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Kommentare zu:
Donald Trump hat kein Problem mit Verbotsschildern für Homosexuelle


#1 krakalaAnonym
  • 06.12.2017, 12:28h
  • Fragt den Präsidenten mal, ob er es in Ordnung findet, wenn ein moslemischer Verkäufer eine Frau nicht bedienen möchte, weil diese kein Kopftuch trägt.

    (Soll keine Verallgemeinerung sein.)
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#2 Ralph
  • 06.12.2017, 12:43h
  • Damit haben wir in Deutschland Erfahrung. Hier lautete das Schild: "Juden sind hier unerwünscht." Nie werde ich auch das Schild an einem Londoner Pub vergessen, das dort in den Achtzigern hing: "We regret we cannot accept dogs and children." Durch solche und ähnliche Schilder zum Ausdruck gebrachte Menschenverachtung wird im angelsächsischen Sprachraum offenbar gar nicht als solche erkannt, sondern das scheint ganz normales Verhalten im Geschäftsleben zu sein. Man gibt bekannt, mit wem man keine Geschäfte machen bzw. wen man gar nicht erst einlassen will. Hier sollten Schwule, Lesben und ihre Unterstützer zum nächstliegenden Mittel greifen und als Geschäftsinhaber durch ein Schild am Eingang klarstellen, dass Evangelikale, Republikaner und Nazis in diesem Laden nicht bedient werden. Übrigens war ich Deutscher unter lauter Engländern in jenem Pub (s.o.) der Einzige, der das Schild furchtbar und völlig inakzeptabel fand. Ich vermochte nicht, den Anderen klarzumachen, weshalb - und zwar nicht infolge sprachlichen Unvermögens. Meine in eloquentem Englisch vorgetragene Empörung wurde ganz einfach in der Sache nicht verstanden.
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#3 DieAuchAnonym
  • 06.12.2017, 12:54h
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • Auch die USAler haben damit schon Erfahrung. Das ist ja das perverse daran.
    Wie war das damals mit den Dunkelhäutigen? Und wie ist es ja heute immer noch?
    Muss man erst gar nicht auf Deutschland verweisen.
    Es reicht, wenn man denen ihre eigene Geschichte vorhält. Un selbst daraus wollen sie offensichtlich nicht lernen. Zumindest die Republikaner nicht.

    Mir tun die Demokraten leid, und alle, die was Gutes für die USA taten, inklusive Obama.
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#4 ach soAnonym
  • 06.12.2017, 13:00h
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • "Hier sollten Schwule, Lesben und ihre Unterstützer zum nächstliegenden Mittel greifen und als Geschäftsinhaber durch ein Schild am Eingang klarstellen, dass Evangelikale, Republikaner und Nazis in diesem Laden nicht bedient werden. "

    Und das wäre dann moralisch gerechtfertigt, weil ...?
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#5 RobiAnonym
  • 06.12.2017, 13:09h
  • Nur zur Richtigstellung: Es geht hier nicht um das Bedienen von homosexuellen Menschen per se, sondern das Bedienen bei einer gleichgeschlechtlichen Hochzeit. Ein Schwuler könnte trotzdem zu einem anderen Anlass dort Kunde sein. (Das heißt nicht, dass es in Ordnung ist)
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#6 BEARAnonym
  • 06.12.2017, 13:12h
  • Antwort auf #4 von ach so
  • ...vielleicht ja, weil evangelikal sein, republikanisch sein, Nazi sein eine freiwillige Gesinnungs-Entscheidung ist und sich diese Leute somit ganz bewusst gegen uns aufstellen?

    Oder willst du im Ernst behaupten, diese Gesinnungen seien schützenswert, wie es naturgegebene Eigenschaften von Menschen wie Homosexualität oder Hautfarbe sind?

    Selbstverständlich dürfen Geschäftsinhaber_innen mitteilen, dass solche Personengruppen unerwünscht sind, und Hausverbot erteilen, wem sie wollen. Denn DIESE Leute könnten (zumindest rein theoretisch) ja frei entscheiden, ob sie menschenfeindliche Arschlöcher sein wollen oder nicht. Wohingegen Homosexuelle, People of Colour und Andere diese Entscheidungsfreiheit NICHT haben.

    Freue mich, dass ich Dir ein bisschen was über Diskriminierung beibringen durfte.
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#7 sophisticatedAnonym
#8 BEARAnonym
  • 06.12.2017, 13:50h
  • Antwort auf #7 von sophisticated
  • ...wobei dies natürlich eine Schein-Argumentation bzw. eine Schein-Gleichsetzung ist.

    Denn, wie wir wissen, ist das Ausleben der sexuellen Orientierung nun mal auch kein "willentliches Tun", sondern - anders gesagt - "einfach" das Nicht-Blockieren, also Zulassen des im jeweiligen Menschen angelegten Sexualtriebs inclusive seiner ebenfalls angelegten Zielrichtung.
    Und ein Trieb ist eben an sich maximal begrenzt steuerbar. (Mir ist klar, dass von uns genau das gefordert wird: den Trieb zu steuern, zu unterdrücken...)

    Kehren wir das Ganze doch mal um und verurteilen Heterosexuelle dafür, dass sie ihre Sexualität auch tatsächlich ausleben... es ließe sich da z.B. das Argument Überbevölkerung des Planeten herbeizaubern...

    Zu dieser Umkehrung gibt es übrigens einen aktuellen Kurzfilm:

    www.facebook.com/enough2014/videos/971035713059389/
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#9 ach soAnonym
  • 06.12.2017, 13:53h
  • Antwort auf #6 von BEAR
  • Ich bin grundsätzlich der Ansicht, dass jeder Geschäftsinhaber bedienen darf, wen er möchte. Und dass jeder Geschäftsinhaber entsprechend auch die Freiheit hat, sich (z.B.) als bornierter Spinner zu outen, indem er bestimmte Personengruppen als Kunden ausschließt.

    Abgesehen davon erschließt sich mir persönlich nicht, warum ein schwules Paar unbedingt bei einem schwulenfeindlichen Bäcker einen Kuchen kaufen können will. Da lass ich doch als Kunde den Bäcker rumspinnen und geb mein Geld lieber bei jemandem aus, der mir wohlgesonnen ist!
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#10 BEARAnonym
#11 ach soAnonym
#12 BEARAnonym
  • 06.12.2017, 14:19h
  • Antwort auf #11 von ach so
  • Naja. Das ist doch die typische Argumentation.
    "Sie hätten doch nicht ausgerechnet da nachfragen müssen... machen sich doch selbst das Leben schwer, wenn sie in einem solchen Laden nachfragen... können doch auch einfach woanders nachfragen... sollen doch einfach woanders hingehen..." - was da auch alles immer kommt.

    Wäre ja nun wirklich nicht die erste Täter-Opfer-Umkehr, die in den Queer.de-Kommentaren zu lesen ist. Nur leider wird durch ein solches Verhalten die menschenrechtswidrige Diskriminierung nicht behoben, sondern ihr wird nur ausgewichen. Solange man ihr auf diese Weise noch ausweichen KANN (die Juden konnten das z.B. im 3. Reich irgendwann nicht mehr).

    Wenn Du es nicht so gemeint hast, umso besser.
    Allerdings ist die Gefahr groß, dass das genau so verstanden werden könnte.
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#13 queergayProfil
  • 06.12.2017, 14:20hNürnberg
  • Im Namen der Religionsfreiheit darf natürlich jeder auch den größten Blödsinn oder Wahn glauben, den er glauben will.
    Letztlich kann auch jeder aus den grundlegenden Religionsschriften aller Couleur das machen, was er will. Der sich christlich nennende Bibelfan kann je nach Gusto Schwulen barmherzig oder in Nächstenliebe begegnen oder auch ein göttliches Höllengericht über sie heraufbeschwören.
    Liberale Imame können queer people willkommen heissen und Islam-Hardcore-Anhänger werden Hinrichtungen für Gays organisieren wollen.
    Die Welt der Religionen ist ein wildes Tohuwabohu. Oft erinnert sie mehr an ein Irrenhaus für kranke Gläubige im Religionswahn. Nur wenn einer in seinem Wahn gefangen ist, kann er seinen Zustand nicht gleichzeitig erkennen.
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#14 ursus
  • 06.12.2017, 14:27h
  • Antwort auf #9 von ach so
  • "Ich bin grundsätzlich der Ansicht, dass jeder Geschäftsinhaber bedienen darf, wen er möchte."

    damit wäre also auch "wir verkaufen nicht an juden" völlig okay. und um zu zeigen, dass ein solches menschenverachtendes arschlochverhalten eben nicht gesellschaftlich akzeptabel ist, haben wir ein antidiskriminierungsgesetz, das so etwas glücklicherweise endlich unter strafe stellt.
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#15 ach soAnonym
  • 06.12.2017, 14:45h
  • Antwort auf #12 von BEAR
  • "Nur leider wird durch ein solches Verhalten die menschenrechtswidrige Diskriminierung nicht behoben, sondern ihr wird nur ausgewichen. Solange man ihr auf diese Weise noch ausweichen KANN (die Juden konnten das z.B. im 3. Reich irgendwann nicht mehr)."

    Also Moment: Wir reden hier von privaten Geschäftsinhabern, die aufgrund irgendwelcher spinnerter Überzeugungen ihren eigenen Kundenkreis einschränken. Und nicht von "menschenrechtswidriger Diskriminierung".

    Es ist einfach ein Unterschied, ob irgendein Bäcker sich auf eine bestimmte Zielgruppe fokussiert - oder ob von staatlicher bzw. institutioneller Seite bestimmte Bevölkerungsgruppen gezielt benachteiligt werden. Ganz entschieden spreche ich mich gegen letzteres aus (z.B. aktuell gegen eine Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Ehepartner bei Versorgungsleistungen seitens der Stadt Houston;
    www.queer.de/detail.php?article_id=30217).
    Bei ersterem Sachverhalt hingegen sehe ich das schwule Hochzeitspaar nicht als "Opfer", sondern als gleichberechtigten Marktteilnehmer - der seine Marktmacht entsprechend ausspielen und solche Spinnerbäcker einfach boykottieren sollte.
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#16 LaurentEhemaliges Profil
  • 06.12.2017, 14:47h
  • Wenn jemand aufgrund seines Glaubens bestimmte Handlungen nicht vertreten kann (gilt nicht in Ausübung eines öffentliche Amtes), sollte dies eben hingenommen werden.

    Ich würde keinen gesteigerten Wert darauf legen, nur widerwillig bedient zu werden und, wer weiß, "zum Dank" vielleicht unappetitliche Zutaten in die Torte untergemischt zu bekommen.
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#17 ach soAnonym
#18 ach soAnonym
  • 06.12.2017, 14:53h
  • Antwort auf #16 von Laurent
  • "Ich würde keinen gesteigerten Wert darauf legen, nur widerwillig bedient zu werden und, wer weiß, "zum Dank" vielleicht unappetitliche Zutaten in die Torte untergemischt zu bekommen."

    Sehr richtig! War auch mein Gedanke. Und auch deinem ersten Satz stimme ich zu.
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#19 BEARAnonym
#20 BlödsinnAnonym
  • 06.12.2017, 14:58h
  • Antwort auf #15 von ach so
  • Genau, und weil die LSBTTIQ sowieso die Mehrheit darstellt, ist das Boykottieren dieses Bäckers auch nur ein Klacks.
    Du bist schon sehr naiv.
    Schon mal daran gedacht, dass das Paar vorher nicht wusste, dass diese Bäckerei so derb reagiert?
    Sie fühlen sich doch im Recht, weil Trump es vormacht.
    Und ihre Landesgeschichte müsste ihnen etwas gelehrt haben. Aber es gibt wohl nichts lernresistenteres als eine gewisse Sorte von Menschen.
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#21 johannbAnonym
  • 06.12.2017, 15:02h
  • Also dem Trump bzw. seiner Sprecherin geht es anscheinend um Religionsfreiheit!
    Es geht absolut nicht um die queeren Leute.
    Dass das jetzt ein Thema ist, ist der Frage des Journalisten zu schulden.

    Also, wann auf dem Schild steht: Homos müssen bei Überschreitung der Schwelle zum Bäckersladen mit einem blauen Auge rechnen, was dann?

    Wäre ja lt. Trump mit der Religionsfreiheit gedeckt!!

    Trump verhält sich so wie ein gewaltbereiter, nichtstaugender Frauenschänder!
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#22 ursus
  • 06.12.2017, 17:15h
  • Antwort auf #17 von ach so
  • "Nein, wäre es nicht. Ein Geschäftsinhaber, der sowas verkündete, würde sich in Deutschland auf breiter Front unmöglich machen. Und das auch ganz ohne AGG."

    wir reden hier nicht wirklich übers brötchenkaufen, sondern darüber, dass hass gegen bestimmte menschengruppen gefördert wird.

    bei jüd_innen haben wir einen relativ breiten gesellschaftlichen konsens, das das nicht geht (die ausnahmen sind mir schmerzlich bewusst), bei anderen gruppen eben nicht. das fehlen einer gesetzlichen regelung macht den schutz vor diskriminierungen also allein davon abhängig, ob die diskriminierten gruppen einen gewissen gesellschaftlichen rückhalt haben oder nicht. ich fände das verheerend.

    der gesetzgeber hat hier m.e. die aufgabe, ein deutliches signal zu setzen, dass diskriminierungen aufgrund bestimmter eigenschaften NIE okay sind, und dieser aufgabe ist er mit dem AGG auch (einigermaßen) nachgekommen. gut so.
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#23 ursus
#24 ursus
  • 06.12.2017, 17:24h
  • Antwort auf #17 von ach so
  • "Ein Geschäftsinhaber, der sowas verkündete, würde sich in Deutschland auf breiter Front unmöglich machen. Und das auch ganz ohne AGG."

    und dies noch zur (offfenbar notwendigen) erinnerung: die geschäftsinhaber_innen, die vor ein paar jahrzehnten solche schilder in ihre schaufenster stellten, hatten eine breite front hinter sich. ganz ohne AGG. die weiteren entwicklungen sind bekannt.
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#25 Homonklin44Profil
  • 06.12.2017, 17:37hTauroa Point
  • Antwort auf #13 von queergay
  • ""Die Welt der Religionen ist ein wildes Tohuwabohu. Oft erinnert sie mehr an ein Irrenhaus für kranke Gläubige im Religionswahn. Nur wenn einer in seinem Wahn gefangen ist, kann er seinen Zustand nicht gleichzeitig erkennen.""

    Schlicht auf den Punkt gebracht, woran es hängt.

    Die betreffenden Geschäfte müsste man eigentlich mit Signalband umziehen und als "Nicht US-Territorium" kennzeichnen, weil da drin die Verfassung offenbar nicht gilt.
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#26 lindener1966Profil
  • 06.12.2017, 18:55hHannover
  • Die bittere Wahrheit

    In diesem Zusammenhang kann ich wieder einmal ein erschreckend ehrliches Buch des amerikanischen Autors Chris Hedges empfehlen, Pulitzer Preisträger und ehem. Korrespondent der New York Times:
    American Fascists: "The Christian Right And The War On America

    Leider nur auf Englisch erhältlich und etwas schwere Kost, die es aber in sich hat.
    Er selbst Sohn eines presbyterianischen Pfarrers und Bruder eines schwulen Mannes erklärt dezidiert, dass ein amerikanischer Faschismus möglich ist, der diesmal aber ein Kreuz statt ein Hakenkreuz als Symbol trägt.
    Er erklärt den Faschismusbegriff und überträgt ihn Schritt für Schritt auf die Religiöse Rechte, die nach und nach alle wichtigen Teile der Gesellschaft infiltriert: Justiz, Armee, Polizei, Schulen, Universitäten (wenn sie nicht gar eigene unterhalten, in der ihre Eliten herangebildet werden) und Politik. Im Visier hat er vor allem die sogenannten Dominionisten, die nichts weniger verfolgen, als die Trennung von Staat und Religion aufzuheben.

    American Fascists examines the Christian Right´s origins, its driving motivations and its dark ideological underpinnings, with interviews and coverage of events such as pro-life rallies and weeklong classes on conversion techniques. ...He (Hedges) agues that the movement currently resembles the young fascist movements in Italy and Germany in the 1920s and ´30s, movements that often masked the full extent of their drive for totalitarianism and were willing to make concessions until they have achieved unrivaled power. He challenges the Christian Right´s religious legitimacy and argues that at its core it is a mass movement fueled by unbridled nationalism and a hatred for the open society.

    Eine totalitäre Einstellung braucht immer einen Sündenbock, damals die Juden, heute wir.
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#27 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 06.12.2017, 19:52h
  • Willkommen in Nazi USA, keine Sterne, dafür Verbotsschilder.
    So wie ich die US Amerikaner früher als die Retter der Welt gesehen habe, habe ich heute ein ganz anderes Bild: Totengräber der Demokratie!!!
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#28 SoIstEsAnonym
#29 TheDadProfil
#30 TheDadProfil
  • 06.12.2017, 20:27hHannover
  • Antwort auf #9 von ach so
  • ""Abgesehen davon erschließt sich mir persönlich nicht, warum ein schwules Paar unbedingt bei einem schwulenfeindlichen Bäcker einen Kuchen kaufen können will."2..

    Steht denn an solchen Geschäften ein Schild aus dem hervorgeht wem es gehört ?

    Es geht hier auch nicht nur um Bäckereien, sondern darum daß ein Präsident der USA "kein Problem" damit hat wenn sich "Geschäftsleute" als Verfassungsbrecher erweisen..

    Ob es nun heißt
    "kauft nicht bei juden"
    oder
    "we don't serve gays"
    oder
    "we don't serve niggers"
    ist da gar nicht weiter relevant..

    Das sind Faschisten..
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#31 TheDadProfil
  • 06.12.2017, 20:31hHannover
  • Antwort auf #15 von ach so
  • ""Also Moment: Wir reden hier von privaten Geschäftsinhabern, die aufgrund irgendwelcher spinnerter Überzeugungen ihren eigenen Kundenkreis einschränken. Und nicht von "menschenrechtswidriger Diskriminierung".""..

    Bullshit !

    Wer ein Geschäft betreibt das von jedem Bürger betreten werden kann, betreibt ein so genanntes "Massen-Geschäft", und eben keinen "privaten Club" in dem nur Mitglieder einkaufen dürfen..
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#32 TheDadProfil
  • 06.12.2017, 20:32hHannover
  • Antwort auf #16 von Laurent
  • ""Wenn jemand aufgrund seines Glaubens bestimmte Handlungen nicht vertreten kann (gilt nicht in Ausübung eines öffentliche Amtes), sollte dies eben hingenommen werden."2..

    Schon wieder dieser Unsinn ?
    Das ist immer noch Schwachsinn !
    Daran ändert sich auch nichts..
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#33 PeerAnonym
  • 06.12.2017, 20:34h
  • Dass absolut gesetzestreue Menschen aufgrund ihrer Gefühle diskriminiert werden, widerspricht der US-Verfassung.

    Dass ein Präsident sich nicht mal für die Verfassung interessiert und seinen Rechtspopulismus nicht nur über das Wohl der Menschen, sondern auch über die Verfassung stellt, ist ein Skandal. Und dass das nicht von Gerichten gestoppt wird, ist ein Indiz, dass dieser Staat keine Demokratie mehr ist.
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#34 Homonklin44Profil
  • 06.12.2017, 21:18hTauroa Point
  • Antwort auf #16 von Laurent
  • Ich würde bei sich als Solche zu erkennen gebenden konservativen Christen auch nicht kaufen. Es gibt genug Konditoren, die in der aktuellen Zeit angekommen leben, und welche natürliche Alterismen nicht als Bedrohung empfinden.

    Wenn man da dann ein Schild hinmacht, auf dem "Reservat für so und solche Religionsausübung" drauf steht, weiß man wenigstens Bescheid, dass nur auserlesene Kundschaft bedient wird. Früher soll es wohl Schilder gegeben haben, auf denen "Negroes - no admittance" oder Ähnliches stand.

    Und natürlich sollte es religionsbefreiten Leuten dann auch möglich sein, Schilder wie "Religion not welcome" aufzustellen. Hängt ja davon ab, welchen Level Menschen man grade noch verträgt.
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#35 lindener1966Profil
  • 06.12.2017, 22:29hHannover
  • Wenn sich eine solche Rechtspraxis durchsetzt, sind alle Schleusen geöffnet. Hier geht es jetzt nur um Hochzeitstorten. Aber mit der Bibel oder seinem religösen Empfinden, was ja noch viel schwammiger ist, kann man wirklich alles begründen. Wie es ja schon Wolfgang Brosche in vielen seiner Kolumnen dargelegt hat, geht es im fundamentalen Religionsverständnis um eine Durchnormierung der Gesellschaft zum Zwecke der Machtausübung. Je homogener ein Volk bezüglich Rasse und Religion ist, desto leichter lässt es sich "führen". Wer dem nicht entspricht, gehört nicht zum Volk, zur Gemeinschaft, zur Gemeinde. Diejenigen, die dazu gehören, werden ihre Macht vermehrt ausüben auch auf anderen Ebenen, im täglichen Leben, in der Politik und in der Rechtsprechung. Ich bin mir sicher, dass das Ziel am Ende ist, uns unsere Rechte wieder zu nehmen.
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#36 DerBastiAnonym
  • 06.12.2017, 23:39h
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • Das Ami-Schild ist eine Sauerei - aber zu dem England Schild muss man die Hintergründe verstehen: Das Hunde nicht erwünscht sind, findet man ja häufiger. Bei den "Children" ist der Hintergrund, dass diese sich damals laut Gesetz NICHT im Barbereich aufhalten durften. Das war der puritanische Jugendschutz damals und hat nichts mit Diskriminierung von Kindern zu tun.
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#37 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 07.12.2017, 05:38h
  • Als ich das gelesen hatte, beschlich mich ein seltsames Gefühl von Erinnerung. Ich bin in Idaho, USA aufgewachsen. Ein Staat, in dem viele christliche Fundamentalisten, dazu auch Mormonen (zu denen ich damals gehörte) lebten. Zwei Fälle voller Gegensätzlichkeit aus dem Nachbarstaat Utah (beide passierten in den Siebzigern) sind mir in Erinnerung geblieben:

    Ein schwuler Professor der dortigen BYU (Brigham Young Universität, gehört der Mormonenkirche) brachte sich im Zuge der dortigen praktizierten Hexenjagd gegen Homosexuelle um. und, an dieser Uni fanden damals "Heilungen" von Homosexuellen mit Aversionstherapie und Elektroschock (zusätzlich zum Druck von Kirche und Familie) statt.
    Einige Zeit später flog in der Stadt Bountiful in Utah ein Pädophilenring auf, in die viele örtliche Mormonen verstrickt waren, wovon nur einer, ein inaktiver Mormone, verurteilt wurde.

    Die Verfassung der USA garantiert Religionsfreiheit, aber auch die Gleichbehandlung ALLER Bürger. Sollte der Supreme Court (das oberste Gericht der USA) für den Bäcker, und gegen die homosexuellen Kläger entscheiden, wäre das eine weitere Pervertierung des Rechts unter Donald "ich grabsche alle Weiber an" Trump! Dumm ist nur, dass diese Richter auf Lebenszeit gewählt werden. Bleibt nur zu hoffen, dass, sobald ein Demokrat Präsident ist, alle republikanischen Richter plötzlich den Löffel abgeben.
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#38 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 07.12.2017, 05:43h
  • Antwort auf #10 von BEAR
  • In den USA sagen die meisten Geschäftsleute: Fag Money is still Money. (Schwules gGeld ist auch Geld), nur Fundichristen wollen allen ihren Willen und Glauben aufzwingen. Und, werden sie vom Gericht verurteilt, sehen sie sich als Märtyrer für den Glauben. Die sind einfach nur krank im Kopf!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#39 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 07.12.2017, 05:46h
  • Antwort auf #13 von queergay
  • "Der sich christlich nennende Bibelfan kann je nach Gusto Schwulen barmherzig oder in Nächstenliebe begegnen oder auch ein göttliches Höllengericht über sie heraufbeschwören. "

    Oder sie töten, weil "Gott es ihnen befohlen hat"!
    Egal, wie diese Menschen ihre Homophobie rechtfertigen, es bleibt immer noch der Fakt, dass die Verfassung der USA Diskriminierung verbietet.
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#40 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 07.12.2017, 05:52h
  • Antwort auf #26 von lindener1966
  • "He challenges the Christian Right´s religious legitimacy and argues that at its core it is a mass movement fueled by unbridled nationalism and a hatred for the open society."

    Die offene Gesellschaft, die, wie sie glauben, ihnen ihre "Rechte" (über Frauen, Afroamerikaner, Juden, Homosexuelle, Latinos) genommen hat! Sie wollen nichts weiter als das, was J.K. Rowling in ihrem letzten Harry Potter Buch so treffend beschrieben hat: "Reinblüter zuerst!"
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#41 JadugharProfil
#42 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 07.12.2017, 08:58h
  • militante evangelikale und islamisten haben scheinbar die meinungs- und deutungshoheit in immer mehr ländern. diesen zwei extremen bewegungen gilt es keinen platz zu gönnen und deren unrechtsdenken und -handeln öffentlich zu entlarven.
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#43 MannsbildAnonym
  • 07.12.2017, 12:07h
  • Hey Klasse, kann ich dann endlich auch ein Schild raushängen: Gläubige (=Blinde =ideologieverblödet) egal welcher Konfession unerwünscht? :-)
  • Antworten » | Direktlink »
#44 TechnikerAnonym
  • 07.12.2017, 13:45h
  • Ich wäre froh für jeden Narren, der seine Borniertheit derart deutlich dokumentiert - mit dem will ich nämlich keine Geschäfte machen.

    Der Zuckerbäcker aus Denver, der sich weigert, 'nem Schwulenpaar 'ne Hochzeitstorte zu liefern, zahlt für seine Pseudofrömmelei tüchtig:

    "Phillips' Geschäft, ein Familienunternehmen, hat bereits 40 Prozent Umsatz eingebüßt, wer will schon eine Torte von einem Mann, der online als "böser Bäcker von Denver" bezeichnet wird? Er hatte mal zehn Mitarbeiter, nun seien es noch vier."

    sz.de/1.3777748
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#45 hugo1970Ehemaliges Profil
#46 AmurPrideProfil
#47 hugo1970Ehemaliges Profil

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