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Kommentare zu:
Karlsruhe hält an Gutachterpflicht für Transsexuelle fest


#1 Homonklin44Profil
  • 24.11.2017, 15:01hTauroa Point
  • Diese Gutachter-Schiene ist eine lukrative Sache wohl. Allerdings werden so die sozial Schwächeren unter den Transidenten schon mal ganz davon ausgeschlossen, je zu Angleichungsmaßnahmen zu gelangen. Wenn das an sich nicht schon ausgrenzt, weiß ich auch nicht.

    Von Heterosexuellen wird kein Nachweis für ihre Heterosexualität verlangt. Nun mag man denken, dort passiert ja auch keinerlei Wechsel. Mit jener individuell unterschiedlich schwierig oder schnell verlaufenden Selbstversicherung und nötigen Bedenkzeiten verknüpfen die wohl das Urteil.
    Weil es immer wieder auch Fälle gibt, die sich da nicht so sicher sind, oder denen man irgend eine Störung besser einbrocken kann, als einen für sie praktikablen Umgang mit ihrer Situation, wirtd da auf die Fremdbestimmung höheres Augenmerk gelegt.
    Wahrscheinlich haben sich auch die spezialisierten Fachleute dafür eingesetzt, deren Einkommen mit davon abhängt, wie viele Transidente an sie überwiesen werden.
    Wir wissen doch - in Deutschland kommt nicht der Mensch zuerst, sondern das Geld, das man nach Möglichkeit an ihm erwirtschaften kann.

    Das Ganze folgt leider immer noch einem Anschein davon, als ob man die Transidenten lieber als möglicherweise Kranke und als gewinnbringende Potenziale wahrnimmt, denn als ebenwerte Menschen.
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#2 Ralph
  • 24.11.2017, 15:29h
  • Ich halte die Gutachtenpflicht durchaus für sachgerecht. Der vom Antragsteller/der Antragstellerin behauptete Sachverhalt muss nachgewiesen sein. Das ist auf jedem Rechtsgebiet so. Bei der amtlichen Geschlechtsangleichung sollte der Gesetzgeber allerdings den Weg gehen, solche Gutachten von Amts wegen erstellen zu lassen, entweder durch eine staatliche Stelle (z.B. ein wissenschaftliches Institut oder eine Universität) gebührenfrei oder durch private Gutachter auf Staatskosten. Das scheint mir vertretbar, weil hier der innerste Kernbereich der menschlichen Persönlichkeit betroffen ist und die Korrektur amtlicher Register und Dokumente keine Frage des wirtschaftlichen Wohlstands des/der Betroffenen sein darf. Die dadurch der Gemeinschaft der Steuerzahler zur Last fallenden Aufwendungen dürften in der Summe überschaubar sein.
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#3 stromboliProfil
  • 24.11.2017, 15:41hberlin
  • hier wiederholt sich die rechtssprechung des höchsten gerichtes zu fragen der sexualität ..
    §175 ende 1950ziger jahre...
    Selbes urteuil , selbiger gesellschaftlicher tenor.
    Transsexuelle dürfen nun weitere 40 jahre warten, bis höchstes gericht sich zu einer neudefinierung gesellschaftlich bestehender verhältnisse durchringt.

    Für mich zudem der erste hinweis darauf, dass die zustimmende haltung teile der richterschaft nun auch hier ins reaktionäre gestern umkippt.
    Der rollback ist in der spitze der gewaltenteilungsorgane angelangt.
    Wehe uns ob der womöglich folgenden klagen unserer gegner.
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#4 NadjaAnonym
  • 24.11.2017, 16:02h
  • Das Gericht sollte die aktuelle wissenschaftliche Situation zu dem Thema zur Kenntnis nehmen - hat es aber anscheinend nicht. Darum hilft es nun nur, wenn die Politik selbst ein besseres Transsexuellenrecht gestaltet - wie es ja die Rechtsgutachten der IMAG einfordern. Wer das unterstützen will, kann noch bei der Petition zum Selbstbestimmungsgesetz mitmachen: www (punk)
    openpetition.de/petition/online/selbstbestimmungsgesetz-selb
    stbestg-jetzt-beschliessen


    Das es anders gehen kann, zeigen Länder wie Argentinien und Malta.
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#5 TraumzerstörerinAnonym
  • 24.11.2017, 16:25h
  • "Außerdem kritisiert sie, dass der Zwang zu erheblichen psychischen Belastungen führen könne und Kosten im vierstelligen Bereich verursacht, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden. "

    Ja, die psychische Belastung ist scheiße, das kann ich nicht abstreiten. Das System ist alles andere als erträglich.

    Aber die Kosten werde nur denen aufgedrückt, die auch zahlen können. Ich hatte damals auch ein Einkommen, dass nicht wesentlich über 1000 Netto lag, ich war Hilfsarbeiterin in einem Lager, deshalb habe ich gar nichts zahlen müssen.

    "Dabei würden Transsexuelle nicht als kranke Menschen abgestempelt, betonten die Richter vielmehr werde damit festgestellt, ob der "transsexuelle Wunsch wirklich stabil und irreversibel" sei. Zudem könne eine Therapie in dieser Phase wichtig sein, weil "der Vorgang des Geschlechtswechsels ein belastender Prozess" sei. "

    Was ich eigentlich verständlich finde, denn es können auch echte psychische Erkrankungen dahinter stecken z.B. Borderline-Persönlichkeitsstörung, Autismus oder eine Psychose.
    Ein Gutachter der in der Regel Psychiater ist, sollte diese Erkrankungen ausschließen, weil die Personen sich sonst selbst gefährden.

    Man könnte jetzt natürlich sagen, ist doch die freie Entscheidung der Person, bloß man darf nicht vergessen, das wenn es dann zu gesellschaftlichen Konflikten kommt, die Person schnell suizidal werden können. Gerade bei Borderlinern. Und das kann nicht sein, das man dann quasi diesen Menschen einen Freifahrtschein zum Suizid gibt.

    Was ist mit den Angehörigen, hat die Gesellschaft nicht eine gewisse Verantwortung für diese Menschen, wenn sie sie schon krank gemacht hat? (Im Falle der Borderliner, die glauben sie seien Transsexuell)

    Was mich bei der Regelung stört ist, wie soll mit Minderjährigen umgegangen werden? Ich bin dafür, das man auch eine normale Schulzeit durchleben dürfen sollte, und dazu gehört das man seine Pubertät so durchleben darf, wie man das gerne hätte. Sonst fehlen viele Erfahrungen.

    Es muss eine spezielle Regelung für Minderjährige her, die eine Vornamensänderung und andere Maßnahmen ermöglicht. Sie muss aber auch berücksichtigen, das Minderjährige nicht wirklich in die Zukunft planen können, und das es unbedingt eine Verpflichtung zur Aufklärung über die Möglichkeiten zur späteren Familienplanung geben muss.
    Irgendwie muss die Fortpflanzungsfähigkeit gesichert werden, denn kaum jemand kann mit 14 einschätzen ob man später Kinder haben will oder nicht. Es kann nicht sein, dass die Kastration durch die Hintertür weiterbetrieben wird.
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#6 Svetlana LAnonym
  • 24.11.2017, 17:02h
  • Ein herber Rückschlag für trans*-Menschen. Noch in der Entscheidung zum dritten Geschlecht hat das Bundesverfassungsgericht neben der rechtlichen Gleichstellung intersexueller Menschen ganz deutlich zu verstehen gegeben, dass die geschlechtliche Identität eines Menschen ein konstituierender Bestandteil der Persönlichkeit ist und durch Art. 2 GG i. V. m. Art. 1 GG geschützt ist.
    M. E. passt dazu die Gutachtenpflicht überhaupt nicht dazu und ich finde es katastrophal, dass das Gericht den aktuellen Fall nicht mal zur Entscheidung angenommen hat.
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#7 GutmenschProfil
  • 24.11.2017, 17:53hSt. Gallen
  • Richtiger Entscheid, welcher ja auch Transsexuelle schützt. Viele Menschen nehmen ja leider Transsexuelle nicht ernst. Da wird behauptet, Transsexuelle wprden das nur so zum Spass machen. Durch unabhängige Gutachter erhalten sie aber auch eine gute Legitimität.
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#8 BordiAnonym
  • 24.11.2017, 17:59h
  • Antwort auf #5 von Traumzerstörerin
  • "Was ist mit den Angehörigen, hat die Gesellschaft nicht eine gewisse Verantwortung für diese Menschen, wenn sie sie schon krank gemacht hat? (Im Falle der Borderliner, die glauben sie seien Transsexuell)"

    Kannst du diese Aussage näher erläutern? Verstehe ich es richtig, dass du der Ansicht bist, "die Gesellschaft" sei quasi der Schuldige für eine Borderline-Persönlichkeitsstörung - und/oder dafür, dass ein Borderliner ggf. transsexuell empfindet?

    Und wäre das transsexuelle Empfinden eines Borderliners dann per se weniger "echt"? Sehr dünnes Eis ...

    Ehrlich gesagt habe ich den Eindruck, dass du die Kompetenz von Psychiatern, hier eine klare Abgrenzung zu finden, stark überschätzt.

    (Meine Rückfrage soll kein Angriff gegen deine Äußerungen oder gar gegen dich persönlich sein. Deine Beiträge finde ich immer wieder lesenswert und interessant.)

    Und noch eine Frage: Wer hat denn bei dir die Gutachterkosten übernommen? Die Krankenkasse?
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#9 Terpsiphone
  • 24.11.2017, 18:36h
  • Leute hier gehts um die Gutachten für die Personenstands- und Vornamensänderung, hier brauchen wir keine Diskussion über Fortpflanzungsfähigkeit bei Jugendlichen oder sonst was. Die einzige Gefahr die man durch Gutachten abwendet ist eine Zeit lang falsch angesprochen zu werden, was scheinbar nur zumutbar für Leute ist die trans sind. Andere Länder sind hier weiter und man kann sein Geschlecht viel einfacher rechtlich wirksam ändern lassen, gestorben ist an der Änderung da auch noch niemand.
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#10 BordiAnonym
  • 24.11.2017, 18:39h
  • Antwort auf #7 von Gutmensch
  • Also diese Haltung, Transsexuelle müssten "geschützt" werden, finde ich bedenklich. Paternalistisch, genauer gesagt.

    Wem gegenüber braucht man denn als trans* Person eine "Legitimität", die einem von außen aufgezwungen wird? Ist man nicht selbst Mensch genug, seine höchstpersönliche Geschlechtlichkeit auch selbst zu legitimieren?

    Und dass auch noch gleich zwei Gutachten gefordert werden, zeigt doch nur, dass es eben keine klaren, evidenzbasierten wissenschaftlichen Kriterien gibt, um die Dauerhaftigkeit eines transsexuellen Empfindens festzustellen bzw. zu verneinen.
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#11 TraumzerstörerinAnonym
  • 24.11.2017, 19:28h
  • Antwort auf #8 von Bordi
  • "Kannst du diese Aussage näher erläutern? Verstehe ich es richtig, dass du der Ansicht bist, "die Gesellschaft" sei quasi der Schuldige für eine Borderline-Persönlichkeitsstörung - und/oder dafür, dass ein Borderliner ggf. transsexuell empfindet? "

    Ja, die Gesellschaft, bzw. das Umfeld der Borderliner ist schuld, dass die Krankheit ausbricht. Oft gab es in der frühen Kindheit Missbrauch oder Gewalterfahrungen.
    Borderliner empfinden aber nicht automatisch transsexuell, nur sie haben z.B. in manchen Fällen ein gestörtes Geschlechtsempfinden und assoziieren das fälschlicher Weise dann mit Transsexualität.

    "Und wäre das transsexuelle Empfinden eines Borderliners dann per se weniger "echt"? Sehr dünnes Eis ... "

    Das muss der Gutachter oder die Gutachterin überprüfen.

    Das Problem ist, das Borderliner eine instabile Identität haben, und immer wieder versuchen, eine neue aufzubauen, was aber immer wieder scheitert. Typische Aussage: "Wenn die OP nicht klappt, dann bring ich mich um!" Weil die Identität sehr instabil ist.
    Ebenso sagen Borderliner Sachen wie: Wenn du mich verlässt, bring ich mich um!
    Borderliner lügen auch, wenn etwas passiert, das ihre Identität zerstören könnte, also sie vor anderen bloßstellt, also dichten sie Dinge einfach um, das tun sie aber nicht aus böser Absicht.

    Transsexuelle bauen eine stabile Identität auf, so wie normale Männer und Frauen auch und kommen auch mit Rückschlägen klar.
    Das Problem ist, wenn man erst einmal begonnen hat eine weibliche/männliche Trans-Identität zu entwickeln, und dann auch der Punkt kommt wo man Transition will, dann ist der Gutachter natürlich ein Dorn um Auge und man kann in die selbe aussichtslose Lage kommen wie eine Borderline-Person, man kann kann sich nicht Vervollständigen weil man um gesellschaftlich integriert zu werden, einen glaubhaften Namen braucht und meistens ja auch Hormone.
    Transsexuelle möchten in der Regel ein normales Leben, und in die Gesellschaft integriert werden, deshalb nehmen sie Maßnahmen auf sich.
    Die Persönlichkeit passt nicht zu einem Leben als Mann oder Frau, in das die sie bei der Geburt zugewiesen wurden und deshalb diese Maßnahmen.

    Das zu unterschieden, ist natürlich schwer und mit dem Verwehren von Maßnahmen, kann man auch normale Transsexuelle psychisch krank machen, die es vorher nicht waren.

    "Und noch eine Frage: Wer hat denn bei dir die Gutachterkosten übernommen? Die Krankenkasse?"

    Keine Ahnung? Ganz ehrlich, wohl wir alle. Ihr dürft mich schlagen ;)
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#12 BordiAnonym
  • 24.11.2017, 20:15h
  • Antwort auf #11 von Traumzerstörerin
  • Danke für deine Antwort.

    Du meinst also, Borderline-PS und "echte" Transsexualität schlössen sich gegenseitig aus? Das hielte ich für eine gewagte These.

    Den Satz "Transsexuelle bauen eine stabile Identität auf, so wie normale Männer und Frauen auch und kommen auch mit Rückschlägen klar." halte ich denn auch für sehr verallgemeinernd - ebenso übrigens wie deine pauschalen Aussagen über Borderliner.

    Und mit der Aussage "Ja, die Gesellschaft, bzw. das Umfeld der Borderliner ist schuld, dass die Krankheit ausbricht. Oft gab es in der frühen Kindheit Missbrauch oder Gewalterfahrungen." widersprichst du dir meiner Ansicht nach selbst: Denn nicht jeder, der als Kind missbraucht oder misshandelt wurde, entwickelt eine Borderline-Störung. Und ob man nach einer Traumatisierung eine BPS entwickelt, hängt demnach eben nicht vom Umfeld (und erst recht nicht von "der Gesellschaft") ab.

    Meine Frage nach der Finanzierung deiner Gutachten war ganz ernst gemeint und aus echtem Interesse gestellt: Welche Institution hat das übernommen? Bzw. wo (und aufgrund welcher rechtlichen Bestimmungen) hast du das beantragt?
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#13 Vater
  • 24.11.2017, 20:40h
  • Antwort auf #12 von Bordi
  • Mit Sicherheit gibt es auch transsexuelle Borderliner.
    Es gibt aber auch Menschen (eventuell Psychotiker oder einige Borderliner), die aufgrund einer Störung glauben, daß Geschlecht wechseln zu müssen).
    Sowas passiert leider immer wieder mal.
    Diese Leute nehmen sich nach einer Geschlechtsangleichung das Leben.

    Sowas muss durch Gutachter verhindert werden.
    Diese müssen feststellen, ob sie es mit stabilen Transpersonen oder etwas anderem zu tun haben.

    Ich finde es allerdings skandalös, wenn die Gutachter aus eigener Tasche bezahlt werden müssen.
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#14 TraumzerstörerinAnonym
  • 24.11.2017, 20:47h
  • Antwort auf #12 von Bordi
  • "Du meinst also, Borderline-PS und "echte" Transsexualität schlössen sich gegenseitig aus? Das hielte ich für eine gewagte These. "

    Nein aber niemand kann überprüfen, ob überhaupt Transsexualität vorliegt, wenn die Borderline-Störung nicht behandelt wird. Die Person muss stabil sein.

    "Den Satz "Transsexuelle bauen eine stabile Identität auf, so wie normale Männer und Frauen auch und kommen auch mit Rückschlägen klar." halte ich denn auch für sehr verallgemeinernd - ebenso übrigens wie deine pauschalen Aussagen über Borderliner. "

    Natürlich ist das pauschalisiert und jeder Mensch kann theoretisch eine psychotische Episode durchleben usw. Aber: Es liegt am Gutachter oder der Gutachterin, das auszuschließen in dem Moment, wo die Person vor ihm/ihr sitzt. Deshalb auch die viele, unangenehme Fragerei.

    Ja, Menschen die mit Borderline-Störung diagnostiziert worden sind, können unterschiedlich sein. Manche haben kein selbstverletzendes Verhalten, andere kein promiskuitives Sexualverhalten, andere Lügen nicht. Aber allen ist gemeinsam, dass sie instabile Identitätsbilder, Stimmungen und Emotionen haben. Und das ist eben für die Diagnose Transsexualität problematisch, weil es ja gerade im die Identität geht, und ob diese stabil bleibt.

    "Denn nicht jeder, der als Kind missbraucht oder misshandelt wurde, entwickelt eine Borderline-Störung. Und ob man nach einer Traumatisierung eine BPS entwickelt, hängt demnach eben nicht vom Umfeld (und erst recht nicht von "der Gesellschaft") ab. "

    Nein, hängt von der genetischen Vulnerabilität ab. Aber ohne traumatische Erlebnisse, Missbrauch oder andere unschöne Erlebnisse, ist die Chance groß, dass sie nicht ausbricht.

    "Meine Frage nach der Finanzierung deiner Gutachten war ganz ernst gemeint und aus echtem Interesse gestellt: Welche Institution hat das übernommen? Bzw. wo (und aufgrund welcher rechtlichen Bestimmungen) hast du das beantragt? "

    Das ist lange her, 2008, ich habe einfach angegeben, dass ich nur so und so viel Gehalt bekommen, dann wurde gesagt ich muss nicht zahlen. Vor ein Paar Jahren habe ich nochmal einen Brief vom Gericht bekommen und da haben die nochmal gefordert, dass ich meine Einkünfte angeben soll, falls ich jetzt bezahlen könnte, und ich musste wieder nicht, weil ich immer noch zu wenig verdient habe im Monat.
    Ich habe mal gegoogelt, es war wohl Verfahrenskostenhilfe und ich glaube, die musste man beantragen.
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#15 FinnAnonym
  • 24.11.2017, 21:02h
  • Gutachtertermine dauern meist unter 1h. Was soll da bitte diagnostiziert werden? Außerdem liegt die Positiv-Rate bei weit über 95 %. Es hat rein gar nichts präventives.
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#16 BordiAnonym
  • 24.11.2017, 21:07h
  • Antwort auf #13 von Vater
  • "Diese Leute nehmen sich nach einer Geschlechtsangleichung das Leben. Sowas muss durch Gutachter verhindert werden.
    Diese müssen feststellen, ob sie es mit stabilen Transpersonen oder etwas anderem zu tun haben."

    Mir ist die Problematik durchaus klar. Allerdings fürchte ich halt, dass eine solche Feststellung nicht ganz so einfach ist, wie es hier dargestellt wurde.

    Was wäre z.B. bei einem "echten Transsexuellen", der aber zufällig Borderliner ist? Würde dem dann qua Gutachten die Transition verweigert? Das hielte ich für ethisch äußerst fragwürdig.

    (Hinweis zum Verständnis: Wir Bordis mögen zwar psychisch instabil sein und auch ein instabiles Selbstbild haben - wir wechseln aber üblicherweise nicht phasenweise die Geschlechtsidentität.)
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#17 BordiAnonym
  • 24.11.2017, 21:10h
  • Antwort auf #13 von Vater
  • "Ich finde es allerdings skandalös, wenn die Gutachter aus eigener Tasche bezahlt werden müssen."

    Wie Traumzerstörerin bereits schrieb, ist das ja offenbar nicht zwingend der Fall. Finde ich eine sehr wichtige Info - und hoffe, dass sie noch konkretisiert, wie das rechtlich geregelt ist.
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#18 mausmops53Anonym
  • 24.11.2017, 21:45h
  • Hallo, das ist zum Teil schon großer Kokolores den man hier vor versammelter Fachschaft zu lesen bekommt.

    Psychische Erkrankungen, wie Borderline etc, sind von dem Verfahren selbstverständlich abzugrenzen. Allerdings werden dafür keine ellenlagen unsinnige Gutachten benötigt. Ein versierter Psychologe hat das nach 5 Minuten raus. Außerdem interessieren die Gutachten eh nur einen toten Bäcker.

    Für das Gericht ist entscheidend ob sich die Identität nochmals ändern wird.
    Transpersonen benötigen 2 Gutachten für die Personenstandsänderung + Namen. Kosten ca 1500 oder für lau über Prozesskostenbeihilfe.

    Für die Krankenkasse und für den Antrag auf Gaop sind andere Kriterien wichtig. Unter anderem eine Therapie ohne die nichts geht.

    Zusammengefasst, angenommen es liegt keine Psychische Erkrankung vor, dauert das Verfahren viel zu lange, ist sehr teuer und man kommt ohne Psychopathologiesierung nicht dadurch.

    Fühlt sich übrings richtig Scheiße an.

    Es sind die Stimmen der betroffenen Personen die nicht gehört werden. Wieder einmal.
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#19 BordiAnonym
  • 24.11.2017, 22:02h
  • Antwort auf #18 von mausmops53
  • "Ein versierter Psychologe hat das nach 5 Minuten raus. "

    Also ich hatte im Laufe der letzten 20 Jahre mit zahlreichen versierten Psychologen und auch Psychiatern zu tun. Die Borderline-Diagnose habe ich dann doch schon dieses Jahr erhalten; und bezüglich meiner Geschlechtsidentität hat sich keine/r der Damen und Herren bisher auf irgend etwas festlegen wollen.

    Wie gesagt: Ganz so einfach ist diese Abgrenzerei nicht.
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#20 Anonyma
  • 24.11.2017, 22:09h
  • Lassen wir doch einfach mal ein paar Vertreter jener Berufsgruppe zu Worte kommen, die regelmäßig mit der Erstellung dieser "Gutachten" befasst ist:

    "Ich habe in den letzten zehn Jahren etwas über 300 Gutachten in Vornamens- bzw. Vornamens- plus Personenstandsverfahren für norddeutsche Gerichte erstellt. Die Gutachten sollen nach dem TSG eine wissenschaftlich abgesicherte Vorhersage darüber treffen, ob das Geschlechtsempfinden des Antragstellers oder der Antragstellerin mit hoher Wahrscheinlichkeit zeitlich stabil ist. Lediglich in zwei Verfahren habe ich, einvernehmlich mit den Antragstellern, den Antrag nicht befürwortet. Ich habe mit Kolleginnen und Kollegen gesprochen, die ebenfalls viele Gutachten verfasst haben, und sie haben mir bestätigt, dass auch bei ihnen die Ablehnung eines Antrags extrem selten vorkommt. Das aber bedeutet: Die Begutachtung ist ein Prüfverfahren, das so gut wie immer zu dem gleichen Ergebnis kommt. Solche Prüfverfahren aber haben nach der Testtheorie der Psychologie eine geringe Reliabilität und entsprechend eine geringe Validität, das heißt in unserem Fall, sie tragen zur Verbesserung der Vorhersage der zeitlichen Stabilität des Geschlechtsempfindens nur sehr wenig bei. Viel Aufwand und wenig Effekt."

    (Schmidt, Gunter: Viel Aufwand und wenig Effekt. Anmerkungen zum Transsexuellengesetz, Z Sex-Forsch 2013; 26(2): 175-177, DOI: 10.1055/s-0033-1335605,
    www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s
    -0033-1335605)


    "Anhand von 670 Gutachten aus den Jahren 2005 bis 2014 zur Vornamensänderung bzw. zur Vornamens- plus Personenstandsänderung nach dem Transsexuellengesetz (TSG) beschreiben Autorin und Autoren zunächst demographische und Merkmale des Coming out der AntragstellerInnen. Im Vergleich zu früheren Studien hat der Anteil der transsexuellen Männer (Frau-zu-Mann Transsexuelle) sowie der Anteil Jugendlicher und junger Erwachsener deutlich zugenommen. Der juristische Geschlechtswechsel erfolgt heute etwa gleichzeitig mit der begleitenden Psychotherapie, dem sozialen Geschlechtswechsel in allen Lebensbereichen sowie der Hormonbehandlung. Dann untersuchen die Autoren die Ergebnisse der Gutachten. In nur 1% der Fälle wird dem Gericht die Ablehnung des Antrags empfohlen. Sie schließen daraus, dass der Anteil der gerichtlich abgelehnten Verfahren von unter 5% der Anträge in den 1990er-Jahren weiter deutlich gesunken sein dürfte. Dies und die seit der Einführung des TSG geringe Quote der Rückumwandlungsbegehren (1% oder weniger) veranlasst sie zu ihrem Vorschlag, das TSG in seiner jetzigen Fassung aufzuheben und durch eine sogenannte 'Karenzlösung' zu ersetzen, die die kostenreiche Begutachtung überflüssig macht."

    (Meyenburg, Bernd, Renter-Schmidt, Karin und Schmidt, Gunter: Begutachtung nach dem Transsexuellengesetz. Auswertung von Gutachten dreier Sachverständiger 20052014, Z Sex-Forsch 2015; 28(02): 107-120, DOI: 10.1055/s-0035-1553083,
    www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s
    -0035-1553083)


    Wenn also selbst jene, die regelmäßig mit der Erstellung der in Frage stehenden Gutachten befasst sind, selbige offensichtlich für entbehrlich halten, sollte sich eine weitere Diskussion über die Sinnhaftigkeit dieses gutachterlichen Unterfangens eigentlich erledigt haben. Leider scheinen das aber nicht nur einige der Kommentatoren hier, sondern auch die Richter in Karlsruhe anders zu sehen als die Gutachter selbst, weshalb uns das menschenunwürdige Kasperletheater dieser "Begutachtung" wohl zumindest noch so lange erhalten bleiben wird, bis sich unsere zukünftige Regierung dann hoffentlich endlich mal dazu durchringt, vernünftige gesetzliche Regelungen auf Basis internationaler Abkommen und Vorbilder zu schaffen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt...
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#21 BordiAnonym
#22 TraumzerstörerinAnonym
  • 24.11.2017, 22:42h
  • Antwort auf #20 von Anonyma
  • Schon mal überlegt, wie viele Leute erst gar nicht Gutachten zur Vornamensänderung beantragen, sondern schon im Begutachtungsprozess z.B. für die Hormonbehandlung, von selbst oder auf Anraten des Psychiaters abspringen?
    Immer wieder gibt es auch Leute, die während der Hormonbehandlung abspringen.

    Übrigens sind 1% Ablehnung als statistische Zahl aus wissenschaftlicher Sicht, relativ viele. Das sind immerhin 10 Personen bei 1000 Verfahren. Und das sind nicht irgendwelche Zahlen, sondern echte Menschen mit Schicksalen, das sollte man nicht vergessen.
    Würden 1% der Leute die jeden Tag zu Fuß die Straße überqueren sterben, würde euch das allen auffallen.

    Wenn die Begutachtungsverfahren qualitativ zu schlecht sind, würde ich die Kriterien neu definieren, z.B. Anhand von neuen Studien oder Umfragen.
    Man könnte z.B. behandelte Personen der letzten 30 Jahre anschreiben, schauen wer noch lebt und erst einmal statistische Zusammenhänge auswerten, die Leute nach ihrem Wohlbefinden befragen, psychischen Erkrankungen, Lebenssituation usw.
    Es gibt durchaus Leute, die sagen sie hätten das alles nicht machen sollen, aber nun sei es ja zu spät wieder zurück zu gehen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#23 TheDadProfil
  • 24.11.2017, 23:34hHannover
  • Antwort auf #11 von Traumzerstörerin
  • ""Ja, die Gesellschaft, bzw. das Umfeld der Borderliner ist schuld, dass die Krankheit ausbricht. Oft gab es in der frühen Kindheit Missbrauch oder Gewalterfahrungen.""..

    Ziemlich gewagte Aussage..
    Denn wenn "Umfelder" Borderline-Syndrome, was übrigens keine Krankheit im herkömmlichem Sinne, sondern "eine Ansammlung unspezifischer Symptomatiken" ist, wie alle Syndrome, dann würde ja ein anderes Umfeld die Symptomatik zum verschwinden bringen können, oder sie sogar erst gar nicht zum vollständigem Ausbruch kommen lassen..

    ""Borderliner empfinden aber nicht automatisch transsexuell, nur sie haben z.B. in manchen Fällen ein gestörtes Geschlechtsempfinden und assoziieren das fälschlicher Weise dann mit Transsexualität.""..

    Und hier ist dann auch nicht der Gutachter gefragt, sondern erst einmal der Therapeut..
    Denn mit der Therapie verschwinden auch die Dysmorphologen Körperwahrnehmungen..

    Trotzdem ist hier das Zusammentreffen von Borderline und zusätzlich Transidentität/Transgender/Transsexualität nicht vollständig ausgeschlossen..
    Das muß der Vollständigkeit halber erwähnt werden..

    ""Keine Ahnung? Ganz ehrlich, wohl wir alle.""..

    Na, ob der Kostenträger Krankenkasse oder Sozialamt hieß wird doch wohl noch erinnerlich sein ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#24 TraumzerstörerinAnonym
  • 25.11.2017, 00:30h
  • Antwort auf #23 von TheDad
  • "dann würde ja ein anderes Umfeld die Symptomatik zum verschwinden bringen können, oder sie sogar erst gar nicht zum vollständigem Ausbruch kommen lassen.. "

    Immer wieder haarsträubend, wie du zu Themen schriebst, von denen du keine Ahnung hast, lass es einfach, unerträglich.

    Es geht dabei um das Umfeld, gesehen auf das ganze Leben, besonders die ersten Jahre. Und das kann man nicht wechseln, weil die Dinge schon geschehen sind.
    Man weiß aber, dass es Menschen mit den gleichen genetischen Vulnerabilitäten gibt, die keine traumatischen Kindheitserfahrungen oder Misshandlungen erlebt haben, und die Symptome, also die Erkrankung nicht entwickelt haben.
    Solche Beispiele gibt es auch für dutzende andere psychiatrische Erkrankungen.

    Aber ich weiß, Mr. Daddy mag obwohl er Atheist ist, Genforschung nicht, ist böse und stigmatisierend laut ihm. Lieber nix Forschen und verheimlichen.

    "Und hier ist dann auch nicht der Gutachter gefragt, sondern erst einmal der Therapeut..
    Denn mit der Therapie verschwinden auch die Dysmorphologen Körperwahrnehmungen.. "

    Wenn niemand die Person vorher diagnostiziert hat, und das kann wohl nur ein echter Arzt wie ein Psychiater, kein Psychologe, und eine Behandlung verortet wurde, verschwindet gar nichts.
    Psychotherapie reicht bei Borderline meist nicht.

    Dysmorphophobie gilt übrigens als eigenes Störungsbild und nicht als Teil von Borderline.
    Dysmorphophobie hat nichts mit der Identität eines Menschen zu tun, sondern wie er selbst seinen Körper wahrnimmt, also optisch sieht.
    Diese Personen können ihren Körper fühlen, anders als Borderliner, die oft ihr Körpergefühl verlieren. Bei Dysmorphophobie geht es um das äußerliche Aussehen, nicht um die Identität oder Emotionen.
    Du stellt eine Verbindung her, die falsch ist.

    "Na, ob der Kostenträger Krankenkasse oder Sozialamt hieß wird doch wohl noch erinnerlich sein ?"

    Ich hab das Schreiben von meiner Freundin gefunden, dort steht: "Gemäß § 76 FamFG i. V. m. § 120 Abs. 4 Satz 2 ZPO sind sie verpflichtet, jede Änderung Ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse auf Verlangen des Gerichts darzulegen usw."

    Da steht nur, das Verfahrenskostenhilfe bewilligt wurde, mehr nicht. Dann ist da noch ein Merkblatt zur Prozesskostenhilfe dabei, das wars. Who the fucking cares, wer das bezahlen musste? Beantragen kann das ja jede, die es braucht. Einfach Gutachter fragen, wenn man so ein Verfahren laufen hat. Aber ist wie gesagt, nur für Geringverdiener und wenn ihr in den nächsten Jahren danach reich werdet, müsst ihr doch noch bezahlen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#25 Anonyma
  • 25.11.2017, 00:31h
  • Antwort auf #22 von Traumzerstörerin
  • Liebe Traumzerstörerin,

    wenn Du die Qualität der gegenwärtig üblichen und als "Stand der Wissenschaft" geltenden Begutachtungsmethoden diskutieren möchtest und/oder diesbezüglich Verbesserungsvorschläge hast, dann wende Dich doch bitte an die Autoren der von mir zitierten Arbeiten. Ich bin ganz sicher die falsche Adresse für weitere Erörterungen in dieser Angelegenheit. Mich schockiert es ohnehin schon in mehr als aureichendem Maße, dass ich mich inzwischen sogar schon gezwungen sehe, Argumente von Sexualpsychiatern gegen die eigenen Leute ins Feld führen zu müssen. Irgendwas läuft hier mächtig schief... Ist die Realität denn wirklich so schwer zu akzeptieren, dass man sich mit Händen und Füßen gegen sie wehren muss?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#26 EulenspiegelAnonym
  • 25.11.2017, 01:20h
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • "Der vom Antragsteller/der Antragstellerin behauptete Sachverhalt muss nachgewiesen sein. Das ist auf jedem Rechtsgebiet so."

    Der Staat weist mir ein Geschlecht zu, ohne Nachweis und ohne Gutachten. Aber wenn er dabei einen Fehler macht, soll ich die Beweislast haben? Nein, richtig logisch oder fair ist das nicht.
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#27 AlicinoAnonym
  • 25.11.2017, 02:35h
  • Antwort auf #1 von Homonklin44
  • Namensänderungen treten auch bei einer Heirat ein, plötzlich wird aus Herr Majer der Herr Larsson oder aus Frau Müller die Frau Gülem
    Da muss kein Gutachter entscheiden ob die Namensänderung insbesondere nicht irreversibel ist. Da werden bei gesunden Menschen keine 2 Gutachten benötigt um die Heiratsfähigkeit zu prüfen oder ähnliches.
    Ich kann auch nicht erkennen, warum die Irreversibilität der persönlichen Entscheidung, ein Problem darstellen sollte.
    Wenn eine Person in allen anderen Dingen ihres Lebens selbst entscheiden kann, warum sollte sie das bei ihrem Namen und Geschlecht nicht dürfen? Und warum muss sichergestellt werden, dass sie sich vermutlich nie mehr umentscheiden wird? Dies ist doch nur ein Verwaltungsakt der selbst reversibel ist.
    Man kann ja eine Sperrfrist zwischen Namensänderungen einführen etwa so ähnlich wie das Scheidungsjahr bevor man sich scheiden und dann wieder heiraten kann.
    Was ist schlimm daran, wenn sich Herr Thomas Muster, die nun Frau Sabrina Muster ist nach sagen wir einem Jahr entscheidet nun doch wieder Herr Thomas Muster sein möchte?
    Man beachte nur der Personenstand und der/die Vornamen ändern sich, der Familienname bleibt erhalten, ganz anders verhält es sich mit einer Heirat, da ändert sich nämlich der Familienname und diese Familiennamen sind.
    Für die meisten Trans* die ich kenne wäre das eh kein Wunsch.
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#28 LillyComptonAnonym
  • 25.11.2017, 03:44h
  • Antwort auf #5 von Traumzerstörerin
  • Nur weil Autismus einen F Diagnose Schlüssel im ICD besitzt (Wie Transsexualität auch btw.) heißt das nicht das es eine psychische Erkrankung ist.

    Ich als Autistin und Transfrau finde deine Aussage mehr als diskriminierend.

    Das eine schließt das andere nicht aus.
    Vernünftige gut informierte Gutachter wissen das im Gegensatz zu dir.
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#29 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 25.11.2017, 07:24h
  • Als Frau mit transsexueller Vergangenheit (CO 1991, OP 1994) begrüße ich die Entscheidung des Gerichts. Ich habe die Begutachtung zwar auch als Zwang erlebt, andererseits aber auch als Möglichkeit,mit der eigenen Biographie auseinander zu setzen, und mir die selben Fragen wie die Gutachter zu stellen: Bin ich wirklich transsexuell, oder ist dieses eine Flucht vor dem eigentlichem Problem (dem sexuellen und psychischen Missbrauch durch den Vater)?
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#30 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 25.11.2017, 07:28h
  • Antwort auf #1 von Homonklin44
  • Für transsexuelles Verhalten gibt es eine Vielzahl von Deutungsmöglichkeiten, angefangen von abgewehrter Homosexualität, über Psychiose, bis hin zur Transsexualität. Der Job eines Gutachters ist es, Transsexualität zu diagnostizieren, nachdem alles andere ausgeschlossen ist. Eine OP kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.
    Und, was die Kosten angeht, eine wurden von der Krankenkasse übernommen.
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#31 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#32 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 25.11.2017, 07:39h
  • Antwort auf #13 von Vater
  • Wenn transsexuelle Menschen sich das Leben nehmen, und nicht wegen ihrer TS ermordet werden, liegt es meist an drei Gründen, und weniger an einer Krankheit wie Borderline:
    1. Sie werden nicht im neuen Geschlecht akzeptiert (keinen Job, keine Beziehung, keinen familiären Rückhalt).
    2. Sie sind mit dem Ergebnis unzufrieden (sehen als Frau immer noch wie Bauarbeiter aus).
    3. Der Partner/die Partnerin verlässt sie oder ihn, nachdem die TS-Person sich geoutet hat.

    Aufgrund der Lebensgeschichten von Transmenschen, die sich umgebracht haben (ich schreibe gerade an einem Drehbuch darüber, mit dem Arbeitstitel "Schmetterlingstod") kristallisiert sich dieses heraus.
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#33 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 25.11.2017, 07:43h
  • Antwort auf #26 von Eulenspiegel
  • Der Arzt, der Staat geht vom äußeren Anschein aus. Penis=Junge, Vagina=Mädchen. Niemand kann in den Kopf eines Menschen sehen, Eulenspiegel! Und, die TS bildet sich, soviel weiß man heute, aus drei Komponenten zusammen, wovon eine sich erst in den ersten drei bis vier Lebensjahren entwickelt.
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#34 BordiAnonym
#35 BordiAnonym
  • 25.11.2017, 08:21h
  • Antwort auf #29 von Gerlinde24
  • "Bin ich wirklich transsexuell, oder ist dieses eine Flucht vor dem eigentlichem Problem (dem sexuellen und psychischen Missbrauch durch den Vater)?"

    Da auch bei mir ein solcher psychodynamsicher Deutungsversuch meines transsexuellen Empfindens unternommen wurde, richte ich eine persönliche Frage an dich - falls dir die Beantwortung zu "privat" sein sollte, würde ich das aber durchaus verstehen:

    Fühltest du dich durch solche Deutungsversuche in deiner Transsexualität in Frage gestellt, bzw. weniger ernst genommen?

    Und noch eine weitere Frage: Wie wäre denn - angesichts eines Missbrauchs durch den Vater an einem als männlich erachteten Kind - die psychodynamische "Logik" einer "Flucht" des Kindes in ein weibliches Selbstbild?

    (Zum Verständnis: Bei mir, als weiblich erachtetes Kind mit vom Vater misshandelter Mutter, wurde mein transsexuelles Empfinden gedeutet als "Flucht" vor dem "verletzlichen Weiblich-Sein" hin zu "starker Männlichkeit", in der man vor Misshandlung quasi geschützt sei. Also genau der umgekehrte Erklärungsansatz gegenüber dem von dir geschilderten. Womit die Beliebigkeit solcher Erklärungsversuche m.E. ziemlich deutlich wird.)
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#36 TraumzerstörerinAnonym
  • 25.11.2017, 09:24h
  • Antwort auf #35 von Bordi
  • Eure Geschichten sind nichts Außergewöhnliches, ähnliche habe ich auch von meinem Gutachter gehört, besonders bei Transmännern lag oft ein Missbrauch in der Kindheit vor.
    Ich habe immer gerne gefragt, was er für andere Patenten und Patientinnen hatte.

    Der Fehler ist eigentlich, zu denken dass Transmänner ja Wahrheit eine weibliche Identität haben müssten, aber durch den Missbrauch diese verschüttet wäre.
    So funktioniert die Identitätsentwicklung beim Menschen aber nicht, außer er hat multiple Persönlichkeiten (Was nicht die Norm ist)
    In der Regel hat eine Mensch EINE Geschlechtsidentität, und wenn diese instabil wird, dann versucht sie sich zu reparieren, indem neue Vorbilder gesucht werden.
    Alle gesunden Menschen tun das so, ausnahmslos.

    So ähnlich, wie wenn jemand seinen Job verliert und sich neu-orientieren muss (Sehr vereinfacht gesagt)

    Das kann schon in früher Kindheit passieren, weil das Kind von den Eltern für geschlechtsuntypisches Verhalten bestraft wird, oder im späteren Leben, wenn die Erwartungen der Umwelt gegen das Selbstbild und die Interessen stehen.

    Es gibt auch wenig Menschen, die sich einfach vom Kleinkindalter an, nicht nach dem Gender richten, das ihnen von Ärzten vorgegeben wurde. Das ist aber recht selten, weil die Wahrscheinlichkeit dafür bestraft zu werden und Scham erzeugt wird, sehr hoch ist.
    Sehe jetzt in moderner Zeit, Transsexuelle Kleinkinder. Für die Eltern ist das meist ein riesen Problem weil andere Eltern und das Rechtssystem das nicht akzeptieren, früher hätte man dem Kind einfach alles verboten und das Verhalten unterdrückt, oder nicht ernst genommen und ignoriert.

    Das Problem ist, das die meisten Leute nicht verstehen, wie Menschen ihre Identität entwickeln, und eine gesonderte Entwicklung für Abweichungen von der Norm annehmen, was aber nicht das Fall zu sein scheint.

    Bei Menschen mit gestörter Persönlichkeit, kann das anders verlaufen. Die sehen sich dann z.B. als großer starker Mann, obwohl sie das optisch gar nicht sind und ignorieren die Signale der Außenwelt. So eine Person kommt einem im Alltag dann völlig unauthentisch vor, aus würde ein Spinner vor einem stehen.
    Oder Menschen dichten sich eine Persönlichkeit und Lebensgeschichte zusammen, die gar nicht stimmt, um irgendetwas zu rechtfertigen. Der Job ist erlogen, die Herkunft, usw.
    Da wird dann die Instabilität der Identität mit Wunschvorstellungen ausgeschmückt, um die Unerträglichkeit einer Instabilen Identität nicht aushalten zu müssen, wo wir wieder bei Borderline wären.

    Um es kurz zu fassen: Eine Transsexualität durch Missbrauch, ist genau so echt wie alle anderen Geschlechtsidentitäten bei normalen Menschen auch, sofern die Identität stabil ist.
    Damit kommt man durch das Behandlungssystem, so erklärt sich, warum die Begutachtung überhaupt stattfindet.

    Es würde nichts nützen, auf Brechen und Biegen den Menschen zu versuchen, mit irgendetwas zu versöhnen, was er geistig schon längst auf die Müllhalde gepackt hat (Identität vor dem Missbrauch)
    Das ist Folter und schädlich.
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#37 TraumzerstörerinAnonym
  • 25.11.2017, 11:11h
  • Antwort auf #28 von LillyCompton
  • Wie schon vor einigen Wochen gesagt, Autist/in ist, wer von einem Psychiater diagnostiziert wurde. In der Modernen Diagnostik tut man nicht einfach Menschen damit voreilig diagnostizieren, weil man niemanden stigmatisieren oder behandeln will, bei dem es gar nicht nötig ist, nur weil jemand nerdig ist, etwas etwas seltsam, ist die Person nach lange nicht autistisch. Auch eine Fachidiotin zu sein, macht eine Frau nicht zur Autistin.

    Autismus ist eine schwerwiegende Entwicklungsstörung, die Sprache ist beeinträchtigt, das Sozialverhalten, usw. schon in früher Kindheit fällt das in der Regel auf.

    Natürlich schließt das eine das andere nicht aus, aber man muss halt schauen, ob da nicht nur jemand sich etwas über Transsexualität angelesen oder gehört hat, und das wegen des Autismus als stereotypes Verhalten kopiert und quasi so zum autistischen Trans-Hobby macht.

    Mag jede/r darüber denken was er oder sie will:

    www.youtube.com/watch?v=hOsOwKjlARI

    www.youtube.com/watch?v=bXjnakAlF-s

    Das du dich persönlich angriffen fühlst, tut mir leid, mein Post ging nicht gegen dich, aber solche Fälle gibt es eben.
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#38 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 25.11.2017, 11:44h
  • Antwort auf #35 von Bordi
  • Ist mir privat, aber nicht "zu privat", darum antworte ich:

    Frage von Dir:

    Fühltest du dich durch solche Deutungsversuche in deiner Transsexualität in Frage gestellt, bzw. weniger ernst genommen?

    Meine Antwort:

    Nein, weil ich mir vor dem CO diese Frage oft selbst gestellt habe. Du musst wissen, dass ich bei den Mormonen aufgewachsen bin, die ein sehr rigides Geschlechterverständnis haben. Zudem sind sie sehr heuchlerisch, was manche Dinge angeht. So werden Kinderschänder weder den Behörden noch den Mitgliedern oder der Kirche gemeldet, Transsexuelle, die den WUNSCH nach der OP haben, sofort exkommuniziert. Um Dir zu erklären, warum Mormonen so ticken, müsste ich ein Buch schreiben!

    Frage von Dir:
    Und noch eine weitere Frage: Wie wäre denn - angesichts eines Missbrauchs durch den Vater an einem als männlich erachteten Kind - die psychodynamische "Logik" einer "Flucht" des Kindes in ein weibliches Selbstbild?

    Ja, weil das Kind selbst kein "Mann" sein will. Das denke ich zumindest.
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#39 AlicinoAnonym
  • 25.11.2017, 12:19h
  • Antwort auf #29 von Gerlinde24
  • Es geht doch bei diesem Urteil um die beiden Gutachter zur PÄ/NÄ.
    Davon unbenommen ist die Psychotherapie, die HRT/HET, mögliche OPs etc pp.
    Vor "Gericht" hier will man doch nur sein "juristisches" Geschlecht und/oder seinen "juristischen" Namen ändern lassen - mehr (noch) nicht.
    Wenn man in allen seinen übrigen Angelegenheiten/Geschäften souverän ist: also etwa volljährig, im Besitz seiner geistigen Fähigkeiten... warum muss es dann so kompliziert und teuer und an die Zustimmung von 2 "Gutachtern" gebunden sein um SEIN Geschlecht und oder SEINE(N) Vornamen umschreiben zu lassen?
    Vor der Eheöffnung hätte ich die Vorbehalte in etwa verstanden:
    * Herr Johann will Herrn Karl heiraten, durfte es aber nicht (vor dem wunderschönen Datum 2017-10-01)
    * Herr Karl lässt sich (wenn es möglich gewesen wäre!) etwa beim Standesamt in Frau Carline umschreiben (Papiere / Urkunden / Ausweisdokumente)
    * Herr Johann und Frau Carline dürfen jetzt heiraten und tun dies auch
    * Frau Carline lässt sich wieder in Herrn Karl umschreiben (Papiere / Urkunden / Ausweisdokumente)
    * Die Ehe muss seit 2011 nicht mehr geschieden werden.
    Es sei denn es existieren noch mehr solcher Ungleichbehandlungen in unseren Gesetzen die man mit "Tricks" wie oben skizziert umschiffen könnte. Doch da läge das Problem bei den Ungleichbehandlungen, nicht in einem einfachen PÄ/NÄ-Verfahren.
    Wenn die Geschlechter vor dem Gesetzt nicht ungleich behandelt werden, dann dürfte eine PÄ keine "unerwünschten" Wege eröffnen können.
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#40 EulenspiegelAnonym
  • 25.11.2017, 12:27h
  • Antwort auf #33 von Gerlinde24
  • "Der Arzt, der Staat geht vom äußeren Anschein aus."

    Eben. Uns wird einfach aufgrund einer völlig oberflächlichen Vermutung ein Geschlecht zugewiesen. Ohne "Gutachten", ohne jeden wissenschaftlich haltbaren Nachweis. Diese Zuordnung geschieht nur aufgrund einer Schätzung. Aber wenn sich diese oberflächliche Schlamperei als fehlerhaft erweist, sollen wir plötzlich Nachweise erbringen (die selbst Experten für fragwürdig halten) und für den Fehler des Staates bezahlen.
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#41 willieAnonym
  • 25.11.2017, 12:56h
  • Antwort auf #3 von stromboli
  • Ja, bisher war das Bundesverfassungsgericht im allgemeinen progressiv und pro-LGBT eingestellt und ein Gegengewicht gegen die konservative Regierung. Aber schon seit einigen Jahren gibt es aktive Bestrebungen, das auszuhebeln, zb von Seiten der CDU.
    Ich sehe das auch als einen bedenklichen Moment, vor allem jetzt, wo die Richtlinien zur Transition überarbeitet werden, sollte man damit rechnen, dass eine Modernisierung des TSG ansteht. Scheint aber nicht der Fall zu sein.
    Wenn Karlruhe nicht mehr auf "unserer" Seite steht, könnte es in Zukunft übel werden.
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#42 TheDadProfil
  • 25.11.2017, 13:04hHannover
  • Antwort auf #24 von Traumzerstörerin
  • ""Immer wieder haarsträubend, wie du zu Themen schriebst, von denen du keine Ahnung hast, lass es einfach, unerträglich.""..

    Anbei ein kleines Update dazu, was Du in einem anderem Thread mal wieder nicht gelesen hast..
    (oder vielleicht fehlt dir nur die erinnerung daran)..
    Ich bin 15 Jahre lang Krankenpfleger in der Neurologie und Psychiatrie gewesen, und weiß daher sehr gut wovon ich hier schreibe..

    ""Es geht dabei um das Umfeld, gesehen auf das ganze Leben, besonders die ersten Jahre. Und das kann man nicht wechseln, weil die Dinge schon geschehen sind.""..

    Kann man nicht ?
    Kann man nicht Menschen in andere Umfelder versetzen wenn gewahr wird das sich massive psychische Probleme und Erkrankungen ankündigen, die dann Deiner Meinung nach durch das Umfeld ausgelöst sind ?

    Ist die Verbringung von Menschen in die Psychiatrie (auch zwangsweise) oder in Wohngruppen nicht genau dieser Umfeld-Wechsel ?
    Müßten sich dadurch dann also nicht die Auswirkungen die angeblich durch das Umfeld ergeben, entweder stoppen oder bestenfalls sogar zurückbilden lassen ?

    ""Man weiß aber, dass es Menschen mit den gleichen genetischen Vulnerabilitäten gibt, die keine traumatischen Kindheitserfahrungen oder Misshandlungen erlebt haben, und die Symptome, also die Erkrankung nicht entwickelt haben.""..

    Man weiß auch das nicht alle Menschen mit einem Borderline-Syndrom Gewalterfahrungen besitzen oder einem Missbrauch unterlegen waren..
    Du verallgemeinerst..

    ""Aber ich weiß, Mr. Daddy mag obwohl er Atheist ist, Genforschung nicht, ist böse und stigmatisierend laut ihm. Lieber nix Forschen und verheimlichen.""..

    Wo steht das ?
    WO GENAU habe ich das geschrieben ?

    Hier liegt das Verständnis-Problem dann wohl bei Dir, denn ich habe gefordert Regelungen zu schaffen die es den Forschern nicht erlauben an Auslöschungs-Systemen zu arbeiten, und diese auf dem Umweg über Designer-Babys und Pränatal-Diagnostik zu einem "Standard der künftigen Medizin" zu erheben !

    Und als Beispiel dazu die schon reale Situation der Menschen mit Down-Syndrom angeführt, was Dich dann immer noch nicht Hellhörig hat werden lassen..

    ""Wenn niemand die Person vorher diagnostiziert hat, und das kann wohl nur ein echter Arzt wie ein Psychiater, kein Psychologe, und eine Behandlung verortet wurde, verschwindet gar nichts.
    Psychotherapie reicht bei Borderline meist nicht.""..

    Deine Informationen dazu wer Diagnosen stellt, und das auch darf, und wer dann behandelt und therapiert, sind doch eher dünn..

    Kein Fachmann der behandelt oder therapiert ist von der Fähigkeit und Berechtigung zur Diagnose ausgeschlossen..

    ""Dysmorphophobie gilt übrigens als eigenes Störungsbild und nicht als Teil von Borderline.""..

    Da würde ich doch lieber noch einmal nachlesen, denn "Dysmorphophe Körper-Wahrnehmung" ist Teil von diversen Syndromen, neben dem Borderline z.B. auch bei Bulimie, bei Menschen die einer Sucht nach Tattoos oder Piercings unterliegen, oder auch bei Menschen mit Amputations-Phantasien..

    ""Dysmorphophobie hat nichts mit der Identität eines Menschen zu tun, sondern wie er selbst seinen Körper wahrnimmt, also optisch sieht.""..

    de.wikipedia.org/wiki/Dysmorphophobie

    deacademic.com/dic.nsf/dewiki/813059

    deacademic.com/dic.nsf/dewiki/184780

    ""Bei Dysmorphophobie geht es um das äußerliche Aussehen, nicht um die Identität oder Emotionen.
    Du stellt eine Verbindung her, die falsch ist.""..

    Die eigene Wahrnehmung hat als nichts mit der Identität zu tun ?
    Du bist dann mal wieder weiter als die Medizin..

    ""Who the fucking cares, wer das bezahlen musste?""..

    Was hat Deine Freundin damit zu tun ?

    Es interessiert weil es hier eine Nachfrage gegeben hat an wen man sich wenden kann und muß !

    ""Beantragen kann das ja jede, die es braucht.""..

    Dazu wäre es hilfreich zu wissen wo, denn der Gutachter soll ja erst durch diesen Antrag bezahlt werden..
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#43 TheDadProfil
  • 25.11.2017, 13:07hHannover
  • Antwort auf #27 von Alicino
  • ""Namensänderungen treten auch bei einer Heirat ein, plötzlich wird aus Herr Majer der Herr Larsson oder aus Frau Müller die Frau Gülem
    Da muss kein Gutachter entscheiden ob die Namensänderung insbesondere nicht irreversibel ist. Da werden bei gesunden Menschen keine 2 Gutachten benötigt um die Heiratsfähigkeit zu prüfen oder ähnliches.""..

    Es geht hier nicht um Nachnamen, sondern um Vornamen und die dazugehörende Geschlechtsbezeichnungen "Mann" und "Frau"..
    Damit ist dein Einwand doch wohl eher untauglich..
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#44 TheDadProfil
  • 25.11.2017, 13:14hHannover
  • Antwort auf #26 von Eulenspiegel
  • ""Der Staat weist mir ein Geschlecht zu, ohne Nachweis und ohne Gutachten. Aber wenn er dabei einen Fehler macht, soll ich die Beweislast haben? Nein, richtig logisch oder fair ist das nicht.""..

    Die Zuweisung erfolgt nicht durch den Staat, sondern durch den Gutachter, und das ist hier der Arzt der die Geburtshilfe vorgenommen hat..
    Manchmal sogar nur eine Hebamme bei Hausgeburten..

    Die machen dann auch keine "Fehler", die begutachten ja nur nach der Ansicht, nach dem was sichtbar vor ihnen liegt..
    Blöderweise können Babys so kurz nach der Geburt sich noch nicht äußern, und so ist ein Gesetz einen dann doch vorliegenden Fehler zu beheben eine gute Sache..
    Wenn es denn dann auch vernünftig gemacht ist..
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#45 TheDadProfil
  • 25.11.2017, 13:27hHannover
  • Antwort auf #37 von Traumzerstörerin
  • ""Autismus ist eine schwerwiegende Entwicklungsstörung, die Sprache ist beeinträchtigt, das Sozialverhalten, usw. schon in früher Kindheit fällt das in der Regel auf.

    Natürlich schließt das eine das andere nicht aus, aber man muss halt schauen, ob da nicht nur jemand sich etwas über Transsexualität angelesen oder gehört hat, und das wegen des Autismus als stereotypes Verhalten kopiert und quasi so zum autistischen Trans-Hobby macht.""..

    Unterirdisch..
    Übergriffig..
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#46 TraumzerstörerinAnonym
  • 25.11.2017, 14:00h
  • Antwort auf #42 von TheDad
  • Auf deine ganzen unqualifizierten Aussagen, die vor Unverständnis und Herausrederei strotzen, gehe ich erst gar nicht, ein, kommen wir zum Wesentlichen:

    "Was hat Deine Freundin damit zu tun ?

    Es interessiert weil es hier eine Nachfrage gegeben hat an wen man sich wenden kann und muß ! "

    Meine Freundin hat auch den Begutachtungsprozess usw. durchlaufen. Ich finde meine Unterlage nicht mehr.

    Es ist für dich übrigens völlig uninteressant, weil du nicht transsexuell bist. Jeder vernünftige Gutachter in einem Kompetenzzentrum kann einem bei der Antragsstellung helfen, bei meiner Freundin hat das sogar ein lokaler Psychiater getan.

    "Dazu wäre es hilfreich zu wissen wo, denn der Gutachter soll ja erst durch diesen Antrag bezahlt werden.. "

    Bevor man überhaupt eine Namensänderung machen kann, braucht man einen anderen Gutachter, der z.B. Hormone erlaubt, der die Diagnosestellung macht. Ohne Diagnose, keine Hormone. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass man einfach eine Namensänderung ohne Hormone, ohne gewechselte Gender-Rolle im Alltag bekommt. Daher ist diese erste Person die erste Anlaufstelle und auch Berater oder Beraterin für alle weiteren Schritte.
    Ich rate dir noch mal, dich aus den Themen von denen du keine Ahnung hast, die Finger zu lassen.
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#47 Evo MoralesAnonym
  • 25.11.2017, 14:25h
  • Mut zur Lücke?

    www.queer.de/img/bolivien-trans-600-.jpg

    "Vorbilder für die Anerkennung der Geschlechtsidentität können die Rechtsordnungen von Argentinien, Dänemark, Norwegen, Irland oder Malta sein", so der LSVD."

    __________________________________

    Gegen autoritäre Politik im Interesse des Klassensystems:

    "...kann jeder Bürger ab sofort selbst bestimmen, welchem Geschlecht er rechtlich angehört. Mit der Unterzeichnung durch Vizepräsident Álvaro García Linera am 20. Mai trat ein entsprechendes Gesetz mit sofortiger Wirkung in Kraft. Es war zuvor vom Abgeordnetenhaus und dem Senat verabschiedet worden.

    Nach der neuen Bestimmung haben Transsexuelle und Transgender ab 18 Jahren das Recht, ihr Geschlecht und ihren Namen in Ausweispapieren, auf der Geburtsurkunde und anderen offiziellen Dokumenten ändern zu lassen. Eine geschlechtsanpassende Operation oder Behandlung ist dazu nicht erforderlich..."

    www.queer.de/detail.php?article_id=26197

    (queer.de berichtete am 26.05.2016)
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#48 Svetlana LAnonym
  • 25.11.2017, 15:36h
  • Antwort auf #33 von Gerlinde24
  • "Niemand kann in den Kopf eines Menschen sehen"

    Damit gibst du doch schon selbst die Antwort nach dem Nutzen der Begutachtungen, die du ja ausdrücklich begrüßt. Ich bin der Auffassung, dass mir niemand mein Geschlechtsempfinden weder bestätigen noch widerlegen kann.

    Und was bitte hat die Begutachtungspflicht bei Vornamens-/Personenstandsänderung - um die es hier ja geht - mit OPs zu tun, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können? Dass die rechtliche und die medizinische Seite zwei Paar Stiefel sind, solltest du eigentlich wissen.
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#49 SchlüsselknabbererAnonym
  • 25.11.2017, 17:07h
  • Antwort auf #5 von Traumzerstörerin
  • Traumzerstörerin schrieb:
    "Was ich eigentlich verständlich finde, denn es können auch echte psychische Erkrankungen dahinter stecken z.B. Borderline-Persönlichkeitsstörung, Autismus oder eine Psychose.
    Ein Gutachter der in der Regel Psychiater ist, sollte diese Erkrankungen ausschließen, weil die Personen sich sonst selbst gefährden."

    Demnach dürfen Autisten keine Transsexuellen sein, verstehe ich das richtig? Autismus soll eine Ausschlussdiagnose für eine Geschlechtsanpassung sein?
    Das ist ja wohl ein schlechter Witz.
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#50 TraumzerstörerinAnonym
  • 25.11.2017, 19:16h
  • Antwort auf #49 von Schlüsselknabberer
  • "Demnach dürfen Autisten keine Transsexuellen sein, verstehe ich das richtig? "

    Nein verstehst du falsch.

    "Autismus soll eine Ausschlussdiagnose für eine Geschlechtsanpassung sein? "

    Ja kann sein, weil die Person z.B. etwas über Transsexualität gelesen oder im Internet gesehen hat, und das dann als Spezialinteresse betreibt, es also nur nachahmt, weil die Person durch ihren Autismus die sozialen Hintergründe und Zusammenhänge nicht verstehen kann.

    Es liegt am Gutachter/der Gutachterin, das zu ergründen und auszuschließen.
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#51 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 25.11.2017, 20:30h
  • Antwort auf #48 von Svetlana L
  • Zitat Svetlana

    Damit gibst du doch schon selbst die Antwort nach dem Nutzen der Begutachtungen, die du ja ausdrücklich begrüßt. Ich bin der Auffassung, dass mir niemand mein Geschlechtsempfinden weder bestätigen noch widerlegen kann.

    Antwort Gerlinde:

    In meinem Zitat ging es aber nicht um die Begutachtung transsexueller Menschen (oder intersexueller Menschen), sondern um die Geschlechtszuweisung kurz nach der Geburt, und da zählt auch heute noch nur der Augenschein.
    Ich bin FÜR die Begutachtung, um Fehler zu minimieren, denn Menschen, die glauben, transsexuell zu sein, können auch damit glauben, vor den eigenen Problemen zu fliehen.
    Ich kannte z.B. einen DWT (Damenwäscheträger), der wie ein Bauarbeiter aussah, sich als Mann nicht mochte, sich als Frau aber umwerfend und erotisch fand (Selbstbild), während alle anderen anderer Meinung waren (Fremdbild). Dieser Mann glaubte, transsexuell zu sein, wobei jeder, der ihn etwas näher kannte, sofort merkte, dass er vor der eigenen Homosexualität floh, weil er aus einem streng religiösem Elternhaus (Jehovas Zeugen) kam.
    Hätte er sich operieren lassen, wäre das irreversibel gewesen, und die Gefahr eines Selbstmordes wäre hoch gewesen, wenn er der Wahrheit nach der Op ins Gesicht gesehen hätte.
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#52 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#53 BordiAnonym
  • 25.11.2017, 21:18h
  • Antwort auf #38 von Gerlinde24
  • Vielen Dank, dass du meine Fragen so "privat" (und inhaltsreich) beantwortet hast!

    Meine erste hatte sich auf die Tatsache bezogen, dass solche psychodynamischen Erklärungen ja in manchen Kreisen ziemlich verpönt sind, da sie aus der "ewiggestrigen" Ecke (Sophinette Becker u.a.) kommen. Und die Vehemenz, mit der sie deshalb häufig abgelehnt werden, konnte ich persönlich immer nicht recht nachvollziehen. Daher wollte ich mal wissen, wie Andere das sehen.

    Ja, und zur zweiten Antwort: Stimmt, das mit dem "Nicht der Gewalttäter-Mann sein wollen" leuchtet (irgendwie) ein.

    Trotzdem bleibt aber festzuhalten, dass solche Ansätze ziemlich banane sind: Mal ist die Erklärung für Transsexualität, dass man sich unbedingt mit dem Unterdrücker identifizieren will (weil er der "Starke" ist) - und mal, dass man sich auf keinen Fall mit dem Unterdrücker identifizieren will (weil er der "Böse" ist). So wie's grade passt.

    Evidenzbasiertheit sieht in jedem Fall anders aus :-)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#54 TheDadProfil
  • 25.11.2017, 21:54hHannover
  • Antwort auf #46 von Traumzerstörerin
  • ""Meine Freundin hat auch den Begutachtungsprozess usw. durchlaufen. Ich finde meine Unterlage nicht mehr.
    Es ist für dich übrigens völlig uninteressant, weil du nicht transsexuell bist.""..

    Stimmt..
    Aber die Nachfragen gab es..
    Und ich würde mich an so signifikante Ereignisse wie diese ganz sicher erinnern..
    Auch ohne Unterlagen..

    ""Jeder vernünftige Gutachter in einem Kompetenzzentrum kann einem bei der Antragsstellung helfen, bei meiner Freundin hat das sogar ein lokaler Psychiater getan.""..

    Interessant..
    Man sucht sich also einen Gutachter und regelt das finanzielle hinterher ?

    In der Regel laufen derlei Dinge anders herum, man muß zunächst das Finanzielle regeln, sonst bleibt man nachher auf den Kosten sitzen..

    ""Ich rate dir noch mal, dich aus den Themen von denen du keine Ahnung hast, die Finger zu lassen.""..

    Mal ganz davon abgesehen das ich als interessierter Mensch über Einblicke verfüge, und an Dir gar nichts kritisiere, sondern nur an Teilaspekten Deiner Kommentare, wenn sie wie z.B. hier Verallgemeinerungen enthalten, die man so nicht stehen lassen kann, weil sie dann einen falschen Eindruck hinterlassen..

    Äh ?
    Gilt das dann auch anders herum ?
    verkneifst Du dir zukünftig eigene Kommentare zu Männern und insbesondere zu Schwulen Sex-Themen ?
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#55 hugo1970Ehemaliges Profil
#56 TheDadProfil
  • 25.11.2017, 22:03hHannover
  • Antwort auf #49 von Schlüsselknabberer
  • ""Demnach dürfen Autisten keine Transsexuellen sein, verstehe ich das richtig? Autismus soll eine Ausschlussdiagnose für eine Geschlechtsanpassung sein?""..

    Nicht nur Autismus, sondern auch noch Bipolare Störungen und Borderliner gleich mit..

    Da ist ja dann ihrer Meinung nach der Transsexuell/Transgender/Transidente Teil der Identität kein eigener "Wunsch", sondern nur ein Ausdruck eines Symptomes der "anderen" psychischen Störung, die sich durch eine "ungefestigte Identität" manifestiert..
    Hier wird dann also gleich mal mit Begutachtet..
    Aus der Ferne..
    Und nicht nur deshalb schon sehr gewagte Aussagen..

    Womit dann gleichzeitig wieder unterstellt wird, TTT's sind "psychische Erkrankungen" ?

    Diese "inneren Widersprüche" die so häufig durch ihre Kommentare meandern, und die mMn nicht alle nur durch "missverständliche Formulierungen" entstehen können finde ich schon interessant..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#57 hugo1970Ehemaliges Profil
#58 TheDadProfil
  • 25.11.2017, 22:07hHannover
  • Antwort auf #50 von Traumzerstörerin
  • ""Ja kann sein, weil die Person z.B. etwas über Transsexualität gelesen oder im Internet gesehen hat, und das dann als Spezialinteresse betreibt, es also nur nachahmt, weil die Person durch ihren Autismus die sozialen Hintergründe und Zusammenhänge nicht verstehen kann.""..

    Mich würde mal interessieren welcher Gutachter denn über einen solchen Fall berichtet haben soll ?

    "Spezial-Interessen" von Autisten die sich Insel-Begabungen nennen, beziehen sich nicht auf die Umwandlung oder gar Anpassung des eigenen Körpers an die Umwelt um sich von einem unterstelltem Stigma zu befreien..

    Von einen solchem Fall würde ich dann doch gerne mal lesen, denn dazu habe ich noch nie etwas gehört..
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#59 TraumzerstörerinAnonym
#60 TraumzerstörerinAnonym
  • 25.11.2017, 22:52h
  • Antwort auf #53 von Bordi
  • "Trotzdem bleibt aber festzuhalten, dass solche Ansätze ziemlich banane sind: Mal ist die Erklärung für Transsexualität, dass man sich unbedingt mit dem Unterdrücker identifizieren will (weil er der "Starke" ist) - und mal, dass man sich auf keinen Fall mit dem Unterdrücker identifizieren will (weil er der "Böse" ist). So wie's grade passt. "

    Also ich finde das nicht "Banane" oder "wie es gerade passt" sondern diese Erklärungen machen im Kontext von dem, was die Personen dabei erlebt haben, sehr viel Sinn.

    Ich schrieb ja hier mal, dass ich durch die Genitaloperationen in meiner Kindheit, in meiner Männlichkeit sehr verunsichert wurde, und danach nicht mehr mit anderen Pinkeln wollte, weil ich wusste, dass ich anders war, ich konnte ja kein Junge sein, wenn man mich operieren muss.

    In der Fachliteratur steht aber, man sollte diese Operationen unbedingt machen, damit das Kind sich in seiner Männlichkeit bestätigt fühlt und nicht zweifelt und verunsichert wird.

    Wie kann das sein? Es macht nur Sinn, aus dem persönlichen Standpunkt, wie die Person selbst die Situation empfunden hat.

    Ich trage die Narben mein Leben lang, jede Person die mich nackt sieht, kann sie sehen. Meine erste Freundin hat es sofort gesehen.
    Für mich sind das Male, die mich für immer brandmarken und mich immer darin erinnern, dass ich nicht normal bin.
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#61 BordiAnonym
  • 25.11.2017, 23:33h
  • Antwort auf #60 von Traumzerstörerin
  • "Wie kann das sein? Es macht nur Sinn, aus dem persönlichen Standpunkt, wie die Person selbst die Situation empfunden hat."

    Eben - und das ist genau das, was ich, aus meiner persönlichen Erfahrung heraus, moniere. Wie du ja auch sagst: Die Lehrbücher schreiben dasunddas, und du persönlich hast es genau umgekehrt erlebt.

    Genau das war eben auch mein Eindruck: Die Therapeutin, die besagten Erklärungsversuch bei mir unternommen hat, tat das nicht etwa nach zahlreichen tiefschürfenden persönlichen Gesprächen mit mir - sondern ich hatte vielmehr den Eindruck, dass sie diese Erklärungsschablone aus irgendeinem freudianischen Standardwerk hatte und sie mir mal eben aufgedrückt hat; in einer der ersten Therapiestunden mit ihr, wohlgemerkt.

    Aber ich hatte es ja weiter oben schon angemerkt: Die Fähigkeiten von Psychotherapeuten und Psychiatern, anhand klarer Kriterien eine fundierte Diagnose zu stellen, die ihren Klienten gerecht wird, halte ich für stark überschätzt. Und zwar generell; keineswegs nur in Bezug auf Transsexualität.
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#62 BlödsinnAnonym
  • 26.11.2017, 00:22h
  • Antwort auf #50 von Traumzerstörerin
  • Es wird ja immer schlimmer, was du schreibst. Mach mal halblang bitte.
    Autismus bedeutet nicht, dass jemand nicht mehr wüsste, welche sexuelle Orientierung er/sie hätte. Und das Nachahmen einer bestimmten Gruppe ist was ganz anderes als transsexuell zu sein. Das kapiert auch ein Autist! Ein Autist weiß in der Regel, welche sexuelle Orientierung er/sie hat. Autismus ist was anderes als Dummheit.

    Was du hier verbreitest ist, wie schon von jemand in einem anderen Kommentar geschrieben, diskriminierend.

    Und falls du nun äußern möchtest, dass du weißt, wer ich bin: das ist mir sowas von schnurzpiepegal. Ich verstecke mich nicht und ich habe nichts zu verstecken. Ich schreibe hier so, wie es gerade sein muss.
    Und diesen gewissen "Waffenstillstand" hast du dir ausgedacht, Frau Pöbeltante.
    Du schaffst es, dich mit allen anzulegen, auch wenn einige hier wirklich vernünftig und friedlich schreiben.
    Wenn ich was unverschämt finde, dann äußere ich mich. Da kann mir dein Waffenstillstand mal den Buckel runter rutschen!

    Und nun halte ich dir nochmal den Spiegel hin: schaue hinein und löse deine akuten Probleme. Dass DU welche hast, das ist klar.
    Aus deiner Sicht haben doch alle Unrecht. Das nennt sich einseitige Sichtweise! Selbstreflexion ist dein Thema: schaue in den Spiegel.
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#63 TraumzerstörerinAnonym
  • 26.11.2017, 01:04h
  • Antwort auf #62 von Blödsinn
  • Sorry meine liebe, bunte Schönheit, aber ich finde es nicht diskriminierend zu sagen, dass es nun mal psychiatrische Erkrankungen oder Entwicklungsstörungen gibt, die sich ähnlich darstellen können und das es auch Leute mit diesen Störungen gibt, die trotzdem eine stabile, Transsexuelle Identität entwickeln können.

    Es liegt im Interesse dieser Menschen, dass das ordentlich überprüft wird.

    Waffenstillstand ist egal? Na dann ist das Feuer wieder eröffnet!

    Du hast mir immer noch nicht eine Frage beantwortet, zum 4. Mal: Nachdem du erkannt hast, dass du lesbisch bist, was ist heute mit deinen Gefühlen zu Männern, sexuell und emotional, sind die weg? Würde mich brennend interessieren, wenn du nicht weist, schau mal in den Spiegel und frag danach ;)
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#64 LillyComptonAnonym
#65 BordiAnonym
  • 26.11.2017, 09:40h
  • Antwort auf #62 von Blödsinn
  • "Blödsinn" ist natürlich ein bemerkenswerter Nick für dein Comeback. Zumindest der spricht für eine gewisse Selbsterkenntnis.

    Deinen Rat mit dem In-den-Spiegel-Schauen solltest du selber dir allerdings trotzdem öfter zu Herzen nehmen. Denn deine eigenen Pöbeleien und aggressiven Unterstellungen setzt du auch nach deinem letzten Ausstieg aus diesem Forum wieder unvermindert fort.

    Naja - zumindest verspricht das einen gewissen Unterhaltungswert.
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#66 EulenspiegelAnonym
  • 26.11.2017, 13:09h
  • Antwort auf #44 von TheDad
  • "Die Zuweisung erfolgt nicht durch den Staat, sondern durch den Gutachter, und das ist hier der Arzt der die Geburtshilfe vorgenommen hat.."

    Aber der Staat ist es, der die Zuweisung rechtlich fixiert.
    Auf ein Schniepelchen zu schauen und dann zu behaupten "Das ist ein Junge" hat wohl kaum etwas mit einem "Gutachten" zu tun. Das ist eine reine Vermutung. Aber wenn später jemand merkt, dass die Zuweisung falsch war, müssen plötzlich "Beweise" her, die für die Erstzuweisung nicht notwendig waren? Das ergibt keinen Sinn.
    Eine Personenstandsänderung ohne Gutachten würde niemandem schaden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#67 TheDadProfil
  • 26.11.2017, 14:50hHannover
  • Antwort auf #59 von Traumzerstörerin
  • ""Ach Daddy, ist dir das nicht genug Bestätigung?""..

    Nöö..
    Aber das offenbart recht gut was Du so über Autisten wie mich und "LillyCompton", die sich hier ebenso deutlich geoutet hat, eigentlich so weißt und denkst..
    Nichts..
    Das hatte ich Dir schon einmal bescheinigt, denn die meisten Autisten, vor allem die meisten Asperger denen Du so im Alltag begegnest, fallen Menschen wie Dir überhaupt nicht auf..

    Was genau hat der Link zu YouTube mit der Frage danach zu tun, welcher Gutachter mal einen Fall beschrieben hätte, das ein Autist* und hier dann speziell wohl ein Asperger, ein "Spezial-Interesse" an "Trans*" entwickelt hätte und leben würde ?

    Woraus soll man in diesem Video erkennen es mit einem Asperger zu tun zu haben ?

    Während ich Dir dezidiert beschreiben könnte, wieso die Einrichtung des Zimmers deutliche Hinweise darauf gibt es garantiert nicht mit einem Menschen zu tun zu haben der ein Asperger ist..
    Sondern einer exaltierten Person die sehr viel wahrscheinlicher einer Bipolaren Störung unterliegt, und diese dann als YouTuber*in auslebt..
    So wie übrigens sehr viele YouTuber*innen Menschen mit bipolaren Störungen sind..

    ""Sonst schreib halt die Zentren an, versuchs bei Autismus-Ambulanzen und bei der Sexualforschungs-Abteilung vom UKE usw. vielleicht antworten sie dir.""

    Ich finde ja immer noch daß man Behauptungen die man aufstellt und "als Wahrheit" postuliert, dann auch mal belegen können soll, und Quellen dazu anfügt..

    Ansonsten nehme ich das dann auch mal als das an, was es ist :
    Unsinn, Blödsinn, Humbug, und Ausdruck einer Verallgemeinerung basierend auf Erzählungen die nicht nachprüfbar bleiben, weil dazu gar keine Referenzen bestehen..

    ""Sonst schreib halt die Zentren an, versuchs bei Autismus-Ambulanzen und bei der Sexualforschungs-Abteilung vom UKE usw. vielleicht antworten sie dir.""..

    www.einzigartig-eigenartig.de/

    Ich habe seit langer Zeit Kontakte zu Asperger-Vereinen, und ich habe noch NIEMALS von einem solchem Fall gehört..
    Und das ganz im Gegensatz zu Fällen die ich aus dem Beruf des Krankenpflegers persönlich kenne, und wo sich Menschen mit Bipolaren Störungen und auch Schizophrene Menschen "Trans*" verhielten, nämlich immer dann wenn eine manische Phase anstand, oder sich eine andere Persönlichkeit Bahn brach..
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#68 TheDadProfil
  • 26.11.2017, 15:26hHannover
  • Antwort auf #66 von Eulenspiegel
  • ""Aber der Staat ist es, der die Zuweisung rechtlich fixiert.""..

    Natürlich..
    Das ist die Aufgabe des Staates..
    Regeln zu schaffen..
    Das führt nur nicht immer dazu daß sich alle Bürger damit einverstanden erklären können, und wenn berechtigte Interessen vorliegen, dann müssen diese Regeln angepaßt werden, wie erst unlängst im Urteil des BVG zu einem "Drittem Geschlechts-Eintrag" ins Geburtsregister..

    Bei der zwangsweisen Zuweisung bleibt aber das Problem so lange bestehen, bis sich der Staat dazu entschließt auf eine solche Zuwesiung zu verzichten..

    Hier gilt es dann zu hinterfragen wozu dieser Eintrag eigentlich dient ?

    Eine Frage die sich schon im Prozess um den Eintrag einer Transsexuellen Mutter als Mann mit ihrem männlichem Vornamen in die Geburtsurkunde des Kindes stellte, und auch hier nicht beantwortet wurde, weil sie offenbar gar nicht richtig gestellt wurde..

    Gleichzeitig unterliegen wir auch immer noch der Vorschrift das ein Vorname so zu wählen und als Rufname einzutragen ist, das eine "eindeutige Geschlechtszuweisung im Gespräch" möglich sei..
    Vornamen wie Rene oder auch Kay müssen immer noch mit einem zweitem Vornamen der die eindeutige Geschlechtszuweisung erlaubt, kombiniert werden, denn sowohl Rene/René als auch Kay/Kai sind für beide Geschlechter gebräuchlich..

    Wenn denn nun der Staat die "Dritte Option" beschlossen hat wird zu sehen sein, ob das dann auch genügt, denn die Uneindeutigkeit der "Dritten Option" muß auch "uneindeutige Vornamen" ermöglichen, und diese Möglichkeit wiederum kann dazu führen wieder neue Kategorien zu entwerfen, die aber mit der Realität nicht unbedingt korrelieren..

    Die grundsätzliche Frage lautet also, wieso muß man einem Neugeborenem überhaupt ein Geschlecht zuweisen ?

    Wem und was, und wozu dient das, wenn doch laut Verfassung alle Menschen die gleichen Rechte haben ?

    Und dort fällt die Antwort immer noch leicht :
    Es dient der Ungleichheit im Recht, der Möglichkeit Strukturen zu etablieren die es erlauben Menschen unterschiedlich zu behandeln, und damit dient es der Installation von Diskriminierung und Unterdrückung auch von Minderheiten..

    Es genügt hier aber nicht mit einem Federstreich zu hantieren, und einfach etwas abzuschaffen..
    Hier muß ein ausführlicher (kurzer !) gesellschaftlicher Dialog und Disput geführt werden, denn eine Abschaffung der Eintragungen hat fundamentale Einflüße auf die Gesellschaft..

    Die Vereinfachung von Verwaltungsvorgängen bedroht vielleicht tausende Arbeitsplätze beim Staat in den Behörden und Ämtern..

    "" Auf ein Schniepelchen zu schauen und dann zu behaupten "Das ist ein Junge" hat wohl kaum etwas mit einem "Gutachten" zu tun.""..

    Blöderweise ist es aber genau das..
    Weil man nicht in den Kopf und die Gedanken schauen kann..

    ""Eine Personenstandsänderung ohne Gutachten würde niemandem schaden.""..

    Grundsätzlich ist das völlig richtig..
    Gleichzeitig schützt sich der Staat aber auch immer vor einer Haftung, und damit gegen Regress durch den Bürger..
    Dazu dienen die Gesetze..
    Denn die Rechte die jeder Bürger aus der Verfassung hat, richten sich immer gegen den Staat..
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#69 BordiAnonym
  • 26.11.2017, 15:45h
  • Antwort auf #67 von TheDad
  • "Menschen mit Bipolaren Störungen und auch Schizophrene Menschen "Trans*" verhielten, nämlich immer dann wenn eine manische Phase anstand, oder sich eine andere Persönlichkeit Bahn brach"

    Möglicherweise habe ich deinen Beitrag ja missverstanden - aber kann es sein, dass du hier "bipolar" mit "multipler Persönlichkeitsstörung" (bzw. nach neuer Terminologie "Dissoziativer Identitätsstörung") und "Schizophrenie" generös ineinandermengst?

    Dass man sich als Bipolarer zu Beginn einer manischen Phase "trans* verhielte", hab ich jedenfalls noch nie gehört. Und mit Bezug auf die entsprechenden Diagnosekriterien erscheint es auch völlig abwegig.
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#70 TraumzerstörerinAnonym
  • 26.11.2017, 16:00h
  • Antwort auf #67 von TheDad
  • "Woraus soll man in diesem Video erkennen es mit einem Asperger zu tun zu haben ?

    Während ich Dir dezidiert beschreiben könnte, wieso die Einrichtung des Zimmers deutliche Hinweise darauf gibt es garantiert nicht mit einem Menschen zu tun zu haben der ein Asperger ist..
    Sondern einer exaltierten Person die sehr viel wahrscheinlicher einer Bipolaren Störung unterliegt, und diese dann als YouTuber*in auslebt..
    So wie übrigens sehr viele YouTuber*innen Menschen mit bipolaren Störungen sind.. "

    Wenn du den Fleiß gehabt hättest zu Googeln wer das ist, hättest du erfahren, dass die Person schon als Kind mit Autismus diagnostiziert wurde.

    Informiere dich mal über die Person, autistischer geht es schon gar nicht mehr, so viele Spezialinteressen und soziale Schwierigkeiten die Person hat und in ihrem Leben hatte.
    Wenn du dir die Zeit natürlich nicht nehmen willst, dein Problem. Aber das machst du bei vielen Dingen so die wir hier diskutieren, du informierst dich nicht.

    "und wo sich Menschen mit Bipolaren Störungen und auch Schizophrene Menschen "Trans*" verhielten, nämlich immer dann wenn eine manische Phase anstand, oder sich eine andere Persönlichkeit Bahn brach.. "

    Kuck an... Der Daddy gibt zu, dass es sein kann, dass eine psychiatrische Erkrankung, wie Trans* aussehen kann und fälschlich dafür gehalten wird!
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#71 TheDadProfil
#72 BordiAnonym
  • 26.11.2017, 16:20h
  • Antwort auf #68 von TheDad
  • "Gleichzeitig schützt sich der Staat aber auch immer vor einer Haftung, und damit gegen Regress durch den Bürger.."

    Kannst du diese Aussage bitte mal im vorliegenden Kontext erläutern?

    Ich verstehe sie so, dass der Staat sich - deiner Ansicht nach - mittels der 2-Gutachter-Regelung _vor Regressforderungen von Bürgern schützt_, die sonst ggf. dem Staat die Schuld dafür gäben, unüberlegterweise eine Änderung im Personenstandsregister veranlasst zu haben?

    Falls du das wirklich gemeint hast, hielte ich es für arg verstiegen.
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#73 TheDadProfil
  • 26.11.2017, 17:09hHannover
  • Antwort auf #70 von Traumzerstörerin
  • ""Wenn du den Fleiß gehabt hättest zu Googeln wer das ist, hättest du erfahren, dass die Person schon als Kind mit Autismus diagnostiziert wurde.""..

    Wenn Du den Fleiß besitzen würdest zunächst einmal Informationen darüber zu lesen welche multiplen Ausprägungen von Autismus es gibt, und welcher signifikante Unterschied zwischen einem "frühkindlichem Autismus" und einem Asperger bestehen, der in der Adoleszenz auftritt, und meist erst im Erwachsenem-Alter geklärt (um "diagnostiziert" zu vermeiden !) wird ?

    Wenn Du dazu dann noch die Güte hättest über Asperger-Menschen nicht als eine Form von "Idioten" zu schreiben ?
    Die entgegen Deiner Meinung alles andere als "alle" nicht in der Lage wären Emotionen beim Gegenüber zu deuten, und selber so etwas wie ein "emotionales Gefrierfach" wären, und deren soziale Interaktionen davon geprägt seien ausschließlich über eine Art Dolmetscher am "normalem leben" teilnehmen zu können ?

    Wenn Du dann noch gestellte Fragen beantworten könntest, z.B. diejenige die da lautete, welcher Gutachter jemals beschrieben hätte daß ein Asperger (!) eine Art "Fetisch" betrieben hätte, das sich dann als "Spezial-Interesse" an "Trans*" beschreiben ließe ?

    Dann wäre schon sehr viel gelungen..

    ""Informiere dich mal über die Person, autistischer geht es schon gar nicht mehr""..

    Verallgemeinernder, und damit unsinniger geht es kaum noch..
    Selbst wenn diese Person über multiple Spezial-Interessen verfügt, sind die noch lange nicht auf andere Menschen als "sinn-stiftend" oder gar "diagnostischer Normal-Fall" übertragbar..
    Sie kennzeichnen EINE Person in ihrer Individualität..

    ""so viele Spezialinteressen und soziale Schwierigkeiten die Person hat und in ihrem Leben hatte.""..

    Hier gerne mal die Anmerkung..
    Wer ist behindert, und wer wird behindert ?

    Ist ein Handicap eigentlich Ausdruck eines Defizites des Individuums, oder dann doch die Erkenntnis der Gesellschaft wie defizitär sie sich gegenüber ihren beteiligten Individuen verhält ?

    ""Wenn du dir die Zeit natürlich nicht nehmen willst, dein Problem. Aber das machst du bei vielen Dingen so die wir hier diskutieren, du informierst dich nicht.""..

    Ums Dir noch mal aufs Tablett zu schmieren..
    Du DENKST immer hier wären Menschen unterwegs, die seien nicht informiert..
    Was dann regelmäßig dazu führt, daß Du anderen Menschen ihre eigenen Erfahrungen absprichst, sie negierst, und gleichzeitig auch noch versuchst deren Erlebniswelten zu dekonstruieren indem Du dann "Fälle" anführst, und sie für "allgemeingültig" erklärst..
    Das bleibt Unsinn..

    Ich muß Dich überhaupt nicht davon überzeugen einem Irrtum zu erliegen..
    Ich setze hier einfach meine Erfahrungen entgegen..
    Dann kann nämlich der Leser entscheiden ob er sich zusätzliche Informationen dazu sucht, oder einfach irgendwem Glauben schenkt..

    ""Kuck an... Der Daddy gibt zu, dass es sein kann, dass eine psychiatrische Erkrankung, wie Trans* aussehen kann und fälschlich dafür gehalten wird!""..

    Nöö..
    Weder muß ich hier etwas zugeben, noch "sieht etwas so aus wie trans"..

    Denn das negierte das Streben der Menschen in ihrer manischen Phase der bipolaren Störung auch zu verstehen als echten Ausdruck ihres SEINS, ebenso wie die schizophrenen Menschen in der Ausprägung multipler Persönlichkeiten, deren Vorstellungswelten grundsätzlich als "Humbug" anzusehen..

    Man stelle sich nun vor..
    Eine Person die als Mann geboren wird und schizophren ist bildet die Persönlichkeit eines Macho heraus, und als Gegenpol die einer Ballet-Tänzerin..

    Welche der Persönlichkeiten ist denn da "die erste und damit richtige", und welche der Persönlichkeiten "die schlechte", die es per Therapie zu "bekämpfen" gälte ?

    Und warum zum Henker ist eine zusätzliche Persönlichkeit eigentlich zu bekämpfen, so lange sie keinerlei Schaden anrichtet ?

    Die Gesellschaft, die Medizin maßt sich dann an zu entscheiden..
    Das mag durchaus dann gegeben sein wenn man es mit einem Menschen wie Jame Gumb/Buffalo Bill aus "Das Schweigen der Lämmer" zu tun hat, der seinen Wunsch zur "Transformation" gegen den Druck der Gesellschaft in Morden kanalisiert..

    Daraus ergibt sich dann immer noch nicht die Grundsätzlichkeit allen Menschen mit derlei Störungen ein Ausleben ihrer Persönlichkeiten zu verbieten und vor allem zu verunmöglichen..

    Und dann mal eine Frage zu Deiner Aussage :

    ""In der Fachliteratur steht aber, man sollte diese Operationen unbedingt machen, damit das Kind sich in seiner Männlichkeit bestätigt fühlt und nicht zweifelt und verunsichert wird.

    Wie kann das sein? Es macht nur Sinn, aus dem persönlichen Standpunkt, wie die Person selbst die Situation empfunden hat.""..

    Ist das so ?
    Dient das wirklich der Identität des Kindes und der Bestätigung der "Männlichkeit" ein Kind so "hin-zu-operieren" das es mit den anderen am Piss-Becken stehen kann, oder dient das nicht eher den Eltern und der Medizin ?

    Den Eltern in der Bestätigung einen "normalen Jungen" zu haben..
    Der Medizin als Bestätigung ihrer Leistungsfähigkeit..

    Ist diese "hin-opferieren" als Ausdruck einer heteronormativen und binär-geschlechtlichen Gesellschaft wirklich wünschenswert, weil es dann nämlich genau die Intention dieser Gesellschaft "so zu sein" bestätigt ?

    Meiner Meinung nach vermischen sich hier dann nämlich auch persönliches Erleben mit einer Art "gefangen sein in der Druck-Welt von Außen"..
    Da fehlt mir Hinterfragen von Systemen, hinterfragen von Strukturen..
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#74 OldSoulAnonym
  • 26.11.2017, 17:12h
  • Antwort auf #66 von Eulenspiegel
  • Also diese ganze "assigned male/assigned female"-Rhetorik wird ja nun schon seit einigen Jahren gängiger Trans*-Diskurs (und ist wie so vieles eine ziemlich haltlose Übertragung von Intersexualität auf Trans-Fragen), aber vielleicht solllte man doch mal sachlich klarstellen:
    Ärzte WEISEN KEINE "GESCHLECHTSIDENTITÄT" ZU (gender identity), SONDERN STELLEN EIN BIOLOGISCHES GESCHLECHT FEST (also sex).
    Ihr tut mit diesem "ACAB" und "AFAB"-Gerede immer so, als ob spinnerte Ärzte und auch andere Menschen aufgrund irgendwelcher nebensächlicher Äußerlichkeiten völligst willkürlich allen irgendeine Geschlecht zuwürfeln. Das ist doch Blödsinn. Bis auf seltenste Fälle von Intersexualität gehören nun mal 99,9% aller Menschen ziemlich eindeutig entweder dem männlichen oder dem weiblichen biologischen Geschlecht an - und zwar so, dass die betrachteten primären Geschlechtsteile auch übereinstimmen mit Chromosomen, Gonaden, etc. (Sprich: wer einen Penis hat, hat zu 99,9% auch alle sonstigen biologischen Marker der männlichen Geschlechts: XY-Chromosomen etc.)

    - Dass man in den äußerst seltenen Fällen von Intersexualität mit einer Feststellung biologischen Geschlechts aufgrund äußerlich sichtbarer Kriterien auch mal daneben liegen kann, stimmt ja durchaus. Diese 0,01%-Problematik von Intersexualität hat allerdings herzlich wenig mit Trans*-Identität zu tun. Inter ist nicht gleich Trans, auch wenn die Traumzerstörerin mit wildesten Theorien à la "ein kleiner Penis ist ja eine halbe Vagina" beides immer gleichzusetzen versucht.
    Trans*idente Menschen mögen zwar eine Geschlechtsidentität entwickeln, die mit dem biologischen Geschlecht nicht übereinstimmt - das ändert aber nichts an der Existenz biologischer Geschlechter und des grundsätzlichen biologischen Dimorphismus der menschlichen Gattung. Und das ändert auch nichts daran, dass beim überwiegenden Teil trans*identer Menschen keinerlei Form von biologischer Intersexualität vorliegt. (Hypothesen von "brain sex" und "weiblichen bzw. männlichen Hirnstrukturen" oder "-Hirnchemie" in ansonsten vollkommen männlichen bzw. weiblichen Körpern sind halbgare Hypothesen einiger Studien, die alles heutzutage andere als wissenschaftlich erwiesen oder wassefest sind. (Zur Lektüre empfohlen: Cordelia Fine: Delusions of Gender.)

    Anderslautende Behauptungen und Mantras à la "Mein Penis ist weiblich, wenn ich das so sage" sind nicht nur vollkommene Realitätsverweigerung, sondern werfen auch die Frage auf, was den "Trans" überhaupt sein soll, wenn männliche Körper je nach Empfinden ihrer Besitzerinnen angeblich eh schon immer weiblich waren (oder umgekehrt), und nur von bösen Ärzten falsch "zugewiesen" worden sind. Was, bitteschön, soll denn dann noch "trans" sein? Wieso bräuchte es dann noch künstliche Hormongaben, "geschlechtsangleichende" Operationen etc? Mit diesem "Ich war schon immer das andere Geschlecht, ich wurde nur falsch zugewiesen"-Gerede vermischt ihr nicht nur komplett sex und gender und verhangelt euch in ein Geflecht galoppierender Selbstwidersprüche, sondern unterminiert am Ende auch eure eigenen Forderungen und jegliche Definitionsgrundlage von Trans*identität.

    Inwiefern in Personenstandsdokumenten überhaupt biologisches Geschlecht angegeben werden sollte oder nicht, ist nochmal eine ganz andere Frage, die man durchaus sinnvoll diskutieren kann: z.B., ob überhaupt Unterscheidungen zwischen "Mann" und "Frau" (oder "Inter"/"NB" etc.) in Personenstandsdokumente gehören und wenn ja, ob hier biologisches Geschlecht oder eher gefühlte bzw. sozial gelebte Geschlechtsidentität genannt werden sollte oder nicht. Auch letzteres ändert allerdings nichts daran, dass biologisches Geschlecht (sehr viel mehr noch als andere angegebene Dinge wie Größe, Augenfarbe o.Ä.) einen sehr grundlegenden und weit reichenden Fakt menschlicher Existenz darstellt, der nicht einfach völlig negiert werden kann.

    Ansonsten landen wir nämlich bei Positionen wie denen von Gerlinde, dass man spätestens nach einer Personenstandsänderung ja überhaupt gar nicht mehr trans sondern einfach nur noch eine Frau bzw. ein Mann wie jeder andere sei, und die überhaupt nicht verstehen kann, weshalb denn homoSEXUELLE (nicht "homogenderelle"!) Frauen sie z.T. nicht daten wollen.
    Spätestens da ist dann ein Punkt erreicht, wo ihr nicht nur sex mit gender vermischt bzw. mit gender einfach mal komplett sex negiert, wo ihr außerdem nicht nur am Ende komplett eure eigene Trans*identität negiert.. sondern wo eure Redefinitionsgymnastik am Ende auch die Existenz von Homosexualität negiert und delegitimiert und damit alles platt macht, wofür homosexuelle Männer und Frauen lange gekämpft haben. - siehe auch die angefressene Reaktion einiger schwuler Mitforisten im Grindr-Thread u.a.
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#75 BordiAnonym
  • 26.11.2017, 17:25h
  • Antwort auf #71 von TheDad
  • Also sorry, aber in dem von dir verlinkten PDF kann ich keine Bestätigung für deine These finden, im Rahmen einer bipolaren Störung könne "trans*-Verhalten" vorkommen.

    Hilfreich wäre gewesen, wenn du außer einer Seitenzahl auch eine konkrete Textstelle zitiert hättest, auf die du dich ggf. beziehst. Grade bei einem Text wie diesem, der durch die fast völlig fehlende formale Gliederung das Lesen zur Zumutung macht.

    Der zweite Link ist zumindest etwas aufschlussreicher. Nach weiterer Recherche würde ich den Sachverhalt so formulieren:

    Falls sich ein Bipolarer im Rahmen seiner Störung "trans* verhält", liegt das nicht etwa an einer manischen Phase als solcher - sondern an möglichen psychotischen Symptomen, die sowohl innerhalb einer manischen als auch einer depressiven Phase vorkommen können.

    Es wäre wirklich wünschenswert, wenn in dieser Diskussion auf klare, eindeutige Formulierungen und möglichst auch die Einhaltung der korrekten Terminologie geachtet würde. Grade bei Äußerungen zu Themenstellungen, von denen man nicht selbst betroffen ist.
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#76 Lena227Anonym
  • 26.11.2017, 17:50h
  • Antwort auf #1 von Homonklin44
  • Wissen schadet nie:
    Für "sozial schwache" gibts pkh im verfahren nach dem tsg.
    Außerdem hat das tsg wiederum nix mit der gewährung von medizinischen leistungen nach dem sgb v zu tun. Und die gibts für versicherte bei positiver stellungnahme des mdk ohnehin kostenfrei!
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#77 TheDadProfil
  • 26.11.2017, 20:07hHannover
  • Antwort auf #72 von Bordi
  • ""Ich verstehe sie so, dass der Staat sich - deiner Ansicht nach - mittels der 2-Gutachter-Regelung _vor Regressforderungen von Bürgern schützt_, die sonst ggf. dem Staat die Schuld dafür gäben, unüberlegterweise eine Änderung im Personenstandsregister veranlasst zu haben?""..

    Das bezieht sich nicht auf eine Änderung des Personenstandes, sondern hier vor allem auf den Eintrag ins Geburtsregister..
    Wenn hier die Hebamme oder der Arzt "irrt", und statt "Mädchen" dann wegen einer vergrößerten Klitoris Junge einträgt, ist das "Gutachten" falsch..

    Daraus ergeben sich dann immer Regress-Ansprüche, die sich am Ende gegen den Staat richten..

    Aus dieser "Erfahrung" heraus sieht sich hier der Staat dann wohl in der Bredrouille und verlangt für diese Änderung des Personenstandes 2 Gutachten..
    Hier wäre es hilfreich einmal in die Historie des Transsexuellen-Gesetzes zu blicken, denn die 2-Gutachter-Regel folgt sicher einer entsprechenden Begründung des Gesetzgebers..
    Wahrscheinlich der sich wirklich sicher sein zu wollen mit der Personenstands-Änderung verbundenen Möglichkeit einer Geschlechtsangleichenden OP keinen einfachen Zugang zu ermöglichen, da die irreversiblen OP's schwere Eingriffe sind..
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#78 TheDadProfil
  • 26.11.2017, 20:12hHannover
  • Antwort auf #75 von Bordi
  • ""Also sorry, aber in dem von dir verlinkten PDF kann ich keine Bestätigung für deine These finden, im Rahmen einer bipolaren Störung könne "trans*-Verhalten" vorkommen. ""..

    Die Beschreibung der Person beginnt ab Seite 97 unten, und listet die gesamte Anamnese einer Bipolaren Person auf..

    Bei der PDF handelt es sich um ein Schulbuch in der Psychologen-Ausbildung im Bereich psychosomatische Medizin in der Praxis..
    Auf die Schnelle habe ich leider nichts anderes gefunden..

    ""Es wäre wirklich wünschenswert, wenn in dieser Diskussion auf klare, eindeutige Formulierungen und möglichst auch die Einhaltung der korrekten Terminologie geachtet würde. Grade bei Äußerungen zu Themenstellungen, von denen man nicht selbst betroffen ist.""..

    Dem schließe ich mich an..
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#79 EulenspiegelAnonym
  • 26.11.2017, 20:45h
  • Antwort auf #74 von OldSoul
  • "Ärzte WEISEN KEINE "GESCHLECHTSIDENTITÄT" ZU (gender identity), SONDERN STELLEN EIN BIOLOGISCHES GESCHLECHT FEST (also sex). "

    Die staatliche Erfassung als männlich oder weiblich kann wohl kaum als eine "biologische Aussage" gelesen werden. Beim sogenannten "Personenstand" handelt es sich sehr eindeutig um die soziale Ebene und somit um gender.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #74 springen »
#80 BordiAnonym
  • 26.11.2017, 20:58h
  • Antwort auf #78 von TheDad
  • "Die Beschreibung der Person beginnt ab Seite 97 unten, und listet die gesamte Anamnese einer Bipolaren Person auf.."

    Und die Diagnose "bipolar" stammt von dir? Ich les nämlich in dem Text (bei der Bleiwüste handelt es sich um ein Skript, nicht um ein "Schulbuch") nichts von einer bipolaren Störung.

    Aber jedenfalls danke, dass du dich meinem Wunsch nach korrekter Terminologie anschließt ;-)
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#81 BordiAnonym
  • 26.11.2017, 21:18h
  • Antwort auf #77 von TheDad
  • "Das bezieht sich nicht auf eine Änderung des Personenstandes, sondern hier vor allem auf den Eintrag ins Geburtsregister..
    Wenn hier die Hebamme oder der Arzt "irrt", und statt "Mädchen" dann wegen einer vergrößerten Klitoris Junge einträgt, ist das "Gutachten" falsch.."

    Wie OldSoul in #74 bereits sehr treffend ausführt, werden hier offenbar die Themen Transsexualität und Intersexualität bunt vermischt.
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#82 TraumzerstörerinAnonym
  • 26.11.2017, 21:37h
  • Antwort auf #81 von Bordi
  • "Wie OldSoul in #74 bereits sehr treffend ausführt, werden hier offenbar die Themen Transsexualität und Intersexualität bunt vermischt. "

    Weil das der Normalfall ist für intersexuelle Menschen. Wer später die Geschlechtszuweisung ändern möchte, kann das nur über TSG tun, also der gleiche Weg den Transsexuelle auch gehen müssen.

    Einen anderen rechtlichen Weg gibt es nur für Menschen, die nachweisen können, dass ihre Gonosomen, nicht mit dem von Ärzten zugewiesenen Geschlecht übereinstimmen, die können dann klagen, dass sie dem falschen Geschlecht zugewiesen worden wären.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #81 springen »
#83 BordiAnonym
  • 26.11.2017, 22:26h
  • Antwort auf #82 von Traumzerstörerin
  • Ja, das ist schon klar. Trotzdem hat sich aber in das Thema des Artikels, "Transsexualität", irgendwann und irgendwo, vermutlich zwischen #26 und #44, klammheimlich das Thema "Intersexualität" hineingemengt. Indem der Arzt, der bei der Geburt das Geschlecht des Kindes feststellt, irgendwann offenbar gleichgesetzt wurde mit dem Gutachter im Sinne des TSG. Und so redet man dann ellenlang aneinander vorbei ...
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#84 Anonyma
  • 26.11.2017, 23:39h
  • Antwort auf #77 von TheDad
  • @TheDad:

    >Hier wäre es hilfreich einmal in die Historie des Transsexuellen-Gesetzes zu blicken, denn die 2-Gutachter-Regel folgt sicher einer entsprechenden Begründung des Gesetzgebers..
    Wahrscheinlich der sich wirklich sicher sein zu wollen mit der Personenstands-Änderung verbundenen Möglichkeit einer Geschlechtsangleichenden OP keinen einfachen Zugang zu ermöglichen, da die irreversiblen OP's schwere Eingriffe sind..<

    Die Begründung des Gesetzgebers zur ursprünglichen Fassung des "Transsexuellengesetzes" ist für jeden, den es interessiert, einsehbar in der Drucksache 8/2947 des Deutschen Bundestages vom 06.06.1979, zu finden unter:
    dipbt.bundestag.de/doc/btd/08/029/0802947.pdf

    Zum Thema Personenstandsänderung und "genitalverändernde Operationen" findet sich dort in der Begründung unter 2.6:

    "Gegenstand des zweiten Abschnitts (§§ 8 bis 12) ist die sog. 'große Lösung'. Für die darin vorgesehene Feststellung, daß eine Person als dem anderen Geschlecht zugehörig anzusehen ist, wird neben der Erfüllung der Voraussetzungen des § 1 verlangt, daß der Antragsteller mindestens fünfundzwanzig Jahre alt und nicht mehr fortpflanzungsfähig ist und daß er sich einem seine äußeren Geschlechtsmerkmale verändernden operativen Eingriff unterzogen hat, durch den eine deutliche Annäherung an das Erscheinungsbild des anderen Geschlechts erreicht worden ist. Für die Beschränkung auf Fälle, in denen sich die Betroffenen einer genitalverändernden Operation unterzogen haben, spricht insbesondere auch die Überlegung, daß es nicht angängig wäre, jemandem die Eheschließung mit einer anderen Person männlichen Geschlechts zu ermöglichen, solange er sich geschlechtlich noch als Mann betätigen kann; auch muß eine Zuordnung zum anderen Geschlecht ausgeschlossen sein, solange etwa ein männlicher Transsexueller in der Lage wäre, die Straftatbestände des § 175 StGB zu verwirklichen (so auch der Bundesgerichtshof in seinem Beschluß vom 21. September 1971 BGHZ 57, 63, 70)."

    Geschlechtliche Betätigung als Mann, Eheschließung mit einer anderen männlichen Person, § 175... Auweia, was hatte der Gesetzgeber denn da bloß im Sinn??? Und warum bloß mussten wir früher - vor dem Wegfall von § 8 TSG - bei der "Begutachtung" regelmäßig nicht nur einen Seelen-"Striptease" hinlegen??? Und warum zum Teufel waren "genitalverändernde Operationen" vor dem Wegfall von § 8 TSG sogar Voraussetzung für eine Änderung des Personenstandes???

    Bitte entschuldige meine sarkastische Wortwahl, die geht nicht gegen Dich als Person, aber diese ewige Leier vom Schutz der ach so armen, von "Transsexualismus betroffenen", hilfsbedürftigen Personen ficht mich langsam aber sicher wirklich an. Vor allem, wenn die vorrangige Motivation des Gesetzgebers damals eine ganz andere war: die Verhinderung von "Homo-Ehen".
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#85 BordiAnonym
  • 27.11.2017, 07:30h
  • Antwort auf #84 von Anonyma
  • Meine Antwort richtet sich auch an TheDad:

    Das von TheDad weiter oben (#71) verlinkte PDF bringt ein (im Wortlaut wiedergegebenes) Beispiel für eine solche Begutachtung. Leider geht nicht daraus hervor, aus welchem Jahr sie stammt - offenkundig stammt sie aber aus einer Zeit, als das TSG noch in vollem Umfang Rechtsgeltung hatte.

    Sie ist ein typisches Beispiel für den von dir erwähnten "Seelen-Striptease" und die intimen Fragen, die dabei gestellt wurden (und sicherlich auch heute noch von manchen Gutachtern gestellt werden). Insbesondere das fast besessene Herumreiten auf dem "Analverkehr" fand ich bezeichnend.

    Angesichts dessen ist es sehr verständlich, dass die Gutachterpflicht von vielen als Übergriff und Verletzung der Intimsphäre wahrgenommen wird.
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#86 Anonyma
  • 27.11.2017, 11:05h
  • Antwort auf #85 von Bordi
  • @Bordi:

    >Insbesondere das fast besessene Herumreiten auf dem "Analverkehr" fand ich bezeichnend.<

    Und dieses geradezu besessene Herumreiten auf bestimmten Sexualpraktiken wird dann in der einschlägigen Fachliteratur gerne als "Ausschluss von Homosexualität" bezeichnet, worunter sich viele dann eine wissenschaftlich hochgradig fundierte diagnostische Methodik vorstellen, obwohl dieses Verfahren in der Realität eher an eine hochnotpeinliche Befragung durch einen Inquisitor erinnert.

    Aber wem sage ich das, mit der wissenschaftlich hochgradig fundierten diagnostischen Methodik unserer ungemein kompetenten Expertenschaft hast Du ja Deine eigenen Erfahrungen sammeln "dürfen": Lehrbuch auf, freudianisches Klischee an die Stirn gepappt, Lehrbuch zu.
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#87 BordiAnonym
#88 EulenspiegelAnonym
#89 BordiAnonym
#90 Carina KreilingAnonym
  • 27.11.2017, 13:33h
  • ob ich das darf oder nicht, das ist mir völligst egal, das ist ganz alleine meine Entscheidung! Diese Urteil ist ein Urteil im Sinne Freislers. Das die faschistische Nazi-Diktatur endgültig vorbei ist, scheint bei einigen Richtern des BVG immer noch nicht angekommen sein. Über MEIN Geschlecht und meinen Namen entscheide ausschließlich ich selber, sonst niemand! Weder ein sog. Gutachter noch ein Richter! Ich übe die geschlechtliche Selbstbestimmung nun bereits über 4 Jahre aus und das werde ich auch weiterhin so halten. Das ist ein Menschenrecht und das lasse ich mir mit Sicherheit nicht von irgendwelchen Richtern nehmen!!! Es gibt bereits mehrere Staaten, die die EU-Resolution sehr vorbildlich umgesetzt haben und ein menschenwürdiges Personenstandgesetz geschaffen haben, in der wir Transgender nicht mehr diskriminiert werden, allen voran Malta, daneben Dänemark, Irland, Norwegen, Schweden usw. ,daher habe ich auch Malta als mein Land hier angegeben, denn ich möchte NICHT Staatsbürgerin eines faschistischen Staates sein, der seinen Bürger_innen vorschreibt in welchem Geschlecht sie leben dürfen. Die "deutsche" Staatsbürgerschaft werde ich umgehend abgeben.
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#91 Anonyma
  • 27.11.2017, 14:13h
  • Antwort auf #87 von Bordi
  • Gern geschehen! :-)

    Glaub mir, ich kann mir gut vorstellen, wie Du Dich fühlen musst... Hab da ja so meine eigenen Erfahrungen mit "psychoanalytischer Diagnostik" und den freudianischen Pauschalpaketen, die in solchen Veranstaltungen gerne verteilt werden. Und auf welches Unverständnis man stösst, wenn man das dann mal kritisch zu hinterfragen wagt, weiß ich aus eigener Erfahrung auch nur zu gut.
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#92 Carina KreilingAnonym
  • 27.11.2017, 14:20h
  • Antwort auf #90 von Carina Kreiling
  • ...denn: NIEMAND anderes, kein sog. Gutachter und schon gar kein Richter, hat das Recht, über die Geschlechtsidentität eines anderen zu befinden oder gar zu urteilen. Das obliegt AUSSCHLIESSLICH der betroffenen Person selber. Und genau so bestimmt auch die betreffende Person selbst, welchen Namen sie tragen möchte.
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#93 EulenspiegelAnonym
#94 BordiAnonym
  • 27.11.2017, 14:41h
  • Antwort auf #90 von Carina Kreiling
  • So sehr ich deinen Zorn nachfühlen kann, und so sehr ich selber die Begutachtungspflicht im Bezug zum Normzweck als untauglich und unverhältnismäßig ablehne:

    Hier von Faschismus, von Diktatur und gar von einem "Urteil im Sinne Freislers" zu sprechen, ist unangemessen.

    Meiner Ansicht nach delegitimierst du damit dein gerechtes Anliegen - und würdigst die zahlreichen Menschen, die allein den Freislerschen Unrechtsurteilen zum Opfer gefallen sind, herab.

    Und das sage ich als jemand, der selber aufgrund seines trans*-Seins zwei Suizidversuche unternommen habe.

    Blinde Emotion bringt unser Anliegen nicht voran.
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#95 Carina KreilingAnonym
  • 27.11.2017, 16:00h
  • Antwort auf #94 von Bordi
  • das ist mein subjektives Empfinden und ich mache von meinem Recht auf freie Meinungsäußerung stets Gebrauch, auch wenn das System immer wieder versucht dieses für unbequeme Meinungen einzuschränken. Ich feile auch nicht stundenlang an Texten, um diese Systemkonform zu gestalten. Viel zu viele von uns lassen sich immer noch viel zu viel gefallen, anstatt sich zu weigern und auch mal den Mund auf zu machen, und entsprechend zu handeln. Ich habe keinerlei Angst vor diesem Staat, und das ist eine klare Ansage an diejenigen die für solche unmenschlichen und diskriminierenden Urteile verantwortlich sind. Ich persönlich fühle mich NICHT an "Gesetze" gebunden, die meinem Gerechtigkeitsempfinden nicht entsprechen. Da gibt es noch mehr Beispiele, die ich aber hier nicht aufführen möchte, wer mich kennt, weiß was ich meine. Wenn jede_r so reagieren und agieren würde, würden die da oben vielleicht mal aufwachen. Aber wenn sich kaum jemand wehrt, passiert nichts. Das tut mir sehr leid mit deinen Suizid-Versuchen, aber daß es leider so viele gibt, die das machen bzw. versuchen, genau das liegt doch an diesem System, daß mit solchen Urteilen die Menschen dazu treibt. Ich selber stand vor mehr als 4 Jahren vor der Entscheidung, nach mehreren Coming Out Versuchen jetzt endlich die Durchführung zu vollenden, oder meinem Leben ein Ende zu machen. Da ich zum einen aber eine wundervolle Familie habe, der ich damit kein Leid zufügen wollte und zum anderen, denjenigen, die und lieber tot als lebendig sehen, diesen Gefallen NICHT zu tun. Ich lebe jetzt mein Leben, exakt so wie ich bin, nach über 40 Jahren eine Rolle gespielt zu haben die ich nicht bin, nur um anderen zu gefallen, das ist definitiv seit über 4 Jahren vorbei!
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#96 BordiAnonym
#97 BordiAnonym
  • 27.11.2017, 17:05h
  • Antwort auf #95 von Carina Kreiling
  • Wie gesagt: Ich finde dein (bzw. unser) Anliegen absolut gerechtfertigt. Und finde es auch absolut richtig, gegen das Rest-TSG auf allen gesellschaftlichen Ebenen vorzugehen.

    Und ebenso finde ich es wunderbar, wenn jeder trans*-Mensch den für sich richtigen Weg findet - und ihn konsequent geht. Und ich wünsche jedem, dass er dabei möglichst wenig faule Kompromisse eingehen muss. Und viel verlässliche Unterstützung findet. Und ich freue mich für dich, dass du dieses Glück hast!

    Aber Vergleiche unserer heutigen Situation mit der NS-Diktatur verbieten sich einfach.

    (Zum Hintergrund: Mein eigener Opa wurde während des NS von einem schwäbischen Lokaldespoten aus reiner persönlicher Abneigung ins KZ verfrachtet. Er hat's überlebt, und dem Nazisack später auf dessen Sterbebett auch verziehen; es war also noch "die harmlose Variante". Aber gegen solche Willkürakte sehe ich mich im heutigen Deutschland geschützt - eben aufgrund des Rechtsstaats. Und mit rechtsstaatlichen Mitteln wurden ja auch weite Teile des TSG bereits plattgemacht. Ich persönlich schätze diese Tatsache sehr. Und den Rest des TSGs kriegen wir auch noch platt!)
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#98 Anonyma
  • 27.11.2017, 18:44h
  • Antwort auf #96 von Bordi
  • Für mich persönlich ist diese ganze Prozedur schon lange Geschichte. Und ja, selbstverständlich bin ich "zum Ziel gekommen". Wenn man einmal weiß, wie der Hase läuft, dann ist es nicht sooo schwer, diese dusseligen Gutachten zu bekommen - was die perfide Abartigkeit dieses Unterfangens aber keineswegs schmälert und natürlich habe ich dabei auch einiges an Federn lassen müssen...

    Im Grunde hatte ich das ganze Thema für mich auch schon längst ad acta gelegt, aber bei allem, was in der letzten Zeit so passiert ist - von der kommenden S3-Leitlinie für Trans über die Urteile des BVerfG bis hin zur Alternative für Doofe und deren Hetzkampagnen - kann ich einfach nicht still daneben sitzen und abwarten, was so passiert, nur weil es mich selber vielleicht nicht mehr direkt betrifft. Und außerdem finde ich es schlicht zum Kotzen, dass man (junge) Menschen auch heute noch immer mit dem gleichen Blödsinn traktiert, den ich damals über mich ergehen lassen musste.
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#99 BordiAnonym
#100 IsvingWoldfsdottirAnonym
  • 27.11.2017, 22:47h
  • Beim Versuch hier die Diskussion zu lesen und vorallem zu verstehen, habe ich auf Seite 6 kapituliert. Ich raffe es nicht und empfinde es fast als hinterhältig, wie Trans-Menschen dieses mittelalterliches, auf religiösen Vorstellungen basierendes Rechtssystem mit Verbissenheit verteidigen.

    Es mag ja sein, daß Menschen ihre Probleme mit sich und ihrem Sein haben, aber warum müssen alle anderen darunter Leiden. Ich bin trans*, Atheistin aus Überzeugung, wurde in meiner Kindheit weder misbraucht, geschlagen oder gezwungen Junge zu sein. Weder in meiner Familie, meinem beruflichen und ehrenamtlichen (bin seit über 20 Jahren in einer männlich dominierten Hilfsorganisation tätig) Umfeld bin ich mit meinem Outing und meinem jetzigen Sein auf Ablehnung gestoßen. Ich habe keine amtliche Macke (abgesehen von der F64-Diagnose), kein Suchtproblem (abgesehen von einer gewissen Koffeinabhängigkeit) und "leide" körperlich nur unter ein paar üblichen Zivilisationswehwechen. Mein Psycho-Doc hat mir erst heute früh gesagt, daß er nicht wirklich versteht, warum ich bei ihm erscheinen muß.

    Also warum zur Hölle soll ich zu Psycho-Docs und Psychiatern laufen, wenn ich gesellschaftlich & juristisch so leben möchte, wie ich denke und fühle. Das ist verschenkte Lebenszeit und von der haben wir alle zu wenig.

    Ich habe inzwischen genug Trans*-Menschen getroffen, um zu wissen, daß ich nicht die Einzige bin, die kein Verständnis für den ganzen Hokuspokus hat.
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#101 Anonyma
  • 27.11.2017, 23:14h
  • Antwort auf #99 von Bordi
  • Freut mich, dass Dir meine Beiträge gefallen! :-) Positives Feedback bekomme ich sonst ja eher selten. In der Regel verspüren die Leute immer das unbändige Bedürfnis, mich wegen meiner "ketzerischen" Ansichten - vor allem zu den Psycho-Themen - auf dem nächstgelegenen Scheiterhaufen zu rösten. ;-)

    Hach ja, die Trans-Community hierzulande ist schon irgendwie sehr - na ja - sagen wir mal "eigen". Und nicht selten auch noch "artig" obendrein...
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#102 TraumzerstörerinAnonym
  • 27.11.2017, 23:25h
  • Antwort auf #100 von IsvingWoldfsdottir
  • "wurde in meiner Kindheit weder misbraucht, geschlagen oder gezwungen Junge zu sein. "

    Du hast wirklich keine Jungenkleidung ab dem Babyalter angezogen bekommen, deine Eltern, fremde Erwachsene, andere Kinder haben dich mit Puppen und anderem Mädchenspielzeug einfach spielen lassen? Man hat dir die Haare nicht abgeschnittten?

    "Mein Psycho-Doc hat mir erst heute früh gesagt, daß er nicht wirklich versteht, warum ich bei ihm erscheinen muß. "

    Was machst du bei einem Psycho-Doc wenn du nichts hast? Wenn es ein Gutachter ist, weiß er doch, warum du kommen musst (Also wenn es wegen Trans ist)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #100 springen »
#103 Anonyma
  • 27.11.2017, 23:39h
  • Antwort auf #100 von IsvingWoldfsdottir
  • @IsvingWoldfsdottir:

    >Ich habe inzwischen genug Trans*-Menschen getroffen, um zu wissen, daß ich nicht die Einzige bin, die kein Verständnis für den ganzen Hokuspokus hat.<

    Ja Himmel, Kinners, dann macht doch auch endlich mal was!!! Kommt mal in die Pötte!!! Ich habe lange versucht, was zu bewegen, und dafür immer nur böse auf die Rübe gekriegt und ich kenne andere, die noch viel mehr versucht haben und dafür noch viel böser auf die Rübe gekriegt haben - von den eigenen Leuten!

    Ihr müsst Euch schon irgendwann mal bewegen, wenn Ihr für den ganzen Hokuspokus kein Verständnis habt - und nicht immer wieder denen das Feld überlassen, die sich krampfhaft an diesem abstrusen psychopathologischen Unfug festklammern...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #100 springen »
#104 BordiAnonym
#105 TrumpeltierAnonym
  • 28.11.2017, 22:33h
  • Antwort auf #103 von Anonyma
  • "Ja Himmel, Kinners, dann macht doch auch endlich mal was!!! Kommt mal in die Pötte!!!"

    Och, jetzt hast Du sie alle verscheucht. Wie kannst Du nur solche Dinge sagen? Da müsste man ja den Komfortradius aufgeben? (*)

    Hihi. xD

    Same story, every time. So sad.

    (*) 20m ums Sofa herum
  • Antworten » | Direktlink » | zu #103 springen »
#106 Anonyma
#107 TheDadProfil
  • 01.12.2017, 00:06hHannover
  • Antwort auf #84 von Anonyma
  • ""Bitte entschuldige meine sarkastische Wortwahl, die geht nicht gegen Dich als Person, aber diese ewige Leier vom Schutz der ach so armen, von "Transsexualismus betroffenen", hilfsbedürftigen Personen ficht mich langsam aber sicher wirklich an. Vor allem, wenn die vorrangige Motivation des Gesetzgebers damals eine ganz andere war: die Verhinderung von "Homo-Ehen".""..

    Danke für den Link zur PDF..

    Vor dem Hintergrund das Teile des "Transsexuellen-Gesetzes" seit 2009 als verfassungswidrig beurteilt wurden, die "unfruchtbar-machung" zwischenzeitlich von EuGH kassiert wurde, und die Ehe-Öffnung stattgefunden hat..

    Ist es hier nicht an der Zeit dann mal gegen die "2-gutachter-regel" zu klagen, oder gleich gegen die Reste des noch gültigen "Transsexuellen-Gesetzes", daß doch zwischenzeitlich als "obsolet" gelten kann ?
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#108 entschleunigungAnonym
#109 UnabhProfil
  • 17.06.2018, 04:45hMarzahn
  • Ich zitiere mal aus dem Text oben:

    "Das Gericht erklärte in seiner Entscheidung jedoch, dass es bereits in einer früheren Entscheidung aus dem Jahr 2011 argumentiert habe, dass die Gutachten als "objektiver Nachweis" der "Voraussetzungen des Geschlechtswechsels" angesehen werden könnten."

    "Könnten"
    folglich: könnten auch nicht
    und dann?

    Stöhn !

    "Dabei würden Transsexuelle nicht als kranke Menschen abgestempelt, betonten die Richter"

    Ach nein?
    Nur als zu blöd das selbst beurteilen zu können.

    Und worauf stützen diese Richter am Bundesverfassungsgericht diese Unterstellungen?

    "vielmehr werde damit festgestellt, ob der "transsexuelle Wunsch wirklich stabil und irreversibel" sei.

    Wie kommen diese Verfassungsrichter darauf?
    Das ist nämlich nachweislich falsch.

    "Zudem könne eine Therapie in dieser Phase wichtig sein, weil "der Vorgang des Geschlechtswechsels ein belastender Prozess" sei."

    Das Transsexuellengesetz sieht aber Therapie nicht als Voraussetzung der Namensänderung vor. Auch das Grundgesetz kennt eine solche Voraussetzung nicht.

    Verfassungsrichter kann wahrscheinlich jeder werden, den CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNE dafür auswählen.

    Ich würde sehr gern deutlicher formulieren, wie solche Intelligenzbestien einzuordnen sind, aber das würde möglicherweise nicht durch die Nettiquette gehen.

    Zweifellos haben diese Richter an einer Hochschule studiert - so wie ein Koch an der Mensa an einer Hochschule arbeitet.

    Was lehrt uns das?
    Die strukturelle Zuordnung lässt nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Qualität zu.
  • Antworten » | Direktlink »

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