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Landtagswahl

Niedersachsen: Rot-Grün verpasst nur knapp die Mehrheit

Bei der Landtagswahl überholen die Sozialdemokraten mit 36,9 Prozent die CDU. Ministerpräsident Stephan Weil muss nun jedoch in einer anderen Koalition regieren.


Der SPD-Politiker Stephan Weil dürfte sein Amt als niedersächsischer Ministerpräsident behalten – unklar ist noch in welcher Koalition (Bild: SPD in Niedersachsen / flickr)

  • 15. Oktober 2017, 16:05h 27 2 Min.

Drei Wochen nach der Bundestagswahl haben die Niedersachsen am Sonntag ein neues Landesparlament gewählt. Laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis werden die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Stephan Weil mit 36,9 Prozent stärkste Kraft. Die CDU von Herausforderer Bernd Althusmann kommt auf 33,6 Prozent.

Die Grünen landen mit 8,7 Prozent auf Platz drei, die FDP liegt bei 7,5 Prozent. Die AfD schafft mit 6,2 Prozent den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde, während die Linke mit 4,6 Prozent knapp den Einzug in den Landtag verpasst.

Die Auszählung der Stimmen war spannend: Teilweise sah es so aus, als ob es erneut eine Ein-Stimmen-Mehrheit für eine Fortsetzung der rot-grünen Koalition gebe. SPD und Grüne kommen jedoch laut dem vorläufigen Endergebnis nur auf 67 Sitze. CDU, FDP und AfD haben zusammen 70 Sitze.

Anfang August hatte die Landesregierung nach dem Fraktionswechsel der bisherigen Grünen-Abgeordneten Elke Twesten zur CDU ihre bisherige knappe Mehrheit im Landtag verloren. Meinungsumfragen sahen die Regierungsparteien damals weit abgeschlagen. Ministerpräsident Weil konnte jedoch offensichtlich mit der vorgezogenen Neuwahl punkten.

Gute queerpolitische Bilanz von Rot-Grün

Die LGBTI-Bilanz von Rot-Grün war ordentlich. So versuchte die Landesregierung in den vergangenen Jahren unter anderem mit der Einrichtung der landesweiten Akzeptanzkampagne "Queeres Niedersachsen", gegen Diskriminierung und Vorurteile vorzugehen (queer.de berichtete).

Die niedersächsische CDU hatte sich dagegen mehrfach mit offener Homophobie profiliert. So warnte Schulexpertin Karin Bertholdes-Sandrock 2014 davor, "Schwule und Lesben in den Klassen allein gegenüber den Kindern auftreten" zu lassen (queer.de berichtete). Anders als die FDP lehnte die Union in dieser Legislaturperiode auch eine Erweiterung des Antidiskriminierungsartikels in der Landesverfassung ab, die damit nicht die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit erhielt (queer.de berichtete). (cw)

-w-

#1 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 15.10.2017, 18:44h
  • Bitte bitte, ich möchte eine rotrotgrüne Landesregierung.
  • Direktlink »
#2 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 15.10.2017, 18:52h
  • 18Uhr50
    Trotz wahrscheinlichem SPD-Gewinn, gewinnt die afd mehr Stimmen als die SPD.
    Der Verlust bei den Grünen, zeigt, das die Menschen in Niedersachsen wenniger an die Zukunft denken, schade.
    Wollen wir hoffen, das Die Linke, ins Parlament kommt, zurZeit trennen Sie nur 0,2 Prozent davor, der Abend bleibt für mich spannend.
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#3 Hannoveranter37Anonym