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- 24. Juni 2005 1 Min.
Jerusalem Jerusalems Bürgermeister Uri Lupolianski hat angekündigt, eine für kommende Woche geplante Schwulen-und-Lesben-Parade durch die israelische Hauptstadt zu verbieten. Der Umzug am 30. Juni und die damit zusammenhängenden Feierlichkeiten könnten von einigen Anwohnern als Provokation wahrgenommen werden und die öffentliche Ordnung in der von Juden, Moslems und Christen bewohnten Stadt gefährden, begründete das Rathaus am Donnerstag die Entscheidung. Die Organisatoren der Parade kündigten umgehend an, gegen das Verbot gerichtlich vorzugehen, da die Zugstrecke von der Polizei bereits genehmigt worden sei. Der vierte Jerusalemer "Pride"-Marsch sollte unter anderem durch den Westteil der Stadt führen, in dem vor allem orthodoxe Juden leben, von denen viele Homosexualität ablehnen. Der für diesen Sommer geplante World Pride in Jerusalem war bereits zuvor abgesagt worden; vor allem wegen Sicherheitsbedenken, da zeitgleich der Abzug jüdischer Siedler aus den besetzten Palästinenser-Gebieten im Gaza-Streifen. Auch um den World Pride, der im nächsten Jahr nachgeholt werden soll, hatte es lange Streit gegeben. (nb/pm)














