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Transphobie
Papst: Geschlechtsanpassung ist eine gefährliche "Manipulation"
Das Oberhaupt der katholischen Kirche kritisiert, dass Transpersonen geschlechtsanpassende Operationen ermöglicht werden.

In der Welt von Papst Franziskus bedrohen Transsexuelle die "Allainz zwischen Mann und Frau" (Bild: Long Thiên / flickr)
- 6. Oktober 2017, 12:10h 2 Min.
Papst Franziskus hat am Donnerstag in einer Rede vor der Päpstlichen Akademie für das Leben geschlechtsanpassende Operationen als "Manipulation von geschlechtlichen Unterschieden" abgelehnt.
Der Pontifex erklärte laut dem offiziellen Protokoll: "Die biologische und psychische Manipulation von geschlechtlichen Unterschieden, die uns durch die biomedizinische Technologie erscheint, als ob sie eine freie Entscheidung ist – was nicht stimmt – birgt die Gefahr, dass sie die Quelle der Energie demontiert, die die Allianz zwischen Mann und Frau mit Nahrung versorgt und sich als kreativ und fruchtbar erwiesen hat." Die 1994 gegründete Päpstliche Akademie für das Leben behandelt Fragen der Bioethik.
Katholischer LGBTI-Aktivist: Papst versteht Transsexualität nicht
Katholische LGBTI-Aktivisten übten scharfe Kritik an den Worten des Kirchenoberhauptes: "Wenn der Papst den Wunsch von Transpersonen, sich einer Geschlechtsanpassung zu unterziehen, als 'Manipulation' oder 'freie Entscheidung' abtut, zeigt er, dass er nicht versteht, dass die Geschlechtsanpassung von Transpersonen ein Weg für sie ist, die Person zu werden, als die Gott sie erschaffen hat", erklärte Francis DeBarnardo, der Chef der amerikanischen LGBTI-Organisation New Ways Ministry, in der sich homo- und transsexuelle Katholiken organisieren. "Das Geschlecht ist mehr als die biologische Realität", so DeBarnardo weiter.
Die katholische Kirche hat Transpersonen wie auch nicht-zölibatär lebende Homosexuelle stets abgelehnt. Allerdings traf Papst Franziskus 2015 in seinem Gästehaus im Vatikan einen Transsexuellen aus Spanien, der von seiner katholischen Heimatgemeinde wegen seiner Geschlechtsidentität angefeindet worden war (queer.de berichtete). Öffentlich zu dem Treffen geäußert hatte sich der Papst damals allerdings nicht.
Die Transphobie der Kirche hat auch Auswirkungen auf katholische Einrichtungen: So wurde Anfang des Jahres der Fall eines katholischen Krankenhauses in den USA bekannt, das sich geweigert hatte, einen Transsexuellen zu behandeln (queer.de berichtete). (dk)















Gefährlich ist nur, wer was äußert, ohne vorher gedacht und sich nicht informiert zu haben.
Typisch für solche Kappenkasper.