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Auftritt bei "Maischberger"

Olivia Jones: Ehe-Öffnung ist "Ereignis des Jahres"

Vor ihrem Auftritt in der ARD-Talkshow "Maischberger" stellt die Hamburger Dragqueen klar, was ihr dieses Jahr wichtig war.


Olivia Jones bei einem "Maischberger"-Auftritt im Jahr 2014 (Bild: WDR)

Dragqueen Olivia Jones wird am Mittwochabend in der Talkshow "Maischberger" auftreten, die ab 23.45 Uhr in der ARD ausgestrahlt wird. In der 75-minütigen Sendung wollen Moderatorin Sandra Maischberger und ihre Gäste auf das zu Ende gehende Jahr zurückblicken. Das Motto der Sendung lautet: "Panikjahr 2017: Besser als befürchtet?"

Bereits im Vorfeld stellte Olivia Jones klar, was sie dieses Jahr bewegte: "Die Ehe für alle ist für mich das Ereignis des Jahres. Sie war längst überfällig", so die Vize-Dschungelkönigin des Jahres 2013. Olivia Jones ist davon überzeugt, dass trotz dieser Gleichstellung noch lange nicht alles erreicht ist. "Es gibt weiterhin Ausgrenzung und Gewalt gegen Schwule und Lesben", kritisiert die Hamburgerin. In vielen Teilen der Gesellschaft sei Toleranz noch nicht angekommen. Sorgen mache sie sich vor allem wegen der AfD, die im Herbst in den Bundestag eingezogen ist: "Ich habe Angst vor der AfD, weil sie Hass sät. Das formt eine Gesellschaft und enthemmt sie."

Olivia Jones machte vergangenes Jahr Bekanntschaft mit der AfD: Sie traf etwa den sachsen-anhaltinischen AfD-Fraktionschef André Poggenburg, der damals den Aktionsplan zur LGBTI-Akzeptanz "eine Schändung von Kinderseelen" nannte (queer.de berichtete).

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Auch Peter Hahne ist dabei

In der "Maischberger"-Sendung wird Olivia Jones unter anderem auf den evangelikalen ZDF-Moderator Peter Hahne treffen, der mit Blick auf die AfD attestiert: "Die Politiker der Volksparteien haben am Volk vorbeiregiert. Die Wähler fühlen sich zu Recht vernachlässigt." Dazu gesellen sich Enthüllungsjournalist Günther Wallraff, "Spiegel"-Autor Markus Feldenkirchen, "Kontraste"-Moderatorin Astrid Frohloff sowie Schauspielerin Sophia Thomalla, eine glühende Anhängerin von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Olivia Jones war bereits 2014 zu Gast bei "Maischberger". In der damaligen Sendung ging es hauptsächlich um den grün-roten Bildungsplan in Baden-Württemberg, gegen den christliche und rechte Aktivisten mobil machten. An der Gästeauswahl gab es scharfe Kritik, da Maischberger mit Hartmut Steeb und Birgit Kelle zwei ausgesprochene Homo-Hasser einlud, die sich als Opfer der "Homo-Lobby" darstellen durften (queer.de berichtete). (dk)

TV-Tipp

"Maischberger" mit Olivia Jones: Mittwoch, 13.12., 23.45 Uhr live in Das Erste. Wiederholungen: Donnerstag um 1.10 Uhr im WDR, um 2.55 Uhr in Das Erste, um 8.05 Uhr im WDR und um 21.02 Uhr bei tageschau24. Außerdem am Samstag um 23.30 Uhr in 3Sat


#1 Homonklin44Profil
  • 13.12.2017, 14:11hTauroa Point
  • ""Ich habe Angst vor der AfD, weil sie Hass sät. Das formt eine Gesellschaft und enthemmt sie.""

    Ich denke auch, dass man mit den Einflüssen dieser "Partei" rechnen muss, und mit der darin vertretenen Mottenkisten-Revival-Ideologie, sowie den rechtsaußen-Akzenten, und es der zivile Ungehorsam erforderlich macht, dagegen aufzustehen, zusammen zu stehen, und Aufklärung zu betreiben.
    Falsche Nachrichten richtig stellen muss, herumerzählte Lügen und konstruierte, rekombinierte Schändlichkeiten sich nicht gefallen lassen muss.

    Das beste Mittel ist es wohl, die "Verkehrtwicklung" dieses Dralls aufzudröseln, wohin dieser Strom schiebt, Biberdämme zu bauen, wennschon nicht mit Stock oder Stein, dann mit der Kraft des Wortes!

    Die Besetzung dieser Sendung scheint ja Potenzial für Kontraste zu haben, als auch für Zoff. Olivia wird sich evtl. mit angegruselten Meinungen auseinandersetzen dürfen.
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#2 herve64Ehemaliges Profil
  • 13.12.2017, 14:41h
  • Nichts gegen Olivia Jones, aber gibt es denn wirklich keine anderen Schwulen mehr in Deutschland, dass die Maischbergerin jedesmal immer nur sie zu einer Diskussionsrunde lädt, wenn sie einen Quoten-Gay benötigt? Auf die Dauer wird das eintönig.
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#3 achjaAnonym
#4 JannesHBAnonym
#5 WasHabtIhrDennAnonym
  • 13.12.2017, 20:37h
  • Was ist denn hier los?
    Wieso seit ihr so Olivia Jones träge? Vielleicht war sie die einzige, die der Einladung zusagte? Wir wissen ja gar nicht, wen Maischberger sonst noch gefragt hat.

    Ich finde Olivia sympathisch, sie hat durch ihr Alter einiges miterlebt und kann aus Erfahrung sprechen (ja, andere können das auch), sie hat eine besondere Art Situationen zu durchleuchten und deutlich zu machen, was wichtig ist.
    Ich höre ihr gerne zu und außerdem: sie kommt wirklich sympathisch rüber.
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#6 WasHabtIhrDennAnonym
#7 JohannbAnonym
  • 14.12.2017, 05:57h
  • Auch wann ich die Sendung jetzt noch nicht gesehen habe: Olivia Jones, Danke für Ihren Beitrag in der Sendung! Sie genießen das volle Vertrauen vieler, abervieler queerer Menschen. Ok, Ihr Schminkstiel ist nicht jeden genehm.....
    Bitte und gerne weiter so. Ich schreibs nochmal: Sie genießen volles Vertrauen!
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#8 herve64Ehemaliges Profil
  • 14.12.2017, 09:43h
  • Unabhängig von den DiskussionsteilnehmerInnen war diese Sendung nur noch überladen und man/frau geriet vom Hundertsten ins Tausendste.

    Das war einfach ein zu chaotischer Mix von Banalitäten wie Simone Thomallas Lotteriewerbung mit ihr als gekreuzigte "Heiländerin" (hach, wie originell: das Sujet der gekreuzigten Tussi ist mittlerweile so etwas von abgedroschen und ausgelutscht, und dass sich von den Teilnehmern lediglich ein Peter Hahne über die Blasphemie aufregt, überrascht jetzt auch nicht weiter sonderlich) über eine abstrichmäßig gestreifte metoo-Kampagne und Ehe für Alle bis hin zu G20-Krawallen in Hamburg, Erdogans islamofaschistische Diktatur und Trump und seine mittlerweile 1.600 nachgewiesenen Lügen während seiner Amtszeit bis hin zum AfD-Einzug in den Bundestag.

    Alles wurde nur ein bißchen angerissen, jedeR gab seinen/ihren mehr oder weniger bedeutenden Senf dazu, und zum Schluss kam dann noch die obligatorische Schlusssatzrunde und die Verabschiedung. Das war eigentlich dann auch schon alles.

    Diese "Talkshow" war in meinen Augen so etwas wie ein mediales Pendant zum ICE: man huscht überall vorbei anstelle mal stehen zu bleiben und in die Tiefe des jeweiligen Themas zu gehen.
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