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Hetze im Seminar
Dozent nannte Homosexuelle "krank" und "behindert": Lehrerlaubnis entzogen
Nach Angaben der Studierendenvertretung der TU Darmstadt musste ein homophober und rassistischer Lehrbeauftragter für Biologiedidaktik seinen Hut nehmen.
- 26. September 2017, 04:48h 2 Min.
Das Präsidium der Technischen Universität (TU) Darmstadt hat einem Lehrbeauftragen für Biologiedidaktik vorläufig die Lehrerlaubnis entzogen. Dies teilte der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA) am Montag mit. Der Dozent soll sich seit Jahren in seinen Seminaren homophob, sexistisch und rassistisch geäußert haben.
Der AStA hatte die Ausfälle des namentlich nicht genannten Lehrbeauftragten in den vergangenen Monaten dokumentiert und dann die Uni-Leitung eingeschaltet. So soll er Lesben und Schwule wiederholt als "krank" und "behindert" bezeichnet haben. Nach Angaben der Studierendenvertretung habe er doziert, dass Homosexuelle "keine gleichwertigen Menschen seien und denen nicht die gleichen Rechte zugestanden werden sollten wie Heterosexuellen".
Studentinnen sollen "Mutterinstinkten" folgen
Darüber hinaus habe der Dozent seinen Studierenden empfohlen, den neuen hessischen Lehrplan zur Sexualerziehung zu boykottieren und offen mit der "Demo für alle" sympathisiert. Frauen soll er aufgefordert haben, sich um ihre "Mutterinstinkte" anstatt um ihr Studium zu kümmern. Kritische Studenten seien mit schlechten Noten oder der Androhung des Nicht-Bestehens der Lehrveranstaltung sanktioniert worden.
Dem Mann wird ferner vorgeworfen, "die Existenz von Menschenrassen propagiert" und außer Schul- und Didaktikbüchern auch einschlägige NS-Literatur wie "Die kleine Rassenkunde des deutschen Volkes" als Lektüre empfohlen zu haben. Seine grundlegende Vorlesung befasste sich nach Angaben der "Frankfurter Rundschau" auch mit der "historischen Entwicklung von Biologieunterricht in Deutschland".
Dass der Lehrbeauftragte auf Drängen der Studierenden nun keine Veranstaltungen mehr anbieten darf, sei ein "klares Signal", begrüßte die politische AStA-Bildungsreferentin Adriana Lanza die Entscheidung der Hochschule. "Solche regressiven und diskriminierenden Inhalte dürfen nicht an einer Universität gelehrt werden."
Das Präsidium der TU Darmstadt wollte sich selbst nicht öffentlich zu dem Fall äußern. Die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen. (cw)













Wer statt Wissen zu verbreiten, lieber hetzt und seinen persönlichen Hass über Fakten stellt, hat an einer Uni nichts zu suchen.
Ich hoffe nur, dass der nie mehr an einer Uni oder gar Schule lehren darf...