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Republikanische Homophobie

US-Politiker: Akzeptanz von Homosexualität führt zu Kindesmissbrauch

Der frühere Bürgermeister von Oklahoma City hält Homosexualität für unmoralisch – und nennt die Akzeptanz von Schwulen und Lesben als Grund, warum "Männer mit kleinen Jungs schlafen".


Kirk Humphreys behauptet, dass homofreundliche Politik zu sexuellen Übergriffen auf Kinder führen werde (Bild: KFOR-TV)

Der republikanische Politiker Kirk Humphreys hat in der in Oklahoma ausgestrahlten Sonntagstalkshow "Flash Point" erklärt, dass die Anerkennung von Homosexualität zu Kindesmissbrauch führen werde. Humphreys war von 1998 bis 2003 Bürgermeister von Oklahoma City und gehört auch heute noch zu den mächtigsten Männern im Bundesstaat. So ist er etwa Chef des Elektrizitätsversorgers OGE Energy Corp., Vizechefs des Flughafens von Oklahoma City und im Verwaltungsrat der staatlichen Universität von Oklahoma.

In der vom Lokalsender KFOR-TV produzierten Sendung, in der Humphreys seit 2008 regelmäßig auftritt, debattierte er mit der linksliberalen demokratischen Abgeordneten Emily Virgin. Die beiden sprachen über sexuelle Übergriffe von Politikern und über Moral, woraufhin Humphreys mit Blick auf Barney Frank, den ersten offen schwulen Politiker im US-Repräsentantenhaus, fragte: "Ist Homosexualität richtig oder falsch?" Er gab gleich die Antwort: "Wenn das in Ordnung ist, dann ist es auch in Ordnung, wenn Männer mit kleinen Jungs schlafen."

Virgin reagierte sichtlich überrascht und schockiert auf die Aussage: "Ich bin mir nicht sicher, was Barney Frank gemacht hat, außer dass er homosexuell ist. Sagen Sie etwa, er hat sich unangemessen verhalten? Mir ist nichts davon bewusst." Daraufhin erklärte Humphreys, dass die Gesellschaft inzwischen nicht mehr zwischen "richtig und falsch" unterscheiden könne.

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Virgin: Homophobe Aussage von Humphreys ist "widerlich"

Nach der Sendung veröffentlichte Virgin auf Facebook ein Statement, in der sie die Aussagen des Republikaners scharf kritisierte. Diese hätten sie kalt erwischt, wodurch sie in der Sendung nicht mit genug Schärfe reagiert habe: "Als Herr Humphreys die LGBT-Community angegriffen hat, habe ich eine Sekunde gebraucht", so Virigin. "Um das ganz deutlich zu machen: Herr Humphreys Kommentare waren widerlich, beleidigend und einfach nur falsch. Ich stelle mich unmissverständlich hinter die LGBT-Community. Das habe ich immer getan und werde es immer tun."

By now you may have watched my appearance on this morning's Flash Point and Mr. Humphreys' extremely unfortunate and…

Posted by Representative Emily Virgin on Sonntag, 10. Dezember 2017
Facebook / Representative Emily Virgin

Humphreys wollte sich auf Pressenanfragen zu seinen Aussagen gegen die Akzeptanz von Homosexualität am Montag nicht weiter äußern.

Oklahoma war einer von 14 Bundesstaaten, in denen homosexuelle Aktivitäten bis 2003 pro forma verboten waren. Erst ein Urteil des Supreme Courts (Lawrence v. Texas) erklärte diese Gesetze für einen Verstoß gegen die US-Verfassung.

Debatte um sexuelle Übergriffe

In den USA gibt es nach vielen Berichten von sexuellen Übergriffen mächtiger Männer auch in der Politik eine Debatte, die bereits prominente Opfer gefordert hat: So kündigte der demokratische US-Senator Al Franken auf Druck seiner Partei vor wenigen Tagen seinen Rücktritt an. Er war von mehreren Frauen beschuldigt worden, sie ohne deren Zustimmung unsittlich berührt zu haben.

Innerhalb der republikanischen Partei hält sich die Kritik an sexuellen Übergriffen allerdings in Grenzen. So unterstützt die Parteiführung und US-Präsident Donald Trump offen den extrem homophoben Senatskandidaten Roy Moore, obwohl er von mehreren Frauen beschuldigt wird, sie sexuell belästigt zu haben – eine der Frauen erklärte, sie sei zum Tatzeitpunkt erst 14 Jahre alt gewesen (queer.de berichtete).

Die Nachwahl im US-Bundesstaat Alabama findet am Dienstag statt – laut Umfragen liegt Moore im konservativen Bundesstaat knapp vor seinem demokratischen Herausforderer Doug Jones. Erst am Samstag forderte Trump auf Twitter die Wähler auf, für Moore zu stimmen: "Ich brauche Ihre Stimme, um Amerika wieder großartig zu machen!" (dk)



#1 AufrichtigkeitAnonym
  • 11.12.2017, 17:04h
  • Es mangelt ganz offensichtlich an Aufrichtigkeit. Tatsache ist, dass Pädophile sich an Kindern vergehen.
    Pädophilie ist aber was ganz anderes als Homosexualität.
    In der LSBTTIQ kommt Pädophilie verschwindend gering vor.

    Aber dieser Typ ist schon älter, da kann man das schon mal verwechseln ;-)
    Schön, dass das nun geklärt ist.

    Möchten Sie sonst noch was loswerden, Herr Ex Oklahoma Gouverneur?
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#2 panzernashorn
  • 11.12.2017, 18:11h
  • Bin allerdings recht gespannt, welche "Leichen" bei diesem selbstgefälligen "Saubermann" an's Tageslicht kommen werden...............
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#3 GhggAnonym
  • 11.12.2017, 18:14h
  • Immer wieder witzig, wenn christliche Fanatiker Homosexualität mit Pädophilie vergleichen wärend viele der Geistliche selbst Kinder missbrauchen.
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#4 AmurPrideProfil
  • 11.12.2017, 19:45hKöln
  • ""..Der frühere Bürgermeister von Oklahoma City [..] nennt die Akzeptanz von Schwulen und Lesben als Grund, warum "Männer mit kleinen Jungs schlafen"..""

    Aha!
    Dann gilt ja wohl auch folgende Umkehranalogie:
    "Die Akzeptanz von Heterosexualität ist der Grund, warum Männer mit kleinen Mädchen schlafen."

    Das eigentlich Schlimme: Die Amerikaner sind so ungebildet bzw dermaßen indoktriniert, das sie so 'nen Scheiß A) glauben und B) wählen.
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#5 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 11.12.2017, 20:13h
  • "Daraufhin erklärte Humphreys, dass die Gesellschaft inzwischen nicht mehr zwischen "richtig und falsch" unterscheiden könne."

    Da haben wir es wieder, die Denkweise der rechtsgerichteten religiösen Fanatiker: Man muß der Gesellschaft zeigen, wo es lang geht, sonst verlieren wir die Macht!
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#6 AufrichtigkeitAnonym
#7 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 11.12.2017, 20:16h
  • "Oklahoma war einer von 14 Bundesstaaten, in denen homosexuelle Aktivitäten bis 2003 pro forma verboten waren."

    Und die USA wollten die Demokratie nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland bringen.
    Die Europäer, vor allem die demokratischen, müßen schauen, einen Gegenpol zu den USA zu errichten.
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#8 AufrichtigkeitAnonym
  • 11.12.2017, 20:52h
  • Antwort auf #7 von hugo1970
  • Ich bin der Meinung, dass es ein positives Miteinander geben muss.
    Die Demokraten in den USA mit den Demokkraten in Europa.
    Und diese große Einheit der Demokratie gegen die Republikaner.

    Wäre das nicht besser? Ich finde schon.
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#9 Thomas LAnonym
  • 11.12.2017, 20:57h
  • Dass Homohasser alle irgendwelche psychischem Schäden haben müssen ist klar - wieso sonst sollte man sich über einvernehmliche Liebe zwischen anderen aufregen, was das eigene Leben überhaupt nicht betrifft...

    Aber diese Psychopathen driften echt immer mehr in den Wahnsinn ab.

    Würden die sich mal die Realität ansehen, würden sie schnell erkennen, dass es die größten Homohasser und Hetzer aus Religion, Politik und Gesellschaft sind, die sich an Kindern vergehen. Und nicht etwa Homo-, Bi- oder Transsexuelle.

    Auch sonst gibt es keinerlei theoretische oder empirische Begründung. Da wird einfach was ohne jeden Beleg behauptet, in der Hoffnung, dass es schon irgendein Depp glauben wird.
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#10 AristideAnonym
  • 11.12.2017, 21:10h
  • Solche durchgeknallten Wahnsinnigen müssen den Frust über ihr eigenes Leben an anderen auslassen und gönnen anderen nicht ihr Glück.

    Solche Faschisten gehören in die Klapsmühle...
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