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Outing

Kathy Griffin: John Travolta ist eine Klemmschwester

Die US-Komikerin ist nicht die erste, die den Schauspieler als schwul outet.


Kathy Griffin denkt über die sexuelle Orientierung von John Travolta nach

  • 6. Dezember 2017, 14:23h 39 3 Min.

Kathy Griffin hat den 62-jährigen Schauspieler John Travolta am Dienstagabend (Ortszeit) via Twitter als schwul geoutet. Die 57-jährige Comedienne antwortete auf die Frage eines Fans, was denn mit Travolta los sei: "Ich denke, er ist ein versteckt lebender schwuler Mann, mit dem Kelly Preston eine Scheinehe eingegangen ist, weil, als sie Charlie Sheen gedatet hat, er ihr – glaube ich – in einem Auto in den Arm geschossen hat."



In einem weiteren Tweet schrieb sie zehn Minuten später, dass die Ehe ein guter Deal sowohl für Travolta als auch für Preston sei. Sie begründete das mit Travoltas Religion: "Ein schwuler Scientologe? Der Kult hält ja nichts von Schwulen. Kelly denkt sich wohl: 'Wenn er hin und wieder mal einem Typen einen bläst, schießt er mich wenigstens nicht in einem Auto an'."

Griffin fiel im Frühjahr in den USA in Ungnade

Griffin ist eine in den USA beliebte Komikerin und bereits seit Jahrzehnten im US-Unterhaltungsgeschäft aktiv: Sie wirkte insbesondere in den Neunzigerjahren in mehreren Filmen in Nebenrollen mit (beispielsweise in "Pulp Fiction" mit John Travolta) und war Ende des Jahrtausends eine der Hauptfiguren in der 93-teiligen Sitcom "Susan". Von 2005 bis 2010 wurde ihre Realityshow "Kathy Griffin – Mein Leben auf der D-Liste" gezeigt, die zum größten Teil in ihrem Anwesen in Los Angeles gedreht wurde.

Im Frühjahr dieses Jahres geriet sie in den USA in Ungnade, weil sich die Trump-Gegnerin in einem Fotoshooting mit einer blutigen Maske in der Hand ablichten ließ, die dem Gesicht des US-Präsidenten ähnelte. Daraufhin wurde sie unter anderem vom Sender CNN gefeuert, in dem sie in den letzten Jahren gemeinsam mit Anderson Cooper die Silvestershow live aus New York City moderiert hatte. Auch Donald Trump machte ihr das Leben schwer: Auf seine Anweisung hin ließ das Justizministerium sie vom FBI befragen und setzte sie als potenzielle Terroristin für einige Monate auf die No-Fly-Liste. Da sie in den USA wegen Protesten von Trump-Fans praktisch nicht mehr auftreten kann, machte sie in den letzten Wochen eine Welttournee durch Australien, Asien und Europa.

Direktlink | BBC-Interview mit Kathy Griffin während ihrer Welttournee
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Über die angebliche Homosexualität von John Travolta gibt es bereits seit Jahren Gerüchte. So sprach ein Pilot 2014 über eine angebliche Liebesaffäre mit Travolta in den Achtzigerjahren, die sich über mehrere Jahre hingezogen haben soll (queer.de berichtete).

Travolta selbst ging mit den Gerüchten zunächst recht locker um. So behauptete er 2007, dass ihm die Gerüchte völlig egal seien (queer.de berichtete). Erst 2010 fing er wie zuvor sein Kollege Tom Cruise damit an, auf Homo-"Anschuldigungen" mit Klageandrohungen zu reagieren (queer.de berichtete). Er musste sich zugleich juristisch gegen Klagen mehrerer Masseure wehren, die ihn beschuldigten, sie "unangemessen" begrapscht zu haben (queer.de berichtete). Er wurde zwar nie verurteilt, zahlte aber 2013 zwei Masseuren Schweigegeld (queer.de berichtete). (dk)

#1 RobiAnonym
  • 06.12.2017, 18:17h
  • Was für eine anstandslose hexe. Wer sich nicht outen will, hat jedes Recht dazu. Was man in seinem eigenen Schlafzimmer tut, geht niemanden etwas an.

    Jedes Zwangsouting (außer es handelt sich um jemanden, der offen zu Homo-Hass ruft) ist zutiefst verachtenswert. Und dass diese Frau sich durch solche Tweets und andere Geschmacklosigkeiten relevant machen will, sagt eine Menge über sie.
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#2 TeachInAnonym
  • 06.12.2017, 20:55h
  • Ich mag John Travolta, er war in den 70ern ein heisser Feger und er hat der Community nie geschadet. Im Gegenteil, er hat spätestens mit seiner Rolle als Edna Turnblad im Hairspray Remake bewiesen, dass er ein Freund ist. Ich vermute, dass Scientology fast alles über sein Privatleben weiss, mit dem sie ihn sofort unter Druck setzen können, sollte er signalisieren, dass er aussteigen will. Mittlerweile reicht ein gezielt gestreutes Gerücht, um Karrieren innerhalb von Tagen komplett zu zerstören. Das ungeoutete schwule oder bisexuelle Männer potentiell erpressbar sind, ist allerdings keine neue Erscheinung. Anstatt abwertend gehässig von "Klemmschwester" zu sprechen, sollte man ihm lieber Mut machen, dass er jederzeit willkommen ist, wenn er die Schnauze voll davon hat, sich von Arschlöchern und ignoranten Spatzenhirnen erpressen oder einschüchtern zu lassen.

    www.youtube.com/watch?v=ZLNjljrxrkI
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#3 herve64Ehemaliges Profil
  • 06.12.2017, 21:18h
  • Antwort auf #1 von Robi
  • Hallo? Outing ist immer etwas Zwangsweises. "To out someone" heißt übersetzt "jemanden bloßstellen". Insofern sollte man auch innerhalb der Community mit dem Begriff sorgfältiger umgehen.

    Ansonsten gebe ich dir Recht: wenn sich jemand dazu entschließt, seine sexuelle Orientierung nicht vom Turm blasen zu wollen, dann hat man das zu respektieren.
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