Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=30258
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Gemischte Reaktionen auf das Coming-out von Pascal Erlachner


#1 BEARAnonym
  • 11.12.2017, 07:09h
  • Interessant ist halt nur, dass "die ständige Hervorhebung der sexuellen Präferenzen" die Leute nur dann stört, wenn es um NICHT Heterosexuelles geht.

    Ansonsten müssen wir genau diese "ständige Hervorhebung der (hetero-)sexuellen Präferenzen" nämlich IMMER UND ÜBERALL ertragen. Auch wenn wir dadurch oft genug unsichtbar gemacht werden.

    Sowas nenne ich, noch relativ freundlich ausgedrückt, mit zweierlei Maß messen. Oder auch Doppelmoral.

    Nach wie vor geht es halt darum, dass diese Wutbürger von uns nichts hören wollen, uns ausblenden wollen, uns unsichtbar machen wollen.
    Und deshalb war das Coming-out genau der richtige Schritt.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 WillieAnonym
  • 11.12.2017, 07:36h
  • Interessant, dass überall wo die Wutbürger kommentieren, es immer gegen die Presse geht--
    ein Schelm, wer Trump dabei denkt--

    Und ja, mir ist eine alberne, kommerzielle, manchmal unzuverlässige Presse lieber, als eine Propagandamaschine.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 krakalaAnonym
  • 11.12.2017, 08:13h
  • Ach ja ist klar, an halbnackten Weibern im TV stört sich keine Sau oder an sexualisierten Produkte (Ü-Eier für Mädchen, Haarshampoo für Männer, etc.).
    Wenn ein Kerl angibt er hätte eine Frau, würde heiraten... meh.
    Pornografische Inhalte? Yeah!

    Aber wehe wenn rauskommt jemand sei schwul! TÖTEN TÖTEN! BUH! BÖSES SEX! DENKT DOCH JEMAND AN DIE ARMEN KINDER!
    Und bei dem Shitmob möchte ihm tatsächlich noch jemand den Mut absprechen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 RobinAnonym
  • 11.12.2017, 09:26h
  • " im Netz toben sich homophobe "Wutbürger" aus."

    Der Mob nutzt wieder mal die Anonymität des Internet aus, um den Frust aufs eigene verpfuschte Leben an anderen auszulassen...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 AmurPrideProfil
  • 11.12.2017, 10:52hKöln
  • ""..Vom Schweizerischen Fußballverband gibt es bislang keine Stellungnahme, ihm war das Coming-out nicht einmal eine Nachricht wert..""

    Und obwohl der Deutsche Fussballbund immer wieder betont wie wichtig es doch wäre, wenn sie ein aktiver deutscher Profi Vorbildfunktion übernehmen und sich outen würde, ihm in diesem Zusammenhang auch die volle Unterstützung des Verbandes zusichert, so bleibt doch zu befürchten, das genau das passiert, was jetzt in der Schweiz passiert:
    Man lässt den Betroffenen alleine im Regen stehen!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 TheMumProfil
  • 11.12.2017, 12:05hHannover
  • Man muss sich einfach mal klar darüber werden, dass die den Schweizern nachgesagte gesellschaftliche Fortschrittlichkeit weitestgehend frei erfunden ist. Die meisten Schweizer sind konservativ und oberflächlich. Hinter einer übertrieben höflichen und rein gesellschaftlich erzwungenen Fassade verbergen sich oftmals tiefe Abgründe, die selbst tiefste Alpentäler als Flachland erscheinen lassen. Dem Deutschen erscheinen die Schweizer immer extrem freundlich, dabei sind sie das eigentlich nie. Wie auch, wenn man seit der Kindheit in derart harsche Verhaltensmuster gezwungen wurde und sogar auch noch als Erwachsener wird. Zumindest gilt das für die überwiegende Mehrheit der Schweizer.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Homonklin44Profil
  • 11.12.2017, 12:11hTauroa Point
  • Naja, dass sich die Homophoben und LGBTIQ-Kritiker dazu nicht positiv äußern würden, war doch aber zu erwarten. Die sind ja nun nicht alle über Nacht heilig geworden und haben nicht urplötzlich ihre Haltungen umgekrempelt, nur weil er's ist.
    Damit musste er rechnen, und hat das wohl auch.

    Ich hoffe bloß, dass man ihn jetzt nicht abhakt a'la "Hat ja selbst Schuld", und er so einer mehr wird, dessen Karriere danach nicht mehr fortführbar wird.
    Ich hoffe,sie ekeln ihn nicht "professionell" raus, wie das sonst recht häufig im Sport ist. Da werden dann schon Gründe gefunden, warum ein anderer den Posten kriegen soll. Auch auf eine so scheinheilig-schmierige Weise, dass es offiziell gar nicht so zu lesen ist, als hätte es das Geringste mit seiner Orientierung zu tun.

    Ich hoffe, das ersparen sie ihm, und dass es gut ausgeht. Er ist nun ja nicht ganz alleine, er hat seinen Mann, der ihn auffangen kann.

    Was sich die obere Etage im Schweizer Fußball dazu gerade ausdenkt, erfahren wir wohl früh genug.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Homonklin44Profil
#9 TheMumProfil
#10 Homonklin44Profil
  • 11.12.2017, 12:35hTauroa Point
  • Antwort auf #9 von TheMum
  • Ich kann ein gutes Dutzend vorweisen, aber auch nur bodenständig nette Leute. Die meisten sind allerdings nach Canada ausgewandert, für ihre Vorhaben ist die Schweiz etwas zu klein.

    In manchen medizinwissenschaftlichen und ethischen Dingen sind die tatsächlich weit. Vielleicht auch darin, wie man materiellen Wohlstand generieren kann, und sich aus verpflichtendem Unfug heraus hält. In anderen Dingen halt nicht so, aber das findeste bei bald jedem Menschenschlag in der ganzen Welt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#11 daVinci6667
  • 11.12.2017, 12:43h
  • Antwort auf #8 von Homonklin44
  • Zu eurem Disput ist zu sagen, dass es DIE Schweiz schlicht nicht gibt, Unser Staat ist ein lockeres Staatenbündnis von 26 Kleinst- und Kleinstaaten die sich aufgrund ähnlicher Interessen seit dem Mittelalter zusammengeschlossen haben.

    Um die Unterschiede zu verdeutlichen, wir gehörten zu den ersten überhaupt die das Frauenstimmrecht einführten und gleichzeitig zu den letzten. Ein in der Schweiz häufig gehörter sehr wahrer Satz ist deshalb: Das ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Sehr unterschiedlich ist die Schweiz auch in Sachen Toleranz von LGBTIs. Siehe dazu auch z.B. das Abstimmungsergebnis beim Urnengang vor der Einführung der eingetragenen Partnerschaft.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#12 FleischesserAnonym
#13 stromboliProfil
  • 11.12.2017, 13:35hberlin
  • ""Mutig wäre ein Schiedsrichter, der die ständige Hervorhebung der sexuellen Präferenzen kritisieren würde."

    Meint der damit die ständige hervorhebung heterosexueller präferenzen...
    Also da würd ich doch voll zustimmen!
  • Antworten » | Direktlink »
#14 Schnee43Anonym
#15 TheDadProfil
#16 anonymAnonym
  • 12.12.2017, 00:08h
  • Antwort auf #4 von Robin
  • Es gibt viele gute Gründe anonym zu bleiben.

    Wenn eine Aussage korrekt ist, dann ist sie auch anonym korrekt.
    Wenn daran sachliche Kritik oder Ergänzungen gerechtfertigt sind, dann wären sie das auch, wenn die Aussage mit vollem Namen gemacht würde.

    Ich schlage vor, die Kritik an Anonymität zu streichen, weil es dafür eben viele gute Gründe gibt und selbst wenn es keine gäbe, eine richtige Kritik dadurch nicht entwertet würde und eine falsche Aussage falsch bleibt, ob anonym gemacht oder eigenhändig unterschrieben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#17 Homonklin44Profil
  • 12.12.2017, 11:32hTauroa Point
  • Antwort auf #11 von daVinci6667
  • Danke Dir.

    Dass das mit der Politik der Schweiz recht kompliziert läuft, und nicht so einfach ist, wie man sich das hier gern vorstellt, habe ich verschiedentlich mitgelesen.
    Dass sich 4 oder mehr Sprachen erhalten haben, kommt auch nicht von ungefähr, da hats halt auch verschiedene Menschen, wie bei uns hier auch.
    Ohne schleimen zu müssen, finde ich Schweizer eher sympathisch. Habe halt noch keinen von den Ungemütlichen getroffen.

    Drück Dir die Daumen für die Ehe-Öffnung.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#18 AusgleichAnonym
  • 13.12.2017, 19:24h
  • Wie wäre es, sich gegenseitig zu akzeptieren, anstatt sich gegenseitig zu kritisieren?

    "Hervorhebung sexueller Identität."
    Das setzen ja überwiegend Heteros für uns um, wir müssen dazu fast gar nichts beitragen.

    -- Bestimmte Menschen seien ein Problem für den Fußball, weil Fußballvereine noch nicht bereit dazu seien? Ja, ich zitiere frei, denn das ist quasi die Message an uns.
    Hallo? Geht's noch?
    Sind wir kriminell, oder warum ist es ein Problem, wenn ein Schiedsrichter schwul ist?

    -- Die Reaktionen seien nicht vorhersehbar.
    Du lieber Himmel - was für Horrorszenarien gehen denen denn durch den Kopf? Gemetzel a la Mittelalter, oder a la Boxkampf?
    Müssen wir ne Ritterrüstung tragen, wenn wir Fußball spielen wollen, oder am besten gleich Sicherheitspersonal an den Spielrand stellen für den Fall aller Fälle? Müssen wir vor einem Turnier schon mal vorsorglich das Testament schreiben, oder reicht es aus, den Notdienst zu informieren?
    Das wäre ja dann wichtig zu wissen, für den schwulen Schiedsrichter und für alle, die vorhaben, in der Schweiz Fußball zu spielen, weil sie zufällig schwul sind und zufällig in der Schweiz geboren wurden.

    Tja, ich würde sagen: nun habt ihr echt ein Problem, liebe Schweiz ;-D

    Also, bei allem Spaß und bei aller Liebe zu eurer Landschaft: aber jetzt mal ehrlich:
    Ist das euer einziges Problem? Ist das überhaupt ein Problem?
    Sorry, aber irgendwie geht ihr euer Problemchen falsch an.
    Das Outen ist überhaupt nicht problematisch und schwul sein auch nicht. Die gesamte LSBTTIQ ist nicht das Problem. Und ich könnte schwören, dass ihr das auch wisst.

    Nur sich eingestehen zu können, dass ihr halt an dieser Stelle noch gedanklich hinter dem Mond seit, das ist euer Problem. Wir sind einfach nur Menschen so wie ihr auch.
    Seit wann ist es denn bitteschön ein Problem, wenn ein Mensch Fußball spielen möchte, oder Schiedsrichter ist?
    Also mal ehrlich: dieser schwule Schiedsrichter, der sich nun outete, denkt garantiert nicht daran, wie ihr Heteros in euren Betten herumrammelt. Das wird ihm total egal sein, und außerdem ist das als Schiedsrichter auch gar nicht seine Aufgabe.

    Und nun sind wir am "springenden Punkt" angelangt:
    Es ist, sehr geehrte schweizer Heteros, auch nicht eure Aufgabe, euch gedanklich auszumalen, wie wohl unser Sex aussehen könnte, oder was für Probleme im Fußball auftreten könnten.
    Warum? Das erkläre ich euch gerne:

    Eure Aufgabe ist es, Toleranz zu zeigen und zu leben. Menschen als Menschen zu behandeln und dessen Privat- und Sexleben zu respektieren, weil es euch gar nichts angeht. So wie nämlich dieser Schiedsrichter auch euer Privat- und Sexleben respektiert, weil er es erst gar nicht zum Thema macht.

    Tja, ganz genau: er macht es gar nicht zum Thema. Er outet sich doch nur, weil ihr Homosexualität als etwas komisches betrachtet und es als besonders behandelt.
    Würdet ihr das so normal betrachten wie Heterosexualität, dann hätte er sich auch nicht geoutet.

    Also macht mal kein Drama daraus. Ihr werdet durch die Kamera keinen Sex sehen, sondern ein Schiedsrichter, der ein Spiel führt.
    So what?
  • Antworten » | Direktlink »
#19 ursus
  • 13.12.2017, 19:58h
  • Antwort auf #18 von Ausgleich
  • "Ihr werdet durch die Kamera keinen Sex sehen, sondern ein Schiedsrichter, der ein Spiel führt."

    das problem war eigentlich noch nie das, was homofeindliche menschen wirklich zu sehen kriegen, sonden immer nur das, was ihr kopfkino ihnen vorführt, sobald sie das wort "homosexuell" hören.

    mir kommen die worte der afro-amerikanischen schriftstellerin toni morrison in den sinn, die man durchaus übertragen kann: "I dont have a problem with discri­mi­na­tion. YOU have a problem!"
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#20 AusgleichAnonym

» zurück zum Artikel