt werdet überzeugen können, immer mehr dazu neigt den Standpunkt des anderen, und damit ihn selbst, persönlich anzugreifen und somit zu verletzen!
    Und ich bin zu tiefst überzeugt, dass das das Letzte ist, was Ihr wirklich tun wollt.

    Als 17 Jährigen würde ich mich bei solch einem höchst persönlichen Thema zweier Erwachsener normalerweise nicht einzumischen, aber Euren Disput kenne ich nur zu gut.
    Und vielleicht kann ich Euch dabei helfen, zu einem Einvernehmen zu kommen.

    Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass das Thema der eigenen sexuellen Orientierung in meiner Altersgruppe eine gewaltige Rolle spielt. Die Fragen "Wer bin ich?" und "Wie will ich sein/leben?" sind DIE zentralen Fragen von queeren Jugendlichen. Und so entbrennen auch in unserem queerem Jugendzentrum immer wieder teils sehr heftige geführte Diskussionen zu eben genau diesem Thema.

    Und in der Laufe der Zeit lernen wir, das es zu diesem Thema tatsächlich zwei GLEICHWERTIGE Sichtweisen gibt: Nämlich die Innere (intrinsisch) und die Äußere (extrinsisch) Sichtweise.

    Unter der inneren Sichtweise versteht man die sexuelle Einordnung, die der Betroffenen selbst vornimmt. Also wie er sich selbst sieht bzw. als was er sich selbst bezeichnet: Als L, G, B, T, T, I, oder Q.

    Und als äußere Sichtweise bezeichnet man die Einordnung des Einzelnen durch sein Umfeld, also wie sehen andere ihn. Ist er in deren Augen L, G, B, T, T, I oder Q?

    Was nun die äußere Sichtweise *hüstel* angeht:
    WIr sind in unserem queeren Jugendzentrum bei dem Versuch, selbst nur für unsere kleine Gruppe, eine, von allen Gruppenteilnehmern, akzeptierte Definition für die Begriffe "schwul" und "lesbisch" zu finden, kläglich gescheitert.
    Wir konnten keine Einigung erzielen, ob schwul jetzt bedeutet:
    "Liebt NUR Männer" oder "Liebt EIGENTLICH NUR Männer", oder ob man "Liebt" nicht besser durch "Hat Sex mit" ersetzen sollte.

    Damit wurde uns klar, das es so etwas wie eine "allgemein gültige gesellschaftliche Definition" von Begriffen wie lesbisch und schwul eigentlich gar nicht zu geben scheint.

    Auch die Sexualwissenschaft gibt da leider keine eindeutige Hilfe.
    Um es mal an BuntundSchön's Fall zu verdeutlichen:
    Es wäre z. B. ein wissenschaftlicher Standpunkt BuntundSchön als bisexuell zu definieren, weil sie Sex mit Männern und Frauen hat/hatte. Dabei zeigt BuntundSchön langanhaltende Phasen, bei dem sie sich nur zu einem der beiden Geschlechter hingezogen fühlt. Zur Zeit sind es Frauen. Ob und wann ein erneuter Wechsel erfolgen könnte, wäre nach dieser Definition nicht vorausschaubar, aber auch nicht ausgeschlossen.
    Eine weitere wissenschaftliche Sichtweise wäre es BuntundSchön NICHT als bisexuell zu betrachten, weil sie Ihre sexuelle Orientierung NUR EINMAL gewechselt hat. Diese Sichtweise würde BuntundSchön als lesbisch (nach Entdeckung der wahren eigenen sexuellen Orientierung) betrachten.
    Ihr seht also: Auch die Sexualwissenschaft kann uns dabei nur bedingt weiterhelfen.

    Wie also mit dem Problem umgehen?

    Wir machen es inzwischen so, das wir, als Nichtbetroffener, beide Standpunkte in uns vereinbaren.
    Zu allererst akzeptieren wir die Selbsteinordnung des Betroffenen. Bei BuntundSchön würden wir also akzeptieren, das sie sich als Lesbe sieht!
    Dann würden wir BuntundSchön's Selbsteinordnung als Lesbe mit unserem Erkenntnisstand/"Bild" von lesbisch abgleichen und uns fragen, wo wir eventuell Diskrepanzen entdecken können.

    Und jetzt kommt das ganz ENTSCHEIDENDE:
    WENN wir mögliche Diskrepanzen glauben entdeckt zu haben, WÜRDEN WIR ES BuntundSchön NICHT SAGEN!!!!

    Warum?
    1) Weil wir gelernt haben und nun wissen, das unsere Definition von lesbisch nicht die einzig und somit auch nicht die alleinig richtige ist!
    2) [UND NOCH VIEL WICHTIGER!!!] Weil BuntundSchön in dem Moment, in dem sie sich selbst als lesbisch bezeichnet, sehr gute und wichtige Gründe hat dies genau so zu tun!!!! - Und mal ehrlich: Wer hat denn schon mal miterlebt, das jemand seine sexuelle Selbsteinordnung ändert, nur weil jemand anderer das so sagt!^^

    Wie verhalten wir uns also in solch einem Fall:
    Wir sehen und behandeln BuntundSchön so wie sie sich selbst einordnet: Als Lesbe!
    Und bei den von uns geglaubt entdeckt zu habenden Diskrepanzen bleiben wir aufmerksam und beobachten, wie BuntundSchön mit diesen vermeindlichen Diskrepanzen klar kommt, wenn sie ihnen begegnet. Und sind für sie dar, wenn sie dann Hilfe braucht.

    Also mal platt formuliert:
    Akzeptiert den anderen so, wie er sich sieht und denkt Euch Euren Teil!
    Seid lieber für ihn da, wenn er Eure Hilfe benötigt, als das Ihr sein Vertrauen bereits im Vorfeld zerstört, in dem Ihr ihn von Euren Standpunkt zu überzeugen versucht, den er gar nicht braucht!

    Ich hoffe es ist für Euch in irgendeiner Art "friedenstiftend"! :-)

    In diesem Sinne: Peace, love and harmony to all of us!

    Euer Amur
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#55 BuntundSchönAnonym
  • 16.09.2017, 15:29h
  • Antwort auf #52 von Traumzerstörerin
  • Das ist genau das Problem: die Verallgemeinerung.
    Eine Lesbe = alle Lesben. Das ist falsch.
    Das schafft nur einseitige Denkweisen.

    Eine Comming Out Geschichte einer Lesbe unterscheidet sich von einer anderen Comming Out Geschichte einer anderen Lesbe.

    Hätte ich im Teenageralter bereits gewusst, dass ich homo bin, hätte ich mich selbstverständlich nicht mit Männern eingelassen. Das hätte ich dann nicht gekonnt.

    Anderes Beispiel:
    Es gibt sogar Lesben, die wissen, dass sie homo sind, und beginnen trotzdem eine Beziehung mit einem Mann. Sind aber trotzdem lesbisch.
    Bitte nicht falsch verstehen: ICH BIN DAS NICHT.
    Aber davon erzählte mir mal eine.

    Und ich hörte mal von einem Schwulen, der zwar wusste, dass er schwul ist, aber trotzdem eine Ehe mit einer Frau hat und dass er so glücklich ist.
    Wie das geht, weiß ich nicht, ich könnte das nicht.

    Jeder Mensch mit seiner sexuellen Orientierung ist sehr, sehr, sehr individuell.
    Deshalb ist das Schubladen-Denken nicht gut.
    Da werden alle Lesben in einen Topf geworfen, alle Schwulen in den zweiten Topf, und alle Transsexuellen in den dritten.
    Das kann man mit Menschen nicht machen, weil sie, wie du erkennst, individuell sind.

    Sexuelle Orientierung ist was sehr individuelles, das muss man immer als Einzelsituation betrachten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #52 springen »
#56 BuntundSchönAnonym
  • 16.09.2017, 15:44h
  • Antwort auf #54 von AmurPride
  • Sorry, ArmurPride
    Aber ich kenne mich und mein Leben.
    Ich habe erklärt wie es bei mir aussieht.
    Und jeder, der mir Bisexualität unterstellt, hat noch nicht begriffen, was ich erklärte.

    Es ist nichts Unbekanntes bei Lesben und Schwulen, dass es dauert, bis sie wissen, dass sie so sind.

    Wäre ich Bi, dann hätte ich für beide etwas empfunden. Und das war, wie du nachlesen kannst, nie bei mir der Fall.

    Ich erklärte bestimmt jetzt schon über fünf Mal, wie meine Vergangenheit war.
    Und da du es leider als Schwuler auch nicht verstanden hadt, nochmal:

    Ich war damals mit Männern zusammen, weil mir meine Homosexualität NICHT BEWUSST WAR.
    Kennst du das, dass einem etwas nicht bewusst sein kann? Das ist so wie ich es erklärte: ich wurde Homo geboren.
    Meine Mutter ahnte in meiner Kindheit bereits, dass ich homo bin.
    Schaue ich mir alte Fotos aus meiner Teenagerzeit an, sehe ich meine Homosexualität glasklar.
    Damals erkannte ich es aber bei mir selbst nicht.

    Es dauerte halt seine Zeit.
    Das ist nicht schwer zu verstehen.

    Und da ich nicht Bi bin, kann ich dem auch nicht zustimmen.

    Wenn ich zu dir sage, dass du den Kompromiss eingehen sollst, hetero zu sein, würdest du denn zustimmen?? :-)
    Merkst du, dass das falsch ist?
    Es kann niemals ein Fremder dir sagen, welche sexuelle Orientierung du hast. Das musst du selbst wissen.
    Und du weißt es: du bist Schwul.
    Und ich kenne mich und mein Leben: ich bin auch homosexuell: ich bin Lesbe.
    So wurde ich geboren.
    Es dauerte nur, bis ich es bei mur selbst erkannte.

    Also bitte, mir nicht was unterstellen, was nicht auf mich zutrifft.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #54 springen »
#57 BuntundSchönAnonym
#58 BuntundSchönAnonym
  • 16.09.2017, 16:10h
  • Antwort auf #54 von AmurPride
  • P.S.:
    Es gibt übrigens in meinem Leben kein hat/hatte bezüglich Männer.

    Ich erklärte, dass ich in meiner VERGANGENHEIT mit Männern zusammen war, weil ich dachte, ich sei hetero.
    Das ist: hatte.

    Meine Gegenwart und Zukunft sieht so aus, dass ich mit meiner Partnerin zusammen bin. Punkt. Sie ist homo, ich auch.
    Das ist: hat.
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#59 TraumzerstörerinAnonym
  • 16.09.2017, 16:14h
  • Antwort auf #54 von AmurPride
  • Hallo,

    ich bin bereit ihren Standpunkt anzuerkennen, ich denke das wurde im letzten Posting klar. Ich habe ihren Standpunkt dort noch einmal beschrieben, und die allgemeine Definition von Wikipedia damit verglichen.

    Sie, BuntundSchön, kann aber keine andere Sichtweise auf ihre Lebenserfahrung anwenden, also kann kein vernünftiges Gespräch zwischen uns zu Stande kommen, sie kann nicht zwischen ihrer Erfahrung und alternativen Konzepten unterscheiden.

    "Damit wurde uns klar, das es so etwas wie eine "allgemein gültige gesellschaftliche Definition" von Begriffen wie lesbisch und schwul eigentlich gar nicht zu geben scheint. "

    Eben, das war der Grund warum ich hier überhaupt geschrieben habe, ich war daran interessiert, wie Schwule Männer das sehen, und es kamen ja auch einige interessante Kommentare. Leider, ist das dann wieder in eine Schlammschlacht ausgeufert.

    "WENN wir mögliche Diskrepanzen glauben entdeckt zu haben, WÜRDEN WIR ES BuntundSchön NICHT SAGEN!!!! "

    Bah ,genau das wäre das Gegenteil meiner Lebensphilosophie, ich liebe es, wenn ich an etwas stoße, seien es bösartige Menschen, die meine Welt total auf den Kopf stellen. Nur so, kann ich lernen damit umzugehen, sonst gehe ich psychisch kaputt an der Welt da draußen, ich will vorbereitet sein und lernen was es alles für Ansichten gibt, egal ob diese mir weh tun könnten.

    "Und bei den von uns geglaubt entdeckt zu habenden Diskrepanzen bleiben wir aufmerksam und beobachten, wie BuntundSchön mit diesen vermeindlichen Diskrepanzen klar kommt, wenn sie ihnen begegnet. "

    Das finde ich grausam, damit nimmt man der Person die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln.

    "Ich hoffe es ist für Euch in irgendeiner Art "friedenstiftend"! :-) "

    Danke erst mal für einen Beitrag, du hast hier interessante Ideen eingebracht. Ich bin grundsätzlich am Frieden mit BuntundSchön interessiert, aber nur unter dem Abkommen, dass weder ich, noch sie, uns zukünftig in Beiträgen anschreiben, denn wir überlasten hier alles mit unseren Diskrepanzen. Ich denke, wir sollten uns von einander fern halten, damit auch andere zu Wort kommen können. Was hält sie davon?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #54 springen »
#60 AmurPrideProfil
  • 16.09.2017, 16:21hKöln
  • Antwort auf #56 von BuntundSchön
  • Hallo BuntundSchön.

    Tut mir echt leid, das Dich meine Zeilen so aufgeregt haben! Das ist genau das Gegenteil von dem, was ich mir eigentlich für Dich erhofft hatte!

    Entweder habe ich mich missverständlich ausgedrückt, ODER Du bist schon so aufgeregt und angefressen von Deiner Diskussion mit Traumzerstörerin, das Du gar nicht richtig gelesen hast, was ich da eigentlich geschrieben habe. Vielleicht warst Du schon so sehr auf Abwehr, das Du sofort alles in den falschen Hals gekriegt hast!

    Wie auch immer: Ich bitte Dich herzlich um eine zweite Chance! *lieb betteln*

    In meinen Augen bist Du eine Lesbe!
    Weil Du Dich selbst so siehst!
    Und deshalb sehe ich Dich genauso!

    Und was Deinen "Werdegang" angeht...
    Wer bin ich denn bitte, das ich mir das Recht anmaßen dürfte, diesen zu bewerten?
    Das habe ich im übrigen (bitte nochmal genau nachlesen) auch nie getan!
    Ich habe nur darauf hingewiesen, das es selbst in der Sexualwissenschaft unterschiedliche Definitionen/Interpretationen Deines Werdeganges gibt. Nach der einen würdest Du als bisexuell, nach der anderen als lesbisch eingestuft.
    Aber was hilft uns oder Dir eine Sexualwissenschaft, die zu keinem klaren Ergebnis kommt? NIX!

    Und selbst wenn sie zu einem klaren Ergebnis kommen würde, wäre ja die sexualwissenschaftliche Definition eine äußere Sichtweise, die für Dich keine Relevanz hat bzw. auch keinen haben sollte!

    Du schreibst: "..Es kann niemals ein Fremder dir sagen, welche sexuelle Orientierung du hast. Das musst du selbst wissen. .."

    Ich schreibe:"..Akzeptiert den anderen so, wie er sich sieht.."

    Ist doch das selbe, oder? :-)

    Vielleicht liest Du ja meinen ersten Text noch ein zweites Mal! ;-)

    Liebe Grüße
    Amur
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#61 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 16.09.2017, 16:32h
  • Antwort auf #59 von Traumzerstörerin
  • Ich denke, das es ausnahmslos ALLEN nicht schaden würde WENNIGER in Schubladen zu denken.

    Ich hab auch ähnlich erlebt wie BuntundSchön:

    In der Schulzeit (zwischen fünfter und 8 Klasse fand ich auch einen Lehrer "anregend" nur ich wußte es nicht warum, von wo auch?, in der Schule, im Familienkreis wurde nicht über Sexualität gesprochen. Später gefiel es mir die wennigen Fussballspiele, die das rumänische Fernsehen zeigte, zu schauen, aber nicht wegen dem Sport sondern den Jungs in den kurzen Hosen, auch damals wusste ich nicht warum. In der Schule fand ich Jungs attraktiv, aber keine Ahnung warum. Mir war nur klar, wenn ich ins "heiratsfähige" Alter komme, wird geheiratet, Kinder gezeugt und an den Freuden des Lebens teilgenommen.
    Erst hier in Deutschland mit ca 21 Jahren wurde mir klar, was die jugendlichen Gefühle mir zeigten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #59 springen »
#62 AmurPrideProfil
  • 16.09.2017, 16:46hKöln
  • Antwort auf #59 von Traumzerstörerin
  • ["..Bah ,genau das wäre das Gegenteil meiner Lebensphilosophie, ich liebe es, wenn ich an etwas stoße, seien es bösartige Menschen, die meine Welt total auf den Kopf stellen. Nur so, kann ich lernen damit umzugehen, sonst gehe ich psychisch kaputt an der Welt da draußen, ich will vorbereitet sein und lernen was es alles für Ansichten gibt, egal ob diese mir weh tun könnten. .."]

    Dann bist Du ganz offensichtlich ein sehr taffer Typ! Meinen herzlichsten Glückwunsch dazu!

    Aber die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die zu uns ins Jugendzentrum kommen, sind das in der Regel nicht!

    Teilweise noch in der Pubertät beschäftigen sie sich mit existenziellen Themen und haben schlicht und ergreifend Angst!
    Für uns ist es absolut wichtig, das sie unser Jugendzentrum als einen Schutzraum kennen lernen. Wo sie sein dürfen wie sie sind oder sein wollen.
    Sie sollen Vertrauen fassen. Nur wenn sie vertrauen können, können sie sich auch öffnen und über ihre Probleme mit uns sprechen!

    Warum also zu so jemanden sagen: "Für mich bist Du keine richtige Lesbe!"
    DAS ist zu tiefst verletzend und rücksichtslos, extrem egoistisch! Nach dem Motto: "Was interessiert's mich wie die damit klar kommt? Hauptsache ich hab' meine Meinung rausposaunt!"
    Bei uns würdest Du bei so einem Verhalten schwer trubbel bekommen! :-(

    ["..Das finde ich grausam, damit nimmt man der Person die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln. .."]
    Ich finde genau das Gegenteil ist der Fall!
    Man kann eine sinnvolle und harmonische Weiterentwicklung einer Person immer nur von außen begleiten, aber die Entwicklung/Veränderung muss von dem Betroffenen von Innen heraus kommen! Sie muss die seine sein! Denn es ist ja SEIN/IHR Leben und er/sie muss jeden verdammten Augenblick des Tages damit klar kommen!
    Wenn wir Ihm/Ihr vorschreiben würden wie sie sich zu verhalten hätte.. wir wären dann ja nicht einen Deut besser oder anders als die heteronormative Mehrheitsgesellschaft, die ja genau das mit uns zu machen versucht!

    Du unterliegst dem Fehler zu glauben, dass das, was für Dich passt, auch für alle anderen passt!
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#63 BuntundSchönAnonym
#64 BuntundSchönAnonym
  • 16.09.2017, 17:07h
  • Antwort auf #60 von AmurPride
  • Alles gut :-)
    Ja, ich war ziemlich gestresst mit dem Schreiben mit Traumzerstörerin.
    Es ist anstrengend.

    Ich weiß, dass es bei jedem Mensch anders ist. Deshalb betonte ich ja auch, dass das bei mir so war.
    Aber trotzdem muss ich sagen, dass man nicht irgendwelche Konzepte auf Menschen übertragen sollte, sondern genau anders rum.
    Weißt du wie ich meine?

    Nicht das, was bei wiki steht, auf Menschen übertragen, sondern schauen, wie die individuelle Situation bei den Schwulen, Lesben, etc. aussieht und dann Wikipedia entsprechend erweitern.

    Mein Werdegang ist nirgendwo nachzulesen.
    Das ist mein Leben. Das kann ich ja nur erzählen.
    Was ich hier niederschreibe, ist ja keine Theorie, sondern das war und ist mein Leben.

    Yo, ich kenne auch Leute, bei denen es anders war. Das ist ja das tolle bei Menschen, dass sie so individuell sind.

    Ich bin üblicherweise sehr harmonisch und absolute Peace-Frau :-)
    Nur leider komme ich kaum dazu, das hier überhaupt mal zu zeigen, weil es zu oft passiert, dass jemand um's Verrecken etwas nicht verstehen kann/möchte.

    Freut mich, dass du es verstehst :-)
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#65 BuntundSchönAnonym
  • 16.09.2017, 17:17h
  • Antwort auf #59 von Traumzerstörerin
  • Ich denke, wir sind beide erwachsen, also bekommen wir das hier auch hin.
    Auf Streit war ich hier nicht aus, das erkennst du an meinen Smileys.

    Es war aber, so viel Ehrlichkeit muss sein, sehr anstrengend, mit dur zu schreiben, sorry, das muss ich sagen.
    Es ist wirklich anstrengend, wenn ich eine Tatsache aus meinem Leben mehrmals wiederholen und erklären muss.
    Dann kamen immer neue Vermutungen deinerseits, die ich wieder erklären musste, weil es nicht auf mich zutrifft.

    Irgendwann war ich dann logischerweise genervt :-)
    Das ist noch nichts schlimmes. Und böse, meine liebe Güte, das bin ich definitiv nicht.
    Böse sein ist was ganz anderes als genervt zu sein.

    Mir vertrauen sowohl Kinder als auch Tiere, in meinem realen Leben :-)
    Das nur zur Info und zur Beruhigung.

    Aber dass ich nicht mehr auf einen deiner Kommentare eingehe, kann ich nicht versprechen :-)
    Kommt darauf an, ob das, was geschrieben wird, korrekt ist, oder ob das was ist, was ich anders sehe.

    Und ich sprach hier im Artikel nicht über meinen Standpunkt oder über eine Theorie, oder über ein Konzept, sondern ich schrieb ausschließlich über mein Leben, wie es war und wie es jetzt ist, in Bezug auf meine Comming Out Geschichte.

    Peace :-)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #59 springen »
#66 TraumzerstörerinAnonym
  • 16.09.2017, 17:21h
  • Antwort auf #62 von AmurPride
  • "Dann bist Du ganz offensichtlich ein sehr taffer Typ! Meinen herzlichsten Glückwunsch dazu!"

    Typ?

    "Aber die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die zu uns ins Jugendzentrum kommen, sind das in der Regel nicht!"

    Bin ich auch nicht, ich bin sehr empfindlich, reagiere emotional, vor allem körperlich, mit sämtlichen Beschwerden auf Stress. Aber ich komme besser damit klar zu hören, wer wieder irgendwo gegen Homosexuelle Menschen demonstriert hat, wenn ich die Einstellung dieser Menschen kenne, ihre Gedankengänge, ihre Weltsicht. Ich finde das Weltbild von rechtsradikalen, oder auch transphoben Menschen unheimlich spannend, mir nimmt verstehen zum Teil den Schrecken, außerdem kann man so besser gegen ihre Argumente vorgehen, als wenn man sie einfach als arme Irre abstempelt. Wie heißt es so schön: Kenne deinen Feind.

    ""Für mich bist Du keine richtige Lesbe!" "

    Ja das ist scheiße, aber ganz ehrlich, ich habe den Satz Für mich bist du kein richtiger... sehr oft gehört, und das war Teil meiner Identitätsfindung. Damit musste ich klar kommen.

    ""Was interessiert's mich wie die damit klar kommt? Hauptsache ich hab' meine Meinung rausposaunt!" "

    Die Leute sind draußen so, das ist verdammt hart. Ich finde toll, dass ihr den Jugendlichen einen geschützten Raum anbieten, außerhalb davon sind sie aber mit der harten deutschen Realität konfrontiert.

    "Bei uns würdest Du bei so einem Verhalten schwer trubbel bekommen! :-("

    Wüsste ich, das die Regeln in diesem Haus so sind, würde ich so etwas niemals tun. Hier auf der Plattform gelten diese Regeln aber nicht.

    "Man kann eine sinnvolle und harmonische Weiterentwicklung einer Person immer nur von außen begleiten, aber die Entwicklung/Veränderung muss von dem Betroffenen von Innen heraus kommen! Sie muss die seine sein! Denn es ist ja SEIN/IHR Leben und er/sie muss jeden verdammten Augenblick des Tages damit klar kommen! "

    Ganz ehrlich, die größten Veränderungen haben für mich Erlebnisse im Außen ausgelöst, nur sie haben meine Innere Einstellung nachhaltig verändern können. Man kann sich Wochen auf einen Felsen im Wald setzen und über die Welt nachdenken und es passiert nichts, aber ein Tag unter Menschen kann alles verändern.

    "Du unterliegst dem Fehler zu glauben, dass das, was für Dich passt, auch für alle anderen passt! "

    Oh das glaube ich ganz und gar nicht, dann würde ich hier keine Fragen stellen.
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#67 TraumzerstörerinAnonym
  • 16.09.2017, 17:34h
  • Antwort auf #65 von BuntundSchön
  • "Aber dass ich nicht mehr auf einen deiner Kommentare eingehe, kann ich nicht versprechen :-)
    Kommt darauf an, ob das, was geschrieben wird, korrekt ist, oder ob das was ist, was ich anders sehe. "

    Also keinen Frieden? Okay, dann ignoriere ich dich einfach. ich will nicht, das wir beide hier alles zuspammen.

    "Und ich sprach hier im Artikel nicht über meinen Standpunkt oder über eine Theorie, oder über ein Konzept, sondern ich schrieb ausschließlich über mein Leben, wie es war und wie es jetzt ist, in Bezug auf meine Comming Out Geschichte. "

    Und ich habe kein Problem, meine persönliche Lebensgeschichte in vielen, unterschiedliche Blickwinkeln zu betrachten, das dürfen auch andere Menschen tun, weil ich mich nicht von den Ansichten anderer Menschen fürchten muss, wenn ich lerne, damit klar zu kommen.

    "Peace :-) "

    Ceasefire!
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#68 BuntundSchönAnonym
  • 16.09.2017, 17:40h
  • Antwort auf #66 von Traumzerstörerin
  • Meine Identitätsfindung ist längst abgeschlossen. Ich weiß, wer und was ich bin.
    Insofern ist deine Bemühung, mich von was anderem zu überzeugen, vergeblich gewesen.

    Ich weiß, dass es viele andere Variationen neben meinen gibt, das hab ich nie bezweifelt. Ich hab ja längst Leute innerhalb der Community kennen gelernt und so nebenbei bemerkt hab ich Intelligenz.

    Ich weiß bescheid über sexuelle Orientierungen und verschiedenen Lebensweisen und Werdegänge von Menschen.
    In der Community bin ich kein Neuling :-)
    Und ich schreibe auch hier bereits ein halbes Jahr.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #66 springen »
#69 stromboliProfil
#70 BuntundSchönAnonym

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