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Gerichtsverfahren in Weiden
"Ich wollte Crystal und ich wollte Sex": Schwuler Drogen-Konsument verurteilt
Seine Callboys bezahlte er mit Crystal Meth, er selbst ist abhängig von der Droge: In der Oberpfalz wurde ein schwuler Mann deshalb zu knapp fünf Jahren Haft verurteilt.

Crystal Meth kann geraucht, geschnupft oder gespritzt werden (Bild: J. Jefferson / flickr / by-sa 2.0)
- 10. November 2017, 14:48h 2 Min.
Ein 42-jähriger schwuler Mann ist von Landgericht in Weiden in der Oberpfalz wegen der Einfuhr von 150 Gramm der Sexdroge Crystal Meth zu einer Haftstrafe in Höhe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Laut "Oberpfalz Medien" muss der hochgradig abhängige in München lebende Brasilianer aber nur noch eine Woche im Gefängnis verbringen, da er bereits seit einem halben Jahr in Untersuchungshaft gesessen hatte und der Richter den sogenannten Maßregelvollzug anordnete. Damit kann der Verurteilte statt Gefängnis eine zweijährige Therapie in Regensburg beginnen.
Der Verurteilte hatte seine Droge auf einem Markt in der nahe gelegenen tschechischen Stadt Cheb (deutscher Name: Eger) gekauft. Im Mai 2017 erwischte ihn die Polizei an der Grenze, als der Brasilianer 100 Gramm der Substanz bei sich trug, für die er eigenen Angaben zufolge 2.000 Euro bezahlt hatte. Er hatte die Droge in seiner Unterhose versteckt. Der 42-Jährige gab in der Befragung auch zu, bereits im November 2016 mit 50 Gramm über die Grenze gefahren zu sein.
Seit 2014 Crystal injiziert
Der Verurteilte hatte bereits seit Jahren Crystal Meth konsumiert. Zunächst rauchte er die Droge, später schnupfte er sie und seit 2014 spritzte er sich bis zu einem Gramm täglich. Die starke Abhängigkeit wurde von der Toxikologie bestätigt. Der Mann gab an, fast ausschließlich für den Eigenkonsum Crystal gekauft zu haben. Zudem habe er damit Callboys bezahlt. "Ich wollte Crystal und ich wollte Sex", sagte der 42-Jährige. Schließlich koste ein Sexdate für eine Stunde regulär "zwischen 80 und 200 Euro".
Experten warnen bereits seit längeren vor einem erhöhten Konsum der Droge Crystal Meth unter schwulen Männern. Bereits letztes Jahr warnte der Leiter des Berliner Drogendezernats, dass die schwule Szene von Meth "überschwemmt" werde (queer.de berichtete).
Das synthetisch hergestellte Crystal Meth, das vor allem durch die Serie "Breaking Bad" bekannt wurde, wird von Schwulen gerne beim Sex eingesetzt, da die Droge euphorisierend, enthemmend und stimulierend wirken kann. Crystal macht aber schnell abhängig und hat schwere Nebenwirkungen, die bis hin zum Tod führen können.
Erst vergangenen Monat wurde der frühere Pornostar Matthew Rush wegen Crystal-Besitzes festgenommen (queer.de berichtete). (cw)















Ich bin ziemlich viele Schwule, aber ich habe Crystal Meth noch nie beim Sex eingesetzt, deshalb ist die Aussage wohl Quatsch.
Wer Drogen konsumiert ist nicht schwul, sondern ein Junkie. Vielleicht sollte man auf gewissen Unterscheidungen beharren.