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"Er sagte Ja!"

So süß und nervös: Australischer Botschafter postet seinen Heiratsantrag

Nur vier Stunden nach dem Parlamentsentscheid zur Ehe für alle in Down Under hielt Brendan Berne, der australische Botschafter in Paris, um die Hand seines Partners an.


Verlobung in der australischen Botschaft in Paris: Botschafter Brendan Berne (re.) und sein langjähriger Partner Thomas Marti fallen sich in die Arme (Bild: Screenshot Twitter)

Sichtlich aufgeregt und nervös hat Australiens Botschafter in Frankreich Brendan Berne am Donnerstag seinem langjährigen Partner Thomas Marti einen süßen Heiratsantrag gemacht – nur vier Stunden nachdem das Parlament in Canberra die Ehe mit großer Mehrheit für gleichgeschlechtliche Paare öffnete (queer.de berichtete). Bei der Frage aller Frage ließ sich der 47-jährige Diplomat filmen und postete das Video anschließend auf Twitter.

"Heute war ein großartiger Tag für Australien und für mich. Er sagte Ja!", schrieb Berne zu dem Zwei-Minuten-Clip. In dem Video spricht er zunächst auf dem Balkon der australischen Botschaft mit dem Eiffelturm im Hintergrund über seine Arbeit und die Ehe für alle, dann geht er zum Büro seines 37-jährigen Partners, der ebenfalls in der Botschaft arbeitet.

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Während Marti an seinem Schreibtisch sitzt, fragt ihn Berne auf Französisch: "Ich möchte Dir eine Frage stellen. Möchtest Du mich heiraten?" Sein Partner, der sowohl die australische als auch die schweizerische Staatsbürgerschaft besitzt, erhebt sich aus seinem Stuhl und fällt dem Botschafter in die Arme.

Twitter / AusAmbFR | Das Video des Botschafters

Brendan Berne ist erst seit Juli australischer Botschafter in Paris. Seinen Partner hatte er nach Angaben eines Botschaftssprechers vor elf Jahren in einer Straßenbahn in Amsterdam kennengelernt.

Nach Jahren der Debatte, einer vorab umstrittenen, aber im Ergebnis deutlichen Briefwahl und über 150 Reden in beiden Kammern des Parlaments innerhalb von zwei Wochen hatte das australische Parlament am Donnerstag gegen 18.59 Uhr die Ehe-Öffnung beschlossen. Australien wird damit der 23. Staat der Erde, der die Ehe landesweit für schwule und lesbische Paare öffnet. (cw)



#1 AmurPrideProfil
  • 09.12.2017, 09:54hKöln
  • WOW!

    Herzlichen Glückwunsch und Euch beiden alles erdenklich Gute und Liebe für Eure weitere gemeinsame Zukunft! :-)
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#2 Sven100Anonym
  • 09.12.2017, 11:47h
  • "seinem langjährigen Partner"

    Es ist natürlich schön, dass die zwei jetzt geheiratet haben. Nur: Wenn man schon viele Jahre zusammenlebt, bespricht man die Heiratspläne ganz nüchtern und "hält nicht -zitternd vor Aufregung- um die Hand des Partners an". Das ist Heterokram.
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#3 Derfla 12Anonym
#4 williralfProfil
  • 09.12.2017, 13:43h
  • Antwort auf #2 von Sven100
  • Das ist noch leicht untertrieben wenn man sagt, dass das großer Quatsch ist, was Du da schreibst.

    Hast Du noch nie einen Menschen geliebt? Sonst ist es wirklich unerklärlich, dass jemand so einen Blödsinn schreibt!

    Das ist kein Heterokram, das ist Liebe!!! Schon mal was davon gehört???
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#5 Ralph
  • 09.12.2017, 13:48h
  • Antwort auf #2 von Sven100
  • Puh, bist Du unromantisch. Wir waren auch schon 15 Jahre zusammen, als mein Mann mich auf der Arbeit anrief, ich solle früher nach Hause kommen, wo er mich dann mit einem tollen Braten, Kerzen und Rosen erwartete, um einen Heiratsantrag zu machen. Das war zum Dahinschmelzen. - Freilich hätte ich die Weltöffentlichkeit nicht gerne dabei gehabt. - Ähnlich der Antrag dieses Abgeordneten im Parlament an seinen Freund. Aber die Reaktion der anderen Abgeordneten und des Sitzungspräsidenten zeigt, dass so was in Australien wohl sehr gut ankommt und für alle ein Grund zum Mitfeiern ist. Denken wir an die Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses im australischen Unterhaus: allgemeiner Jubel, einander umarmende Abgeordnete, Regenbogenfarben, singendes Publikum - unvorstellbar in unserem sauren Bundestag. Und soll ich Dir was sagen: Ich glaube, das Verhalten der Australier ist das menschliche, das was normal sein sollte. Wie weit sind wir Deutsche doch davon entfernt. Wir sind ein gehemmtes, verschlossenes, unlustiges Volk, dem es so unsagbar schwerfällt, Gefühle zuzulassen, zu akzeptieren, zu zeigen. Auch wir Schwule können das bestenfalls beim CSD, und sogar da wird schon angefangen, zu reglementieren und zu verbieten.
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#6 stromboliProfil
  • 09.12.2017, 14:13hberlin
  • süß und bequem..
    Warum hat der ja wirklich nicht unbedeutende nicht den mut aufgebracht, und seinen partner in frankreich unter franz. recht gepartnert?

    So zeichen setzend für all die weniger bedeutsamen in seinem land, die nun zwar auch verpartnern dürfen dank einer doch glimpflich verlaufenen politischen kampagne.
    Was wenn das gegenteil eingetreten wäre, die abstimmung gegen ihn und die anderen verlaufen wäre...
    Weiter zuhause vor dem spiegel geübt?

    Hier kommen wir noch mal auf das thema des "outings" zurück und auf seine politische notwendigkeit:
    Solange solche personen in solchen positionen mit vorbildcharakter sich so unvorbildlich verhalten, solange habe ich mit denen nichts am hut.
    Das ist mir damals mit der unsäglichen schwesterwelle und deren "auf fahrende züge aufspringen" gegen den strich gegangen, dass geht mir bei dieser rührseligen zuschaustellung ebenso gegen den strich.
    Politisch vielleicht gewinner, moralisch letztendlich haben sie verloren..
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#7 AmurPrideProfil
  • 09.12.2017, 14:36hKöln
  • Antwort auf #6 von stromboli
  • ""..moralisch letztendlich haben sie verloren..""

    Und der Nächste, der "seine" Moral zur allein gültigen erklärt!

    Und da wir ja von Dir hier ja schon hinlänglich gelernt haben, das heiraten und monogame Partnerschaften völlig spießig und für jeden "echten" Schwulen so gar nicht gehen, hast Du gemäß Deiner "alleinrichtigen" Moral natürlich Recht! *seufz*
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#8 Homonklin44Profil
  • 09.12.2017, 14:44hTauroa Point
  • Antwort auf #2 von Sven100
  • Ich lese/höre ja nicht zum ersten Mal, dass ich voll auf "Heterokram" abfahre. ;o)

    Wenn man selbst keine romantischen Sinne hat, kann man sie anderen nicht absprechen. Nicht damit, dass das dann "Heterokram" sei.

    Das ist eher der Kram von der Liebe!
    Das haben die Beiden wundervoll geschafft.
    Als Junger hat man von sowas gern geträumt, natürlich hätte man im Traum nicht daran zu denken gewagt, dass es jemals möglich sein würde. Umso mehr rührt es heute an, tief im Herzen drinne, und man freut sich fremd für Alle, bei denen der Traum Wirklichkeit wird.

    Schöne Flitterwochen seien gewünscht!
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#9 daVinci6667
  • 09.12.2017, 16:09h
  • Ich finde das süss und toll. Herzlichen Glückwunsch den beiden. Ich verstehe beim besten Willen nicht, wie einem bei sowas das schwule Herz nicht warm werden kann.

    Natürlich hätten die beiden schon unter französischem Recht heiraten können. Doch sind sie Australier. Und auch nach vielen Jahren zusammen kann man bei sowas noch nervös werden. Denn es geht dabei um sehr viel. Um den Menschen nämlich der einem das allerwichtigste im Leben ist.

    Ok, mein Mann und ich wissen, wir werden auf jeden Fall heiraten, sobald dies hoffentlich bald, endlich auch bei uns möglich sein wird. Die eingetragene Partnerschaft reicht einfach nicht und ist diskriminierend. Angeblich sind mittlerweile bis auf eine, alle Parteien bei uns dafür. Doch hier wird weiter geprüft wie die angeblich zweihundert Gesetze genau abgeändert werden müssen. Doch trotzdem wird man dann wenn es soweit ist, noch etwas nervös sein.
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#10 stromboliProfil
  • 09.12.2017, 16:49hberlin
  • Antwort auf #7 von AmurPride
  • ach komm, werd 18 oder sonstwas , werd erwachsen und nicht in deiner pupertären selbstbespiegelung verhaftet. Und spiel nicht mit mir den 17 jährigen alleswisser.
    Egal wie alt, dir fehlt lebenserfahrung!

    Ob man das in dem kölner verein beigebracht bekommt wie du unlängst vekündet hattest, lässt die frage wachsen: wer bringt da wem was bei? Wie dem auch sei, politisch immer diskutierbar.
    Als rat und richtschnur: leben ist nie privat, ist immer in allen bereichen ein ebenso politisches sein ...
    Gerade eine coming out gruppe jugendlich heranwachsender müsste wissen warum sie sich als gruppe überhaupt braucht.

    Ich schau mir schon geraume zeit dein geposte hier an.. dieses changieren aus altklug und betonter jungenhaftigkeit.
    Schreibst episteln im stil 30-35 jähriger mit schuljungemhaftem rückversichern auf dein alter. Grins* - smile jugendlicher schmalz.

    Frage mich dann doch, welchen fake ich da gegenüber stehe.
    Ich meine, passend zu jedweglicher gelegenheit kommt bei dir auch noch ein persönliches erlebt haben hinzu..
    17&verpartnert.. mein mann und ich...
    Was so das geschriebene auf ein glaubwürdiges konvolut gleichgeschlechtlicher befindlichkeiten anschwellen lässt.

    Auch der immer wieder auftauchende hinweis auf dein sein im kölner jugendselbstfindungszentrum...
    Bischen dick aufgetragen.
    Nichts gegen selbstfindungsgruppen heranwachsender jugendlicher...
    Aber die, die mit mir über ihre in gleichen angeboten gemachten erfahrungen reden , reden anders!
    Na ja, dieser selbstdarstellungsfilm ist dein ding.. man achtet nur zunehmend mit kritik drauf!

    Zurück zum eigentlichen:
    Ich sag dir mal was anderes: ich und ein paar andere haben selbst selbstfindung durchgemacht, selbst in gruppen erfahrungen gesammelt.
    Und wir haben schon in den 70zigern auf praunheims film hin über outig und das eigene coming out als akt politischer notwendigkeit für unsere persönliche sichtbarkeit erarbeitet.
    Unser coming out so politisch gesehen auch ein outig darstellte.
    Ein politisch gewolter akt!
    Da wurde dem einzeln auch bewusst, wie sehr das sich verstecken ihn am sich entwickeln- entfalten seiner möglichkeiten seiner person&persönlichkeit in jeder hinsicht beschränkt hat.

    Beispiel: Eine seite weiter auf queer.de gerade der bericht über einen schwimmer , der mit folgender erkenntnis an heranwachsende herantritt:
    "Im Rückblick nimmt Foster an, seine sportlichen Leistungen hätten womöglich wegen des Versteckspiels gelitten. "Ich weiß nicht, ob das wahr ist, aber wenn man sein ganzes Leben damit verbringt, sich vor der Öffentlichkeit zu verstecken, muss das Auswirkungen haben", so Foster. "Ich habe wegen Hundertstelsekunden Rennen verloren und Weltrekorde gebrochen. Ich sage nicht, ich hätte sonst die Olympiade gewonnen, aber wenn ich nicht unterbewusst all das Zeug hätte verarbeiten müssen, hätte ich mehr erreichen können."

    www.queer.de/detail.php?article_id=30174

    Aussagen, die die von dir in "schutz" genommenen, kerkeling &biolek ebenso im nachhinein von sich geben..
    Also ein widerspruch zu dem, was du hier als natürlichen personenschutz uns unterzujubeln suchst.
    Sicher: "später weis man es immer besser.
    Oder anders gesagt: es gibt eine unveränderlich weiter zu gebende erfahrung!
    Da brauch ich nicht ein weiteres solch zusammengestoppeltes rumgeduxe ob persönlichem wohlergehen und opportunistischem sich bedeckt halten!

    ########

    "heiraten und monogame Partnerschaften völlig spießig und für jeden "echten" Schwulen so gar nicht gehen.."
    Mich interessieren nicht die privaten lebenskonstrukte .. ob wer im schwulen barok schwlgt oder sich mit jens bisky postern die woghnung zuknallt.
    Auch ist es mir egal, ob wer stringent monogam, oder in einer partnerschaft sogenannt offen lebt.. oder gar als single promiskuierend sich die zeit vertreibt.

    Wichtig ist die position, die ich/wir gesamtgesellschaftlich beziehen.
    Nur dem kleingeistigen entgeht die inhaltliche position, die ich hier vertrete!
    Spießig sind nur die begründungen auf die sich der hype um "ehefüralle" beruft.
    Politisch ist er sogar ein reaktionärer rückgriff in heteronormative denkmuster.
    Etwas, was dir in deinem richterlich-konservativen aufwachsen natürlich als grundwiderspruch nicht bewusst werden konnte.
    Aber man kann das heranwachsen in jeweiliger umgebung auch nicht dauerhaft als entschuldigung für mangelhaftes nachdenken vorbringen.

    Mir persönlich geht und ging es immer um die erweiterung und überwindung dieser herkömmlichen verbindunsgmodelle.
    Zum einen, weil familie weiterhin nicht garantierter schutz für den heranwachsenden homosexuellen war/ ist, zum andern, weil mit den auch über die gesellschaftlichen veränderung die solche wie ich mit angeschoben haben ( eben meine und z.t. auch deine sichtbarkeit) , die möglichkeit zu komplex NEUEN konstrukten sich ergeben.
    Also auch "familie" sioch in bewegung befindet und in den gesellschaftölichen rahmenbedingungen zwangsweise sich ändern wird. Dies voraussehend will ich an der gestalltung der zukunft aktiv teilnehmen, nicht retrospektiv gruppendynamisch mich ins 19-20 jahrhundert zurück begeben!

    Die herkömmliche ehe eben so nicht haltbar sein wird, aber als dauerhafter richtungsstreit mit konservativen - reaktionären kräften herhalten muss, der andersdenkende wie mich ständig zu solidaritätsbekundungen zwingt, die er so nicht mehr abgeben will.
    Die sich in den möglichkeiten neuer anzustrebender vertragsformeln zu zweisamkeit und vielsamkeit ergebenden veränderungen für unser gesellschaftliches zusammenlkeben wird weitgehende folgen auf den inneren frieden im miteinander umgehen haben.
    Es also sehr wohl des nachdenkens wert ist, was monogamie UND polygamie als gleichwertig z.b... , vielpartnerschaft zukünftig bedeuten werden.,
    Was ja nicht die monogame partnerschaft vernichtet...

    Welche angst also treibt euch monogamisten um?
    Euch das alleindeutungsrecht für partnerschaft entzogen wird..?

    Wie war das nun noch mal mit deinerseits ständig angeführten toleranzfähigkeit den anderen gegenüber.
    Hier kleben wir mit religions&reaktionspaste am altväterlich/ altmütterlichen moralzipfel.
    Aber das übersteigt offensichtlich deine phantasie und denkressourcen...

    "Lotet nicht jeder Erwerbstätige aus wo und wie er die besten Einkommensmöglichkeiten hat?

    www.queer.de/detail.php?article_id=30250&kommeinzel=4856
    62


    Natürlich.. völlig richtig.
    Und es ist auch ein logisches eingeständnis kapitalistischer reproduktionsnormen...
    Ich hab nichts dagegen, auf diese weise so einen lebensunterhalt zu verdienen!

    Darüber hinaus enthüllt sich aber auch das eigentliche von dir postulierte moralische konzept beim outingschutzprogram: geschützt sei der wohlstandanspruch...
    Erst die karriere, dann das gemeinwohl.

    Egal ob bei profi, ob starsatus oder sonstiger eliteleistungsträgereigenschaft
    in politik und wirtschaft:
    Dem möglichen heteronormiert homophoben handeln mit bedeckt halten begegnen, die eigene heterotaugliche schwiegermutter/sohnrolle spielend, so wohlanständikeit auch auf kosten über weniger möglichkeiten verfügender oder eben im stress mit comingout lebender sich hinweg setzend.

    Das ist eine in deinen augen durchaus mögliche entscheidung.. für mich weiterhin ein erbärmliches einknicken vor gesellschaftlichen normen unter dem vorbehalt, dass ein gutes einkommen, "ruhm & glanz" schon die anderen symtome händelbar machen..
    Und im zweifelsfalle mann/frau mit dem geld ja sich den psychiater leiten kann.

    Nun ist zu unterscheiden zwischen dem outing durch blöd& bunte illustierte.., und dem outing durch praunheim. Kevin Spaceys rise&fall könnte uns hierzu eine blaupause bieten.
    Aber auch hier fehlt dir , vieleicht entsprechend deinem gepostetem alter, die politische reife um das eine vom anderen unterschieden zu können.
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