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  • 22. Juni 2005 14 2 Min.

Warschau/Berlin Homoaktivisten in Polen und Deutschland haben mit Entsetzen über die zunehmende homofeindliche Gewalt in dem Land reagiert. Wie offenbar erst jetzt bekannt wurde, sind am 9. Juni in Kattowitz zwei Vorstandsmitglieder der polnischen "Kampagne gegen Homophobie" vor einer Szenekneipe angeschossen worden. Nach dem Attentat auf die 41 Jahre alte Marzena Rozlach und einen 23-jährigen schwulen Mann habe es zahlreiche weitere Übergriffe gegeben, berichten mehrere Homogruppen aus Polen in einer gemeinsamen Erklärung. Die Mitglieder der Kampagne riefen die Politiker Polens auf, gegen den zunehmenden Hass einzuschreiten, zumal dieser durch politische Äußerungen wie die des Warschauer Bürgermeisters geschürt würde. Der hatte in diesem Jahr den CSD verbieten lassen, die teils gewalttätigen Teilnehmer einer Gegendemonstration zur verbotenen Parade hingegen eine Woche später erneut durch die Stadt ziehen lassen. Der Europaabgeordnete Wojciech Wierzejski hatte dazu aufgerufen, Vertreter der Lesben- und Schwulenbewegung mit "sozialer und moralischer Intoleranz" zu strafen: "Wir dürfen es nicht zulassen, dass sie ihre Gesichter in der Öffentlichkeit zeigen und für ihre Abnormität werben." Der LSVD forderte den Ausschluss Wierzejskis aus der rechtspopulistischen Fraktion "Unabhängigkeit/ Demokratie" auszuschließen. Auch sollten Bundesregierung und Europäische Union bei der polnischen Regierung vorstellig werden und gegen die "unerträgliche Hetzkampagne" protestieren. Zur Unterstützung der polnischen "Kampagne gegen Homophobie" erinnerte der LSVD an seine Spendenaktion "Gay Solidarnosc". (nb)

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#1 andyAnonym
  • 22.06.2005, 16:10h
  • hi , da wir als schwule als letzter dreck überall behandelt, werden ist es klar ! ich bin gespannt , wann wird eu parlament darauf in polen reagieren? wahrscheinlich niemals . das parlament beschäftigt sich zur zeit mit allen "problemen" aber wir sind nur schwule . wir sind keine terroristen , gott sei dank, die die ordnung gefährden. . am besten wäre es , wenn schwule in polen und nachher bei uns in gaskammer gesteckt wären! da würde endlich ruhe!
    das ist in polen ein beweis dafür , was für hass die einige katholischen polen entwickeln . gefährlich und abscheulich!
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#2 Torsten aus Frankfurt / MainAnonym
  • 22.06.2005, 16:34h
  • Also die vorangegangene Meinung ist doch ziemlich heftig. Wir leben glücklicherweise doch in Deutschland, nicht in Polen, aus diesem Grund fühle ich mich von diesen Ausschreitungen auch nicht bedroht. In Europa gibt es eben Länder, in denen die Menschen und Regierungen konservativer sind, als in anderen Ländern. Die Niederlande ist nicht der Vatikan und Deutschland ist nicht Polen. Es stimmt mich zwar etwas traurig, was dort passiert, auf der anderen Seite bringt es mich aber etwas zum Grinsen, da in diesem Land anscheinend doch eine ziemliche Doppelmoral herrscht. Für Homosexualität sind sie zu katholisch, was Autoklauen und Prostitution angeht, jedoch nicht.
    Wie hat es dieses Land mit diesen rechtskonservativen Politikern überhaupt in die EU geschafft?
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#3 AngelpowerAnonym
  • 22.06.2005, 18:24h
  • @torsten: Die haben es wie viel ander Oststaaten in die EU hgeschafft weil das politisch so gewollt war und nicht weil sie wirtschaftlich oder weil sie EU Gesetzeskonform wären. Und sowas passiert dann , da muss man sich nicht wundern, daß die Menschen immer negativer auf die EU reagieren. Erweitern weil man nicht ausgrenzen will, statt abwarten bis die Staaten Humanpolitisch und wirtschaftlich auf wenigstens 80% des EU Durschnittsniveau sind( die neuen liegn bei ca.50%). Und mit katholisch hat das nichts zu tun, selbst im katholischen Irland und Spanien, sowie im weitaus konservati´veren GroßBritanien gibt es bessere Schwulengesetze.
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