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Strategien für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt
Neue LSVD-Kampagne gegen Rechtspopulismus
In Leipzig fand am Samstag der Auftakt für das von der Bundesregierung geförderte LGBTI-Projekt "Miteinander stärken. Rechtspopulismus entgegenwirken" statt.

Protest gegen AfD & Co. beim CSD 2016 in Düsseldorf (Bild: Norbert Blech)
- 21. Oktober 2017, 15:47h 2 Min.
Rechtspopulismus ist längst in Deutschland angekommen. Mit diffamierenden Kampfbegriffen und faktenfreien Kampagnen wird auch Stimmung gegen LGBTI gemacht. Das neue bundesweit agierende Projekt "Miteinander stärken. Rechtspopulismus entgegenwirken" des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland (LSVD) möchte Aktivisten und Fachkräfte aus der Community sowie Bündnispartner stärken und mit ihnen gemeinsam Strategien für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt entwickeln. Hierzu fand am Samstag der Auftakt mit einem regionalen Vernetzungstreffen im Neuen Rathaus Leipzig statt.
Das Projekt "Miteinander stärken" soll mit dazu beitragen, dass Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans und intergeschlechtliche Menschen als gleichberechtigt und gleichwertig akzeptiert und anerkannt werden. Gleichzeitig möchte es zusammen mit Partnern aus der Antirassismusarbeit, aus migrantischen Organisationen und aus vielen weiteren zivilgesellschaftlichen Initiativen Gegenstrategien entwickeln und Vernetzungsprozesse anstoßen.
"Von einer demokratischen und offenen Gesellschaft profitieren alle", heißt es in einer Pressemitteilung des LSVD zum Projektauftakt. "Sie schafft die Voraussetzung dafür, jederzeit, an jedem Ort, ohne Angst und Anfeindung verschieden sein zu können."
Neue Kooperationen und Bündnisse gesucht
In regionalen Workshops, Konferenzen und bundesweiten Foren sollen menschenfeindliche Parolen analysiert, effektive Gegenstrategien diskutiert und neue Kooperationen und Bündnisse geschlossen werden. Das Projekt richtet sich an alle, die sich für demokratische Grundwerte und gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren: Vereine und Verbände, Gewerkschaften und Unternehmen, Medien, Wissenschaft, Kultur und Sport, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, migrantische und antirassistische Initiativen, Fachkräfte aus der Jugend-, Familien- und Bildungsarbeit und die LGBTI-Community.
Das Projekt "Miteinander stärken" wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Das nächste regionale Vernetzungstreffen findet am 9. Dezember in Mannheim statt. Mehr Infos auf miteinander-staerken.de. (cw/pm)















So nun haben wir also auch den massiven Rechtsruck heute im Nachbarland Tschechien, der letztes Wochende auch in Österreich erfolgt ist.
LGBTI-Themen spielen bei diesen Rechtsrücken in Tschechien oder in Österreich überhaupt KEINE ROLLE.
Entscheidend ist für den massiven Rechtsruck in den verschiedenen Ländern das Thema "Einwanderung/Flüchlinge" gekoppelt mit Islamisierung der Gesellschaft.
Auch in Polen, in Bulgarien, in Ungarn aber auch in Dänemark und in Lettland haben wir mittlerweile rechtskonservativ-nationalistische Regierungen an der Macht.
Und in den Niederlanden und in Deutschland hatten wir historische Abstürze der Sozialdemokraten.
UND wer als LGBTI-Aktivist meint, er könne hier mit LGBTI-Themen "irgendetwas" ausrichten, der täuscht sich gewaltig.
DENN es geht nicht den nach rechts wandernden Tschechen, Österreichern, Polen, Ungarn, Dänen oder Niederländern oder den Briten mit ihrem Brexit um LGBTI-Themen, die sind den allermeisten Bürgern/Wählern entweder piepegal oder sie stehen Ihnen befürwortend gegenüber. Es geht den Wählern um die Themen Einwanderung/Flüchtlinge und Islamisierung.
Das hat Edmund Stoiber am letzten Montag bei Hart aber Fair schon sehr gut analysiert und erklärt, als er sagte: "Egal welche Problem und Themen wir sonst so in Deutschland oder Österreich haben, es wird alles überlagert und regelrecht totgeschlagen vom Thema Einwanderun/Flüchtling. DAS war das bestimmende Thema, wo er überall im Wahlkampf nach gefragt wurde und da hat Herr Stoiber vollkomen Recht mit seiner Wahrnehmung.