Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=30111
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Zweite Trans-Frau wirft Jeffrey Tambor sexuelle Belästigung vor


#1 FragezeichenAnonym
  • 17.11.2017, 18:32h
  • Ich will die Vorwürfe hier gar nicht kommentieren und sehe mit Freude, dass es auch bisher keine Kommentare zu den Vorwürfen hier gibt :
    Ich weiß nicht, was ich von dem, was zu diesem Themenkreis der sexuellen Belästigung gerade insbesondere in Amerika scheinbar kritiklos läuft, halten soll.
    Zum Einen werden viele Vorkommnisse zu recht angeprangert, dennoch gilt die Unschuldsvermutung.
    Dieses hoffentlich gut gemeinte MeTo entwickelt sich immer mehr zu einer Festveranstaltung des Puritanismus, fernab jeglicher Rechtsstaatlichkeit.
    Es soll in manchen Situationen in den USA schon problematisch sein als Mann zusammen mit einer Frau in den Aufzug zu gehen. Ich habe selbst mitbekommen, wie Männer einen fast leeren Aufzug haben abfahren lassen, weil dort nur eine Frau drin war. Wollen wir so eine Gesellschaft? Wollen wir eine Gesellschaft in der Verträge abzuschließen sind bevor man sich näher kommt? Wollen wir eine Gesellschaft in der eine nette und angemessene Anfrage zu einem Stelldichein schon eine sexuelle Belästigung sein könnte. Ein Strauß Rosen schon eine Nötigung? Ich mag es wenn ich Rosen bekomme - so sind wir Frauen halt ;-). Ist ein korrekt ausgeführter Handkuss schon eine sexuelle Belästigung, oder eine Bemerkung wie "Wow, sie sehen heute aber wieder bezaubernd aus!"?
    Es darf nicht sein, dass sich hier durch die Hintertür all das verklemmte Gesindel wieder in die gesellschaftliche Mitte schleicht und wieder von Enthaltsamkeit, Sitte und Anstand (das was die darunter verstehen), von Gottesfürchtigkeit, Segen der Religion, kein Sex ohne Kinderwunsch, usw. faselt und vor allen Dingen darf es nicht so sein, dass Menschen einfach a priori verurteilt werden nur weil irgendwo in den sozialen Medien Gerüchte verteilt werden. Es soll ja da so Fake News geben!! Das kann und sollte man anders machen. Dafür gibt es rechtsstaatliche Einrichtungen, dafür gibt es Berater*innen, dafür gibt es den gesunden Menschenverstand. Vieles lässt sich klären ohne jemanden erst einmal total fertig zu machen und dann mal sehen was passiert.

    Einige der inzwischen zu Reichtum gekommenen Stars und Sternchen, die sich da so zu "Wort" gemeldet haben, verfügen mit tödlicher Sicherheit über genügend finanzielle Mittel eine berechtigte und erfolgsversprechende Klage anzustreben.

    Was sollen diese "über die Gerüchteküche" verteilten Vorwürfe?
    Wem sollen die nützen?
    Welche Vorstellungen haben diese Leute von Law and Order - von Recht und Ordnung?
    Ist Rache bis aufs Blut nun wieder opportun?

    Wir müssen noch viel lernen im Umgang mit den "Social Media" - ja da steckt das Wort "Social" drin !!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 DiesAnonym
  • 17.11.2017, 18:49h
  • Ach ist das die Serie in der der Sohn und sämtlich andere männliche Rollen hetero sind und gleich beide Töchter und sämtliche weibliche Rollen lesbisch/bi?

    Das Thema der Serie ist eigentlich Trans, aber vor allem geht es beim Thema Sex plastisch dargestellt um die weibliche homosexualität der Töchter.
    Bei einer lesbischen Serie hätte ich das ja verstanden, aber die Serie nennt sich Trans und queer und komischerweise sind alle Frauen unrealistischer Weise lesbisch/bi, aber kein Mann schwul.
    Das gibt der Serie einen merkwürdigen Beigeschmack.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 OrthogonalfrontAnonym
  • 17.11.2017, 20:14h
  • Und weiter geht die endlose Empörungs-Maschinerie. Ich glaube ab sofort grundsätzlich erst mal den Beschuldigten. Warum? Weil auf derselben Grundlage andere einfach so den Klägern glaubt und direkt die Beschuldigten verurteilt. So weit ist es gekommen, dass die reine Anschuldigung zum sozialen Tod führt wenn sie von den "Richtigen" gegen die "Richtigen" gerichtet ist. Katastrophal!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 stolzerHomoAnonym
  • 17.11.2017, 20:16h
  • Kein Ruhmesblatt der feministischen Bewegung. Man fragt sich, ob es um eine Entsexualisierung geht. Wo soll das Enden? Prüderie?
    Das geht nicht mehr lange gut und es wird die notwendige Gegenbewegung kommen, denn immer nur auf den Mann einzudreschen, führt zu keiner Stärkung der Frau..man schadet nur sich selber.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 VernunftAnonym
#6 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 18.11.2017, 00:18h
  • Ich weiß nicht, ob diese Anschuldigungen zutreffend sind, oder nicht (das wissen wohl nur die Betroffenen), aber mir fällt etwas auf. Wie viele heterosexuelle Personen werden beschuldigt, und wie viele homosexuelle Personen? Ich will nicht abstreiten, dass in dem einen der anderen Fall wirklich eine OBJEKTIVE Vergewaltigung, oder Übergriff stattgefunden hat, aber bei ALLEN? Kann es sich nicht manchmal um einen SUBJEKTIV empfundenen sexuellen Übergriff handeln, was es nicht weniger schlimm macht? Ein Beispiel:

    Ich bin WIRKLICH trans, und empfinde mich als LESBISCH. Eines Tages, meine Ex (eine Transfrau) hatte sich von mir getrennt, und ich war solo), ging ich in Schöneberg in eine damals existierende Frauenbar, wo sich die Partei "Die Frauen", zu der ich damals gehörte, traf. Dort traf ich mich mit einer (biologischen) Frau, nennen wir sie Erika.
    Wir unterhielten uns, fanden einander sympathisch. Es sollte etwas "Ernstes" daraus werden, und so entschied ich mich, ihr die Wahrheit über meine Vergangenheit zu sagen. Erika glaubte zuerst, ich wäre eine Frau, die ein Mann werden wollte, was ihr nicht sehr sympathisch war. Als ich ihr sagte, dass ich eine Frau bin, die als "Mann" geboren wurde, veränderte sich ihr Verhalten. Sie stand auf, zahlte, und ging. Später, wir telefonierten (ich hatte wieder eine Anonce aufgegeben, auf die sie sich meldete), beschuldigte sie mich, sie vergewaltigen zu wollen. Ihre irrationale Angst/Hass auf Transsexuelle, ließ ihren Blick auf die damalige Situation sich anders darstellen, als sie wirklich war (aus meiner Sicht).
  • Antworten » | Direktlink »
#7 LillyComptonAnonym
#8 OrthogonalfrontAnonym
#9 la_passanteAnonym
#10 TheMumProfil
#11 la_passanteAnonym
#12 OrthogonalfrontAnonym
#13 HanteltapirAnonym
  • 21.11.2017, 03:45h
  • Ein Hauptdarsteller der eine sog. "Transfrau" (was soll das sein?) spielen soll ist wie ein Weißer der sich mit Schuhcreme bemalt, um einen Schwarzen zu spielen.

    Genau jetzt wäre eine gute Möglichkeit, endlich mal mit dem Schweigen über gutachterliche sexuelle Gewalt in TSG- und ähnlichen Verfahren zu brechen!

    Generell ist es schwer bis unmöglich, diese sexuellen Gewaltfälle, die kontinuierlich und systematisch stattfinden und Antragsteller_innen von TSG-Verfahren (TSG = dt. Transsexuellengesetz) in ihrer jeweiligen schrecklichen, staatlich-konstruierten Lage weiter traumatisieren, anzuzeigen, da Gutachter(innen), Psychiater(innen) und andere an TSG-Verfahren beteiligte Autoritäten gegenüber den in diese Verfahren genötigten Patient_innen am längeren Hebel sitzen und diese sogar im Zweifelsfall wegen Rufschädigung auf mehrere Tausend, z.T. auch über 10 000 Euro verklagen können.

    So sollte es niemand wundern, daß man in so ziemlich allen deutschsprachigen Foren, die sich auf Hilfestellung in TSG-Verfahren, Alltagstest, medizinische Indikationen für falsch zugewiesene / trans / inter / Menschen beziehen, viel und häufig über übergriffige, korrupte und manchmal auch direkt vergewaltigende Gutachter und Psychotherapeuten lesen kann, während man praktisch nie von Fällen erfährt, wo erfolgreich eine[r] dieser Gutachter(innen) angezeigt worden wäre. Nur über Menschen, die beim Versuch einer Anzeige mit einer Geldstrafe sanktioniert werden, habe ich schon gelesen.

    Hinzu kommt häufig ein beinahe blindes kollektives Vertrauen in manche oder allgemein alle medizinischen Beteiligten in TSG-Verfahren (die haben das ja studiert und wollen uns nur helfen) bei den meisten etablierten Stammtischen, SHGs und sonsten Betroffenenvereinen, das angesichts der anderswo / zu anderer Zeit geschilderten Mißbrauchsfälle zu Sarkasmus verleitet. Sammelklagen (von dieser Gewalt) Betroffener könnten in Zukunft helfen.

    Wir von der AGO planen im nächsten Jahr Treffen und Workshops zu veranstalten, die sich aktiv mit der Frage befassen, wie sich ein geschicktes kollektives Handeln gegen diese systematischen Fälle sexueller gutachterlicher Gewalt organisieren und umsetzen lässt.

    In Zeiten von #me too wäre es endlich angebracht und günstig, das Schweigen zu brechen.
  • Antworten » | Direktlink »
#14 TheDadProfil

» zurück zum Artikel