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Kooperation mit OUTtv

TV-Plattform für LGBTI kommt auf den deutschen Markt

Das Netflix für die Community: Eine neue App soll ab Dezember den LGBTI-Fernsehmarkt revolutionieren.


Die neue Plattform soll TV-Konsumenten mit Spielfilmen oder LGBTI-Fernsehserien wie der Realityshow "RuPaul's Drag Race" anlocken (Bild: OUTtv)

  • 17. November 2017, 11:07h 9 2 Min.

Der Fernsehsender OUTtv, die Medienproduktions- & Vertriebsgesellschaft Pro-Fun Media und die "blu"-Mediengruppe haben sich zusammengeschlossen, um eine interaktive TV-Plattform für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transpersonen auf den deutschen Markt zu bringen. Das teilten die Unternehmen am Donnerstag mit. Ab dem 1. Dezember soll OUTtv in Deutschland als App starten, die ein linear ausgestrahltes Pay-TV-Programm mit Video-on-Demand verbindet.

OUTtv ist ein 2008 in den Niederlanden gegründeter Sender für die LGBTI-Zielgruppe, der anschließend in die Nachbarländer expandierte. Seit 2015 kann er auch als Teil eines Pay-TV-Pakets des Kölner Kabelanbieters NetCologne gebucht werden (queer.de berichtete). Auf der OUTtv-Website kann man sich bereits als Tester für die neue App bewerben.

In der neuen App sollen OUTtv-Abonnenten rund um die Uhr Zugriff auf das laufende Programm und die Mediathek mit einer Gesamtspieldauer von derzeit 800 Stunden haben. Darin vertreten sind LGBTI-Kinofilme, Serien, Kurzfilme und Dokumentationen, die auch im Einzelabruf erhältlich sein werden; eine Gratisversion der App soll eine kleine Auswahl der Sendungen bereithalten.

Social-Media-Funktionen geplant

"Ein Herzstück unseres gemeinsamen Konzepts sind die Social-Media-Funktionen", erklärte der Vorstandsvorsitzende von OUTtv Europe, Marc Putman. "OUTtv-Nutzer können sich künftig über die App und Facebook Connect miteinander verbinden und sich Sendungen empfehlen. Vielleicht gibt es sogar jemanden in der Nähe für einen gemeinsamen Abend mit der Lieblingsserie? So wird die LGBT-Community Teil des Medienerlebnisses." Die App kann auch anonym genutzt werden.

Pro-Fun-Media-Chef Axel Schmidt sieht OUTtv nicht nur als TV-Angebot für die LGBTI-Zielgruppe: "Zwar steuert Pro-Fun Media zum Start einen Grundstock an Filmen bei, doch grundsätzlich wollen wir Kreativen und Distributoren eine offene Plattform bieten. Denn außer auf Festivals und in Filmreihen gibt es viel zu selten die Gelegenheit, LGBT-relevante Produktionen zu zeigen."

Für das Joint-Venture steuert Pro-Fun Media seinen umfangreichen Filmbestand bei und berät bei der Gestaltung der Programmauswahl, OUTtv Media betreut die Mediathek, produziert den Livestream und stellt die Studio- und Plattformtechnik bereit. Die "blu"-Mediengruppe übernimmt das Marketing und liefert Community-News. (cw)

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-w-

#1 TimonAnonym
  • 17.11.2017, 12:33h
  • Schade, dass nicht auch noch Salzgeber mitmacht.
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#2 Dominik SchultheissAnonym
  • 17.11.2017, 12:50h
  • So weit ich das verstehe setzt Salzgeber seine Produkte bei Netflix und anderen Distributoren ein.

    Das ist generell ein Trend den man auch bei Büchern und Magazinen beobachten kann: Die qualitativ besseren Sachen landen bei Publikumsverlagen.
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#3 TechnikerAnonym
  • 17.11.2017, 13:54h
  • Ob's diesmal klappt?

    Zehn Jahre nach dem Start von "Timm" (samt baldiger Pleite) ist das Umfeld für einen Spartenkanal wesentlich besser. Das Internet ist vielerorts schnell genug, um Video in guter Qualität zu übertragen, viele TVs sind "smart". Für den Veranstalter gibt's Streaming zwar nicht umsonst, ist aber vermutlich billiger als die Verbreitung über Kabel und Satellit.

    Und momentan brummt die Wirtschaft, es sind also potentielle Werbekunden in ausreichender Zahl greifbar - "Timm" brach nicht zuletzt die Wirtschaftskrise 2008 das Genick.
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