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Geleakter Ratgeber

Mormonenkirche: Onanieren macht schwul!

MormonLeaks veröffentlicht einen über 30 Jahre alten Ratgeber der homofeindlichen Sekte, in der Jugendliche davor gewarnt werden, sich einen runterzuholen.


Mormonentum als Fetisch: Das schwule Porno-Label "Mormon Boyz" zeigt Burschen, die sich als mormonische Missionare verkleiden und so gar nicht den Vorgaben der Kirche folgen

  • 13. Dezember 2017, 14:54h 61 3 Min.

Ein von der amerikanischen Mormonenkirche 1981 herausgegebener Ratgeber mit dem schlichten Titel "Homosexuality" ist am Dienstag vom Whistleblower-Portal MormonLeaks online gestellt worden. Örtliche Führungskräfte der homofeindlichen Kirche sollten mit diesem Dokument homosexuelle Mitglieder zur "Umkehr" bewegen.

Mit dem Ratgeber sollten Mormonen informiert werden, um "das Problem der Homosexualität zu verstehen und zu behandeln". Die gleichgeschlechtliche Liebe, heißt es darin, "pervertiert die ordnungsgemäße Nutzung der Zeugungskraft", enthalte "Gottes Kindern" das Familienleben vor, würde alle Beteiligten "entwerten und herabwürdigen" und sei "genauso sündhaft wie heterosexuelles Fremdgehen". Außerdem, so warnt das Dokument ausdrücklich, könne Homosexualität "gewalttätiges und kriminelles Verhalten" umfassen.

Bereits junge Mormonen sollten vor Homosexualität gewarnt werden. Zu den exotischeren Hinweisen gehört die Warnung, dass Selbstbefriedigung schwul oder lesbisch machen könne – wer dies praktiziere, erhöhe die Wahrscheinlichkeit zukünftiger homosexueller Kontakte. "Frühe Masturbationserfahrungen bringen dem Menschen sexuelle Gedanken näher, an die man sich gewöhnen kann und die homosexuelle Interessen verstärken können", heißt es in dem Papier.

Jungs würden bereits in "der frühen Kindheit" homosexuelle Erfahrungen sammeln, während Mädchen erst "im späten Teenageralter" oder zwischen 20 und 30 mit gleichgeschlechtlichem Verlangen konfrontiert werden würden – und zwar meist von Leuten, die sie bereits kennen.

Mormonen wollen Homosexuelle "heilen"

In dem Papier wirbt die Sekte zudem für Homo-"Heilung". "Homosexuelles Verhalten ist erlernt" und könne "überwunden" werden. Als Grund für Homosexualität sehen die Mormonen insbesondere eine negativen familiären Hintergrund. Auch wenn Kinder nur wenige Freunde hätten oder sich anders als ihre Mitschüler fühlten, sei Vorsicht geboten. Außerdem könnten Eltern "ungesunde sexuelle Einstellungen" auf ihren Nachwuchs übertragen.

Die Mormonenkirche gilt auch heute noch als eine der homofeindlichsten religiösen Gruppen in den USA. Erst vor einem halben Jahr kündigte die Sekte an, die Zusammenarbeit mit den Pfadfindern einzuschränken. Der Grund: Die "Boy Scouts of America" sagten der Diskriminierung von Homo- und Transsexuellen den Kampf an (queer.de berichtete).

Wiederholt hat sich die Glaubensgemeinschaft auch politisch gegen die Gleichbehandlung von LGBTI engagiert. Der größte politische Erfolg war die Unterstützung des Volksentscheids "Proposition 8" im Jahr 2008, der die vorläufige Abschaffung der gleichgeschlechtlichen Ehe in Kalifornien zur Folge hatte (queer.de berichtete).


Der Mormonentempel in Salt Lake City ist das Zentrum der Kirche (Bild: Aaron Goodwin / flickr)

Homosexuelle Kirchenmitglieder haben bis heute einen schweren Stand: 2015 kündigte die Führung etwa an, selbst Kinder aus Regenbogenfamilien aus der Glaubensgemeinschaft auszuschließen (queer.de berichtete). Zuletzt wurde die Rhetorik aber etwas milder: Vor gut einem halben Jahr beschloss man etwa, abstinente Homosexuelle nicht mehr grundsätzlich mit einem Bannstrahl zu belegen (queer.de berichtete).

Der 1830 gegründeten sogenannten "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage" gehören weltweit rund 16 Millionen Menschen an, davon etwa die Hälfte in den Vereinigten Staaten. Im US-Bundesstaat Utah stellen Mormonen die Bevölkerungsmehrheit und beeinflussen die Politik entscheidend mit. Die Glaubensgemeinschaft beruft sich sowohl auf die Bibel als auch auf das "Buch Mormon", das die Geschichte des auserwählten Volkes von Israel nach Nordamerika verlagert. (dk)

-w-

#1 TimonAnonym
  • 13.12.2017, 16:56h
  • Da jeder körperlich und geistig gesunde Mensch regelmäßig wichst und das ein ganz normaler Teil der Sexualität ist, müssten ja alle Menschen schwul sein.

    Aber mit Logik haben es solche Leute ja nicht...
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#2 Sven100Anonym
#3 queergay
  • 13.12.2017, 17:04h
  • Der Mormonengründer Joseph Smith hatte selber mindestens 40 Ehefrauen - und das ist kein Märchen. Mehrere von ihnen bereits verheiratet, eine von ihnen gerade mal 14 Jahre alt. Er gönnte sich wohl sonst nichts.
    Er galt und gilt als unantastbarer Prophet und perfekter Mormone bei den meisten seiner Anhänger und Verehrer, deren Zahl aktuell bei über 15 Millionen weltweit liegt.
    Smiths Ehefrau Emma empfand das polygame Gebaren ihres geliebten Gatten als "Prüfung Gottes" und soll mindestens vier "Nebenfrauen" in ihren Haushalt aufgenommen haben. Joseph Smith selber interpretierte die Vielehe als gottgewollt, als Auftrag an ihn, der ihm einst von einem Engel überbracht worden sei.
    Im Jahr 1820 waren ihm auch Jesus Christus und Gottvater höchstselbst im Wald erschienen. Der große Prophet Mohamed hatte im 7. Jahrhundert übrigens auch Engelserscheinungen gehabt.
    Gottgewollte Polygamie wurde somit beiden Propheten von himmlischer Seite her aufgetragen.
    Die ersten Mormonen wußten also sehr gut ihr lustvolles Erotikleben in das Kirchenleben zu integrieren. So sollten die heutigen Mormonen auch wieder vorgehen...vor allem nach dem Motto 'Sex ist natürlich, gesund und gottgewollt.'
    Und die hervorragend gemachten Pornol-Labels "Mormon Boyz" und "Mormon Girlz" können hierbei bestimmt hilfreiche Inspiration & freie Spiritualität ohne Dogmatismus anregen und vermitteln.
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