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Kommentare zu:
Rettet den Erlkönig!


#1 FelixAnonym
  • 02.10.2017, 14:54h
  • Wir können nicht immer nur über die Verödung der Innenstädte, Steuervermeidung großer Konzerne, Monokultur ohne echte Vielfalt, schlechten Service, etc. jammern und dann die kleinen, inhabergeführten Geschäfte wo diese Kritikpunkte alle nicht zutreffen im Stich lassen.

    Jeder einzelne Kunde hat es selbst in der Hand, die weitere Konzentration im Einzelhandel zu fördern oder etwas dagegen zu tun.

    Ich hoffe, dass alles gut geht.
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#2 WillieAnonym
  • 02.10.2017, 15:20h
  • Den Männerschwarm hats ja inzwischen auch erwischt, trotz viel grösseren Publikum in Hamburg. Der Todesstoss war sicherlich auch die Öffnung eines Bruno Stores gleich um die Ecke.
    Das wäre nicht nötig gewesen, Bruno Gmünder.
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#3 g_kreis_adventProfil
  • 02.10.2017, 16:23hBerlin-Prenzlauer Berg
  • Frage an queer.de:
    Warum macht Ihr Werbung für Amazon, macht endlich Werbung für die eigene Community, für die schwulen Buchhändler!!!

    Bei allen Buch- CDs und DVD Tipps immer nur Werbung den Multikonzern.
    Beispiel: Neue DVD bei Pro-Fun - Der schwule Sohn des Pfarrers

    www.queer.de/detail.php?article_id=29794

    Es geht auch mit einem Direktlink zu den schwulen Buchhändlern:

    www.prinz-eisenherz.com/

    Bitte mehr Unterstützung von Queer.de!!!
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  • Anm. d. Red.: Auch queer.de braucht leider Unterstützung. Die Affiliatelinks zu amazon.de tragen mit zur Finanzierung dieses Portals bei. Die schwulen Buchläden bieten kein entsprechendes Provisionsangebot an.
#4 Ralph
  • 02.10.2017, 16:37h
  • Die schwule Infrastruktur bricht weg, und keiner will's gewesen sein. Max&Milian war immer eine der ersten Adressen, die ich bei meinen häufigen München-Aufenthalten ansteuerte. Heute steigt ein säuerliches Gefühl in mir hoch, wenn ich durch die Ickstattstraße gehe und registriere, dass inzwischen schon der dritte oder vierte Nachmieter im Laden ist, der sich auch immer nur kurz halten kann. Die Miete ist, wie Buchhändler Jan ehedem sagte, einfach zu teuer geworden. Aber da ist auch eine negative Folge unserer langsam zunehmenden Akzeptanz: Man traut sich inzwischen, in einer x-beliebigen Buchhandlung schwule Titel zu bestellen und in Empfang zu nehmen. Zumindest geht es mir so. In jüngeren Jahren hab ich mich vor verdutzten Blicken und peinlichen Nachfragen gescheut. Die gibt es heute nicht mehr. Heute guck ich sogar ab und an in den Erlkönig-Onlineshop - und bestell dann, was mir zusagt, in der hiesigen "Heten-Buchhandlung". Ich bin ein Arsch... In den nächsten Tagen schau ich mal wieder in den Onlineshop und bestelle dort.
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#5 AnonymAnonym
  • 02.10.2017, 16:39h
  • Ich hatte selbst einen kleinen Laden, den ich mit sehr viel Herzblut geführt habe. Alle fanden ihn toll. Nur war kaum jemand dazu bereit, das mit entsprechenden Einkäufen zu honorieren.

    Nach gewisser Zeit war all mein Erspartes, das ich investiert hatte, weg, und ich musste schließen. Alle fanden es total schade und haben sich darüber beklagt, teilweise sogar darüber beschwert.

    Jetzt lebe ich von Sozialhilfe. Das sind 409 Euro zuzüglich zur Miete. So gern ich es würde, kann ich damit leider kein Projekt besonders unterstützen. Es reicht gerade so zum Lebensunterhalt, wenn man sich stark einschränkt und jeden Euro dreimal umdreht.

    Der Paritätische Wohlfahrtsverband hält übrigens 529 Euro für angemessen. Unser Staat hält sich lieber ein großes, wachsendes Prekariat.

    www.der-paritaetische.de/fachinfos/hartz-iv-paritaetischer-f
    ordert-regelsatz-von-529-euro/


    Hätte ich etwas mehr Geld, würde ich alles versuchen, um Euch zu unterstützen. So kann ich nur von Herzen alles Gute wünschen. Und an alle appellieren, die es können, Euch nach Kräften zu unterstützen.
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#6 g_kreis_adventProfil
  • 02.10.2017, 16:48hBerlin-Prenzlauer Berg
  • Antwort auf #3 von g_kreis_advent
  • Antwort auf die Anm. der Redaktion:

    Die schwulen Buchhändler nagen am Hungertuch und Ihr wollt eine Provision? Keine Solidarität? Nehmt Euch nicht die Siegessäule.de zum Vorbild!!!

    Zur eigenen Unterstützung macht zum Jahresende eine Spenden- Solidaritätsaktion für Euch. Ich bin dann dabei und mache auch Werbung in unseren Gesprächskreis.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#7 SebiAnonym
  • 02.10.2017, 16:52h
  • Antwort auf #5 von Anonym
  • Das interessante ist ja, dass bei kleinen Läden nicht nur Beratung und Service deutlich besser sind (es gibt natürlich auch Ausnahmen und um die tut es mir dann auch nicht leid), sondern die müssen auch preislich gar nicht mal teurer sein.

    Bei Büchern, Zeitschriften und Zeitungen gilt ja glücklicherweise eh die Buchpreisbindung, was ein Garant für kulturelle Vielfalt ist. Aber auch anderswo müssen kleine Läden nicht teurer sein als große Ketten.

    Ein Beispiel:
    Ich habe mehrere kleine Kinder in meiner Verwandtschaft und festgestellt, dass der kleine Spielwaren-Einzelhändler bei uns in der Stadt nicht teurer als die US-Kette Toys'R'Us bei uns im Gewerbegebiet ist. Oft sogar preiswerter. Viele fahren extra ins Gewerbegebiet, weil sie denken, dass die Kette automatisch preiswerter sein muss, was keineswegs der Fall ist.

    Oder ich muss auch immer lachen, wenn Leute online vielleicht mal 10 Euro sparen und sich dafür jede Menge Ärger einhandeln, weil sie doch irgendwelche gebrauchten Geräte erwerben, Probleme im Garantierfall haben, etc.

    Und abgesehen davon:
    wenn es irgendwann nur noch Amazon & Co gibt und keinerlei Konkurrenz mehr, werden die nochmal richtig die Preise anziehen. Wer erst mal die Konkurrenz und klassische Vertriebsstrukturen kaputt gemacht hat, kann danach die Bedingungen selbst diktieren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#8 LinusAnonym
  • 02.10.2017, 16:58h
  • LGBTI-Buchläden sind nicht nur Geschäfte. Sie sind ein Stück Kultur, sie sind Treffpunkt und sie sind ein Teil der LGBTI-Bewegung und LGBTI-Geschichte, die nicht zu Geschichte werden dürfen...
  • Antworten » | Direktlink »
#9 TechnikerAnonym
  • 02.10.2017, 18:10h
  • Die schwulen Buchläden werden wohl ein Opfer des liberalen Klimas - also sozusagen ihres eigenen Erfolgs...

    "Warmes" Repertoire ist auch in anderen Buchhandlungen gängig - wenn auch sicher nicht so gut sortiert wie in den schwulen. Kommerzielle wie ehrenamtliche Portale helfen jungen Schwulen beim Coming Out - es muß nicht "Schwul - na und?" sein... Oft genug wird Homosexualität als was völlig Normales wahrgenommen. Erotisches Material in allen Spielarten findet sich kostenlos wie -pflichtig im Internet zuhauf - das hat ja schon viele Homo-Magazine gekillt.

    Und dann gibt's ja noch die Blödis, die grundsätzlich alles bei Amazon bestellen, obwohl Bücher überall denselben Preis haben...

    In Schuttgart kommt noch dazu, daß seit rund einem Jahr flächendeckend alle kostenlosen Parkmöglichkeiten abgeschaft wurden und die Öffis unverschämt teuer sind - wer aus den Nachbargemeinden ins Elend im Talkessel mit der Bahn fährt, zahlt noch 8,20 für die Fahrt, ab November 8,40 . Das lädt nicht gerade zu einem EInkaufsbummel ein...

    Ehrlich, Herr Ott: Wenn schon der Punkt erreicht ist, wo sie den Spargroschen aufbrauchen, gebietet es der Eigenschutz, den Stecker zu ziehen - vielleicht können Sie sich mit Anderen zusammentun, um dem Internetshop die nötige Kundenzahl zu verschaffen. Aber es dankt Ihnen leider niemand - schon gar nicht eine überaus diffuse, hedonistische "gay community" -, wenn Sie Ihre wirtschaftliche Existenz aufs Spiel setzen.

    Ich weiß, es klingt herzlos - aber wenn das Pferd tot ist, sollte man absteigen.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 SebiAnonym
  • 02.10.2017, 18:20h
  • Antwort auf #9 von Techniker
  • "
    Ich weiß, es klingt herzlos - aber wenn das Pferd tot ist, sollte man absteigen."

    Aber wenn das Pferd nicht tot ist, sondern nur schwer krank und wenn man sein Pferd liebt, tut man alles, um es zu retten. Und wenn man mit so viel Herzblut für die Rettung des Pferdes kämpft, kann das durchaus gelingen.

    Und selbst wenn das Pferd dann stirbt, hat man zumindest alles versucht und braucht sich keine Vorwürfe zu machen, nicht alles versucht zu haben...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#11 TheDadProfil
  • 02.10.2017, 21:19hHannover
  • Antwort auf #9 von Techniker
  • ""wer aus den Nachbargemeinden ins Elend im Talkessel mit der Bahn fährt, zahlt noch 8,20 für die Fahrt, ab November 8,40 . Das lädt nicht gerade zu einem EInkaufsbummel ein...""..

    Mal so als Gegenmodell :

    Wer mit einer Monatskarte in den Talkessel fährt zahlt weniger als 5,-- Euro am Tag und entlastet so ganz nebenbei auch noch die Feinstaubbilanz und verbessert die Luftqualität..
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#12 Homonklin44Profil
  • 02.10.2017, 23:10hTauroa Point
  • Wahrscheinlich schreiben die hier nicht mit, aber vielleicht melden sich da einige der wohlhabenden LGBTIQ mit Spenden. Die natürlich im Idealismus auch 15000 Leute erübrigen könnten, wenn man 1 Mal die Woche auf eine Packung Zigaretten, ein paar Tafeln Schokolade, einige Bier oder was Vergleichbares verzichtet.
    Die Karlheinz Böhm-Methode. Funktioniert bei humanitärem Fundraising oft.
    Künstler könnten Bilder zur Versteigerung anbieten. Die Idee hatte ich schon mal, allerdings keine Ahnung, wie man sowas anleiert.
    Falls Jemand romantische Pärchen gezeichnet vom anonymen Kritzler brauchen kann...

    Niemand liest noch lange Bücher, scheint es. Die Zeit hat sich ins Digitale verschoben, und der Kurzfassungs-Kürzel-SMS-Steno-Trend verschlingt so viele Worte.Ich merke es daran, wie wenige noch Briefe schreiben, und wie viele es nicht bewältigen, eine DiN-A-4 Seite Profiltext auf einer Kennenlern-Seite zu bewältigen. Das hängt wohl alöles damit zusammen, mit dem Zeitverknappungsdrall. er verdirbt das Interesse am Lesen undstiehlt den Leuten die Muse, die Zeit dazu.

    Wo sind die ganzen Besserverdiener, wenn so etwas ansteht?
    Auch von Sozialhilfe gelingt es, etwas wegzusparen, wenn man nicht trinkt, nicht teuer isst, nicht ausgeht, keine Veranstaltungen/Vorlesungen besucht.die Kneipen meidet und kein TV/Radio ect. hat.

    Paulus kennt viele LGBTIQ-freundliche Kirchen.Kirchen haben immer viel Geld und ein barmherziges Credo.
    Vielleicht mal bei den Kirchen fragen gehen (?)
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#13 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 02.10.2017, 23:25h
  • Antwort auf #12 von Homonklin44
  • "Falls Jemand romantische Pärchen gezeichnet vom anonymen Kritzler brauchen kann..."

    Frag doch bei Erlönig nach, vielleicht haben Sie Interesse. Es könnte sich, für Sie lohnen und für Dich auch. Die "Kritzler" müßen doch nicht "teuer" sein, die im Buchladen sagen können Dir bestimmt sagen, ob es sich lohnt oder nicht.

    ---------------------------------

    "Niemand liest noch lange Bücher, scheint es. Die Zeit hat sich ins Digitale verschoben, und der Kurzfassungs-Kürzel-SMS-Steno-Trend verschlingt so viele Worte.Ich merke es daran, wie wenige noch Briefe schreiben, und wie viele es nicht bewältigen, eine DiN-A-4 Seite Profiltext auf einer Kennenlern-Seite zu bewältigen. Das hängt wohl alöles damit zusammen, mit dem Zeitverknappungsdrall. er verdirbt das Interesse am Lesen undstiehlt den Leuten die Muse, die Zeit dazu."

    Sehr schön geschrieben, leider ist das die Realität. Das beobachte ich täglich im Berufsleben und im allgemeinen Leben. Auch lange Texte sind verpönt, hatte mal bei einem längeren Chattkontakt das bemerkt, ich lange Texte, der andere ein paar Worte pro Nachricht. Auch wenn ich im Fernsehen Dokumentationen sehe, möchte ich keine bis 15Min sehen sondern ab 30Min. Dokumentationen. Leider wird die Menschheit immer schneller, manchmal frage ich mich, wo das hinführen soll. Auch am Sonntag auf der Straße müßen die Leute Gas geben, als würden sie zu einem termin zu spät kommen.
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#14 HerrAnonAnonym
#15 giliatt 2Anonym
  • 03.10.2017, 04:24h
  • ZUMACHEN?
    Nein, es ist schade um jeden Verlag, der nicht mehr aus kaufmännischer Sicht Texte publzieren kann, die ihm am Herzen liegen.
    Das VERLAGS-Wesen ist allerdings heute ziemlich verdonnert, um nicht zusagen: Verlogen. Der Autor zahlt dem Verlag ein dickes Geld, damit der die Texte publiziert inklusive IBSN-Nummer. Der Autor kriegt gratis 10 oder 20 Gratis-Exemplare seines eigenen Buches, zahlt für 200 Drucksachen den Hersterllungspreis und kauft hernach vom Verlag seine eigenen Ergüsse zurück, die er dann türklinkenputzend verkaufen darf, weil er 30 Prozent Autorenrabatt eingeräumt bekommen hat.
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#16 Frank19243
  • 03.10.2017, 06:55h
  • Antwort auf #15 von giliatt 2
  • Ein Buchladen ist kein Verlag!
    Beide Parteien haben heute ähnlich zu kämpfen, denn echte Verlage verdienen sich auch nicht dumm und dusselig.

    Das, was du beschreibst, ist ein sog. Druckkostenzuschuss-Verlag, der die Autoren abzockt, ohne wirklich etwas für sie zu tun. Solche Unternehmen haben keine finanziellen Probleme, solange es genügend unwissende Menschen gibt, die gern mal ein Buch schreiben und veröffentlichen wollen.
    Ein "echter" Verlag tritt in Vorleistung, produziert die Bücher ohne Kosten für den Autor, zahlt evtl. sogar einen Vorschuss auf das Honorar (wenn es ein großer Verlag ist) und trägt allein das unternehmerische Risiko.

    Das zeigt hoffentlich: Die Buchbranche steht insgesamt sehr unter Druck und niemand verdient sich mehr eine goldene Nase. Woran das nun im Einzelnen liegt und ob sich diese Entwicklung (noch) umkehren oder wenigstens umlenken lässt, kann ich nicht beurteilen ...
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#17 AnonymAnonym
  • 03.10.2017, 07:21h
  • Antwort auf #12 von Homonklin44
  • "Auch von Sozialhilfe gelingt es, etwas wegzusparen, wenn man nicht trinkt, nicht teuer isst, nicht ausgeht, keine Veranstaltungen/Vorlesungen besucht.die Kneipen meidet und kein TV/Radio ect. hat."

    Das ist jetzt allerdings eine ziemliche Unverschämtheit. Wenn man also sämtliche Teilhabe am sozialen Leben einstellt, oder am Leben überhaupt, dann kann man noch super was von der Sozialhilfe wegsparen?

    Weshalb wohl hält der Paritätische Wohlfahrtsverband, wie bereits erläutert, 120 Euro mehr pro Monat für erforderlich?

    Ich lasse mir hier nicht unterstellen, ich würde prassen und auf großem Fuß leben, und deshalb gingen dann Läden wie der Erlkönig pleite. Ich kaufe nur beim Discounter ein und überlege mir bei jeder Kleinigkeit, ob das jetzt wirklich sein muss, und ob ich mir das jetzt leisten kann. Ich gehe niemals essen und niemals etwas trinken. Dadurch, dass ich es mir nicht mehr leisten kann, an irgendwelchen Veranstaltungen teilzunehmen, hat sich ein großer Teil meines Bekanntenkreises von mir verabschiedet. Man trifft mich ja nirgends mehr an, ich sitze fast nur noch zu Hause. Und trotzdem bleibt am Ende des Monats nichts übrig.

    Empfängern von Sozialhilfe, Hartz IV, Grundsicherung oder Hilfe zum Lebensunterhalt zu unterstellen, sie würden prassen und könnten, wenn sie nur wollten, genügend was zur Seite legen, ist wirklich eine bodenlose Frechheit, über die ich mich gar nicht genug aufregen kann.
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#18 JasperAnonym
  • 03.10.2017, 09:31h
  • Antwort auf #14 von HerrAnon
  • "Mal ketzerisch gefragt: Warum nicht?"

    Aus ganz vielen Gründen:

    Z.B.:

    - weil das ein Verlust kultureller Vielfalt wäre

    - weil nach einem Sterben des klassischen Einzelhandels die großen Ketten und Online-Händler endgültig die Preise, das Angebot und weitere Bedingungen diktieren können

    - weil schwule Buchläden auch immer Begegnungsstätten sind

    - weil die Empfehlungen eines gut ausgebildeten, belesenen Buchhändlers immer noch qualitativer und passender sind als die Filterblase, die die automatischen Algorithmen von Amazon, Google, & Co erzeugen

    - weil der volkswirtschaftliche Schaden durch Steuerverluste (Amazon, Google, Apple & Co rechnen ihre Steuern bekanntlich auf Null runter und zahlen sie nur in Niedrigsteuer-Ländern) und Arbeitslosigkeit jeden einzelnen Bürger teuer zu stehen kommt

    - weil ein Veröden der Innenstädte auch ein Verlust von Lebensqualität ist

    - etc. etc. etc.
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#19 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 03.10.2017, 11:27h
  • mein einzelfall: ich hatte, obwohl ich 120km weit weg wohnte, meine sämtlichen bücher immer in einer schwulen buchhandlung bestellt und abgeholt, die es inzwischen leider nicht gibt. ganz oft hatte ich das gefühl, dass wenn ich was bestellte, ich würde stören oder sei lästig. augenverdrehen und genervtes ausatmen schreckten mich jahrelang nicht davon ab, diese schwule buchhandlung zu unterstützen.
    als ich dann im gleichen ort bei einer bekannten (heterosexuellen) literaturbuchhhandlung meine bestellung abgab, ich wurde wie ein "könig" behandelt und bekam sogar ein kleines geschenk dazu.
    ein freund von mir, ein (schwuler) schriftsteller, der paar gehminuten von jener buchhandlung entfernt wohnte, der musste seine bücher in der buchhhandlung oft in hinteren winkeln des landens suchen. sonderbehandlung/solidarität mit einem lokalen schriftsteller: fehlanzeige.
    trotzdem haben wir jener buchhandlung über jahre die treue gehalten.
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#20 Ralph
#21 hugo1970Ehemaliges Profil
#22 andreAnonym
  • 03.10.2017, 13:32h
  • Antwort auf #9 von Techniker
  • Nur aus lauter Solidarität kauft heute niemand mehr was irgendwo. Und davon überlebt auch niemand. Manchmal ist das bedauerlich, aber es ist ebenso. Alles Andere ist Nostalgie, meine ich. Nehme ich niemanden übel. Es ist eine andere Zeit. Ich habe einen Schwerbehindertenausweis, 100% wegen... Kann alles frei fahren, was nicht ICE ist, in ganz Deutschland. Es liegt mir also nicht auf der Tasche, wie bei Dir.Trotzdem hat sich mein Kauf-Verhalten total geändert. Ich gehe kaum noch einkaufen. Nutze Amazon, Kindle und Audible, also alles Amazon. Selbst vom REWE lasse ich mir liefern. Ausser frisches Zeug. Für mich aus praktischen Gründen. Viel mehr Zeit für Anderes, als in vollen, nervigen Innenstädten sich aufzuregen. Witzig, mein Hausverwalter hat die Papiertonnen, mächtig, aufgestockt. Will damit sagen, ich glaube nicht, so bedauerlich das ist, der Buchladen hat sicher, keine Chance auf Dauer. Übrigens, schwule Literatur bietet Amazon massig an. Brauche ich aber nicht, weil die Handlung, fast immer die Gleiche ist und immer auf das Gleiche hinausläuft. Ist mir zu wenig. Habe Einiges auf meinem Kindle (wirklich und alles gelesen) und bin schon lange weg davon.
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#23 JuNiAnonym
#24 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 03.10.2017, 19:16h
  • Antwort auf #23 von JuNi
  • Das ist gut!!!!! Noch besser, wenn Du das regelmässig tust!

    Ausserdem gibt es noch:

    www.prinz-eisenherz.com/

    dort kann man "nicht nur" nach "homo Themen" suchen, sondern alles, sogar Technik, Landkarten. Also, bevor man anderswo, dann lieber hier, denn das ist auch ein queerer Buchladen, den es zum unterstützen gilt.
    Wie hier schon gesagt, die Bücher kosten, meistens, gleich, egal, wo man sie kauft!!!
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#25 Homonklin44Profil
#26 Andreas VAnonym
  • 04.10.2017, 09:15h
  • Antwort auf #3 von g_kreis_advent
  • Amazon ist mit Sicherheit der größte Feind aller stationären Buchhändler. Und dass dieser Konzern Buchverlage mit Boykottdrohungen zu höheren Provisionen zwingt und seine MitarbeiterInnen ausbeutet und versucht Gewerkschaftsbildungen zu unterdrücken, wäre doch eigentlich Grund genug, nie wieder dort zu bestellen. Dennoch machen es viele aus Bequemlichkeit. Dabei bieten lokale Buchhändler meist ebenso gute Lieferservices.

    Und die queer.de-Redaktion sollte mal überlegen, ob die paar wenigen Euro, die monatlich durch das Affiliate-Programm reinkommen, es wert sind, Werbelinks für dieses Unternehmen zu setzen. Amazon profitiert davon weitaus mehr als queer.de; und wenn es darum geht, Stellung zu beziehen, kann nicht allein Geld entscheidend sein.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#27 Torsten KueferAnonym
  • 04.10.2017, 12:48h
  • Antwort auf #26 von Andreas V
  • Also ich brauch keine Bücher wenn ich mal ein brauche (BGB, Kochbuch) dann bestelle ichs bei Amazon ist doch egal. Bücher finde ich unmännlich und nervig. Manchmal hole ich mir ne DVD (Game of Thrones) die gibts auch bei Amazon, fertig. Lesen stiehlt nur Zeit, da kann man auch besseres tun mit Freunden chatten im Inet oder so. Braucht man nicht. Ich bin ja nicht mehr in der Schule. *grin*
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#28 Genug für alleAnonym
#29 maaartinAnonym
  • 04.10.2017, 14:56h
  • Antwort auf #6 von g_kreis_advent
  • hm, die veröffentlichung des briefes hier ist keine solidarität? und es mag dir seltsam vorkommen, auch die mitarbeiter von online-medien zahlen gern mal monatlich ihre miete und gönnen sich zwischen dem ganzen beauty-heilfasten ab und an auch mal was kleines was zu essen. das geld dafür generieren diese medien mit - badamm - werbung.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#30 Abdul-Basit TahanAnonym
  • 04.10.2017, 14:59h
  • Antwort auf #27 von Torsten Kuefer
  • Offensichtlich hat Sie das Zeug, das Sie bisher gelesen haben, oder lesen mussten, unterfordert. Vermutlich sind Sie schlicht zu intelligent für Schund und Tand.

    Mein Tipp wäre - nehmen Sie sich Zeit, am besten mit einem Buchhändler, und wählen Sie sich ein anspruchsvolles Buch aus.

    Das macht natürlich keinen schnellen Gewinn. Ein Schundbuch hat man in zwei, drei Tagen durch und dann benötigt man schon wieder ein neues.

    Ein anspruchsvolles Werk begleitet einen hingegen monatelang, oder vielleicht sogar das ganze Leben.

    Fragen Sie nach preiswerten, aber sehr guten Ausgaben von

    Pindar: Oden
    Homer: Illias
    Nietzsche: Also sprach Zarathustra
    Hegel: Die Phänomenologie des Geistes
    Thukydides: Der Peloponnesische Krieg
    Hölderlin: Hyperion
    Schiller: Über die ästhetische Erziehung des Menschen

    Keine Angst, nehmen Sie sich nur eins davon. Das sollte genügen für eine gewisse Zeit. Denken Sie immer daran: Schund ist auf lange Sicht sehr teuer.

    Schund verhindert, dass Sie sich als Mensch zur vollen Blüte entwickeln.

    Schund zielt immer auf das momentante Unterhaltungs- und Zerstreuungsbedürfnis ab. Schund arbeitet mit Stereotypen. Schund greift ihre Vorurteile auf, statt ihre Uteilsgrundlagen zu erweitern.

    Mag ein Grossteil der Menschen sich mit Schund beschäftigen: Ein kleinerer Teil tut dies nicht. Orientieren Sie sich besser an diesem kleineren Teil.

    Viel Erfolg.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#31 FaktencheckAnonym
  • 04.10.2017, 15:37h
  • Antwort auf #12 von Homonklin44
  • "Niemand liest noch lange Bücher, scheint es."

    "Leidet die Literatur der Gegenwart unter Elefantitis? Der Trend geht zum 1000-Seiten-Format."

    www.tagesspiegel.de/kultur/buchmesse-leipzig-dicke-buecher-d
    er-trend-zum-1000-seiter/19557058.html


    "Im Vergleich der letzten zehn Jahre zeigt sich, dass die nominalen Umsätze der Branche stabil geblieben sind."

    www.boersenverein.de/de/182716

    "Nach den zuletzt veröffentlichten Wirtschaftszahlen vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist der Umsatz der buchhändlerischen Betriebe in Deutschland im Jahr 2016 um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Die Umsätze lagen im vergangenen Jahr mit knapp 9,2 Milliarden Euro auf dem Niveau von vor zehn Jahren.
    Der Online-Buchhandel entwickelte sich 2016 wieder positiv nach einem Umsatzrückgang im Jahr 2014. Rund 1,67 Milliarden Euro wurde online erwirtschaftet. Der Buchverkauf im Internet wird vom Online-Versandhändler Amazon beherrscht. Nach Schätzungen des Börsenvereins liegt der Umsatzanteil des US-amerikanischen Unternehmens im deutschen Internetbuchhandel zwischen 50 bis 70 Prozent."

    www.handelsdaten.de/branchen/buchhandel
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#32 Homonklin44Profil
  • 04.10.2017, 19:06hTauroa Point
  • Antwort auf #31 von Faktencheck
  • ""Leidet die Literatur der Gegenwart unter Elefantitis? Der Trend geht zum 1000-Seiten-Format.""

    Okay, das ist zwar nicht lang, aber auch nicht zu kurz.
    Man könnte es sich mal wieder erlauben, Manuskripte anzubieten. ( Im Trilogie-Bereich, ab 4000 Seiten aufwärts )

    Und macht Hoffnung, daher danke für die Links.

    Wie viel des Umsatzes der Buchhändler für LGBTIQ-relevante Werke eingeht, ist nicht bekannt?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#33 BuntSchoenEhemaliges Profil
#34 Kristian ShusterAnonym
  • 05.10.2017, 09:55h
  • Antwort auf #31 von Faktencheck
  • Danke für die factsheets.

    Ich entnehme dem zweierlei, und beides ist für mich aus ganz unterschiedlichen Gründen relevant.

    1) Die Anzahl der jährlichen Neuerscheinungen, die für eine Publikumsbuchhandlung relevant sein könnten, ist offensichtlich erheblich kleiner als ich zuvor dachte.

    Ein Indikator sind dabei für mich die Anzahl der Übersetzungen.

    Englischsprachige Übersetzungen machen geschätzt 80% der gängigen Publikumsbücher aus. Tatsächlich wurden 2015 aber nur 6.031 Übersetzungen aus dem Englischen veröffentlich, darunter vermutlich ein grösserer Teil Fach- und Sachbuch, und irrelevante Kleinstauflagen.

    Quelle: Übersetzungen ins Deutsche

    www.boersenverein.de/de/182716

    Das bedeutet für mich: Das Angebot ist erheblich kleiner als ich zuvor dachte. Das Gesamtangebot an publikumsrelevanten Neuerscheinungen ist für zwei, drei Personen gut überschaubar.

    2) Das Problem für den stationären Buchhandel ist offensichtlich weniger der Versand- und Onlinehandel als die Filialisierung.

    Ich zitiere:

    "Rund 10 Prozent der Buchhandlungen machen über zwei Drittel des Umsatzes aus. (...) Etwa 90 Prozent der Buchhandlungen in Deutschland sind kleinere, unabhängige Buchläden."

    Quelle:

    www.handelsdaten.de/branchen/buchhandel

    Das Fazit daraus wäre für mich, das eine kleinere einzelne, autonome Buchhandlung schlichtweg nicht wirtschaftlich tragbar ist.

    Solche Dinge kennt man auch aus anderen Branchen, zum Beispiel aus dem Lebensmittelhandel. Ein Laden lohnt sich erst ab einer bestimmten Grösse oder einer bestimmten Anzahl Filalen. Kleinere Läden saugen die Umsätze auf und sind nicht wirtschaftlich zu betreiben.

    Da wird man mal die Industrie- und Handelskammer fragen müssen, oder die Interessensvertretung der Buchhändler, oder einen kleinen Wirtschafts- und Steuerprüfer.

    Dazu nimmt man die Bücher mit und legt sie vor. Dann kann da mal ein Fachmann drüberschauen, der aber am Besten aus einer ganz anderen Branche stammt (Lebensmittelhandel, Baugewerbe, egal.)

    Ich hoffe, das was ich schrieb klingt nicht zu herzlos. Aber es gibt wirtschaftliche Systeme, die einfach nicht funktionieren, wenn sie zu klein sind, und keine neuen Kundenstämme gefunden werden können.

    Auch ehemals linke Buchhandlungen haben sich schon vor Jahrzehnten auf weitere Gebiete spezialisiert (literarische Avantgarde, Kriminalliteratur, etc). Auch andere Fachbuchhandlungen mussten ihr Stammsortiment aufgeben oder erheblich erweitern.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#35 Crikkie
  • 05.10.2017, 13:28h
  • Antwort auf #22 von andre
  • "Nur aus lauter Solidarität kauft heute niemand mehr was irgendwo."

    Doch, natürlich tun das Leute. Egal, ob es um Ware der sog. "Eine-Welt-Läden" geht, oder um Fair-Trade-Geschichten in Discountern und Supermärkten, Obdachlosenzeitschriften oder die Roten Schleifen am 1.12. -das alles sind Dinge, die entweder nur der Solidarität mit anderen wegen existieren oder deswegen teurer ver- und gekauft werden. Und sie werden gekauft, wenn auch immer noch von zu wenigen Menschen.

    Wieso also nicht einmal aus Solidarität ein Buch oder einen sonstigen Artikel in einem bestimmten Buchladen kaufen (oder dort online bestellen), um den Umsatz anzukurbeln -wie oben im Artikel beschrieben, bietet der Laden ja auch an, jedes beliebige Buch zu besorgen, nicht nur einschlägige LGBT-Literatur? Dank der Buchpreisbindung kostet es den Kunden ja auch nicht mehr als in anderen Läden, aber dem Händler nutzt es.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#36 TechnikerAnonym
  • 05.10.2017, 15:00h
  • Antwort auf #11 von TheDad
  • "Wer mit einer Monatskarte in den Talkessel fährt zahlt weniger als 5,-- Euro am Tag"...

    Mal abgesehen davon, daß ich auch das noch als maßlos überteuert empfinde: Wenn ich nur gelegentlich zum Einkaufen in ein Stadtzentrum will, ist eine Monatskarte rausgeschmissenes Geld.
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#37 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 05.10.2017, 16:00h
  • Antwort auf #34 von Kristian Shuster
  • Mit anderen Worten, nur die konzerne sind wirtschaftlich?

    Natürlich können die mafiosischen konzerne wirtscfhaftlich sein, weil sie wennig bis keine Steuern zahlen, weil sie unkontrolierbar sind, weil sie kleine Konkurenten schlucken und dies dann auch noch beim Fiskus erfolgreich als Verlust melden. In dem Punkt hate Schröder recht wie er die Heuschrecken erwähnte.

    Wenn es so weiter geht haben wir in wenniger als 50 Jahren eine Telokom weltweit, mit anderen Worten es gibt keine Konkurrenz mehr, weil alles von den Giganten verschluckt worden ist.
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#38 TheDadProfil
  • 05.10.2017, 23:36hHannover
  • Antwort auf #36 von Techniker
  • ""Mal abgesehen davon, daß ich auch das noch als maßlos überteuert empfinde: Wenn ich nur gelegentlich zum Einkaufen in ein Stadtzentrum will, ist eine Monatskarte rausgeschmissenes Geld.""..

    Rechnet man mal die Kosten für eine Monatskarte aufs Jahr zusammen, wo es in vielen Regionalverbänden im Abo den Zwölften Monat kostenlos gibt, und die bei bis zu 50 Kilometer Entfernung zum Job für um die 170,-- Euro gibt, bei der man am Wochenende die ganze Familie mitnehmen kann, oder Wahlwiese den Hund, dann sind das Kosten für die man einen Zweitwagen genau 3 Monate betreiben kann..

    Was daran ""maßlos überteuert"" sein soll erschließt sich nur demjenigen, der seine persönliche Mobilität ausschließlich auf das Auto abgestellt, und dabei verlernt hat die realen Kosten dafür in Ansatz zu bringen..

    Ich muß zugeben, ich lebe hier in einer Luxus-Situation..
    Meine Monats-Karte kostet im Abo 55,-- Euro im Monat für Elf Monate..
    Der Zwölfte ist geschenkt..
    Ab 19 Uhr und den Wochenenden/Feiertagen kann ich Eine Erwachsene Person und 4 Kinder mitnehmen, oder wahlweise für je ein Kind je einen Hund..
    Fahrräder mitnehmen ist innerhalb der Stadtgrenzen Hannover kostenlos zu bestimmen Zeiten der Werktage, am Wochenende/Feiertagen innerhalb der Region, die rund 75 km Umkreis hat, Ganztags möglich..
    Ein Ausflug ans Steinhuder Meer ?
    Bis an den Harz-Rand ?
    Fahrrad mitnehmen ?
    Alles kein Problem..

    Ein Pkw kostet mich mindestens 2.000 Euro pro Jahr nur für Steuern und Versicherungen, plus Kauf, plus Benzin/Diesel/Gas..

    Überall gibt es günstige Leihwagen, beispielsweise in den Baumärkten oder Möbelhäusern wenn man mal etwas Größeres kauft..

    Größere Einkäufe erledige ich per Fahrrad mit einem Anhänger, den ich gerade auf elektrische Unterstützung umbaue..
    Als Mitglied einer Kooperative für nur 45,-- Euro im Jahr kann ich jederzeit ein Lasten-Fahrrad kostenlos mieten, inklusive Elektroantrieb, was 200 Kilo Last transportieren kann..
    Dort kriege ich auch Werkzeuge im Verleih die man selbst nicht hat, denn wer braucht schon wirklich ein Schutzgasschweissgerät im Keller ?
    Eine Fahrrad-Werkstatt für die Instandhaltung des täglich genutzten Rades ist dort mit einer 20-er-Karte für 4,50 Euro die Stunde zu haben..
    Das sind Schnäppchen die sich jeder leisten kann..

    Und das spart dann auch noch die Mucki-Bude..

    Wer da rechnen kann fährt ÖPNV..

    Ich bin beruflich mehr als Zweieinhalb Millionen Kilometer mit dem Auto/LKW unterwegs gewesen..
    Ich hab darauf auch einfach keinen Bock mehr, denn die Innenstädte werden zum Glück Fußgänger/Radfahrer-Freundlicher, und PKW-feindlicher, was der Luft-Qualität hilft..
    Parkplatzsuche ist schlichtweg nervig, und Autofahren teuer..
    Ich tu mir das schon lange nicht mehr an..
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#39 TechnikerAnonym
  • 06.10.2017, 10:27h
  • Antwort auf #38 von TheDad
  • Ach, "TheDad"...

    Sie können sich ihre Ausführungen sparen - ich weiß, was mich mein Auto kostet.

    Da Sie ausweislich Ihres Profils aus dem schönen Hannover kommen, erkläre ich Ihnen nochmal die besonders kundenvergraulende und geschäftefeindliche Situation in Schuttgart.

    Komme ich mit dem Auto, zahle ich Sprit und Parkgebühren (3,50 Euro pro Stunde) - da wird es mir einfach zu teuer, mein Geld in Schuttgart zu lassen. Kostenlose Parkmöglichkeiten sind flächendeckend um die gesamte Innenstadt abgeschafft - wenn ich bereit bin, eine halbe Stunde und länger zu laufen, kann ich meinen Wagen vielleicht noch in manchen Winkeln kostenlos parken.

    Komme ich mit den Öffis aus einem der zahlreichen Nachbarorte (10 bis 15 km vom Zentrum) ins Elend im Talkessel, kostet mich das 8,20 Euro, demnächst 8,40 Euro. Zu Ihrer Info: Für vergleichbare Strecken zahlen Sie im Raum Hannover 6,80 Euro. Auch nicht billig, aber deutlich günstiger als die schwäbischen Tarife.

    So oder so ist es attraktiver, in eine der Schuttgarter Umlandgemeinden und deren Fuzos/Einkaufszentren zu fahren oder die Sachen gleich im Versandhandel zu bestellen.

    Unter diesen Fakten leidet sicher nicht nur der "Erlkönig" - aber eben auch der...

    Dauerstau u.a. wegen Schrott 21, ständig ausfallende S-Bahnen und Feinstaubquatsch kommen noch hinzu.
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#40 TheDadProfil
  • 06.10.2017, 23:56hHannover
  • Antwort auf #39 von Techniker
  • ""Da Sie ausweislich Ihres Profils aus dem schönen Hannover kommen,""..

    Nöö..
    Ich wohn da nur..
    Ich "komme" woanders her..
    Und auch ich kenne genügend "Elend" welches man als "Landschaft" bezeichnet hingestellt hat, damit sich die Leut das ankucken können..

    ""Komme ich mit dem Auto, zahle ich Sprit und Parkgebühren (3,50 Euro pro Stunde)""..

    Na, da hat man doch schon unter Zweieinhalb Stunden Parken zusammen mit dem Sprit das Tagesticket raus..
    Aber Rottweil, Böblingen und die anderen einkesselnden Ortschaften haben auch ihren Reiz..

    ""Dauerstau u.a. wegen Schrott 21, ständig ausfallende S-Bahnen und Feinstaubquatsch kommen noch hinzu.""..

    Ursache und Wirkung zu vertauschen ist nicht hilfreich..
    Der ""Feinstaubquatsch"" ist die Folge des Individualverkehrs, und nicht die Ursache für Parkplatznot und angeblich hohe Ticketpreise..

    ""kostet mich das 8,20 Euro, demnächst 8,40 Euro. Zu Ihrer Info: Für vergleichbare Strecken zahlen Sie im Raum Hannover 6,80 Euro.""..

    Äh ?
    Auch schon mal geschaut wie weit man mit den 8,40 in die andere Richtung WEG von Stuttgart kommt, wenn man nur 10-15 Km weg ist ?

    Die Sache mit dem Monatsticket hatte ich schon erklärt..
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#41 erlkoenigProfil
  • 07.10.2017, 23:18hStuttgart
  • jetzt melde ich mich mal selbst. wahrscheinlich zu spät, weil es ja so weit nach unten gerutscht ist, dass...
    ein paar klarstellungen:
    mein facebook-posting zum thema, dass uns nichts anderes übrig bleibt als zuzumachen, WENN sich nichts ändert, war kein "mimimimi ihr seid alle böse weil ihr nichts bei uns kauft". es war ein - zugegebenermassen schwieriges - statement: so, wie es grade ist, können wir nicht weitermachen. es war in erster linie eine FRAGE! "wollt ihr uns wirklich nicht mehr (was die kundInnenfrequenz und die umsätze nahelegen) oder seid ihr euch einfach nicht klar darüber, was mit uns passiert". da gibt es viele antworten: "nein, wir brauchen euch nicht mehr" wäre eine davon, die ich, wenn man "brauchen" übersetzt als "ohne geht es nicht" durchaus nachvollziehen könnte. als die schwulen buchläden (die von anfang an genaugenommen LSBTTIQ-läden waren) entstanden, waren sie, waren wir, wirklich NOTWENDIG.
    das sind wir mittlerweile nicht mehr, ich bin ja nicht blöd! im sinne von "notwendig" sind wir ... überflüssig. das ist so.
    die frage ist jetzt eher: wer will noch, dass es uns gibt? rein überlebenstechnisch reicht es uns, wenn eine ziemlich winzige minderheit der "LSBTTIQ"-menschen dazu "JA" sagt. diese winzige minderheit habe ich versucht zu sensibilisieren, nicht mehr und nicht weniger.
    ich weiss, was den unterschied ausmacht zwischen uns und amazon, ausser, dass amazon keine steuern zahlt. ich weiss, wo wir herkommen, und ich weiss, dass ich selbst schuld bin, mir ein "lebensprojekt" zu wählen, dass mich nie vernünftig ernährt hat und "altersarmut" selbst dann unausweichlich machen würde, wenn das rentenniveau ein bisschen höher wäre. dafür ist niemand verantwortlich, es hat mich niemand dazu gezwungen. dafür brauche ich auch weder mitleid noch sonst irgendwelche freundlichkeiten. i did it my way, es ist "mein problem", basta.
    ein paar sachen finde ich eigenartig: mein posting auf facebook hat reaktionen in einem ausmass erzeugt, das ich nicht für möglich gehalten habe. unter anderem - die "spitze" kann ich mir jetzt nicht verkneifen - hat queer.de mein "coming out" veröffentlicht und damit "geholfen". dafür danke! nur. warum war bis vor einer woche NIE, und ich sage es nochmal: NIE! auch nur EIN. EINZIGER. SATZ. darüber zu lesen, dass es uns überhaupt gibt? wie lange gibt es das "zentralorgan der homo-lobby"? es gab ziemlich wunderbare artikel über mich und den erlkoenig in den letzten jahren, in de stuttgarter zeitung, in der südwestpresse. das sind keine "LSBTTIQ"-medien. sie haben es trotzem gemacht.
    ich beschwere mich nicht mal wirklich darüber, dass queer.de alle seine buchempfehlungen direkt auf amazon verlinkt. dass wir (noch, es wird demnächst kommen) keine affiliate-lösungen haben, wo man dann halt "mitverdienen" kann, ist ein versäumnis unsererseits. gebongt. die frage, ob es nicht unter der würde von queer.de sein könnte, sich ausgerechent dem unsozialsten, reaktionärsten und homophobsten aller multinationalen konzerne quasi auszuliefern, ist interessant, aber nicht zielführend. so gut wie alle irgendwie im LSBTTIQ-bereich aktiven plattformen (ob das blogs sind oder vereins-homepages, facebook-gruppen oder lesbische leseforen): amazon ist IMMER der profiteur.
    ich stelle nochmal klar. wir erwarten weder von leuten , die keine bücher lesen, dass sie bei uns einkaufen, noch erwarten wir von leuten, die kein geld haben, ihr weniges geld bei uns auszugeben. wir sind weder lebensnotwendig noch unersetzbar. wir sind "etwas besonderes", darauf bestehe ich. "artenschutz" will ich nicht, aber ich will, dass die, die unsere "art" nicht aussterben lasen wollen, sich dessen bewusst sind, dass sie dafür etwas tun müssen.
    nicht mehr. nicht weniger.
    die allgemeine reaktion ist (weit über den "LSBTTIQ-bereich hinaus, übrigens) ziemlich überwältigend. ich habe da wohl ein wespennest aufgescheucht, das sehr viel mehr leuten ein dorn im auge war, als ich es für möglich gehalten habe, und das offensichtlich nicht nur mit dem erlkoenig zu tun hat, sondern ganz grundsätzlich mit der frage, wie wir in dieser gesellschaft weiterleben können und wollen. ist die "ehe für alle" ein endpunkt oder eine möglichkeit, sich anderen, vielleicht sogar wichtigeren themen zu widmen? ist es egal, wenn nur noch partys und csd´s funktionieren und fast alles andere verschwindet?
    die letzten tage haben mir einen kräftigen schuss hoffnung zurück gegeben, dass es wichtig wäre, darüber zu reden.
    ich wäre bereit ...
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#42 ChristophAnonym
  • 07.10.2017, 23:37h
  • Antwort auf #2 von Willie
  • Ich wohne in Schleswig-Holstein am Stadtrand von Hamburg und habe die Buchhandlung Männerschwarm geliebt und gerne besucht. Ich glaube fest, dass der Bruno's-Store nicht Ursache für die Schließung des Männerschwarm's war!
    Die Geschäftsmodelle waren zum Teil gleich und ähnlich, zum Teil auch unterschiedlich. Beim Männerschwarm lag der Schwerpunkt eindeutig beim Buch. Und das mochte ich so gerne am Männerschwarm! Jahrelang haben beide Geschäfte parallel bestehen können! Der Verlust des Männerschwarms ist sehr traurig!
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#43 erlkoenigProfil
  • 08.10.2017, 00:22hStuttgart
  • Antwort auf #42 von Christoph
  • stimmt, es ist traurig. viel von dem, was "die schwulen buchläden" ausgemacht hat, lag in der art, wie wir zusammengearbeitet haben, ohne ein konzern zu sein. nun ist es leider so gekommen, dass es nur noch in berlin und stuttgart "schwule buchläden" gibt. wir in stuttgart haben dann die "wir machen jetzt zu"-meldungen aus münchen und dann hamburg (vorher köln und nürnberg, zwischendurch frankfurt) irgendwann "mitgeteilt bekommen" und waren genauso traurig wie viele kundInnen. deshalb machen wir es jetzt nicht so, sondern sagen: "leute, es gibt uns. wenn ihr uns wollt und uns das ermöglicht, bleiben wir". aber das "übrlebensminimum" muss halt sein. bücher kann man ja nicht essen, und von unbezahlten rechnungen können wir keine ladenmiete zahlen :-)
    wir vom erlkoenig werden es nicht nicht hinkriegen, dass es in hamburg wieder einen schwulen oder LSBTTIQ-buchladen geben wird. ich weiß auch, dass es aus SH weit nach stuttgart ist. und ich weiß auch, dass ein "laden" etwas anderes ist als ein internet-shop. aber immerhin haben wir eine alternative zu amazon und co. mit UNSEREM shop buchladen-erlkoenig.de/shop - die kollegen in berlin von eisenherz und in wien von löwenherz übrigens
    auch.
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#44 schwulenaktivist
  • 16.10.2017, 17:34h
  • Ich darf mich auch noch melden aus Basel. Vorerst wünsche ich dem Erlkönig eine lange Strecke des Lebens in die Zukunft, möglichst.
    Mir ist schon vor vielen Jahren klar geworden, dass die Nachfrage nach Literatur sich verengen wird. Seit etwa 10 Jahren war klar, dass es ARCADOS nicht mehr braucht.
    Aber nebst den ökonomischen Veränderungen hat sich auch ein kultureller Wandel eingeschlichen. Neue Generationen von Männern glauben, sie seien nicht mehr auf Bücher angewiesen, da "sowieso alles gratis im Internet" erhältlich sei. Vor allem sexuelle Darstellungen, die noch immer in unserem Alltag unsichtbar sind findet jeder im Internet. Das ist das Zentrale.

    Aber schon das Nachdenken darüber, was und wie es dargestellt wird und wie mann sich in ein Verhältnis dazu setzt, um nicht nur seine unmittelbaren Bedürfnisse zu befriedigen, sondern auch auf Augenhöhe der Sexualität und den Partnern zu begegnen, ist eine Überforderung. Mann stützt sich voll auf heterosexuelle Strukturen ab. Das ist viel einfacher.
    Bücher bieten die einzigartige Gelegenheit, mit sich und seiner Sexualität und Biografie zu meditieren. Es reicht nicht, das Loch, das gesucht wird, einfach "hinten zu finden". Fürs ganze Leben. Amen
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