Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?29828

Transphobie

Papst: Geschlechts­anpassung ist eine gefährliche "Manipulation"

Das Oberhaupt der katholischen Kirche kritisiert, dass Transpersonen geschlechtsanpassende Operationen ermöglicht werden.


In der Welt von Papst Franziskus bedrohen Transsexuelle die "Allainz zwischen Mann und Frau" (Bild: Long Thiên / flickr)
  • 6. Oktober 2017, 12:10h 96 2 Min.

Papst Franziskus hat am Donnerstag in einer Rede vor der Päpstlichen Akademie für das Leben geschlechtsanpassende Operationen als "Manipulation von geschlechtlichen Unterschieden" abgelehnt.

Der Pontifex erklärte laut dem offiziellen Protokoll: "Die biologische und psychische Manipulation von geschlechtlichen Unterschieden, die uns durch die biomedizinische Technologie erscheint, als ob sie eine freie Entscheidung ist – was nicht stimmt – birgt die Gefahr, dass sie die Quelle der Energie demontiert, die die Allianz zwischen Mann und Frau mit Nahrung versorgt und sich als kreativ und fruchtbar erwiesen hat." Die 1994 gegründete Päpstliche Akademie für das Leben behandelt Fragen der Bioethik.

Katholischer LGBTI-Aktivist: Papst versteht Transsexualität nicht

Katholische LGBTI-Aktivisten übten scharfe Kritik an den Worten des Kirchenoberhauptes: "Wenn der Papst den Wunsch von Transpersonen, sich einer Geschlechtsanpassung zu unterziehen, als 'Manipulation' oder 'freie Entscheidung' abtut, zeigt er, dass er nicht versteht, dass die Geschlechtsanpassung von Transpersonen ein Weg für sie ist, die Person zu werden, als die Gott sie erschaffen hat", erklärte Francis DeBarnardo, der Chef der amerikanischen LGBTI-Organisation New Ways Ministry, in der sich homo- und transsexuelle Katholiken organisieren. "Das Geschlecht ist mehr als die biologische Realität", so DeBarnardo weiter.

Die katholische Kirche hat Transpersonen wie auch nicht-zölibatär lebende Homosexuelle stets abgelehnt. Allerdings traf Papst Franziskus 2015 in seinem Gästehaus im Vatikan einen Transsexuellen aus Spanien, der von seiner katholischen Heimatgemeinde wegen seiner Geschlechtsidentität angefeindet worden war (queer.de berichtete). Öffentlich zu dem Treffen geäußert hatte sich der Papst damals allerdings nicht.

Die Transphobie der Kirche hat auch Auswirkungen auf katholische Einrichtungen: So wurde Anfang des Jahres der Fall eines katholischen Krankenhauses in den USA bekannt, das sich geweigert hatte, einen Transsexuellen zu behandeln (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 BuntSchoenEhemaliges Profil
  • 06.10.2017, 14:29h
  • So ein Blödsinn. Die geschlechtsangleichende Operation ist keine Willkür, sondern das ist eine bewusste Entscheidung der Trans* Personen, um so zu leben wie ihre Persönlichkeit ist.

    Gefährlich ist nur, wer was äußert, ohne vorher gedacht und sich nicht informiert zu haben.
    Typisch für solche Kappenkasper.
  • Direktlink »
#2 AchsoAnonym
  • 06.10.2017, 14:37h
  • Zustimmung für den Papst durch Schwule hier in 3 - 2 - 1 ... (ok, er hätte noch sagen können, dass sie "Transen" genannt werden wollen)
  • Direktlink »
#3 Stimme der VernunftAnonym
  • 06.10.2017, 15:09h
  • "der Papst (...) zeigt (...), dass er nicht versteht, dass die Geschlechtsanpassung von Transpersonen ein Weg für sie ist, die Person zu werden, als die Gott sie erschaffen hat"

    Damit sagt der katholische LGBTI-Aktivist, dass eine Transperson in dem Zustand, in dem sie geboren wurde - also vor ihrer äußerlichen Geschlechtsanpassung - (noch) nicht die Person sei, als die Gott sie erschaffen habe.

    Theologisch erscheint mir diese These zweifelhaft: Heißt das, dass Gott beim Erschaffen dieser Person ein Fehler unterlaufen ist - da sie ja in ihrem ursprünglichen Zustand offenbar nicht dem Willen Gottes entsprach? Wie kann das sein, dass Gott ein Fehler unterläuft?

    Ich werde wohl nie verstehen, warum manche LGBTI*-Personen sich geistig dermaßen verrenken, um in einer Kirche eine Heimat zu finden.
  • Direktlink »