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Video
Antidiskriminierungsstelle wirbt für LGBTI-Aufklärung an Schulen
Die "Vielfalt der Liebe" müsse auch an deutschen Schulen behandelt werden, fordert die 2006 eingerichtete Bundesbehörde.

Ausschnitt aus dem Videoclip der Antidiskriminierungsstelle
- 5. Dezember 2017, 14:53h 2 Min.
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes setzt sich mit einem am Montag veröffentlichten Video dafür ein, dass sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Unterricht ein altersgerecht vermitteltes Querschnittsthema an Schulen sein solle. Der anderthalbminütige Kurzfilm mit dem Titel "Halbwissen" zeigt ein wissbegieriges Mädchen, das die Welt entdeckt. Das Kind bemerkt entsetzt, dass ihm manche Informationen vorenthalten bleiben. Der Clip endet mit der Texteinblendung: "Tatsachen gehören in den Schulunterricht. Die Vielfalt der Liebe ist eine Tatsache."
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Parallel zum Video stellt die Antidiskriminierungsstelle auf der Website www.antidiskriminierungsstelle.de/alleswissen ihre Positionen dar. Die Behörde verweist auf vorhandene und nicht vorhandene Bemühungen der Länder, diese Themen in den Schulen einzubinden, und bietet Links zu Materialien rund um Diskriminierung aufgrund der sexuellen und geschlechtlichen Identität im Bildungsbereich sowie Handreichungen und Materialien für Lehrer.
Erheblicher politischer Widerstand gegen Schulaufklärung
In den letzten Jahren gab es immer wieder Proteste von Homo-Gegnern gegen die Erwähnung von Homo- oder Transsexualität in Lehrplänen. Kritik kommt insbesondere von Bewegungen wie der "Demo für alle" und aus der AfD, aber auch CDU/CSU und FDP haben wiederholt Stimmung gegen die Einbeziehung sexueller und geschlechtlicher Minderheiten im Schulunterricht gemacht – und dabei immer wieder homophobe Klischees bedient.
In Baden-Württemberg lehnte etwa FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke die Erwähnung von Schwulen und Lesben im Lehrplan ab, weil "andere Lebensformen", also Homosexuelle, "nicht als gleichwertig" angesehen werden könnten (queer.de berichtete). In Niedersachsen warnte 2014 die inzwischen aus dem Landtag ausgeschiedene CDU-Schulexpertin Karin Bertholdes-Sandrock davor, "dass beispielsweise Schwule und Lesben in den Klassen allein gegenüber den Kindern auftreten" (queer.de berichtete). (dk)














