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Reisetipps im Advent

Die GAYnachtsmarkt-Saison steht vor der Tür

Ob Pink Christmas, Winter Pride, Rosa Weihnacht oder Christmas Avenue – in mehreren deutschen Städten laden ab 27. November wieder schwul-lesbische Weihnachtsmärkte zu Reibekuchen, Glühwein und Co. ein.


Die Glühweinbecher des Hamburger "Winter Pride" sind jedes Jahr ein beliebtes Souvenir (Bild: Winter Pride)
  • 20. November 2017, 09:19h 29 3 Min.

Am 27. November beginnt in Deutschland die Saison der Regenbogen-Weihnachtsmärkte. In Hamburg, Frankfurt, Köln und München haben sich in den vergangenen Jahren entsprechende Angebote etabliert.

Bereits seit zwölf Jahren gibt es die "Pink Christmas" in der bayerischen Landeshauptstadt. Was 2005 als Wochenend-Veranstaltung begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einem höchst lebendigen Fixpunkt in der Münchner Adventszeit gemausert. Zur Eröffnung am 27. November haben sich in diesem Jahr neben Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) auch Schlagerstar Patrick Lindner und die Schauspielerin Marianne Sägebrecht angesagt. Bis zum 23. Dezember kann gleich neben dem denkmalgeschützten Alten Südfriedhof flaniert, geshoppt, gegessen und getrunken werden. "Pink Christmas" ist vom Sendlinger Tor in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen.

Vimeo / Alekto Kratos | Eindrücke von Pink Christmas 2016
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Jeden Abend Show in der "Christmas Avenue"

Ebenso zentral liegt die Kölner "Christmas Avenue", die zum sechsten Mal am Rudolfplatz zwischen der Sparkasse und Bermuda-Dreieck stattfindet. Bis 23. Dezember können die partyverliebten Kölner mit einem täglich wechselnden Bühnenprogramm die Adventszeit genießen. Während die Show erst um 19 Uhr beginnt, wird der Glühwein schon ab mittags ausgeschenkt. Im vergangenen Jahr rief allzu erotische Kunst das Ordnungsamt auf den Plan (queer.de berichtete).

Direktlink | Aktivisten des Kölner LGBT-Jugendzentrums Anyway schauten sich 2015 auf der "Christmas Avenue" um
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Der Hamburger "Winter Pride" an der Ecke Lange Reihe und Kirchenallee am Hauptbahnhof schließt erst am 30. Dezember die Tore. Beim abendlichen Glühweinausschank stehen täglich wechselnde Vereine und Gruppen aus der LGBTI-Community am Zapfhahn, die traditionell auch am Umsatz beteiligt werden. Zur gewohnt ungezwungenen Stimmung tragen an den Freitag- und Samstagabenden Szene-DJs mit abwechslungsreichen Sets bei. Sonntags präsentieren sich junge Hamburger Singer-Songwriter auf der Bühne. Auf den Einsatz von Weihnachtsmusik wird dabei standesgemäß verzichtet.

In Frankfurt am Main findet die "Rosa Weihnacht" zum sechsten Mal am Friedrich-Stoltze-Platz statt. Die Regenbogenarea des Frankfurter Weihnachtsmarktes ist inzwischen auch unter Heterosexuellen beliebt, weil es dort gemütlicher zugeht. Bis 22. Dezember ist dieser Markt täglich von 10 bis 21 Uhr geöffnet, sonntags erst ab 11.

Wöchentliche Szenetreffs in anderen Städten

Auch in mehreren anderen Städten feiern Schwule und Lesben auf den Weihnachtsmärkten, wenn auch nicht jeden Tag. In Heidelberg eröffnet Bürgermeister Wolfgang Erichson etwa am 4. Dezember um 18 Uhr zum vierten Mal den "Pink Monday" auf dem Marktplatz.


Pink Monday in Heidelberg (Bild: Heidelberg Marketing GmbH)

In Düsseldorf nennt sich der schwul-lesbische Weihnachtsmarkt ebenfalls "Pink Monday", gefeiert wird jede Woche vom 27. November bis 18. Dezember sowie zum Abschluss am 29. Dezember ausnahmsweise an einem Freitag. In Stuttgart gibt es vom 30. November bis 21. Dezember immer donnerstags ab 18 Uhr den "GAYnachtsmarkt" von Gaydelight.

Weitere Ausflugstipps für den Advent gibt es im neuen LGBT-Eventkalender von Expedia. (cw)

-w-

#1 LarsAnonym
  • 20.11.2017, 11:43h
  • Reiner Kommerz. Ich bevorzuge "Weihnachtsmärkte für alle".
  • Direktlink »
#2 Hannibal LektorAnonym
  • 20.11.2017, 12:27h
  • Der verlinkte Internet-Auftritt der Frankfurter "Rosa Weihnacht" ist leider auch in diesem Jahr wieder eine einzige Peinlichkeit.

    Oder ist der ausgeprägte Trash-Appeal etwa Teil des Konzepts? Meiner Ansicht nach wird dadurch jedenfalls "unserer Sache" ein Bärendienst (pun not intended) erwiesen.
  • Direktlink »
#3 FrageAnonym