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Dritte Liga

"Nur Schwuchteln hier": DFB ermittelt gegen Zwickau-Spieler

Weil er beim Spiel gegen den Halleschen FC homophob ausrastete, droht Davy Frick eine nachträgliche Sperre. Sein Verein belegte ihn bereits mit einer vierstelligen Geldstrafe.


Davy Frick steht seit 2011 beim FSV Zwickau unter Vertrag, dem 2016 der Aufstieg in die 3. Liga gelang (Bild: FSV Zwickau)

  • 12. Dezember 2017, 02:38h 17 2 Min.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat am Montag ein Ermittlungsverfahren gegen den Mittelfeldspieler Davy Frick vom Fußball-Drittligisten FSV Zwickau eingeleitet. Der 27-Jährige war am Sonntag beim Spiel gegen den Halleschen FC nach Erhalt einer Gelb-Roten Karte ausgerastet und rief beim Verlassen des Spielfelds unter anderem "nur Schwuchteln hier" in Richtung des gegnerischen Trainers Rico Schmitt. Der MDR schnitt die Beschimpfung live mit.

Frick wurde vom Kontrollausschuss zu einer Stellungnahme aufgefordert. Nach Vorliegen und Auswertung der Erklärung des Spielers will das DFB-Gremium über mögliche Sanktionen entscheiden. Dem im thüringischen Triptis geborenen Fußballer droht mindestens eine nachträgliche Sperre. Da er bereits in der zurückliegenden Saison wegen einer Schiedsrichterbeleidigung für vier Spiele gesperrt worden war, könnte er als Wiederholungstäter eingestuft werden.

Sportdirektor zeigt Verständnis für Homophobie

Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung hat der FSV Zwickau bereits auf den homophoben Ausraster reagiert und eine Geldstrafe in niedriger vierstelliger Höhe gegen den 27-Jährigen ausgesprochen. Frick selbst, so schreibt das Blatt, habe seinen Fehler eingesehen und wolle sich bei Rico Schmitt entschuldigen.

Vom Zwickauer Sportdirektor David Wagner wurde der Mittelfeldspieler allerdings auch in Schutz genommen. "Natürlich sagt man so etwas nicht in der Öffentlichkeit", meinte der Vereinsvorstand gegenüber "Bild", schränkte jedoch ein: "Aber ich möchte mich auch vor den Jungen stellen. Auf dem Platz sind extrem viele Emotionen dabei. Da gibt es unter den Spielern genügend Kommentare. Das erlebe ich auch auf der Bank mit. Ich lasse es nicht zu, dass Davy jetzt von allen zerrissen wird." (cw)

Direktlink | Davy Fricks homophober Ausraster vor der Kamera
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#1 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 12.12.2017, 07:12h
  • Fricks (klingt irgendwie wie "Ficks", sein Nachname) war sauer, und da sagt man schon mal was Unbedarftes. Andererseits gibt sein "Kommentar" einen tiefen Einblick in seine homophobe Seele,
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#2 RobinAnonym
  • 12.12.2017, 09:26h
  • Wer sich so volksverhetzend äußert, hat im Sport nichts zu suchen. Punkt.
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#3 AmurPride
  • 12.12.2017, 09:44hKöln
  • Herzlich willkommen im meinem Alltag!^^
    "Schwuchtel" ist ebenso auf dem Schulhof wie auf dem Fussballplatz das am häufigsten gebrauchte Schimpfwort.
    Von daher wäre ich vorsichtig damit, dem Herrn Davy Frick bewusste Homophobie zu unterstellen.
    Vielleicht ist das in seinem Verein ja auch ein durchaus geduldeter Umgangston der Profis untereinander. Dafür scheint mir zumindest das statement vom Zwickauer Sportdirektor David Wagner zu sprechen:
    "Natürlich sagt man so etwas nicht in der Öffentlichkeit", meinte der Vereinsvorstand gegenüber "Bild", schränkte jedoch ein: "Aber ich möchte mich auch vor den Jungen stellen. Auf dem Platz sind extrem viele Emotionen dabei. Da gibt es unter den Spielern genügend Kommentare. Das erlebe ich auch auf der Bank mit."
    In der Öffentlichkeit nicht erlaubt, intern aber schon? - Tja, wenn's vereinsintern üblich ist, dann kann's halt auch mal öffentlich "rausrutschen".
    Der Fisch stinkt halt immer vom Kopf her. Wenn Lehrer und Trainer so ein Verhalten durchgehen lassen, dann bereiten sie solchen homophoben Sprüchen und der Homophobie den Boden.

    Mal schauen wie der DFB reagiert.
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