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Konferenz in Bayern
Regenbogen-Katholiken organisieren sich
Das weltweite Netzwerk von LGBTI-Katholiken fordert Papst Franziskus auf, sich endlich auch für die Rechte sexueller und geschlechtlicher Minderheiten zu engagieren.

LGBTI-Katholiken wollen sich nicht länger mit der Homo- und Transphobie in ihrer Kirche abfinden (Bild: GNRC)
- 4. Dezember 2017, 16:27h 2 Min.
Das katholische LGBTI-Netzwerk "Global Network of Rainbow Catholics" (GNRC) hat am Sonntag seine viertägige Konferenz in Dachau und München beendet. Insgesamt haben nach Angaben der Veranstalter 89 Teilnehmer aus 35 Ländern über die Zukunft ihrer Kirche gesprochen. Das Motto der Veranstaltung lautete: "Höre die gerechte Sache".
Das Netzwerk gab bekannt, dass man sich am Samstag offiziell als gemeinnütziger Verein mit Sitz in Rom gegründet habe. Damit wollen die Aktivisten mehr Druck auf den Vatikan ausüben. Die GNRC-Doppelspitze werden zukünftig die Mediendozentin Ruby Almeida aus Indien und der Historiker Christopher Vella aus Malta bilden.
Forderung: Vatikan soll Homo-Verfolgung verurteilen
Die afrikanischen Teilnehmer formulierten während der Konferenz eine Bitte an das weltweite Netzwerk, ihnen Gehör zu verschaffen. In einer gemeinsamen Erklärung forderte das "African Network of Rainbow Catholics" das GNRC auf, sich beim Papst für ein Ende der Homo-Verfolgung einzusetzen: "Wir sind zutiefst beunruhigt, dass in über 70 Ländern weltweit gleichgeschlechtliche Liebesbeziehungen zwischen Volljährigen kriminalisiert werden", heißt es darin. "Die katholische Kirche muss sich gegen Gesetze aussprechen, die gegen die Achtung der Menschenwürde stehen und die Minderheiten unterdrücken, LGBTIQ-Menschen eingeschlossen."
Bislang kämpft die katholische Kirche allerdings in mehreren Ländern an der Seite von autoritären Regierungen für die Verfolgung von Homosexuellen. So hat die katholische Bischofskonferenz in Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, im Jahr 2014 beispielsweise die Verschärfung der Gesetze gegen Homosexuelle begrüßt. Damals bezeichnete die Kirchenführung die verschärfte Verfolgung Schwuler und Lesben als "richtigen Schritt in die richtige Richtung, um die Würde des Menschen zu schützen" (queer.de berichtete).
Zudem wünschen sich die katholische LGBTI-Aktivisten eine stärkere Repräsentanz von Frauen und Transpersonen. Unter den 89 Teilnehmern auf der Konferenz waren nur 20 Frauen vertreten, darunter nur eine Transfrau. (cw)
/ GNRcatholics | GNRC-Cochefin Ruby Almeida aus Indien erklärte auf der Konferenz: "Wir können die Welt nicht auf den Kopf stellen, aber wir können auf Ungerechtigkeiten hinweisen.""We cannot change the world but we can work together to highlight injustices." Ruby from India, living in UK: https://t.co/wVIolf9V50 About 100 #LGBTI #Catholics from all over the world meet in Germany this weekend! #hearajustcause #LGBTPROUD #Catholic #hope #Equality #Love pic.twitter.com/1kmSWhG7Kd
— GNRC (@GNRcatholics) December 1, 2017
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Links zum Thema:
» GNRC-Homepage
Mehr zum Thema:
» Interview mit GNRC-Gründer: "Warum es sich lohnt, die Kirche von innen heraus zu verändern" (23.11.17)














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Frage an die islamophoben, ist der christliche Glaube besser?