Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?30249

"Noch keine endgültige Entscheidung"

Bleibt Jeffrey Tambor doch bei "Transparent"?

Nachdem zwei Trans-Frauen Jeffrey Tambor sexueller Übergriffe bezichtigt hatten, wollte der Schauspieler eigentlich aus "Transparent" aussteigen. Jetzt macht er einen Rückzieher.


Wird Jeffrey Tambor weiterhin Maura Pfefferman spielen? (Bild: Amazon Studios)

Der preisgekrönte Schauspieler Jeffrey Tambor ist möglicherweise doch bei der fünften Staffel der Amazon-Webserie "Transparent" dabei. Ein Sprecher des 73-Jährigen bestätigte gegenüber der "New York Times", dass ein letztes Wort noch nicht gesprochen sei. "Was er gesagt hatte, war, dass es angesichts der vergifteten Atmosphäre und der Politisierung am Set für ihn sehr schwierig ist, sich vorzustellen, dass er möglicherweise zurückkehren kann", so die verklausulierte Mitteilung des Sprechers zu einer früheren Äußerung des Schauspielers. "Es wurde noch keine endgültige Entscheidung getroffen, weder von Jeffrey noch von Amazon."

Die Vorwürfe gegen den Schauspielveteran kamen von zwei transsexuellen Frauen: Tambors Ex-Assistentin Van Barnes und der "Transparent"-Schauspielerin Trace Lysette. Barnes hatte in einem privaten Eintrag in sozialen Medien dem Schauspieler Anfang November vorgeworfen, sich ihr gegenüber anzüglich verhalten zu haben. Eine Woche später schrieb Lysette öffentlich auf Facebook, dass sich Tambor bei einem Dreh "mit seinem Körper gegen meinen lehnte und schnell und um Unauffälligkeit bemüht mit Stoßbewegungen gegen meinen Körper begann" (queer.de berichtete).

Tambor: War nie "übergriffig"

Tambor hatte die Vorwürfe der Frauen jeweils sofort bestritten und erklärt, dass es zwar "nicht immer leicht ist, mit mir zu arbeiten". Allerdings sei er nie "übergriffig" geworden.

Näher zu den Vorfällen äußern wollten sich auf Anfrage mehrerer US-Medien weder Tambor noch der Streamingdienst Amazon. Dieser hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe allerdings eine interne Untersuchung angekündigt.

Für seine Darstellung der transsexuellen Maura Pfefferman war Tambor von Zuschauern und Kritikern einhellig gelobt worden. Bislang konnte Tambor für die Rolle, die er innerhalb von vier Jahren in 40 Folgen verkörperte, zwei Emmy-Awards und einen Golden Globe als bester Hauptdarsteller gewinnen. (dk)



#1 Homonklin44Profil
  • 08.12.2017, 19:41hTauroa Point
  • Die ganze Geschichte war ja doch etwas merkwürdig. Wenn es keine detaillierte Klärung gab, haben die sich vielleicht auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit geeinigt. Ob dann sowas wie "Entschädigung" floss, werden wir nicht erfahren, oder falls sich Jemand für ggf. Überkonstruiertes entschuldigte.

    Im Zuge des Ausklingens der #metoo-Welle behalten solche 'Vorkommnisse' aber schon einen seltsamen Touch an sich. Darf man das noch so anmerken?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 OrthogonalfrontAnonym
#3 RobinAnonym
  • 09.12.2017, 19:03h
  • 1. Auch für Promis gilt die Unschuldvermutung. Solange ihm nicht seine Schuld bewiesen wurde, gilt er als unschuldig. Und seit dem Fall Kachelmann wissen wir ja, dass auch bei falschen Anschuldigungen eine riesige Schmutz-Kampagne losgetreten wird, von der immer etwas hängen bleibt. Diesen Fehler sollte man nicht nochmal machen.

    Also: solange die Schuld nicht bewiesen ist, gilt (wie im Rechtsstaat üblich) die Unschuldsvermutung.

    2. Wenn Jeffrey Tambor jemals aussteigt oder gekündigt wird, sollte man auch die Serie beenden. Denn er ist der Hauptdarsteller um den es geht und alle Versuche, das ohne ihn weiterzuführen, wären zum Scheitern verurteilt und würden nur die bisher hervorragende und für Trans-Rechte und -Sichtbarkeit so wichtige Serie kaputt machen.

    Meine persönliche Meinung:
    Da ich es eh immer gut finde, wenn Serien nicht zu lange laufen und totgeritten werden (was schon so manche anfangs großartige Serie kaputtgemacht hat), sollte man jetzt noch mit Jeffrey Tambor eine letzte, finale Staffel drehen, wo die Serie zu einem zufriedenstellenden Ende gebracht wird und das danach (unabhängig vom Ausgang der Anschuldigungen) einstellen.

    Dann hat man eine gute Serie, die auf immer ihre Fans und ihren Kultstatus haben wird und nicht wie so manch andere Serie totgeritten wurde, bis sie wirklich niemand mehr sehen wollte.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Patroklos
  • 16.12.2017, 01:25h
  • Gut, daß er es sich anders überlegt hat! Die Serie "Transparent" ohne Jeffrey? UNDENKBAR!
  • Antworten » | Direktlink »