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Katholische Kirche
Missbrauch im Jugendseminar: Vatikan untersucht Vorwürfe
In seinem neuen Buch "Peccato originale" beschreibt der italienische Journalist Gianluigi Nuzzi den Missbrauch eines 13-Jährigen im Präseminar St. Pius X. – und berichtet über eine "Schwulenparty" mit Kokain.

Der italienische Enthüllungsjournalist Gianluigi Nuzzi deckt seit vielen Jahren Missstände im Vatikan auf (Bild: Francisco Anzola / flickr)
- 19. November 2017, 04:09h 2 Min.
Der Vatikan hat nach Medienberichten über den Missbrauch eines 13 Jahre alten Ministranten in einem Jugendseminar eine offizielle Untersuchung eingeleitet. Dies teilte der Heilige Stuhl am Samstag mit. Hintergrund ist das Anfang November erschienene Buch "Peccato originale" (Erbsünde) des bekannten italienischen Enthüllungsjournalisten Gianluigi Nuzzi, das sich erneut mit Verfehlungen innerhalb der römisch-katholischen Kirche befasst.
Der ehemalige polnische Ministrant Kamil Tadeusz Jarzembowski hatte u.a. im italienischen Fernsehen davon berichtet, vor etwa zehn Jahren im Präseminar St. Pius X. von einem Seminaristen, der in diesem Jahr zum Priester geweiht wurde, missbraucht worden zu sein. Dieser habe auch einen weiteren Ministranten missbraucht. Nachdem er seinem spirituellen Pater von den Vorfällen berichtet habe, sei nicht der Täter, sondern er selbst aus dem Vorseminar entfernt worden, so Jarzembowski.
Ergebnislose Untersuchungen seit 2013
In der Mitteilung vom Samstag teilte der Vatikan mit, dass seit 2013 bereits mehrere Untersuchungen in dem Jugendseminar eingeleitet worden seien, bei denen aber keine "entsprechenden Bestätigungen" gefunden worden seien. "Im Angesicht kürzlich aufgetauchter neuer Elemente ist eine neue Untersuchung im Gange, um volles Licht hinter das zu bringen, was wirklich geschehen ist."
Der ehemalige Rektor des Seminars, Enrico Radice, wies unterdessen die Vorwürfe zurück und sprach in einem Fernsehinterview von "Falschaussagen". Auch Papst Franziskus gehe davon aus, dass es sich um "Verleumdungen" handele, so Radice. Bereits zu Beginn der Woche hatte der Vatikan dementiert, dass der Papst das Opfer oder Zeugen des Vorfalls persönlich getroffen habe.
Schüler sind auch Messdiener im Petersdom
Das 1956 gegründete Präseminar St. Pius X unweit des Vatikangästehauses Santa Marta nimmt Mittelschüler zwischen 11 und 14 Jahren auf, die sich für den Beruf des Priesters interessieren. Laut eigenen Angaben wurden bislang über 80 Schüler spätere Priester oder Ordensleute. Die Seminaristen werden zudem als Messdiener im Petersdom eingesetzt.
Gianluigi Nuzzi, der 2012 mit der Veröffentlichung vertraulicher Dokumente aus der Kurie den ersten sogenannten Vatileaks-Skandal ausgelöst hatte, berichtet in seinem neuen, 352 Seiten starken Buch auch über eine "Schwulenparty" unter Priestern mit viel Kokain, die von der Päpstlichen Schweizergarde in einem Palast innerhalb des Vatikans aufgelöst worden sei. Der Enhüllungsjournalist zitiert dazu den ehemaligen Kommandanten Elmar Theodor Mäder mit den Worten: "Im Vatikan gibt es eine derart einflussreiche Schwulenlobby, die für die Sicherheit des Papstes gefährlich ist." (cw)















klaro, die schwulen sind die kinderverführer und die drogenabhängigen, die dem papst ans leder wollen.
und der enthüllungsjournalist hat in seinem buch 1 missbrauchsopfer im vatikan gefunden - krass - doch so viel? vielleicht wäre er mal besser nach regensburg gefahren.