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Kommentare zu:
Die Zeit, als wir Schwulen im Krieg waren


#1 EisenhowerProfil
  • 29.11.2017, 09:58hMarseille
  • Danke für diese exzellente Filmvorstellung.

    Es gab und gibt durchaus schwule Helden, abseits von Anpassung und Klamauk.
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#2 Ulli_2mecsProfil
  • 29.11.2017, 09:59hHamburg
  • Ein Film, den auch ich sehr bewegend und sehenswert fand - anschauen empfohlen!

    Wobei mir wichtig scheint (nach mehreren Diskussionen über den Film), im Hinterkopf zu behalten, dass dies keine Dokumentation ist, und auch kein Dokudrama - sondern Fiktion, ein Spielfilm.
    Nicht alles im Film entspricht der Realiität von ACT UP, nicht alles was bei ACT UP Paris war, entspricht auch dem Aktivismus der damaligen ACT UP Gruppen in Deutschland oder den USA (z.B. Frage der Gewaltfreiheit / 'Blutbombe'-Szene zu Beginn des Films).

    Wer sich für ACT UP interessiert: es gab bisher nahezu nichts Publiziertes zu ACT UP in Deutschland - deswegen habe ich (damals selbst ACT UP Aktivist) über ACT UP in Deutschland geschrieben, Infos hier:
    www.2mecs.de/wp/2017/07/schweigen-tod-aktion-leben-act-up-in
    -deutschland-1989-bis-1993/


    Das Buch ist als print und als Ebook erschienen, als Ebook anläßlich der Deutschland-Premiere des Films zum Sonderpreis von 99 Cent !
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#3 FelixAnonym
#4 AmurPrideProfil
  • 29.11.2017, 11:47hKöln
  • Wir haben "120 bpm" schon vor kurzem als Eröffnungsfilm des diesjährigen queeren Filmfestivals von HOMOCHROM in Köln gesehen.

    Und obwohl wir beide uns natürlich bzgl. potentiellen Infektionen mit HIV immer auf dem neusten Stand halten und auch schon durch andere Filme, z. B "holding the man", und durch Besuche von IWWIT in Begleitung von Zeitzeugen in unserem queeren Jugendzentrum mit der damaligen HIVpositiv = AIDS = Tod - Situation in Berührung gekommen sind, muss ich zugeben, dass mich "120 bpm" so schwer beeindruckt hat, wie nichts in diesem Zusammenhang zuvor.

    Vielleicht war es ja genau die Liebesgeschichte zwischen Nathan und Sean, die ja nur "etwas" älter sind als wir beide, die mir diesen einzigartigen Zugang zur ihrer Geschichte und der damaligen Zeit ermöglichte.

    Und obwohl mir als Zuschauer ja vom ersten Moment an klar war, das ihre Liebe nur eine Liebe auf Zeit sein kann, ohne jede Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft und ohne jede Aussicht auf ein Happy-End, also fundamental anderes als unsere, so fühlte ich mich dennoch auch direkt mit ihnen verbunden. Der Austausch erster Blicke, das vorsichtige Kennenlernen, erste Berührungen, gemeinsames Feiern, erster Sex, wie der Andere langsam zum Mittelpunkt des eigenen Lebens wird, für einander da zu sein, wenn's gar nicht gut läuft... in all dem konnte ich uns wiederfinden.

    Und deshalb war der Film wohl in der Lage mir die Wut, die Angst, die Trauer, die Hilflosigkeit, die Hoffnung, den Mut und die Kraft in der Gemeinschaft so authentisch zu vermitteln wie nichts bislang zuvor.
    Die letzten 20 Minuten des Films habe ich nur noch geheult!

    Und besonders seitdem ich diesen Film gesehen habe, regen mich die boys unter uns mächtig auf, die als HIV-Negative ganz bewusst mit dem Vorsatz auf barback-Parties gehen, um "sich endlich den Virus zu holen". Damit sie sich "nicht länger mit dieser Thematik herumschlagen müssen". "Nehme ich halt täglich eine Pille!"
    Wie unfassbar dämlich kann man eigentlich sein?
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#5 willieAnonym
#6 willieAnonym
#7 Ulli_2mecsProfil
#8 FinnAnonym
  • 29.11.2017, 17:26h
  • "Die Zeit, als wir Schwulen im Krieg waren"

    Die Bezeichnung "Krieg" ist vielleicht etwas martialisch, aber im Kampf befinden wir uns immer noch:

    Ein Kampf, den rechte Politiker, religiöse Fanatiker und andere ewiggestrige Faschisten uns aufzwingen.

    Dabei wollen wir nicht mehr als gleiche Rechte wie alle anderen auch - was eigentlich selbstverständlich sein sollte.
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#9 hugo1970Ehemaliges Profil
#11 Homonklin44Profil
  • 29.11.2017, 23:54hTauroa Point
  • Antwort auf #4 von AmurPride
  • ""Und besonders seitdem ich diesen Film gesehen habe, regen mich die boys unter uns mächtig auf, die als HIV-Negative ganz bewusst mit dem Vorsatz auf barback-Parties gehen, um "sich endlich den Virus zu holen". Damit sie sich "nicht länger mit dieser Thematik herumschlagen müssen". "Nehme ich halt täglich eine Pille!"
    Wie unfassbar dämlich kann man eigentlich sein?""

    Die Art Typen gibt es also wirklich, und das ist nicht irgend so ein übertriebener Schnack aus ahnungsloser Draufgängerei? Mir hat man das mal erzählt, dass es in gewissen Kreisen fast "modisch" sein soll, darauf abzuzielen, sich HIV einzufangen, und ich dachte, nee, das kann nur ein blöder Scherz gewesen sein. Unfassbar dämlich eben.

    Macht mich fast schon foh, nie wen kennen gelernt zu haben. Wäre ich jung, würde mir die Art Haltung mehr Angst davor machen.
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#12 RobinAnonym
  • 01.12.2017, 09:27h
  • Antwort auf #4 von AmurPride
  • Volle Zustimmung!

    Zumal diese "Pille" eben sehr diszipliniert eingenommen werden muss und auch nicht nebenwirkungsfrei ist.

    Für HIV-Positive ist diese Pille mit allen Nebenwirkungen, etc. natürlich immer noch besser als die Alternative der Nicht-Behandlung. Aber es ist immer noch besser, erst gar nicht infiziert zu sein.
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