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Kommentare zu:
Man ist nie zu jung für einen Fetisch


#1 Homonklin44Profil
  • 26.11.2017, 07:30hTauroa Point
  • Schwieriges Thema.Nicht wegen des Alters. Fetisch kann schon ganz früh anfangen, auch wenn er noch nicht bewusst sexuell verknüpft ist. Das kommt dann ab der Pubertät noch oben drauf. Schwierig, weil man damit von so vielen leuten einfach nur Ablehnung erfährt, auch auf den Gay-Portalen und in Chats.
    Leider ist Fetischismus auch in den Diagnose-Manualen immer noch unter "Störung der sexuellen Präferenz" bzw.Paraphilie eingeordnet, und gilt damit als Art Verhaltensstörung.

    Etwas schade ist auch, dass Fetisch immer wieder in gewisse Stereotype geordnet scheint. Wenn man zumn Beispiel auf Leder steht, gibt es einen umfassenden Bereich für BDSM relevante Konzepte und Kontakte, aber man findet nichts wirklich in Richtung Leder + Romantik, oder für Leute, auf die BDSM nicht zutrifft.
    Wenn man auf Skateboarder abfährt, aber so gar nichts mit Schuhen anfangen kann, fällt man wieder zwischen zwei Stühle.
    Neoprenfetisch ohne im Tauchclub zu sein? Schwierig.
    Jaaa und Shiny Trackies an schlanken jungen Typs sind Hammer geil! Bloß als nicht ganz schlanker Ü40 und Nicht-Daddytyp bleibste außen vor.

    Das Problem mit dem Fetisch ist seine individuell spezifische Ausprägung. 50 Lederfetischisten mögen Leder dann in genau 50 Varianten, keiner wie der andere. Und wennst einen findst, der genausogern in Motorrad-Gear kuschelt, isser nicht dein Typ *LOL* oder du nicht seiner.
    Die gesamte Partner-Idee ist dabei noch 10 Ebenen schwieriger als eh schon. Wenn man ohne Fetisch nicht kann, hat man die Arschkarte sicher.

    Fazit -- Fetisch ist was für Eremiten. Je nachdem, wie viele Fetische und/oder Vorlieben mit einander kombiniert sind. Macht es auch nicht leichter. Als Gear- und Bekleidungsfetischist der Ecke maskulin Bear4Twink holt man sich am besten ne Anzieh-Puppe oder wurstelt einige Overalls in einander, setzt n Snowboardhelm druff. So nahe kommt man an die Idee Kuscheln mit Shiny Trackie slim fit cute Dude gerade mal.

    Drauf hoffen, dass die Japaner entweder mit dem ersten Holodeck raus kommen, oder Escort-Roboter as your own personal Knuddel-Dude verticken, bleibt für den Dörp-Fetischisten eine Fantasie.
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#2 YannisCGNAnonym
  • 26.11.2017, 09:12h
  • Da krieg ich zu viel. Als ich vor zwei Jahren nachm Abi udn fürs Studium nach Köln zog, hab ich an einer Szeneführung teilgenommen. Ich wollte die Kölner Szene kennenlernen und sicherlich halfs mir auch zum ende meines Coming Outs.

    Leider muss ich sagen, dass mir Läden wie Phönix oder Station2b das Gefühl gaben, als 20-jähriger Frischfleisch-Lieferant für die Generation Rückenhaar zu sein.

    Kommerzielle Betreiber wie die Station2b ins Anyway einzuladen, was für mich ein Schutzraum für Jugendliche/junge Erwachsene ist, geht absolut gar nicht. Hätte man ja auch im Rubicon veranstalten können, aber man will ja an die Jungs ran, klar. Und bei Spacey empört #metoo schreien.
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#3 made my dayAnonym
#4 BottomAnonym
  • 26.11.2017, 09:28h
  • "Niemand wird zu irgendetwas gezwungen."

    Das habe ich allerdings auch schon anders erlebt. Mehrfach. Ich nenne das dann Vergewaltigung.

    Problem ist leider, dass manche Tops total durchgeknallt sind und sowas wie Allmachtphantasien haben. Wer an solche Kerle gerät, ist gut beraten, zu versuchen, möglichst ruhig Blut zu bewahren. Denn wenn solche Kerle merken, wie sehr man während der Vergewaltigung in Panik gerät, turnt sie das meistens noch an, und sie legen noch einen Zahn zu.

    Also Vorsicht bei der Sexpartnerwahl... und selbst wenn man vorsichtig ist, kann einem das noch passieren. "Niemand wird zu irgendetwas gezwungen" stimmt jedenfalls in der Realität nicht.
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#5 BodyshamingAnonym
#6 YannisCGNAnonym
  • 26.11.2017, 10:35h
  • Antwort auf #5 von Bodyshaming
  • Reduzier meinen Kommentar ruhig auf dieses zugespitzte Schlagwort. Das machts einfacher mit der Selbstreflexion.

    Es geht hier nicht um Rückenhaar, nicht um Bauch, nicht um schütteres Haar, sondern um eine Generation, die zeigt, dass sie sich schon lange nicht mehr respektiert und ihr Gegenüber sowieso nicht.

    (Und ja: Es gibt auch die Gegenseite, die im Einklang mit sich und respektvoll gegenüber anderen ist. Aber die findet man woanders in der Szene.)
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#7 anywayAnonym
  • 26.11.2017, 10:35h
  • Antwort auf #2 von YannisCGN
  • Gerade weil Fetisch auch junge Menschen betrifft (Marcel schildert das eindrucksvoll), muss die Diskussion auch mit jenen stattfinden, die Angebote auf dem Fetischmarkt machen. Da gehört die Station2B als größter Anbieter in Köln dazu. Zumal sie ja auch spezielle Angebote machen, die sich an jüngere richten (z. B. Skaterboysparty) und hier vor allem eines wichtig ist: zu wissen, was Einen erwartet. Denn Safer Sex kann nur dann gelingen, wenn junge Schwule und Bisexuelle wissen, was sie in der Community erwartet und sie selbstbewusst und aufgeklärt Dinge ausprobieren, die für sie von Interesse sind. Wichtig zu sagen: Das soll nicht deiner individuellen Erfahrung wiedersprechen oder diese negieren.
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#8 HairyAnonym
  • 26.11.2017, 10:41h
  • Wie sieht es denn eigentlich mit Furry aus, was ja bei vielen das Gleiche wie Zoophilie ist?
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#9 BodyshamingAnonym
  • 26.11.2017, 10:43h
  • Antwort auf #6 von YannisCGN
  • "Es geht hier nicht um Rückenhaar, nicht um Bauch, nicht um schütteres Haar, sondern um eine Generation, die zeigt, dass sie sich schon lange nicht mehr respektiert und ihr Gegenüber sowieso nicht."

    Im Pauschalisieren bist du wirklich nicht schlecht. Es gibt also eine ganze Generation, die so drauf ist?

    Irgendwann wird jemand über dich so reden. Mal sehen, ob du das dann immer noch lustig findest.
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#10 BEARAnonym
#11 EhrlichAnonym
  • 26.11.2017, 13:55h
  • Antwort auf #10 von BEAR
  • Was glaubst Du wie unangenehm das für Leute wie Yannis wird wenn die 50 sind und merken, dass auch nicht auf Gleichaltrige stehen. bzw. dass die Kerle mit denen sie gerne Sex hätten immer jünger werden.
    Ich hab absolutes Verständnis dafür, wenn mir ein junger Mann zu verstehen gibt, dass er nicht auf mich steht weil ich ihm zu alte bin.
    Wofür ich keinerlei Verständnis habe ist, wenn junge Leute von Älteren erwarten, dass sie schön bescheiden die Augen niedersenken, wenn so ein Halbgott in der Szene ist und ja auf die Idee kommen zu baggern...weil is ja pervers....
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#12 schwulenaktivist
  • 26.11.2017, 14:35h
  • Wir erleben geradezu eine Inflation der Fetische. Dabei gilt es individuell einen sozialen und psychischen Prozess zu beachten. Vor allem in der heutigen Zeit, in der individuelle Ausdrucksweisen gefragt sind - vor allem kommerziell.
    Ich habe gesehen, wie viele Schwule sich in ihre Fetische geflüchtet haben, statt sich psychosexuell weiterzuentwickeln. Sie pflegen ihr persönliches Gärtlein bis in den Sarg. Das steht einer Offenheit für Vielfalt entgegen, indem das EINE immer mehr dramatisiert wird. Die klassische Entwicklung war immer: Von der Tunte zum Büroschwulen und Ledermacker.
    Ich habe immer wieder festgestellt, dass gewisse Fetische auch das Denken und die Psyche ihrer Liebhaber geprägt haben. Inklusive politischer Einstellungen.
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#13 schwulenaktivist
  • 26.11.2017, 14:37h
  • Ich möchte nachtragen, dass das "Risikomanagment" im Sex so ziemlich eine fetischistische Rolle spielt
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#14 Benedictus
  • 26.11.2017, 15:11h
  • Fetische führen zu noch mehr Suchkriterien und Filterungen, die Schwule auseinanderdividieren. Wie groß wird die Auswahl schon sein, wenn man mit seinen Vorlieben und Fetischen seinen Filter eher noch aufbläht?

    "Hey, Du stehst auf Rubber, aber leider bist Du zu alt!",
    "Cool, Du stehst auf Rubber, bist jung und hübsch, aber bist leider passiv".
    "Geil, Du stehst auf Rubber, bist jung und hübsch, bist aktiv, aber leider hetero."
    "Super, Du stehst auf Rubber, bist jung und hübsch, bist aktiv, schwul, aber leider fickst Du gern ohne Gummi"

    HerrGottNochMal.
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#15 Homonklin44Profil
  • 26.11.2017, 15:47hTauroa Point
  • Antwort auf #12 von schwulenaktivist
  • ""Ich habe gesehen, wie viele Schwule sich in ihre Fetische geflüchtet haben, statt sich psychosexuell weiterzuentwickeln. Sie pflegen ihr persönliches Gärtlein bis in den Sarg. Das steht einer Offenheit für Vielfalt entgegen, indem das EINE immer mehr dramatisiert wird.""

    Könntest Du vielleicht etwas ausführen, was Du mit pychosexueller Weiterentwicklung meinst?

    Grade ein Umkehren oder ohne Fetisch leben geht ja im Fall von einem durch und durch fetischistisch geprägten Begehren kaum irgendwie. Versuch Dir mal ausgerechnet das abzutrainieren, was Dich am Herrlichsten erfüllt. Theoretisch und mechanisch vielleicht zu versuchen, ja klar,bringt es jedoch keine Erfüllung.
    Die "Flucht" bleibt oft genug das einzig Realisierbare, und so belastet man wenigstens keine Nichtfetischisten damit.

    Die Offenheit für Vielfalt muss das nicht tangieren, wenn man die Ebenen Partnerschaft und allgemeine Weltbetrachtung, Umgang mit Mitmenschen klar von einander trennt. Sexuelles Begehren lässt sich leider nicht beliebig erweitern, sonst würden sich ja auch mehr Schwule mit Frauen einlassen, oder Lesben mit Männern.
    Dass sie nicht mit Männern schlafen, ist deswegen nicht gleichbedeutend mit einer allgemeinen Nulltoleranz für Männer als Solche. Bzw, reden Schwule auch mit Frauen, obwohl sie keine als Partnerin aussuchen.

    Dem Nichtfetischisten wird auch kein sich Verbiegen hin zur Fetischtoleranz abverlangt. Wenn er sich in Shiny Trackie, Lederkombi, oder auf'm Skateboard & Co nicht wohlfühlt, können wir trotzdem nur so Laberfreunde sein ;)
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#16 TheDadProfil
  • 26.11.2017, 15:58hHannover
  • Antwort auf #14 von Benedictus
  • ""Fetische führen zu noch mehr Suchkriterien und Filterungen, die Schwule auseinanderdividieren. Wie groß wird die Auswahl schon sein, wenn man mit seinen Vorlieben und Fetischen seinen Filter eher noch aufbläht? ""..

    Schon mal darüber nachgedacht wieso eigentlich so viele Beziehungen scheitern, weil alle diese Suchkriterien und Filterungen in der Heteronormativität gar keine Rolle spielen dürfen ?

    Fetische sind Teil des sexuellen Erlebens, was dann auch vor allem losgelöst von Beziehungen erfolgt, und die Idee das Fetische so etwas wie ein "Hobby" ist, was man mit Gleichgesinnten auslebt, ist gar nicht so abwegig..

    Natürlich verengt das dann auch die Partner-Auswahl..
    Weil das der Zweck des Ganzen ist..
    Auf Partner zu treffen die die gleichen Interessen teilen..
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#17 Homonklin44Profil
  • 26.11.2017, 16:30hTauroa Point
  • Antwort auf #14 von Benedictus
  • ""Super, Du stehst auf Rubber, bist jung und hübsch, bist aktiv, schwul, aber leider fickst Du gern ohne Gummi""

    Der hat was unfreiwillig Komisches. :)

    Rubber ja, aber bitte ohne Gummi *LOL*

    Je genauer die Wegfilterung nicht passender Fetische, desto weniger potenzielle Kandidaten ergeben sich, ja. Das ist der Nachteil.
    Der Vorteil sind die sich ersparenden Anbahnungen, die gar nicht zur Erfüllung führen können - für Beide nicht.
    Es lenkt den Fokus auf die Zielgruppe, und spart Zeit/Mühen, in denen man sich für Leute verwendet hätte, bei denen es dann beim Bier und 1 Mal Hallo gesagt haben bleibt.

    Steht auf Rubber,jung, hübsch, schwul, wenigstens Bi, aktiv, fickt mit Gummi, aber du bist nicht sein Typ Rubber, ist dann im Endeffekt auch blöd.
    Die Probleme haben aber auch die ohne Fetische.
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#18 schwulenaktivist
  • 26.11.2017, 16:43h
  • Antwort auf #16 von TheDad
  • Deine Frage zeigt schon das Symptom: Wer hat eine Ahnung von psychosexueller Weiterentwicklung? Ich weiss, dass es Leute gibt, die von Eindrücken, oder von einem "überwältigenden" Eindruck geprägt werden. Und trotzdem bleibt das dann nicht das ewige Paradies der Freuden.
    In der Schwulenbewegung und als Buchhändler habe ich lernen können, wie das Denken, Reflektieren von Erfahrungen und die Kommunikation mit anderen mich erkennen lässt, dass ich nicht mehr am gleichen Ort und Standpunkt bin wie vor 40 Jahren.
    Ich habe auch gelernt, dass ich einige Männer nicht "haben" konnte, weil ich ihren Fetisch oder anderes nicht teilte. Das hat mich gelernt, diese Enttäuschungen zu vergessen. In der vergangenen Zeit bin ich ein Schwuler in Veränderungen geworden, also nicht mehr das, was ich gewes(ei)n bin. Auch die vergangenen Beziehungen haben mich gelehrt und verändert. Haben kann ich immer weniger, aber sein/werden umso mehr durch Erkenntnis.
    Mir scheint, viele Männer homo und hetero bleiben einfach stehen, vor allem in Beziehungen.
    Nicht jeder Fetisch kann körperlich bis ans Ende gelebt werden. Was dann?
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#19 Benedictus
  • 26.11.2017, 17:15h
  • Antwort auf #16 von TheDad
  • Naja, so ganz losgelöst von Beziehungen scheint es ja nicht zu sein, wie die Beteiligten im Interview in ihren Erzählungen berichten und bestätigen. Es spielt wohl doch eine Rolle, ob der Partner mit seinem Fetisch konform geht, oder man, wenn dem nicht so ist, nur noch in einer offenen Beziehung oder gar in einer Trennung eine Lösung sieht, um seinen Fetisch weiterzuleben.

    Fetische funktionieren in der Szene bestens und ohne den Effekt der Filterung und Ausgrenzung, wenn jeder offen für alles ist. Ich also per se für alles offen bin und vielleicht sogar bereit bin, alles auszuprobieren: Von Windeln, Leder, Socken, SM, Bondage bis hin zum Bareback. Aber nicht mal die, die einen Fetisch haben, sind offen für alles. Ein Lederkerl muss nicht zwangsläufig offen sein für jemanden der in Damenwäsche unterwegs ist, ein Skinhead wird nicht zwangsläufig etwas mit einem asiatisch aussehenden Windelträger anfangen können. Jemand der Bareback liebt, und dem es einen Fetisch ist, einen nackten Schwanz im Arsch zu spüren und ihm einer abgeht, wenn ihm nach einem Creampie die Soße nur so aus dem Arsch läuft, wird sich vermutlich nicht so gern mit Leuten umgeben, die Sex mit Kondom für selbstverständlich und alles andere für "unverständlich" halten.

    Ich halte es für eine Szene, die so schon eine begrenzte Auswahl hat, eben weil sie nur 10% der Weltbevölkerung ausmacht, und sich in einfachsten Vorlieben schon auseinander zu dividieren droht, sich zusätzlich noch mit diversen Fetischen von einander trennt. Hat es immer schon gegeben, doch denke ich, dass mit Einzug des Internets man auch auf viele Dinge gebracht wird, die man vorher vielleicht für das eigene Leben und Erleben von Sexualität gar nicht mal als erforderlich gesehen hat.

    Wenn ich meinen Fetisch Bareback nehme, muss ich konsterniert feststellen, dass das Schmuddelimage von Bareback mittlerweile dazu führt, dass es auf gewissen Sexparties, die diesen Fetisch bedienen, schwierig ist, Leute zu finden, die zwar Bareback, aber dabei ganz normalen Blümchensex haben. Chemsexer, Pozzer, Fister und weitere sind dagegen unter dieser Headline "Bareback" allgegenwärtig, ständig präsent, wobei ich mich immer noch frage, was Bareback mit Fisten zu tun hat, aber scheint trotzdem irgendwie immer dazuzugehören. Ist Bareback und Blümchensex nicht grundsätzlich ein Widerspruch, wird sich an dieser Stelle der ein oder andere jetzt fragen?

    Ja aber da fängt es ja schon an. Das Thema mit der Offenheit, dem Teil des sexuellen Erlebens, das Hobby mit den Gleichgesinnten, der Verengung der Partnerwahl. Nehme man die Jahrzehnte nach Auftreten von AIDS und man wird feststellen, wie heteronormativ die Menschen (Mehrheit) werden können und wie groß die Verengung der Partner für die Betroffenen.
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#20 TheDadProfil
  • 26.11.2017, 19:30hHannover
  • Antwort auf #19 von Benedictus
  • ""Ich halte es für eine Szene, die so schon eine begrenzte Auswahl hat, eben weil sie nur 10% der Weltbevölkerung ausmacht, und sich in einfachsten Vorlieben schon auseinander zu dividieren droht, sich zusätzlich noch mit diversen Fetischen von einander trennt.""..

    Ich halte es doch schon für sehr verwegen die Idee man hätte doch als Hetero eine größere Auswahl an möglichen Partnern in einen Satz zu kleiden der die doch so stark begrenzte Auswahl unterstreichen soll..

    Portale wie Grindr und Planet haben der heutigen Gesellschaft Auswahl-Möglichkeiten beschert von der die Gesellschaft der 80'er Jahre noch zu träumen wagte..
    Die Kriterien die diese dann scheinbar wieder einschränken dienen letztlich dazu die auf Partner-Suche befindlichen in ihrer Suche zu "beschleunigen", und manchmal lästiges Abfragen von vorne herein auszuschalten..

    Denn das
    ""schon auseinander zu dividieren droht, sich zusätzlich noch mit diversen Fetischen von einander trennt.""
    war schon vorher in der Szene so, zeigte sich bisweilen offen in der Ablehnung Kunden in Jeans oder schlimmer noch im Anzug in die Lederbar eintreten zu lassen, und Motto-Partys sind auch nicht wirklich neu..
    Tanz-Salons in den "goldenen Zwanzigern" luden in Berlin zu Tee, Gebäck und Chansons, und klammerten dabei dann schon den Plebs aus, der sich seine Befriedigung gefälligst in den Schmuddel-Kneipen anderswo suchen mußte..

    ""die man vorher vielleicht für das eigene Leben und Erleben von Sexualität gar nicht mal als erforderlich gesehen hat. ""..

    Oder einfach nur nicht wahrgenommen hat..

    ""wobei ich mich immer noch frage, was Bareback mit Fisten zu tun hat,""..

    Kicher..
    Ohne Handschuh natürlich..
    -LOL-

    ""Ja aber da fängt es ja schon an. Das Thema mit der Offenheit, dem Teil des sexuellen Erlebens, das Hobby mit den Gleichgesinnten, der Verengung der Partnerwahl. Nehme man die Jahrzehnte nach Auftreten von AIDS und man wird feststellen, wie heteronormativ die Menschen (Mehrheit) werden können und wie groß die Verengung der Partner für die Betroffenen.""..

    Eben..
    Die Heteronormativität die uns dann hier entgegenweht droht dann wieder mit der Ausgrenzung..
    Iiiiih die betreiben Fetische, das sind Schmutzfinken..
    Krampfhaft sucht sich hier offensichtlich der bemühte Prüde und assimiliert angepasste "Homosexuelle" von den Schmuddel-Kindern abzusetzen, und nutzt dann was vorliegt :

    Treue, Ehe, Verlässlichkeit..
    Als wenn das in Fetischen keinerlei Rolle spielen würde, selbst dann wenn man nur Fick-Freund ist und keinen gemeinsamen Haushalt führt..

    Ums mit einer Anspielung an Falco zu schreiben :
    Drah di net rum, oh oh oh, der Spießer-Arsch geht um..
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#21 boyslut5000Anonym
  • 27.11.2017, 08:41h
  • Ich finde es manchmal erschreckend wie jung manche Oberfetischisten werden. Nicht mal volljaehrig und sie wissen schon wo man die groessten Dildos herbekommt, oder welche Clubs es nicht so mit Jugendschutz ernst nehmen. Die haben nicht mal die volle Vielfalt ihrer Sexualitaet entdecken koennen, aber haben bereits ihre sexuelle Vorlieben in Dinge hineinpersonifiziert und zu ihrem Lifestyle gemacht. Stinkende Sneakers, Skinhead, Proll - das finden alte Schwuppen doch ganz toll - Frischfleisch! Und es spielt keine Rolle, ob sie Ruckenhaare haben oder nicht - im Darkroom interessieren ja ganz andere Dinge.

    Ich bin ebenfalls auf das Problem gestossen, dass die Fetische so pluralistisch geworden sind, dass wenn man seinen eigenen Fetisch zum Lifestyle macht, wird er schnell zum Dealbreaker fuer dein Date - entweder bist du nicht slut genug, oder du bist zu crazy.

    Warum machen die besonders eifrigen Fetischisten ihre Fetische zum Lifestyle? Koennen sie mit echten fetischfreien Menschen nichts mehr anfangen und es muessen immer Ersatzdinge her, damit was laeuft?
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#22 OrthogonalfrontAnonym
#23 LindenbaumAnonym
#24 FütterungAnonym
  • 27.11.2017, 13:43h
  • Antwort auf #22 von Orthogonalfront
  • Schon merkwürdig, wenn ne rechtsextreme Quarktasche und ein vermutlich 68-jähriger "Boyslut"-Troll so tun, als würden sie über was reden, von dem sie beide keinen blassen Schimmer haben. Oder sich abfällig über Gruppen äußern, zu denen sie nicht gehören, es aber zuuu gerne würden - in echter Spießbürgertradition. Das nenn ich mal nen ekligen Fetisch, den die beiden da schamlos öffentlich ausleben.
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#25 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 27.11.2017, 13:45h
  • ganz schön verkrampft die diskussion um fetische hier im forum. wird doch keiner gezwungen bei ner fetisch-gruppe mitzumachen. und wer etwas besonders mag, der lebt noch lange keinen fetisch, sondern hat ganz einfach eine vorliebe für bestimmtes.
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#26 Ein FurryAnonym
#27 Homonklin44Profil
  • 27.11.2017, 15:28hTauroa Point
  • Antwort auf #21 von boyslut5000
  • Hm, ich kann da nur aus der Position eines "echten" Fetischisten sprechen.Mir ist auch aufgefallen, dass sich zum Beospiel auf Seiten wie Recon oder Ähnlichen eine ganze Menge Leute herumtreiben, die zwar 5 oder mehr Fetischkategorien angekreuzt haben.
    Kommt man aber mit welchen ins Gespräch, zeigt es sich schnell, für die Allermeisten ist Fetisch nur eine Art Deko oder vielleicht Trend-Accessoire. Mich beschleicht der Verdacht, als ob sich viele das "aufsetzen", um damit die potenzielle Kandidatenbandbreite ihrer Kontakt-Hoffnungen zu erweitern.

    Dass das für die Art Leute eine Art Lifestyle oder Mode wird, kann ich mir schon denken.
    Für einen wirklichen Fetischisten ist es allerdings nur eine Eigenschaft seiner Person.
    Ich hab's auch oft als das Sahnehäubchen oder i-Tüpfelchen beschrieben.

    Je nachdem, ob und wie stark der Fetisch mit einer Person verbunden ist, die man meinetwegen attraktiv findet, oder auch nicht. Einige entfalten ihre gesamte Liebesfähigkeit, wenn der Partner beispielsweise Lederjacken trägt, bei anderen, wo der Fetisch losgelöst von der Person ist, kann der Mensch nach Hause gehen. Es reicht auch die Lederjacke. Oder die Vorstellung, die damit fetischistisch verknüpft ist So meschugge das klingen mag.

    "Fetischfreie" machen wunderbare Angelfreunde, platonisch Bekannte oder Laberkumpane. Ist dann halt so ähnlich wie mit Hetero-Kollegen oder Frauen. Das gewisse Etwas, was den Liebreiz weckt, und die Chemie stimmig macht, ist nicht da.

    Kann sein, dass Du nen wahren Fetischisten nicht mal an den Klamotten erkennen kannst, weil er draußen ebenso banal im Alltagsaufzug herum läuft. Fetisch ist eine Eigenschaft der Person, aber nicht die Tragende oder Meistvorgezeigte.

    Und ja, man kann das auch im Alter vor der Pubertät schon merken. Angenehme Gefühle, haptisch und sinnlich, mit bestimmten Materialien/Klamotten, in bestimmten Outfits, außergewöhnliche Erfahrungen, die ein Neoprenanzug weckt, Verhältnis zu dem,. was man sieht und sich wünscht. ( Mal mit nem Racebiker im vollen Gear zu kuscheln etwa) Später macht sich der Unterschied bemerkbar, wie es ist, Typ so und so in Shiny Tracksuit zu sehen (der Wahnsinn, möcht man am liebsten abknutschen) oder Typ nackt zu sehen (total langweilig, weiter blättern, gähn, ich geh pennen)

    Richtig verständlich machen kann man das einem Nichtfetischisten nicht. Ist so ähnlich wie zu verstehen zu versuchen, was ein Hetero nur an so ner Frau findet, oder was der Nichtfetischist an nackten Körpern reizvoll findet.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#28 Homonklin44Profil
  • 27.11.2017, 15:32hTauroa Point
  • Antwort auf #21 von boyslut5000
  • Hm, ich kann da nur aus der Position eines "echten" Fetischisten sprechen.Mir ist auch aufgefallen, dass sich zum Beospiel auf Seiten wie Recon oder Ähnlichen eine ganze Menge Leute herumtreiben, die zwar 5 oder mehr Fetischkategorien angekreuzt haben.
    Kommt man aber mit welchen ins Gespräch, zeigt es sich schnell, für die Allermeisten ist Fetisch nur eine Art Deko oder vielleicht Trend-Accessoire. Mich beschleicht der Verdacht, als ob sich viele das "aufsetzen", um damit die potenzielle Kandidatenbandbreite ihrer Kontakt-Hoffnungen zu erweitern.

    Dass das für die Art Leute eine Art Lifestyle oder Mode wird, kann ich mir schon denken.
    Für einen wirklichen Fetischisten ist es allerdings nur eine Eigenschaft seiner Person.
    Ich hab's auch oft als das Sahnehäubchen oder i-Tüpfelchen beschrieben.

    Je nachdem, ob und wie stark der Fetisch mit einer Person verbunden ist, die man meinetwegen attraktiv findet, oder auch nicht. Einige entfalten ihre gesamte Liebesfähigkeit, wenn der Partner beispielsweise Lederjacken trägt, bei anderen, wo der Fetisch losgelöst von der Person ist, kann der Mensch nach Hause gehen. Es reicht auch die Lederjacke. Oder die Vorstellung, die damit fetischistisch verknüpft ist So meschugge das klingen mag.

    "Fetischfreie" machen wunderbare Angelfreunde, platonisch Bekannte oder Laberkumpane. Ist dann halt so ähnlich wie mit Hetero-Kollegen oder Frauen. Das gewisse Etwas, was den Liebreiz weckt, und die Chemie stimmig macht, ist nicht da.

    Kann sein, dass Du nen wahren Fetischisten nicht mal an den Klamotten erkennen kannst, weil er draußen ebenso banal im Alltagsaufzug herum läuft. Fetisch ist eine Eigenschaft der Person, aber nicht die Tragende oder Meistvorgezeigte.

    Und ja, man kann das auch im Alter vor der Pubertät schon merken. Angenehme Gefühle, haptisch und sinnlich, mit bestimmten Materialien/Klamotten, in bestimmten Outfits, außergewöhnliche Erfahrungen, die ein Neoprenanzug weckt, Verhältnis zu dem,. was man sieht und sich wünscht. ( Mal mit nem Racebiker im vollen Gear zu kuscheln etwa) Später macht sich der Unterschied bemerkbar, wie es ist, Typ so und so in Shiny Tracksuit zu sehen (der Wahnsinn, möcht man am liebsten abknutschen) oder Typ nackt zu sehen (total langweilig, weiter blättern, gähn, ich geh pennen)

    Richtig verständlich machen kann man das einem Nichtfetischisten nicht. Ist so ähnlich wie zu verstehen zu versuchen, was ein Hetero nur an so ner Frau findet, oder was der Nichtfetischist an nackten Körpern reizvoll findet.

    Wenn Nichtfetischisten auf Kontaktseien alle möglichen Fetische ankreuzen, nervt das jedenfalls unheimlich. Dann doch besser ehrlich sein, und es weglassen. Ihr macht's damit den Fetischisten schwer, und euch selbst, weil andere Nichtfetischisten mit eventuellem interesse euch nicht kontaktieren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#29 TheMumProfil
  • 27.11.2017, 16:54hHannover
  • Antwort auf #24 von Fütterung
  • "ne rechtsextreme Quarktasche"

    Ich vermute mal, dein Fetisch ist es, mit solchen hanebüchenen Unterstellungen um dich zu schmeißen.

    "von dem sie beide keinen blassen Schimmer haben"

    Und das willst du woher so genau wissen?

    "Oder sich abfällig über Gruppen äußern, zu denen sie nicht gehören, es aber zuuu gerne würden"

    Nö, kein Interesse.

    "in echter Spießbürgertradition"

    Mir egal, wie du das nennst.

    "Das nenn ich mal nen ekligen Fetisch, den die beiden da schamlos öffentlich ausleben"

    So unterscheidet sich dann wohl das Ekelempfinden.

    Bleiben wir bei den Tatsachen: Ein echter (!) Fetisch kann (!) eine Belastung sein, da ein echter (!) Fetisch bedeutet, dass man ohne das Fetischerlebnis keinen sexuellen Höhepunkt erreichen kann. Das kann unproblematisch sein oder auch nicht.

    Hier geht es aber nicht um echte Fetische! Hier geht es um Spiel und Spaß, um eine optionale (!) Bereicherung der sexuellen Praxis. Das hat mit echten Fetischen herzlich wenig zu tun. Und genau um diese Spaß-Fetische geht es wenn ich davon rede, dass so manche diese als reine Modeerscheinung betrachten und es dementsprechend für diese Menschen schick ist, sich mal mindestens 3-4 dieser Fetische zuzulegen. Auch das ist absolut kein Problem, wenn es denn der Bereicherung des sexuellen Erlebens dient. Für nicht wenige dienst es aber nicht sehr viel mehr als dem Wunsch, sich damit besonders zu fühlen und sich wichtig zu machen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#30 Ralph
  • 27.11.2017, 17:23h
  • Was in jüngerer Zeit um sich zu greifen oder gerade salonfähig zu werden scheint, sind die Typen, die in Gummikostüm mit Hundemasken und Leinen seit wenigen Jahren bei den CSDs in Frankfurt und München auftauchen. Entweder gab es das früher nicht oder man hielt sich ganz im Verborgenen. Was Leder angeht, scheint sich ein grundlegender Wandel vollzogen zu haben. In den 80er und 90ern waren Lederklamotten bei jüngeren und jungen Schwulen beliebt. Heute muss man dazu anscheinend über 50 sein und -äh- ziemlich verlebt aussehen. In Sachen Fetisch scheinen sich Vorlieben zu wandeln, neu aufzutauchen und auch gelegentlich zu verschwinden. Ich habe auch den Eindruck, dass der Mensch anfängt, sich hinter dem Fetisch aufzulösen, d.h. dass der Sex eher mit dem Fetisch ausgelebt werden soll als mit dem anderen Mann. - Vielleicht bin ich aber auch nur ein Spießer.
  • Antworten » | Direktlink »
#31 LindenbaumAnonym
#32 Ein FurryAnonym
#33 LindenbaumAnonym
#34 Ein FurryAnonym
  • 28.11.2017, 06:53h
  • Antwort auf #33 von Lindenbaum
  • Mit Yiff ist Sex oder Furry-Porn gemeint.
    Es gibt einige Zoophile Furries aber die werden in der Regel ausgegrenzt.
    Wie das bei Versammlungen läuft weiss ich nicht, ich bleibe mit dem Krempel nur Online.
    Die Messen haben soweit ich weiss mit dem Fetisch-Aspekt des Furry Fandoms eh weniger zu tuhn
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#35 hugo1970Ehemaliges Profil
#36 TheMumProfil
#37 hugo1970Ehemaliges Profil
#38 TheDadProfil
#39 TheDadProfil
#40 TheDadProfil
  • 28.11.2017, 23:11hHannover
  • Antwort auf #29 von TheMum
  • ""Bleiben wir bei den Tatsachen: Ein echter (!) Fetisch kann (!) eine Belastung sein, da ein echter (!) Fetisch bedeutet, dass man ohne das Fetischerlebnis keinen sexuellen Höhepunkt erreichen kann.""..

    Aus welchem Aufklärungsheftchen der Siebziger Jahre hast Du das denn abgeschrieben ?
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#41 TheMumProfil
  • 29.11.2017, 10:38hHannover
  • Antwort auf #38 von TheDad
  • Doch klar, aber die meisten mit einer kleinen Sammlung von Spaß-Fetischen sind Männer. Was übrigens immer noch kein Problem darstellt. Jeder kann so viele Spaß-Fetische haben, wie er will, doch dann bitte einfach ausleben und Spaß haben. Wer sich solche Spaß-Fetische einfach nur zulegt, um sich "special" und vor allem wichtig und würdig allgemeiner Aufmerksamkeit fühlen zu können, soll damit bitte nicht rumnerven. Das ist kindisch!

    Bei echten (!) Fetischen sehe ich auch die Masse an Inhabern klar bei den Männern. Männer scheinen dafür einfach etwas prädestinierter zu sein.
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#42 TheMumProfil
#43 Homonklin44Profil
  • 29.11.2017, 13:22hTauroa Point
  • Antwort auf #40 von TheDad
  • Stamt wahrscheinlich aus einer der vielen psychologisch orientierten Beschreibungen, die da immer noch in Büchern stehen oder im Umlöauf sind.

    Liegt bei manchen aber auch gar nicht mal so daneben. Obwohl das mit dem Höhepunkt zwar mechanisch und mit viel Anstrengung oder lustlos irgendwann auch passiert, aber eben ohne nennenswerten sexuellen Genuss bleibt.

    Von Personen losgelöste Fetische funktionieren oft so. Man könnte 100 willige Partner haben, aber fehlt der Fetisch, bleibt jeder davon reizlos. An dem Punkt wird es für die Hobby-Pathologisierer interessant. Dann regnet's Diagnosen
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#44 Homonklin44Profil
  • 29.11.2017, 21:35hTauroa Point
  • Antwort auf #35 von hugo1970
  • Ist leider nicht so. Sonst wäre etwa die Partnersuche keine besondere Schwierigkeit für (echte) Fetischist*innen.

    Oft wissen Leute noch nicht mal, was einen Fetisch ausmacht, oder von einer Vorliebe ( zum Beispiel für Männer mit dunklem Teint ) unterscheidet. Ich erlebe das immer wieder, dass das verwechselt wird, bunt durcheinander gebracht. Auch gerade bei denen, die Fetisch für eine Art sexuelles Hobby halten.

    DasWort hat eigentlich einen religionszeremoniellen Hintergrund. Daher wurde es angeliehen. Der religiöse "Zauberfetisch" transportiert, wo er angewendet wird, angeblich die Kraft oder den Willen der Geister. In Afrika sind das öfter mal Tierhäute, Tierteile, Pelzteile oder Blut. Bei unseren lieben Christen ist der bekannteste zeremonielle Fetisch die Oblate (Hostie)

    Auf den sexuellen Stimulus bezogen gilt es im psychologischen Bereich, dass der Fetisch den sexuellen Reiz trägt. (Anstatt der Kraft von Geistern)
    So kann die Lederjacke des Typen, den man vielleicht begehrt, diesen Reiz übertragen, ohne dass dafür der Typ vorhanden sein muss. Oder der Damenschuh, oder der Latex-Catsuit, die Vorstellung des Armstumpfs, die Idee, der Domina dienen zu dürfen, was immer es auch sei.

    Soweit ich es mitschneide, stehen die weit meisten Leute einfach nur auf 08/15-Sex, wie man ihn in zig tausend Porno-Clips findet, oder wie er im Ehebett von Müllers Lieschen auch nicht anders vorkommt.
    Ich habe bisher nie wen kennen gelernt, der in Motorradlederkombi, Neoprenanzug oder Snowboardkombi kuschelt, und sich auch zum Liebgehabtwerden nicht ausziehen muss, sondern die Klamotten anbehält. Keinen von denen, wo das romantisch funktioniert, der sich nicht entweder devot oder dominant dafür benehmen muss, und der auch keine Fesseln und Ähnliches dafür braucht. Nicht auf Augenhöhe. Selbst unter erklärten Gearfetischisten damals, gearfetish.com, zeigte es sich, wie individuell Fetische sich ausprägen, und wie sie -- im Falle, dass -- mit Personen, Typen und Vorlieben verknüpft sind.
    Und damit sind wir beim tatsächlichen "Leid" des Fetischisten.

    Deswegen schrieb ich das mit den Eremiten ganz bewusst.
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#45 Homonklin44Profil
  • 29.11.2017, 22:28hTauroa Point
  • Antwort auf #30 von Ralph
  • ""Was Leder angeht, scheint sich ein grundlegender Wandel vollzogen zu haben. In den 80er und 90ern waren Lederklamotten bei jüngeren und jungen Schwulen beliebt. Heute muss man dazu anscheinend über 50 sein und -äh- ziemlich verlebt aussehen. ""

    Das ist an sich auch logisch. In den Achtzigern waren die 25 -30. Jetzt, 30 Jahre später, sind sie über 50 und haben sich überlebt. :o)
    Die laufen auch immer noch in diesem damalig en Vogue Highway-ToF-Style aka Schnäuzer-Klon herum. In modernen Lederklamotten oder Racebiker-Kombi begegnen einem wenige.
    Das mit den Hundemasken fällt mir auch auf. Scheint so eine Art Act aus der Überschneidung von BDSM,Yiff und irgendwas anderem zu sein. Eine Zeitlang gab es Typen mit Hundeohren am Helm oder aufgemalten Hundegesichtern und Ohren im Haar. Vielleicht kommt das aus dieser Bewegung? Kenne mich mit Tierverkleidungen und daran geknüpften Fantasien leider nicht aus.

    ""In Sachen Fetisch scheinen sich Vorlieben zu wandeln, neu aufzutauchen und auch gelegentlich zu verschwinden. Ich habe auch den Eindruck, dass der Mensch anfängt, sich hinter dem Fetisch aufzulösen, d.h. dass der Sex eher mit dem Fetisch ausgelebt werden soll als mit dem anderen Mann. ""

    Ist eine Sache von Sehen und Begehren. Synthetik-Sportswear Klamotten, die glänzen und Wetlook-mäßig glatt sind, gab es vor 50 Jahren eben so gut wie nicht.
    Ebensowenig Motocross-Schutzausrüstung oder moderne Racebiker-Lederkombi. Niemand ging Kitesurfen, weil Kitesurfen noch nicht erfunden war. Also kein Kitesurf-Fetisch möglich. Da standen die auf das, was schon da war, oder aus den Materialien gemacht wurde.

    Es gibt Fetische, die völlig losgelöst vom Menschen funktionieren, sodass in der Tat der Mensch nicht zwingend für den Fetischisten präsent sein muss. Der Fetisch, die Klamotte mit dem Geruch drin, beispielsweise der Sneaker, oder die Vorstellungen, die daran anknüpfen, transportieren den sexuellen Reiz.
    Dann gibts wieder andere, wo es nur dann funktioniert, wenn exakt der Typ Mensch ihres Begehrens in den Klamotten steckt. Dieselben Klamotten, aber ein anderer Typ, und der Fetischreiz ist futsch.
    Bei anderen funktioniert wiederum nur dann der Fetischreiz, solange ihnen NICHT bekannt ist, von wem die Klamotten stammen. Nur die daran geknüpfte Fantasie bringt auch das sexuelle Erlebnis. Wüssten sie, wem die Jacke oder der Schuh gehörte, kann es ins absolute No Go umschlagen.
    Bei einigen funktioniert Beides. Ist der Typ im Auslandssemester, vergnügen sie sich an seinen Klamotten, ist er wieder zuhause, hat er sie im Idealfall dabei an. ;o)
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#46 TheDadProfil
  • 30.11.2017, 23:39hHannover
  • Antwort auf #41 von TheMum
  • ""Doch klar, aber die meisten mit einer kleinen Sammlung von Spaß-Fetischen sind Männer.""..

    Dazu hätte ich dann gerne doch ein Studie von YouGov oder so gelesen..

    Die dann auch so Fetische wie "Schuhe kaufen", "Shopping", "Girli-sein" und "Tussi-Tum" und ähnliches miteinbezieht, denn wie so oft verstehen hier wohl einige gar nicht, was alles so ein Fetisch sein kann..

    Der Duden kann da helfen, und wer denkt Frauen würden beim Schuhe kaufen nicht sexuell erregt, der irrt schlichtweg..

    Was genau ist eigentlich ein "Spaß-Fetisch" ?

    Ich habe so etwas nämlich nicht..
    Ich bin aber auch kein "Inhaber" eines Fetisch..
    Wer sich mal ein bisschen mit Sucht und Süchten, mit Abhängigkeiten, Interaktionen und Wechselwirkungen zwischen Menschen beschäftigt, wird feststellen wie das wirklich abläuft, und vor allem vielleicht auch, warum eigentlich..

    ""Wer sich solche Spaß-Fetische einfach nur zulegt, um sich "special" und vor allem wichtig und würdig allgemeiner Aufmerksamkeit fühlen zu können, soll damit bitte nicht rumnerven.""..

    Köstlich..
    ADHS ist also so eine Art "geheimes Hobby", und wenn es öffentlich auftritt "nur noch nervig"..
    Wunderbare Aussage..

    Es geht immer und überall um Aufmerksamkeit wenn man öffentlich auftritt..
    Ob nun im Pony-Dress eines Furry, oder im Liegestuhl auf der Veranda die vom Nachbargrundstück aus einsehbar ist..

    Interessanterweise machen sich dann die wenigsten Menschen wirklich mal Gedanken über ihre eigene Außenwirkung, und Leute wie Du halten sich dann auch gerne mal für "normal"..

    ""Männer scheinen dafür einfach etwas prädestinierter zu sein.""..

    Ja, genau..
    Die schrecken auch nachts nicht hoch wenn die Tür knarrt, weil deren Fluchtreflexe ja weniger ausgeprägt seien als die der Neandertalerfrau..

    2 x 3 macht 9...
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#47 TheDadProfil
  • 30.11.2017, 23:43hHannover
  • Antwort auf #42 von TheMum
  • ""Es mag - wie zu vielem - verschiedenen Definition von Fetischismus geben, doch das ist die Korrekte!""..

    Nun gut..
    Selber in den Duden schauen ist offenbar nicht möglich..

    Fetisch = Sexuelle Obzession..

    ""Ein echter (!) Fetisch kann (!) eine Belastung sein, da ein echter (!) Fetisch bedeutet, dass man ohne das Fetischerlebnis keinen sexuellen Höhepunkt erreichen kann.""..

    Kuck an..
    Dann bin ich doch aber mit mehreren Fetischen auf der sicheren Seite und gefeit vor der unterstellten "Orgasmus-Unfähigkeit", die Du hier gerade herbeiredest..
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#48 TheDadProfil
  • 30.11.2017, 23:46hHannover
  • Antwort auf #43 von Homonklin44
  • ""Von Personen losgelöste Fetische funktionieren oft so. Man könnte 100 willige Partner haben, aber fehlt der Fetisch, bleibt jeder davon reizlos.""..

    Na, dann ist es aber doch ungeheuer praktisch daß man die meisten Fetische einfach überziehen kann..
    Vor allem den "willigen Partnern"..

    Und für die anderen ist es dann praktisch daß ein Fetisch sich in "blauen Augen", "braunen Haaren", oder einfach einer Glatze ausdrücken kann..
    Oder in Brustfell..
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